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Produkttyp: Kodak Digitalkameras
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Solides Modell, aber...
Kodak DC 4800

Name des Mitglieds: scoopexx
Produkt:
Kodak DC 4800
Datum: 16.01.03, geändert am 24.09.04 (569 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: schöne Auflösung, lange Akkulaufzeit
Nachteile: sperrige Ausmaße, kommt nicht so gut mit schlechten Sichtferhältnissen klar
So, nach einer längeren Pause wird es mal wieder Zeit für mich, einen Bericht zu schreiben. Ins Visier genommen habe ich dieses Mal die DC 4800 Digitalkamera von Kodak. Meine vorige Kamera war eine Kodak DC 280 Zoom (siehe auch meinen Bericht dazu). Letztendlich war die geringe Höhe der Auflösung (2 Megapixel) der entscheidende Grund, weshalb ich zu dem großen Bruder der 280er gewechselt bin. Denn mit einer Auflösung von bis zu 2160x1440 (3,1104 Megapixel) liegt DC 4800 durchaus schon im oberen Mittelklassebereich.
Design
Die Kamera ist komplett in silber gehalten und hebt sich von dem üblichen Kodak Design ab. Die sonst eher eckigen Formen werden durch eine runde Ausbuchtung auf der linken Seite unterbrochen. In diese Ausbuchtung kann der Akku eingelegt werden. Das Objektiv ragt auch wenn die Kamera ausgeschaltet ist, weit aus dem Gehäuse heraus und macht den Apperat damit ungewöhnlich sperrig. Wird die Kamera in einer Tasche transportiert, muss diese also zwangsweise sehr klobig sein. Dennoch liegt das Gerät gut in der Hand und wirkt durch das höhere Gewicht sehr robust. Die Maße (B x H x T) betragen: 120 mm x 65 mm x 69 mm. Das Gewicht der betriebsbereiten Kamera liegt bei 370g.
Auf der Rückseite findet sich ein LCD-Farbdisplay, das dazu dient, diverse Einstellungen vorzunehmen und geschossene Bilder zu betrachten. Natürlich fungiert das Display wahlweise auch als Sucher. Das heißt, dass die Kamera das, was das Objektiv empfängt, auf dem LCD Display darstellt. Man ist also nicht mehr, wie bei herkömmlichen Kameras dazu genötigt durch den optischen Sucher zu schauen, um ein Foto zu schießen. Dementsprechend belanglos ist auch ein kleiner Designfehler, der sich eingeschlichen hat. Schaut man bei ausgefahrenem Objektiv durch den optischen Sucher, verdeckt dieses die untere Rechte Ecke des Sichtfeldes.
Auf der Oberseite befindet sich ein monochromes Display, das dazu dient, Informationen über den Kamerastatus anzuzeigen. Hier wird beispielsweise
angezeigt, wie voll die Batterien sind und wie viele Fotos noch gemacht werden können. Der Blitz ist ausklappbar und an der Kameraoberseite angebracht, was so auch sinnvoll ist, da das Objektiv sonst im Weg wäre. Betrieben wird die Kamera mit speziellen Akkus, nicht mit handelsüblichen Batterien. Alles in Allem hat mir das Design recht gut gefallen. Über die kleinen Schwächen kann man schon einmal hinweg sehen.
Lieferumfang
DC4800 Kamera
Li-Ion-Akku
Ladegerät
Netzgerät
16 Mbyte Compact Flash Typ I Wechselspeicherkarte
Videoanschlusskabel
USB-Anschlusskabel
Objektivdeckel
Trageschlaufe
Bildbearbeitungssoftware Kodak Picture Now
Panoramasoftware Arcsoft Panorama Maker für Windows (98/2000) und für Macintosh
Datenübertragungssoftware Kodak DC4800 Software für Windows (98/2000) und für Macintosh
Software Adobe Acrobat Reader
Twain Treiber für Windows (95/98/2000/NT)
Adobe Photoshop PlugIn für Macintosh
Software QuickTime
Wenn man daran denkt die höchste Auflösung zu nutzen, sollte man sich möglichst bald eine weitere, größere Compact Flash Karte zulegen. Auf die 16MB Karte passen gerade einmal 12-18 Fotos. Ich habe mir eine 128 MB Karte zugelegt und konnte etwa 120 Fotos schießen. Auch ein zweiter Akku kann nicht schaden, da er dazu neigt, in ungünstigen Momenten leer zu werden.
Optional können auch noch Telekonverter sowie Makro- und Weitwinkelobjektiv erworben werden. Diese sind allerdings sogar bei Ebay nur sehr schwer zu bekommen. Da das Kameraobjektiv von Haus aus kein Gewinde besitzt, muss zudem noch ein Adapter gekauft werden.
Was leistet die Kamera und was leistet sie nicht?
Die Kamerasoftware ist beinahe selbsterklärend und trotzdem leistungsstark. Man kann sofort damit loslegen Fotos zu schießen, ohne sich vorher stundenlang durch die Anleitung zu quälen. Zur Verfügung stehen z.B. Effekte, wie Schwarzweiß- und Sepiafotos (Gelbstich), Uhrzeit und Datum ins Foto ei
nblenden, Änderung der Qualität (3 Stufen) und der Auflösung (2.160 x 1.440 Bildpunkte; 1.800 x 1.200 Bildpunkte; 1.536 x 1.024 Bildpunkte; 1.080 x 720 Bildpunkte), usw. Außerdem stehen noch die Blitzfunktionen: Ein; Aus; Rote-Augen Blitz und Automatikblitz zur Verfügung. Die Reichweite des Blitzes beträgt etwa 3m. Es ist auch eine Einstellung für Makro- und Landschaftsaufnahmen vorhanden. Die Lichtempfindlichkeit beträgt ISO 100/200/400.
Über eine Schraube an der Linken Seite kann man den optischen Sucher seiner Sehstärke angleichen – so, dass man auch ohne Brille fotographieren kann.
Hinzu kommt noch eine Serienbildfunktion, die ich persönlich allerdings nie benötigt habe.
Unschön fand ich, dass die Kamera bei Temperaturen ab –5 Grad C abwärts anfängt rumzuspinnen. Bilder können dann plötzlich nicht mehr abgespeichert werden und werden auf der Kamera als unbekanntes Bildformat angezeigt oder die Kamera geht zwischendurch einfach ganz aus. Allerdings ist das wohl eher ein Problem, dass Digicams im Allgemeinen besitzen.
Ich habe die Kamera über einen USB Compact Flash Card Reader betrieben. Die Übertragung der Bilder ging sehr zügig vonstatten. Da ich die Kamera gebraucht und ohne Original-Verbindungskabel gekauft habe, kann ich über die Standartverbindung zum PC wenig sagen, außer dass sie über USB funktioniert.
Der Selbstauslöser, der nach 10s zündet, garantiert, dass auch der Fotograph mit aufs Bild kommt.
Bildqualität
Die Fotos können wahlweise im .jpg oder im .tif Format abgespeichert werden. .tif Dateien nehmen 8,91 MB in Anspruch, .jpg Files im Schnitt 1MB. Qualitative Unterschiede zwischen den beiden Formaten sind allerdings mit der Lupe zu suchen. Bei Licht sind die Fotos in guter Qualität und lassen selten zu wünschen übrig. Wenn man sie sich genauer anschaut ist allerdings eine leichte Körnigkeit zu entdecken. Sobald es etwas dunkler wird, bildet sich schon ein mehr oder weniger starkes Rauschen in den geschos
senen Fotos. Schon bei der nächstgeringeren Auflösung tritt dieses Problem jedoch so gut wie gar nicht mehr auf. Außerdem verwischen die Bilder bei weniger Licht schneller. Das ist natürlich nicht der Fall, wenn man den Blitz einsetzt, der etwa 3m weit reicht. Trotzdem handelt es sich hier vielleicht um ein Defizit, dass Kodak Kameras im Allgemeinen anhaftet(e). Meine letzte Kamera, eine Kodak DC280 Zoom hatte ähnliche Probleme mit schlechten Lichtverhältnissen – jedoch in weniger starker Form.
Die Farben sind naturgetreu
Mit der Auflösung von 3,1 Megapixel eignen sich die Aufnahmen auch ohne Weiteres für Drucke in voller DIN/A4 Größe. Gedruckt wird in einem solchen Fall bei einer Auflösung von ca. 180dpi. Das liegt zwar unter normaler Fotoqualität, bei der Verwendung des richtigen Papiers, sind schöne Ergebnisse trotzdem vorprogrammiert.
