Nikon Coolpix 3100
Zwischen Kimme und Korn - Nikon Coolpix 3100 Digitalkamera

Produkttyp: Nikon Digitalkameras

Zwischen Kimme und Korn
Nikon Coolpix 3100

billie.parker

Name des Mitglieds: billie.parker

Produkt:

Nikon Coolpix 3100

Datum: 04.12.03, geändert am 31.03.05 (803 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Gestaltung Ein-Aus-Schalter, Verschiedene Motivprogramme, Auswahl über Programmwählscheibe

Nachteile: Doch rechtstarke Miniaturisierung

Im Gegensatz zu anderen Modellen ihrer Serie, ist die Nikon Coolpix 3100 seriös, wenn nicht bieder. Von der Konkurrenz in ihrer gesamten Klasse unterscheidet sich die 3-Megapixel-Kamera für mich durch ihre Motivprogramme: Insgesamt 14 Hilfen decken ein breites Spektrum ab. Wohl digitalkameratypisch arbeitet man dabei auf einer Armlänge. Denn im einfachsten Fall streckt man den Arm heraus. Erfasst das Motiv über den TFT-Display, der bei diesem Vorgehen vor einem liegt. Der somit das von Kameras gewohnte Okular ersetzt. Gibt noch dem Autofokus, durch Antippen des Auslösers, die nötige Zeit das Objekt zu fokussieren. Und drückt schließlich durch.

Umstände, die auch von dem kleinen Format des Gerätes unterstützt werden. Die Breite misst die Hälfte einer Kleinbild-Kompaktkamera. Höhe und Tiefe sind mit ihr gleich. Anders verhält es sich auch nicht mit dem Gewicht.

Aber schon allein durch die erste Eigenschaft findet der Photoapparat, nach meinem Empfinden, bei seinem Anwender leichter Platz als eine kompakte Kleinbildkamera. Nachfolgend sieht man damit kaum einen Grund, die Photokamera nicht mitzunehmen: In die Stadt, auf den Spielplatz, zum Fussball und zu Ausflügen. Der Apparat stört nicht, und sein Einsatz kann nach meinem Erfahren einfach nebenher geschehen - wie es in der Einleitung steht. So bedarf es nicht einmal ein wenig Geschick, um alle Funktionen, die für ein Bild nötig sind, mit den Fingern einer Hand zu bedienen. Vorzugsweise mit denen der Rechten. Gesichert wird die Kamera von Mittelfinger und Ringfinger. Der kleine Finger sorgt für Stabilität. Während eine Trageschlaufe um dem Handgelenk, als Absturzsicherung, noch einmal zusätzliche Unterstützung gibt. Nötige Vorkehrungen: Damit der Zeigefinger Ein-Aus-Schalter und Auslöser kontrollieren kann. Und damit der Daumen wenigstens, die Zoomtasten, die Blitzautomatik und nachfolgend, die Funktionswählscheibe mit den einzelnen Motivprogrammen übernimmt.

Auf der Funktionswählscheibe stehen der Nikon Coolpix 3100, ein Szeneassistent, ein Portraitassistent, ein Landschafts-, Sport- und ein Nachtportraitassistent zur Verfügung. Gekennzeichnet werden die Assistenten durch Symbole. Das sind solche, welche man schon von analogen Apparaten kennt. Die Funktionen stellen dann, einen Zugang zu den entsprechenden Hilfen bei der Gestaltung von Motiven dar. So ist der Sportassistent in der Lage Serienbilder zu erstellen, während das Portraitprogramm Details im Hintergrund weichzeichnet und dadurch das Objekt im Vordergrund freistellt. Nachfolgend ist man in der Lage, sozusagen Detaileinstellungen in den Programmen vorzunehmen. Diese verbergen sich bei Anwahl der Motivassistenten, auf einer Vielzahl von Bildschirmmenüs. So kann die Software Vorgaben bei der Positionierung des Bildes geben, indem sie z.B. auf dem Display, mit Schablonen als Hilfsmittel zur Fokussierung arbeitet. Weitere Motivprogramme stellen Automatiken für das Photographieren bei Gegenlicht, sehr hellen Szenen und Reflexionen, bei der Aufnahme von Feuerwerken, bei Lichtmangel, bei Landschaftaufnahmen, Innenaufnahmen, Makroaufnahmen und dem Erstellen von Dokumentkopien zur Verfügung.
Das zuletzt genannte Motivprogramm ist für mich dabei, eine Besonderheit. Denn, da hat man die Möglichkeit Dokumente wie Texte, Zeichnungen und Wandtafeln ab zu photographieren. Nach meinem Empfinden, so wie es die Helden aus Spionagefilmen und -büchern tun: Man hält in einem geeigneten Moment die Kamera davor und drückt schnell ab.

Zu den einzelnen Motivprogrammen führt ein Dialogbetriebssystem, so eines wie man es bei Mobiltelefonen, Bankautomaten und auch Waschmaschinen findet. Das heißt aber auch, dass man nur die vordefinierten Programme und Funktionen aufrufen und sie nicht durch eigene Blenden- und Belichtungsprogramme erweitern kann.

Für die, von den Motivprogrammen, geweckten Erwartungen erreicht die Digitalphotokamera, nach meinem Empfinden, eine der Verwendung angemessene Bildauflösung. Welche im Groben durch die angegebene Pixelzahl auf dem Gerät angezeigt wird. Dem Apparat stehen 3,2 Millionen Bildpunkte zur Verfügung. Die Lichtempfindlichkeit ist nach ISO mit 50 angegeben und wird automatisch auf die Werte 100 und 200 verstärkt. Auf dem Computerbildschirm entsprechen die Attribute dieses Sensors einer Auflösung von 2048 x 1536 Bildpunkten. Das bedeutet aber nicht, dass man Bilder nur über den Personal Computer schnell verbreitet wissen kann. Sondern, dass man auch in der Lage ist, im einfachsten Fall Indexe für ein Photoarchiv zu drucken, nachfolgend Kopien in dem Kleinbildformat 9 x 13 und letztendlich Dokumente, mindestens im DIN-Format A5. Damit findet die Kamera für mich, nicht nur bei Schnappschüssen Verwendung, sondern auch bei ambitionierten Aufnahmen und Arbeitstechniken. Beispiele sind Lichtstudien und Detailvergrößerungen.

Unweigerlich führen die zu erwarteten Resultate so auch auf die Eigenschaften des Objektivs. Bei der Nikon Coolpix 3100 handelt es sich, wohl typischerweise, um ein Nikkor-Zoom-Objektiv mit 5 Automatikfokus-Messfeldern. Die Kamera lässt darauf Verschlusszeiten bis zu vier Sekunden zu, was Versuche in der Dämmerung oder bei einer schwachen indirekten Lichtquelle unterstützt. Die kürzeste Verschlussdauer beträgt dagegen 1/3000 Sekunden. Die Blende ist mit 2.8 bis 4.9 angegeben. Der Schärfebereich beginnt im Autofokus bei 30 cm und für Makroaufnahmen bei 4 cm. Des weiteren bietet das Objektiv Brennweiten vom oberen Normalbereich bis in den Telebereich, dies entspricht im Kleinbildformat, einer Brennweite von 38 bis 115 mm.

Ausreichend Kontrolle über das Objektiv erhält man mit dem TFT-Display, welches wohl digitalkameratypisch das Realbild des zu erwartenden Motivs anzeigt. Der Display genügt aber nicht nur für einen Überblick, sondern lässt auch die Darstellung von Details zu. Ein Grund hierfür, sehe ich in seiner Auflösung von 110.000 Bildpunkten, welche für mich persönlich hoch ist. So ist die Kontrolle über Schärfen und Unschärfen oder der Lichtverhältnisse auf dem Monitor ein leichtes. Trotzdem hat man die Möglichkeit, noch manuelle Einstellungen über das Display vorzunehmen. Diese stellen u.a. folgende Optionen zur Verfügung: Programme für den Weißabgleich, also für die naturgetreue Wiedergabe von Farben; eine Belichtungskorrektur, zum Aufhellen oder Abdunkeln des Motivs; und eine Scharfzeichnung, wobei die Software nach der Aufnahme automatisch Kontraste hervorhebt: Ein Vorgang, der mit der Bildbearbeitung am PC zu vergleichen ist. Als einen zusätzlichen Gimmick in diesen Programmen, sehe ich den Datumsstempel. Welcher wie bei vielen Kleinbildkameras Aufnahmedatum und -uhrzeit auf dem Motiv einbelichtet.

Nach der Aufnahme hat man die Möglichkeit erste Formatierungen vorzunehmen. Diese beinhalten nicht nur das Einsehen und Abgleichen der gemachten Aufnahmen. Sondern auch Datenkomprimierung, das Zuschneiden von Motiven und die Umwandlung in Schwarzweiß, Sepia oder die Zugabe des Halo-Effektes; dem Strahlenkranz, der uns alle umgibt.

Diese Formatierungen sind aber nur ein Zugang zur Bildmanipulation. Denn schon mit der Datenübertragung zum PC ergeben sich weitere Optionen. So öffnet sich im Mac OS, üblicherweise ab dem System 10.2, die dem Betriebssystem beiliegende Applikation "iPhoto" automatisch, sobald eine Digitalkamera erkannt wird. In der Mac OS-Version 9 stellt die Kamera auf dem virtuellen Schreibtisch nur einen Wechseldatenträger dar, welcher im einfachsten Fall mit den "Finder" administriert werden kann. Ähnlich ist es unter Windows ab der Version ME, dort übernimmt der "Windows Explorer" diese Aufgabe. In einer der letzten Linux-Versionen ist es auch nicht anders. Darüber hinaus stellt Nikon mit seinem Programm "View", eine eigene Anwendung zur Verfügung. Diese enthält generell: "iPhoto"-gleiche Funktionen. Welche sich vor allem auf die Verwaltung der Bilder und die Anzeige von Vorschauen und einer Diashow konzentriert. Nach meinem Empfinden ist der Einsatz vor allem auf dem Mac OS 9 und ab der Windows-Version 98SE, in ME und 2000 sinnvoll, da hier ähnliche Applikationen fehlen.

Die Systemvoraussetzungen an Kamera und Programm sollten ab dem Apple iMac (Codename "Kihei"), also der Modellreihe nach der Revision C, und dem weißblauen PowerMac G3 keine besonderen Anforderungen stellen. Ebenso verhält es sich bei IBM-Kompatiblen Personal Computern, einzig allein sind 64 MB Arbeitspeicher, ein Intel Pentium-Prozessor bzw. ein AMD K6 mit 300 MHz und natürlich eine USB-Schnittstelle erforderlich.

Primär ergeben sich die Arbeitsfelder der Kamera für mich aber nicht in der Bildbearbeitung, sondern in ihren Einsatzmöglichkeiten:

So unterstützt mich der Apparat im Wesentlichen, durch die Anwahl der Motivprogramme über die Wählscheibe. Diese bringt, sozusagen, die Optionen auf den Punkt, da sie mit relativ wenig Aufwand situationsgebundene Funktionen bereit stellt. Als persönliche Highlights empfinde ich die schnelle Bereitschaft der Kamera und die Gestaltung des Ein-Aus-Schalter. Dieser umschließt als eine Art von Ring den Auslöser. Für mich ein Vorteil, da so versehentliches Einschalten vermieden wird. Denn erst durch drehen wird die Kamera entsichert. Zur Hilfe dient, wenn man einem Ring zum Vergleich beibehält, ein Aufsatz. Nachdem ist das Gerät, nach eigenen Messungen, binnen drei Sekunden voll funktionsfähig. Als grundlegende Eigenschaften sehe ich dagegen, die Kontrolle des Motivs und die Möglichkeit der Bilderverwaltung über das Display an, da sie nach meinem Empfinden, digitalkameratypisch sind. Ebenso ist die Eigenschaft zu nennen, dass der Apparat durch seine kompakten Abmessungen, bei seinem Anwender leicht Platz findet. Des weiteren ist die Kamera bei Nichtgebrauch geschützt, da das Objektiv mit dem Ausschalten eingefahren wird. Nichtsdestotrotz sehe ich den Gebrauch einer Phototasche als erforderlich an. Ein Beispiel ist der Sporty Guy 1.0 von Crumpler, denn der bietet nicht nur der Digitalphotokamera platz, sondern ihr typischen Accessoires.

Fazit: