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Produkttyp: Minolta Digitalkameras
Neuester Testbericht: ... (399,00 Euro) unbedingt eine Tragetasche zum Lieferumfang gehören sollte. Leider sieht Minolta das etwas anders und verlangt für die pas... mehr
Kleine Schöne mit AF-Eigenarten
Minolta Dimage Xt

Name des Mitglieds: diku
Produkt:
Minolta Dimage Xt
Datum: 29.08.03, geändert am 21.06.04 (1470 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: sehr kompakt, immer dabei, hochwertige Verarbeitung
Nachteile: eigenwilliger Autofokus, lichtschwach
Nach zweieinhalb Jahren mit meiner 2MP-ixus von Canon wünschte ich mir eine Kamera mit einer etwas höheren Auflösung. Kompakt sollte sie sein, immer dabei (denn für die ?richtigen? Fotos nehme ich eine andere, größere, Kamera), aber dennoch eine ausreichende Auflösung bieten.
Der überaus positive haptische Eindruck im Fotoladen und nicht zuletzt der Testbericht auf freenet.de gaben den Ausschlag zum Kauf der Dimage Xt.
Zum Teil muß ich mich meinem ?Vorredner? anschließen. Auch bei mir liefert die Kamera oftmals etwas unscharfe Fotos. Besonders unter leicht schwachen Lichtverhältnissen fokussiert die Kamera nicht immer richtig. Dies verleitete mich dazu, einige Tests durchzuführen. Auffallend ist, daß meist einige Bildbereiche perfekt fokussiert sind, andere (oft aber nicht die gewünschten) nicht 100%ig. Meine Erfahrung: Man sollte die Autofokuseinstellung so einstellen, daß das Spot-Fokus-Feld aktiviert ist. So stellt die Kamera die Schärfe auf den kleinen Bereich im ?spot? (einem kleinen Quadrat in der Bildmitte) ein, und nicht auf den Bereich in der ?Klammer? (großes AF-Meßfeld). Dieser normale Autofokus-Rahmen ist zu grob bzw. zu groß. Diese Methode liefert scharfe Bilder. Nimmt man dann noch die Schärfespeicherung zu Hilfe, ergibt dies schöne und scharfe Fotos. D.h., man fokussiert das gewünschte Objekt im Spotmeßfeld, drückt den Auslöser halb durch bis das Ziel scharf ist, und wählt dann den Bildausschnitt, den man eigentlich ablichten möchte (Stichwort Bildkomposition). Dann drückt man den Auslöser durch. - Dies hört sich etwas umständlich an, ist aber eigentlich die Regel, auch in der Spiegelreflexfotografie (es sei denn, man arbeitet mit kurzen Brennweiten, also im Weitwinkelbereich).
Ansonsten bin ich mit der Kamera mehr als zufrieden. Die Akkulaufzeit ist sehr gut (gemessen an der Größe des Akkus sogar exzellent), die Zeit zwischen Einschalten und Aufnahmebereitschaft extrem kurz (vielleicht eine Sekunde), die Größe und Leichtigkeit der
Kamera beinahe unerreicht. Die Aufnahmen werden schnell auf die SD-Karte geschrieben, und ebenso schnell in den PC ausgelesen.
Das Gehäuse macht einen hochwertigen Eindruck und ist sehr gut verarbeitet. Mit der Oberfläche aus Edelstahl und den silbrig schimmernden Bedientasten ist die Kamera schön anzusehen.
Anfänglich muß man etwas aufpassen, daß man nicht mit dem Finger das kleine Objektiv verdeckt, aber das ist bei dieser Größe und Bauart klar. Das Display ist exzellent, und in der Helligkeit verstellbar.
Die Bedienführung ist gut, alle Punkte werden im Menü schnell erreicht. Das Menü ist recht übersichtlich, so daß man, hatte man schon einmal eine Digitalkamera in Händen, für die ersten Aufnahmen noch nicht einmal die Bedienungsanleitung zu Rate ziehen muß.
Alles in allem halte ich die Dimage Xt für eine gelungene, einen hochwertigen Eindruck vermittelnde Kamera, wenn man sich auch an das eigenwillige Verhalten des Autofokus gewöhnen muß. Spaß macht die kompakte Bauform, die trotz des 3fach optischen Zooms über keine ?vorspringenden? Teile verfügt. Der Zoom bewegt sich im Inneren.
UPDATE 21.03.2004: Seit nunmehr einem halben Jahr benutze ich diese Kamera regelmäßig. Ich bin weiterhin von ihrer Qualität überzeugt, vor allem erstaunt es mich immer wieder, welche scharfen Fotos sie liefert. Allerdings: Die Beleuchtung sollte stimmen. Das Objektiv, ein Zugeständnis an die Größe, ist recht lichtschwach. Bei Tageslicht liefert es hervorragende Bilder, die Verschlußzeit ist kurz genug, um verwackelungsfreie Bilder aufzunehmen. Fotografiert man jedoch in einem nur mäßig beleuchteten Raum, selbst mit ISO 200, dann neigt sie zum verwackeln. Blitzt man, dann ist meist nur das angeblitzte Objekt zu sehen, der Rest versinkt in Dunkelheit. Da lieferte meine 2 MP-ixus Baujahr 2001 bessere Ergebnisse. - Sie ist jedoch so handlich, daß man ihr das leicht verzeiht. Als Schnappschußkamera für unterwegs, immer dabei, ist sie hervorragend.
Fazit:

