Mustek MDC 3000
Die guten alten Zeiten ;-) - Mustek MDC 3000 Digitalkamera

Produkttyp: Mustek Digitalkameras

Neuester Testbericht: ... Verhältnisse aber etw. klein geraten. Ich packte sie aus und bemerkte beim Starten, dass sie lauten mechanischen Krach verursacht. Auc... mehr

Die guten alten Zeiten ;-)
Mustek MDC 3000

Elektro-Man

Name des Mitglieds: Elektro-Man

Produkt:

Mustek MDC 3000

Datum: 22.03.09, geändert am 22.03.09 (63 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: 1-Knopf-Menübedienung

Nachteile: Plastik, keine Schutzklappe, kein Zoom

Ich erinnere mich noch gut an die Mustek MDC 3000. Sie war meine zweite Digitalkamera, eigentlich die erste richtige, weil ich die erste sofort wieder umgetauscht hatte und dieser hier behalten hab. Sie, oder das was von ihr noch übrig ist, liegt eigentlich immer noch irgendwo bei mir rum und funktioniert weiterhin im Grunde. Hier aber mein Testbericht (bin auch ein wenig Retrofan, deswegen auch einige Berichte zu solch älteren Geräten):

Hat mich seinerzeit etw. über 100 Euro gekostet und war damals eine der günstigsten Kameras, die einen LCD Bildschirm hatte und 2 Mega Pixel Auflösung bot. Ja, die meisten Handys liefern heute wahrscheinlich ein besseres Bild.
Etw. Bedenken hatte ich, dass das Kameraobjektiv gar keine Schutzkappe hatte, wenn es aber mal schmutzig wurde, war es leicht zu reinigen und ist bis heute frei von Kratzern geblieben.
Verglichen mit den normalen nicht Digitalkameras galt das Modell damals noch als klein. Heute würde sie wohl niemand mehr als klein bezeichnen. Hat etwa die Größe einer durchschnittlichen Desktopmaus.
Der Farb-LCD ist für heutige Verhältnisse aber etw. klein geraten.

Ich packte sie aus und bemerkte beim Starten, dass sie lauten mechanischen Krach verursacht. Auch jedes mal, wenn man ein Foto auslöste, war ein lautes rattern zu hören. Ich rief beim Support an und fragte ob dies normal sei. Es war halt mechanisch, keine Tonaufzeichnung, die sich abschalten ließe. Es war laut genug, dass ich es am Telefon vorführen konnte. Sie meinten, das sei nicht normal und sie würden die Kamera umtauschen. Hat min. eine Woche gedauert, dann erhielt ich eine neue Kamera, schloß sie an und was glaubt ihr ? Richtig, genau das gleiche Rattern wieder! Es schien doch zu der ganzen Serie dazu zu gehören. Den funktionieren tat sie ohne Fehler, nur dieses Geräusch ist sehr ungewohnt. Hat mich persönlich nicht sooo sehr gestörrt, aber in manchen Situationen, wo strikte Ruhe herrscht, traut man sich dann evtl. gar nicht ein Foto damit zu machen.
Die Kamera har keinen optischen Zoom und nur eine Einstellung für den digitalen Zoom (Faktor 2.0x). Sie kann auch Videos Aufzeichnen, jedoch nur in niedriger Auflösung, vergleichsweise schlechter Qualität und die Laufzeit pro Clip ist auf 30 Sekunden begrenzt. Sie zeichnet keinen Ton auf!
Richtig gut dagegen finde ich die Menüführung, die auf nur einen einzigen kleinen, aber handlich bequemen Joystickbutton reduziert wurde. Ist mir in der Form bei keiner anderen Kamera sonst begegnet.

Die Kamera unterstützt nur Compact Flash Karten im FAT Format. Wahrscheinlich erkennt sie auch nur Karten mit einer geringen Kapazität. Im Lieferumfang ist eine 16 MB Karte enthalten. Das machte damals bei 2 Mega Pixel noch Sinn, im Gegensatz zu heute, wo die Hersteller bei einer 10 Mega Pixel Kamera immer noch nur 16 MB Speicherkarten beilegen, obwohl man heute 2 GB für unter 10 Euro bekommt und früher für eine 16 MB Karte 30 Euro im Laden zahlen musste.
Meine größte Karte, die ich für die Kamera hatte war nur 128 MB groß, bzw. klein.

Das meiste Gewicht der Kamera wird von den Batterien bestimmt, sie benötigt 4 AA Batterien zum Betrieb. Bei handelsüblichen Batterien verbraucht die Kamera ziemlich viel Strom. Wenn ich verrate wieviel Batterien ich bei meinem ersten Urlaub mit dieser Kamera verbraucht habe, erhalte ich wahrscheinlich Morddrohungen von Umweltschützern :)
Bin dann aber auf Akkus umgestiegen. Und mit guten Akkus (ab 1800 mAh) läßt es sich schon ganz gut aushalten.

Die Kamera hat 2 echte Mega Pixel und einen Interpolationsmodus mit 3 Mega Pixel. In diesem Modus dauert es allerdings länger bis das Bild gespeichert ist und man ein neues Foto machen kann.
Es dauert auch länger, bis das Blitzlicht geladen ist. Und Fotos mit Blitz verbrauchen richtig viel Energie, selbst mit den Akkus.

Es ist eine Plastikkamera und nach langer intensiver Nutzung fällt sie buchstäblich auseinander. Zumindest hat es bei mir die Abdeckungen erwischt. Dummerweise sitzen an der Abdeckung für die Batterien auch deren Kontakte dran, so dass, wenn diese nicht mehr hält, die Kamera keinen Strom mehr hat. Musste sie dann notdürftig mit Tesafilm kleben. MacGyver lässt grüßen :)
Als nächstes wurde auch das Blitzlicht launisch. Es ist reine Glückssache, ob der Blitz ausgelöst wird oder nicht.

Hab aber über einen langen Zeitraum doch viele Tausende gelungene Bilder damit gemacht. Und auch wenn sie heute ziemlich mitgenommen aussieht, würde sie nach wie vor funktionieren, wenn ich sie wieder finden und zusammenkleben würde..

Fazit: nur 0,000075 Euro pro Pixel :)

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Ausstattung:    
Bildqualität:    
Akkulaufzeit: