Nikon Coolpix 5700
Zu groß für den Knippser, zu schlecht für den Freak. Und ganz schön dunkel. - Nikon Coolpix 5700 Digitalkamera

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Produkttyp: Nikon Digitalkameras

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Zu groß für den Knippser, zu schlecht für den Freak. Und ganz schön dunkel.
Nikon Coolpix 5700

chessdancer

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Produkt:

Nikon Coolpix 5700

Datum: 11.11.02, geändert am 11.11.02 (3156 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Zoom

Nachteile: wetterabhängig, indoor fast schon mangelhaft

Meine erste Kamera war auch so ein Zoommonster. Man braucht eben im Schnitt 3 Modelle um seines zu finden und bei waren es 3 oder 4.

5 Megapixel, nicht schlecht, ich bin sogar der Meinung frühestens bei 4 fängt der Spaß an. Unterwegs sollte das Teil auch noch immer dabei sein können, darum maximal 700 Gramm.
Darüber haben wir die schwere und sehr teure SLR-Klasse mit Wechselobjektiven.

Ich will Euch ja nicht den Spaß verderben, aber dieses Modell ist nur was für absolute Zoomfreaks, die alle Brennweiten dabei haben wollen und am besten im Süden wohnen.

Es ist nämlich extrem lichtschwach, ein erster Dribut an die MiniGröße für soviel Zoom bei sovielen Pixeln. Im Zoombereich beträgt die kleinste Blende 4.8, man braucht 4mal soviel Belichtungszeit wie bei anderen Kameras der selben Klasse mit etwas weniger Zoom.

Bei 280 mm braucht man eine Verschlußzeit von 1/350 Sekunde freihändig oder besser noch weniger, wenn es wirklich scharf sein soll. Wobei das Objektiv der 5700 Nikon nicht wirklich 5 Mio Pixel umsetzt, sondern in jedem review als befriedigend gewertet wird, das bedeutet man hat effektiv so viele Pixel für eine sehr gute Hosentaschenkamera hätte, etwa die G2, G3 von Canon oder leica digilux 1, wenn die auch alle Pixel umsetzen würde, was sie beinahe tut.

Die 1/350 s im Zoom schafft man bei dieser Lichtsschwäche SEHR SEHR selten und für bewegte Menschen in Vollbild des ganzen Körpers braucht man auch mit Stativ 1/1000 Sekunden. Sie laufen nämlich 1 m/s und ein Pixel entspricht da etwa 1 mm. Vielleicht im Hochsommer in der Sonne, ich glaub nicht mal da schafft man 1/1000s bei Blende 4.8, wobei man lieber Blende 6.3 nehmen sollte (siehe weiter unten)l, das ist dann aber völlig unmöglich freihändig.

1/1000s schafft die Kamera oft nichtmal im Weitwinkel, denn auch da hat sie als kleinste Blende 2.8, braucht doppelt so viel Belcihtungszeit wie eine die da Blende 2 bietet, weil sie ein größeres Objektiv mit wen
iger Zoom hat, dann ist nämlich das Objektiv lichtdurchlässiger.

Höhere ISO-Werte wären eine Lösung zum Einstellen doch die 2/3 Zoll 5 Megapixelchips sehen nur bei ISO 100 gut aus.

Nikon hat hier etwas getrickst, in Wahrheit sind angegeben ISO 100 nur 64 !!!!!!!!!!!!! (Höhere ISO= empfindlicher und kürzere Verschlußzeit bei mehr Rauschen.)

Die Nikon rauscht bei ISO 200 und höher mehr als die Konkurrenz derselben Klasse)

Meistens nutzt man den Brennweitenbereich von 38 mm bis etwas über 100.
Darunter sind Größenverhältnisse völllig unnatürlich und darüber sind die Entfernungen so gerafft, daß es abgeschossen wirkt, aber nicht fotografiert.

Der Mehrzoom in beide Richtungen wird mit Objektivverzeichnungen und Unschärfen am Rand, sowie chromatischen Aberratione erkauft, solche lila Streifen im Sommer an starken Kontrastübergängen etwa in Baumwipfeln.

Wichtig wäre auch ein ordentlicher Akku, wenn man die Kamera einige Stunden am Stück im Dauereinsatz hat. Halten kann man das Modell aber gut.

Bis das Betrieb eingeschaltet ist und scharfgestellt hat, sind leider einige Sekunden (!) vorbei, je nach Licht, auch das ein Tribut an den Zoom bei so einer kleiner Kamera mit so vielen Pixeln. Also nix für Schnappschießer, die Frau guckt dann schon weg. (Es sei denn sie will, aber da braucht Ihr ja nicht so einen Zoom.)

Durch die Lichtsschwäche ist der Blitz maximal gefordert - das gibt dann schonmal rote Augen.

Die Farben der Nikon sind natürlich und neutral. Bei ISO 100 ist das Rauschen ziemlich gering, besser als der Schnitt.

Die Nahaufnahmefähiglkeit ist excellent. Zoom auch im Macro, gut für Insektenfotos. Nachts wird das Rauschen recht gut bereinigt, Hotpixel gibt es gar nicht mehr.

Der Monitor ist schön klein und dennoch scharf. Die Bildqualität ist besonders zwischen 38 mm und 180 mm ziemlich gut.

Jetzt das was oben als weiter unten erwähnt wurde:
Die höch
ste Abbildungsleistung haben die Kameras in jedem Brennweitenbereich bei 2 Blendwerten über dem niedersten, also diese bei 4.8 im äüßersten Weitwinkel und bei 6.8 im Teleberich. Mit ensprechend langen nötigen Verschlußzeiten. (doppelte Blendezahl = vierfache Verschlußzeit)

Verschlußzeiten über 8 sek im Normalmodus nachts wären schöner. Braucht man aber nicht wirklich. naja, eben doch, wegen der Lichtschwäche in manchen Situation. Aber mehr sähe wohl nicht mehr gut aus, komisch andere haben das.

Die angegeben möglichen Verschlußzeiten sind nur in wenigen Kombination wirklich einstellbar, also aufpassen. Man kann nicht jede Blende mit jeder Verschlußzeit kombinieren, die 1/4000s ist also mehr so eine Art legaler Werbegag.

Ein Histogramm zur Belichtungsmessung ist nicht eingebaut. Man verläßt sich bei der 5700 auf diverse Halbautomatiken und das gute Gefühl. Die Rauschunterdrückung verschlechtert die Schärfe sichtbar.

Mit externen Blitzen arbeitet das Modell begrenzt zusammen.

Fazit:

Wer aber eine realtiv kleine Kamera will, die alle denkbaren Brennweiten abdeckt, der kauft hier keinen Mist, sondern eine echte Nikon !

Mein Bericht war eben so angelegt, besonders die Warnhinweise zu geben, das Andere schreiben die Käufer und Nikon. Also insgesamt vergebe ich eine Note Zwei minus. Auch wegen dem noch aktzeptablen Preis.

Fazit: