Leica C-Lux 2
Bilder ja, Menü nein! - Leica C-Lux 2 Digitalkamera

Erhältlich in: 4 Shops

Produkttyp: Leica Digitalkameras

Neuester Testbericht: ... zurückgreifen, sondern kann bequem auch die hochwertigen Fotos machen. Gewicht & Ausmaße: Mit 154 Gramm liegt die Leica C-Lux ... mehr

Bilder ja, Menü nein!
Leica C-Lux 2

David1980

Name des Mitglieds: David1980

Produkt:

Leica C-Lux 2

Datum: 27.06.09

Bewertung:

Vorteile: Bildqualität, Motivprogramme

Nachteile: Menüführung, Blitz, Akku, Zusatzkosten

Wieder einmal pirsch ich mich durch die Gegend um für eine Preview und Clipvorstellung Unmengen Schnappschüsse zu machen, die meinem Kunden dabei behilflich sein sollen, sich unter dem Endprodukt etwas vorzustellen. Daher wieder mal ein Bericht über den kleinen Kasten, der mir dabei behilflich sein soll, ordentliche Aufnahmen abzuliefern. Die Leica C-Lux 2.

Lieferumfang:
- Lithium-Ion-Akku
- Ladegerät
- USB Kabel
- AV Kabel
- SD Speicherchip mit 64MB
- Bedienungsanleitung
- Trageschlaufe
- CD Rom mit Software: Adobe Photoshop Elements 3/4/5, Quicktime Movieplayer

Da der kleine Kasten mit 349Euro sicherlich schon ein wenig teurer ist, erwartet man natürlich auch ein wenig Zusatz des Herstellers, der sich hier zwar nicht gerade mit Ruhm bekleckert, aber dennoch um einiges spendabler ist als so manch Anderer. Was aber trotz allem wie fast immer fehlt, ist eine Tragetasche oder ein zweiter Akku, was ja für die Hersteller nicht die Welt gewesen wäre. Da hätte ich dann persönlich auch auf den ganzen CD Rom Teil verzichtet, da ich mit Photoshop Elements gegenüber der Vollversion nur Nachteile hätte und den Quicktime Movieplayer erwarte ich dann auch in der Pro Version. Mit kostenlosen Dingen, die ich über die Homepages selbst bekommen kann, muss man mich net unbedingt abspeisen *g*

Hersteller:
Leica Camera AG
Vertrieb Deutschland
Oskar-Barnack-Straße 11
35606 Solms
Tel.: 06442 208 0


Technische Daten:
- 7,2 Millionen Pixel
- Effektive Pixelzahl: 7,02 Megapixel
- 2,5 Zoll CCD
- Optischer Zoomfaktor: 3,6fach (28-100mm)
- Betriebsbereit in: 1,15 Sekunden
- Aufzeichnungsdauer nach Auslösen: 0,59 Sekunden
- Aufnahmebreit nach Auslösen: 1,87Sekunden
- Ausmaße: (lxbxh) 94,9 x 51,9 x 22 mm
- Serienbildfunktion: ja
- Gewicht: 154Gramm
- Geringster Abstand zum Objekt: 5,0cm
- Farbfilter: RGB
- USB 2.0-High-Speed
Monitor:
- Monitor: 2,5 Zoll Farb-LCD mit ca. 207.000 Pixel
- 88% Farbwiedergabe
- Nicht schwenkbar/ nicht drehbar

Verschluss:
- Zentralverschluss
Einstellungen:
- Blitz: Auto / manuell Blitz an / Blitz aus/ Aufhellblitz/ SLOW
- Rote-Augen-Reduktion
- Blitzbereich: ca. 60 cm-5,0 m zur Seite /ca. 30 cm-2,0 m in die Tiefe
- Bildstabilisator
-Programmautomatik: Portrait, Schöne Haut, Selbstportrait, Landschaft, Sport, Nachtportrait, Nachtlandschaft, Speisen, Party, Kerzenlicht, Baby 1, Baby 2, Haustiere, Sonnenuntergang, Hohe Empfindlichkeit, Sternenhimmel, Feuerwerk, Strand, Schnee, Luftbild, Unterwasser.

Verwendbare Speicherkarten:
- Multimedia Card
- SD Card
- SDHC Card

Kritik:
Geschwindigkeit:
Na da geht ja nun wirklich kein Schnappschuss mehr verloren! Mit nur 1,15Sekunden, bis das Gerät einsatzbereit ist, liegt dieser kleine Kasten definitiv über dem Durchschnitt. Wo, einmal den Knopf gedrückt und man brauch nur noch durchschauen und abdrücken! So muss das sein und ist in meinem Beruf sicherlich eine feine Sache.
Nur das Dumme ist, bei einem Schnappschuss wackelt man noch ein wenig. Das kann bei 0,59 Sekunden bis das Bild auf dem Chip ist, theoretisch zu Schlieren führen, aber sind wir mal ehrlich, ich habe noch keine motorische Schwäche, da sollte das doch machbar sein kurz ruhig zu halten, und nicht im hochreißen auf den Auslöser zu drücken.
Nach dem Auslösen ist es meist ja wichtig, noch ein Bild nachzuschieben, und das ist mir 1,87Sekunden auch kein Problem, da man ja eh meist sich noch kurz ausrichten muss. Man muss also folglich nicht auf die schlechtere Variante des Serienbildes zurückgreifen, sondern kann bequem auch die hochwertigen Fotos machen.

Gewicht & Ausmaße:
Mit 154 Gramm liegt die Leica C-Lux 2 im absoluten Durchschnitt und man kann endlos damit arbeiten, ohne auch nur die geringsten Beschwerden im Arm zu erhalten oder ohne anfangen zu wackeln.
Was man jedoch mal wieder nicht haben sollte, sind schwitzige Hände, denn die Kamera bietet eigentlich nicht viel halt. Aber was noch viel nerviger ist, sie bietet kam Platz, da sie definitiv für den Einhandbetrieb ausgelegt ist. Wer nämlich zum besseren fixieren die linke Hand dazu nimmt, der wird schnell feststellen, dass er mit seinem Daumen auf dem kleinen Monitor ruht und den nach allen Regeln der Kunst einsaut. Schade eigentlich.
Bildstabilisator:
Dieses Extra ist gerade bei so kleinen aber dennoch recht hoch auflösenden Geräten unglaublich wichtig geworden. Denn viele Menschen wollen bei dieser Größe natürlich kein Stativ benutzen, was ja auch bei Partys unglaublich nervig sein würde. Daher lieber frei Hand und hoffen, dass sich nicht zu viel bewegt.
Dieses Programm schafft es aber Fluktuationen im Bild auszurechnen und Überlagerungen auszugleichen, insofern diese nicht zu heftig sind, denn dann wird es das Bild automatisch überlagern und in einen Schlierenfilm verwandeln. Ganz schnell passiert das bei großem Zoom oder bei geringer Helligkeit wo die Luxgrenze einfach gnadenlos unterlaufen wird. Daher lieber erst einmal ein wenig üben wie weit man gehen kann und schon kann man mit diesem nützlichen Zusatz einiges auf der nächsten Party erreichen.
Hier wird die Kamera übrigens auch durch ausgefallene Motivprogramme unterstützt, die mit ein wenig Spielerei schnell verschiedene Erfolgsmöglichkeiten Bereithalten. So kann man bei einer Party zum Beispiel auch mal auf hohe Empfindlichkeit, Kerzenlicht oder Sternenhimmel umschalten und die leicht angeheiterten Freunde werden sich beim nächsten Treffen über die tollsten Fotos grün und blau ärgern.

Display:
Da sollten sich die Hersteller endlich mal was Vernünftiges überlegen, da es bisher nur Sony bei seinen Videokameras schaffte dieses Manko zu lösen. Die Rede ist von den Verzerrungen auf diesen kleinen Bildschirmen, da man hier auch Weitwinkel Fotos betrachten könnte. Das bedeutet aber für alle anderen Fotos, dass sie in dem kleinen Monitor gestreckt werden zum Rand und man schnell man sich fragt, was hab ich denn für einen komischen Bildaufbau.
Der Karotest belegt das übrigens (Man fotografiert ein kariertes Blatt und bemerkt zum Rand hin ein anwachsen der Karogröße)
Aber dafür sind 88% Wiedergabe eine ordentliche Leistung und man hat zumindest eine sehr gute Vorstellung davon, wie das Bild auf dem PC erscheinen wird und man merkt auch recht schnell, welche Farben man ein wenig nachziehen muss, oder wo man vielleicht noch eine Aufnahme machen sollte.
Auflösung:
Mit 7,02 Megapixel kann man natürlich schon einiges anstellen und sicherlich viele bunte Bilder schießen, aber man sollte sich dennoch nicht zu viel Hoffnung machen, mal ein Poster draus machen zu können, da im JPEG Format die Fotos einfach nie groß genug sind. Da fehlt einfach ein vernünftiges RAW-Format. Eben doch nix mit dem eigenen Poster überm Bett vom Sonnenuntergang in der Karibik oder auf der schwäbischen Alb (Wer auch immer sowas will *g*)

Motivprogramme:
Ohje, da darf man sich ja durch echt eine ganze Menge durschlagen, bis man mal raus hat, für was jedes einzelne Programm ist. Baby 1 und 2 hab ich übrigens bis heute nicht verstanden, obwohl ich auch im Handbuch nachgelesen habe, aber dafür sind die anderen recht gut. Warum aber wiedermal ohne Warnhinweis die Unterwasseraufnahme dabei ist, kann ich nicht verstehen. Denn viele wissen sicher nicht, dass man dazu ein spezielles Gehäuse braucht und nicht einfach mit der Leica schwimmen gehen kann.
Was mich aber sehr überzeugt hat, ist das Portraitprogramm, da hier sogar ein farbabgleich eingebaut wurde, der erkennt, wo das Gesicht anfängt und wieder aufhört. (Insofern das möglich ist *fg*)
Bedienung:
Da Leica seit Jahren schon eng mit Panasonic zusammenarbeitet, ist auch das Menü vom Partner übernommen und übersetzt worden. Leider aber wohl mit einer Windowsversion und nicht mit normalem Menschenverstand, denn das ganze ist nicht nur unübersichtlich, sondern auch noch unverständlich. Man findet zwar schon alles, aber irgendwie, hätte man das besser strukturieren können und ich würde beim stöbern nicht so viel Zeit verlieren.

Der Blitz:
Leider nicht zu gebrauchen, außer man ist in einem engen Raum oder hat das Objekt direkt vor der Linse. Die Streuung ist nämlich, da er im Gehäuse sitzt sehr eng und flektiert daher sehr gebündelt zurück. Das da dann Farbverluste extrem sind, ist kein Wunder.
Ist dann auch noch etwas weiter weg, verliert sich der Blitz sehr schnell im Raum und man erhält nur noch ein unscharfes Trapez, das dann irgendwo im Raum reflektierte. Partyfotos klappen da dann schon eher, da hier sich ja eh alle um den Foto drängeln.
Was wiederrum dann eine Frechheit ist, ist der Mangel eines Anschlusses für einen externen Blitz, denn da hätte man wirklich viel reißen können.
Der Akku:
Ähm, die bei Leica haben da echt einen an der Klatsche, was soll das denn? Die schreiben auf ihrer Homepage, dass die Akkuleistung Standard sei, aber nur insgesamt 300 Bilder schafft. (Ähm wie ich mit Blitz und höchster Auflösung auch ca. 400 kam weiß ich nicht) Aber sind wir mal ehrlich, der Durchschnitt liegt wie mir bekannt zwischen 700 und 900 und ist da eher zufriedenstellend. Da sollten die Herrschaften sich echt noch was überlegen.


