
Produkttyp: Nikon Digitalkameras
Neuester Testbericht: ... mit den Batterien sind ca. 110 Minuten erreichbar. + Auch an einen optischen Sucher hat Nikon gedacht. Wer bei strahlender Sonne Fotos anf... mehr
Nikon CoolPix 800 - Gute Digital Camera zum anständigen Preis
Nikon Coolpix 800

Name des Mitglieds: johnpd
Produkt:
Nikon Coolpix 800
Datum: 03.02.00, geändert am 03.02.00 (286 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: günstiger Preis, hohe Auflösung
Nachteile: zu wenig Einstellmöglichkeiten, dürftige Verarbeitung
Mit der Coolpix 800 schließt Nikon diese Lücke und bietet für rund 1.500 DM eine 2-Megapixel-Kamera mit zweifachem optischen Zoom. Die gut 400 DM Preisunterschied zur größeren Schwester, der Coolpix 950, wurden zum größten Teil von der Verarbeitung her eingespart. Das bedeutet konkret, daß die neue Nikon sich zu den Vertretern der "Alles aus Plastik"-Kameras gesellt und eben nicht nur vom Preis her einen billigeren Eindruck abgibt. In zwei Fällen macht die Coolpix 800 jedoch die Not zur Tugend: Der im Druckguss geformte Handgriff sieht dem der Coolpix 950 verblüffend ähnlich, hat aber nicht die schlechte Angewohnheit sich im intensiven Gebrauch selbständig zu machen. Das Gleiche gilt für die Speicherkarten-Abdeckung und den Batteriedeckel, die nur bei neueren 950ern ebenso gut einrasten. Leider befindet sich das Stativgewinde trotz vieler Kritiken bei den vorherigen Coolpix-Modellen immer noch zu nah an der CompactFlash-Abdeckung ? Stativbetrieb und schneller Flash-Wechsel bleiben weiterhin im Widerspruch.
Von den Abmessungen her sieht die Coolpix 800 wie eine abgekappte 950er aus, aber ohne Schwenkgehäuse. Wären da nicht der herausragende Objektivtubus und der Handgriff, würde die Nikon nicht viel voluminöser als seine direkte Konkurrentin, die Canon PowerShot S10. Ausstattungsmässig kann sich die Nikon jedoch gut sehen lassen. Die Bilder werden von einem 38 bis 76 mm Zoomobjektiv (entsprechend KB) bei Lichtstärke 3,5 bis 4,8 eingefangen und vom CCD-Sensor mit
einer maximalen Auflösung von 1.600 x 1.200 Pixel weiterverarbeitet. Wie es sich für eine Schnappschusskamera gehört, verzichtet die Coolpix
800 auf manuelle Einstellmöglichkeiten, bietet aber genügend Einstellungen für die Belichtungsmessung (Matrix, Spot kombinierbar), für den Weißabgleich (Automatisch, sonnig, bewölkt, Glühlampen- und Leuchtstofflampen-Licht sowie und manueller Messwertspeicherung) und für die Fokussierung (Au
tofokus im Einzel- oder Serienbildbetrieb, Makro ab 7 cm, Unendlich-Einstellung und manueller Fokus in 45 Schritten), so daß trotzdem genug Kontrolle über sämtliche Automatiken gewährleistet ist. Die Empfindlichkeitsverstellung, die Blitzfunktionen (Automatik, an,
aus, Roter-Augen-Vorblitz und Langzeitsynchronisation) sowie die
Gradationseinstellungen sind auch nicht fehl am Platz, sogar die hochwertigen Zusatzoptiken aus dem Coolpix-Sortiment sind dank Objektivgewinde uneingeschränkt verwendbar. Nur der Anschluß für externe Blitzgeräte bleibt der Coolpix 950 vorbehalten.
Deutlich verbessert wurde das Energiemanagement. Die Coolpix 800 ist in Sachen Energieverbrauch deutlich bescheidener als der Rest der Coolpix-Familie. Wer einen guten Kompromiß zwischen Kameragröße und Einstell- bzw. Erweiterungsmöglichkeiten sucht, findet mit der neuen Nikon sicherlich sein Glück.
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Digitalkamera