Der optische Dreifachzoom reicht ohne Weiteres aus, um die meisten Objekte nah genug an die Linse heranzuholen. Die Qualität mit eingesetztem Zoom unterscheidet sich nicht von der Qualität ohne Zoom. Nur mit dem 2x Telekonverter, den ich eingesetzt habe, hatte ich einen leicht verschwommenen Rand um das Bild herum. Zudem besitzt die Kamera einen digitalen 2x Zoom. Wer es noch nicht mitbekommen hat: Digitalzooms sind keine richtigen Zooms. Wenn man ihn einsetzt macht die Kamera ein Foto, schneidet den Rand weg und vergrößert den Rest auf die Originalgröße. Natürlich leidet die Qualität unheimlich darunter. Jeder der eine andere Bildbearbeitungssoftware als Paint benutzt kann das am heimischen PC besser hinbekommen. Lasst euch also nicht von einem solchen „falschen“ Zoom täuschen – er dient, genau wie interpolierte Auflösung, eigentlich nur dazu die jeweilige Kamera schöner darzustellen, als sie ist. Die DC4800 besitzt also nur einen 3x Zoom und nicht, wie oft angegeben einen 6x (3x optisch x 2x Digital).
Fazit
Mittlerweile bin ich von der DC4800 auf eine HP Photosmart 850 umgestiegen
. Ein absolutes Spitzenmodell, dass ich nur weiterempfehlen kann. Was letztendlich ausschlaggebend für den Verkauf der DC4800 war, war das Rauschen in manchen Fotos und die bereits ziemlich durchschnittliche Auflösung von 3,1MP. Ansonsten ist die Kamera top und macht prima Fotos (Wie gesagt insbesondere in den niedrigeren Auflösungen). Verschleißerscheinungen sind während dem Jahr, in dem ich sie besessen habe nicht aufgetreten. Das stellt mich jetzt natürlich vor das Problem der Bewertung. Da die Bildqualität das Kernstück der Kamera ist und man für den Preis von etwa 350 Euro (Ebay) schon etwas erwarten kann, denke ich, dass die Kamera nur zwischen drei und vier Sterne verdient hat. Ich gebe letztendlich 4, weil die Bilder, mal abgesehen von diesem Rauschen, dass man mit etwas Geschick und einem vernünftigen Grafikprogramm reduzieren kann, eigentlich durchaus gut sind. Fazit: Keine Kamera für Landschaftsaufnahmen in der Dämmerung aber solide Qualität für den Preis.
Da der Apparat seit Herbst 2001 nicht mehr im Handel ist, ist man bei der Suche auf verschiedene Auktionshäuser oder die Kleinanzeigen in der Lokalzeitung angewiesen.
Hier noch einmal die technischen Daten:
Auflösung: 2.160 x 1.440 Bildpunkte
1.800 x 1.200 Bildpunkte
1.536 x 1.024 Bildpunkte
1.080 x 720 Bildpunkte
Farbtiefe: 24 Bit (16,7 Millionen Farben)
Sensor: CCD-Chip mit 3.300.000 Bildpunkten
Dateiformat: JPEG (.jpg) oder TIFF (.tif)
Wechselspeicher: CompactFlash Typ I -16 MByte Wechselspeichermedium mitgeliefert
Anzahl Bilder je Akkufüllung: ca. 280 Bilder
Verbindung zum Computer: USB-Schnittstelle
Stromversorgung: Li-Ion Akku / Netzgerät
Brennweite entsprechend 35-mm-Kleinbildformat: 3-fach Zoom 28 bis 84 mm, zusätzliches digitales 2-fach Zoom
Scharfstellung: Autofokus
Schärfebereich: 50cm bis unendlich
Nahaufn
ahmen/Makro: 20cm bis 70cm
Lichtempfindlichkeit: ISO 100 / 200 / 400
Sucher: 1,8" LCD-Monitor und optischer Sucher mit Dioptrienausgleich
Blitzgerät eingebaut: ja, 4 Modi (Blitz ein, Blitz aus, Automatikblitz, Funktion zur Vermeidung roter Augen, Anschluss für externen Blitz, Blitz aufklappbar)
Selbstauslöser: 10 s
Videoaufzeichnung: nein
Belichtungszeiten: 16 s bis 1/1.000 s (manuell)
Blenden: F2,8 / F5,6 / F8
Abmessungen B x H x T: 120 mm x 65 mm x 69 mm
Gewicht: ca. 370 g (betriebsbereit)
Fazit:
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