Aufnahmetests:
Um natürlich den kleinen Apparat ein wenig zu ärgern, hab ich mir auch ein paar Tests einfallen lassen, die beweisen sollen was er kann und was nicht.
Test 1: Das Aquarium
Waaah, was lebt denn da in meinem Aquarium!!!! Meine Güte, selbst an die Scheibe gepresst und im Unterwassermodus wird das nix! Das geht ja mal gar nicht! Da hat man entweder fast nur Schlieren oder die verrücktesten Schärfepunkte. Außer, man fotografiert von Oben in das Aquarium hinein, dann geht das sehr gut, denn das störende scheint das Glas zu sein. Da natürlich traurig, da Glasflächen heute in der Fotografie doch schöne Kulissen sind. Schade.

Test 2: Basketball
Ach das ging eigentlich ganz gut, wenn man nicht unbedingt den Fast Forward beim Dribbling fotografieren will. Aber ein paar Spielzüge und Körbe klappen da schon mal, und wenn der Tag auch noch sehr schön ist, ist das auch nicht verkehrt um saubere und klare Bilder zu erhalten.
Test 3: Party
Wie oben schon erwähnt, mit ein paar Übungen im Motivprogramm-Chaos sicherlich kein Problem und sicherlich für gute Erinnerungen zu haben! Hier bin ich wirklich mal ganz zufrieden, obwohl ich ungern den Blitz verwende bei sowas!


Bildformat:
Merkwürdig ist, dass selbst die großen Formate als JPEG gespeichert werden, was bei einem RGB-Modus eigentlich heißen müsste, dass die Bilder nur künstlich aufgemotzt werden und eigentlich nicht mehr Bildpunkte enthalten. Dies beweist sich dann auch im Photoshop, da man hier sehr schnell merkt, die Größe ist zwar vorhanden und auf dem Bildschirm sauber zu sehen, aber sollte man das Bild als großes Poster ausdrucken wird man schnell sehen das die dpi Zahl zu gering ist und man alles als ein wenig verschwommen sehen dürfte.
Garantie:
Die Garantie liegt bei 2 Jahren und bedeutet in diesem Fall eine Reparatur beim Hersteller. Schade eigentlich, denn das bedeutet für mich, ab in den Laden, das Ding abgeben, 2-4 Wochen warten bis es der Hersteller hat, da man ja im Laden alles per Sammelpaket verschickt, und dann noch mal das ganze Retour um vielleicht zu erfahren, dass die auch nix mehr machen können.
Wer übrigens auf die Idee kommt, direkt anzufragen ob man es zuschicken kann, der erfährt von 2 unhöflichen Damen (Minimum) das es dafür eine spezielle Adresse gibt. Was die Damen aber anscheinend nicht wissen, ist das es die einfache Hausadresse ist, wo die Damen eigentlich sitzen müssten mit dem kleinen Zusatzpunkt, Reparaturabteilung.

Zusatzkosten:
Aber logisch gibt es die!!!
64Euro für einen zweiten Akku, 29,99Euro für eine Tragetasche, die auch noch ein wenig zu groß ist, aber in der man das Produkt anschnallen kann, und natürlich Speicherkarten wo jeder Preiswunsch offen ist.
Wer freut sich da nicht auf den nächsten Kamerakauf!!!! *grummel*

Fazit:
Schnell, kompakt und meist von meinem linken Daumen verschmiert, passt wohl am besten, um dieses Gerät zu beschreiben. Vielleicht noch, dass ich mit all den Motivprogrammen zufrieden bin, aber dann war es das auch schon, was eigentlich bei dem Preis sehr Schade ist. Der Akku ist Schrott, die Tragetasche fehlt, der Speicher ist minimal und das Menü unter aller Sau.
Das mir einfach nur ungenügend und vor allem auch nur 3 Sterne wert, was aber nur daran liegt, dass die Qualität der Fotos, bis auf in Extrembereichen echt sauber ist.
Es gab ja auch schon die Leica C-Lux 1, die genau die gleichen Mängel bei 5,95 Megapixel hatte und daraus nicht zu lernen, sondern nur die Auflösung zu bearbeiten ist traurig. Da sollte man einfach zurück ans Design und an die Programmierung um nicht nur bei Motiven die volle Punktzahl zu erhalten sondern auch durch das Produkt selbst.

Fazit: Siehe Text

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Ausstattung:    
Bildqualität:    
Akkulaufzeit: