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Alt aber oho!?
JVC GC-X1

Name des Mitglieds: chatterman90
Produkt:
JVC GC-X1
Datum: 05.02.06
Bewertung:
Vorteile: Bildqualität
Nachteile: Akkulaufzeit, Größe, Gewicht....
Alt aber oho!?
Guten Tag liebe Testberichte Leser,
heute möchte ich euch über meine alte Digitalkamera berichten, hierbei handelt es sich um die JVC GC-X1, diese Kamera habe ich mit vor ca. 6 Jahren gekauft, was schon mal dafür spricht, das es sich hier nicht um ein high end – Gerät handelt. Damals im letzten Jahrtausend, war dies eine der besten Kameras auf dem deutschen Markt, heutzutage zählt sie eher zu einer Rarität. Daher lässt sich diese Kamera nicht mit den heutigen vergleichen. Aber trotzdem hoffe ich, dass die Leser dieses Berichtes ihn trotzdem komplett lesen.
Wie ich damals zu der Kamera kam:
Damals habe ich sehr viel Webdesign gemacht und auch eine Seite mit Sehenswürdigkeiten Hamburgs betrieben, genau dafür brauchte ich eine Kamera. Da diese Internetseite so gestrickt war, dass jeder der sich anmeldet dort selbst Sehenswürdigkeiten seiner Stadt zeigen kann, habe ich mir durch die Seite versprochen, dass ich das Geld für eine Digital-Kamera wieder Reinbekommen kann. Was später auch geklappt hat. Als ich mich dann ca. 1998 nach einer guten Kamera erkundigt habe, wurde mir von vielen Seiten immer wieder zu JVC-Kameras geraten. Da mein Limit 1500,- DM waren, bin ich also zu unserem hiesigen Elektrohändler gegangen (Schaulandt), bei dem ich mich dann nochmals beraten lies. Auch dieser Verkäufer riet mir zu einer JVC-Kamera. Da mir gesagt wurde, dass ich für gute Bilder min. 3 Megapixel Auflösung brauche, war die GC-X1 mit ihren 3,3 Megapixel, doch genau das was ich wollte.
Preis:
Damals kamen Digitalkameras gerade erst auf den Markt, so das sie noch extrem teuer waren. Die GC-X1 kostete damals ganze 1399,- DM. Dieser Preis erscheint euch heutzutage sicherlich sehr teuer, war dies aber 1998 noch eine der Preiswertesten, wenn man sich heute eine Digital-Kamera kaufen würde, würde man für 700,- Euro eine Kamera bekommen, die sich Profis auch kaufen würden.
Der Preis heute (nur bei Ebay) liegt bei ca. 30-50 Euro, daran sieht man mal, wie sich die Technik entwickelt ;)
Notwendiges Zubehör:
Im Lieferumfang befand sich einiges:
2 x Akku
1 x 16MB Speicherkarte (Smart Media)
1 x Ladestation, mit direkt Verkabelung
1 x USB-Kabel
1 x Videokabel
1 x CD-Rom
1 x Handschlaufe
1 x Objektiv – Schutzkappe
Ich habe mir damals noch eine 64 MB-Smart-Media Speicherkarte dazu gekauft, weil ich ja viel mit der Kamera unternehmen wollte und daher mir die 16 MB nicht ausreichten. Damals waren die 16 MB schon viel, heutzutage weiß ich gar nicht ob es so kleine Karten noch gibt.
Mehr Zubehör braucht man eigentlich für den Anfangsbetrieb nicht, somit gehe ich nun weiter auf die einzelnen Dinge tiefer ein!
Technische Daten:
- 3.3 Megapixel
- 2-fach optischer Zoom
- 3,2-fach digitaler Zoom
- Brennweite 37-86mm,
- Iso Empfindlichkeit 80, 160, 320
- Blitz
- Video Ausgang PAL
- USB-Anschluss
Design der Kamera:
Nach heutigem Stand, ist die Kamera wohl total unmodern, aber im letzten Jahrtausend, war sie etwas total besonderes allein schon weil sie nicht wie üblich, schwarz ist, sondern silbern.
Die Kamera ist recht groß und passt nicht wie die heutigen Kameras in die Hosentasche, man braucht schon eine extra Tasche für den Transport. Auf der Rückseite befindet sich ein Farbdisplay, welches bei Sonneneinstrahlung nicht mehr zu gebrauchen ist, weil man dann nur noch ein weißes Feld erkennen kann. Auf der Oberseite der Kamera befinden sich 11 Knöpfe, mit denen man die komplette Kamera einstellen kann. Am linken Ende der Kamera auf der Rückseite, befinden sich die Anschlüsse für die diversen Kabel.
Übertragung der Bilder auf einen PC:
Das Übertragen auf einen PC geschieht mit einem mitgelieferten USB-Kabel, welches aber bei Betriebssystemen unter Windows XP, nur mit einer mitgelieferten Software funktioniert. Ohne diese Software macht die Kamera keinen Mucks. Wenn man alle Kabel richtig angeschlossen hat, muss man auf den USB-Modus umschalten um Zugriff auf die gemachten Fotos zu bekommen. Wenn die Verbindung zwischen Kamera und PC aufgebaut ist, verhält sich die Kamera wie ein Wechsellaufwerk, was bedeutet das man ganz einfach mit Copy/Paste die Bilder hin und her verschieben kann. Was man nicht machen sollte, ist die Kamera über die Windows Formatierungsfunktion zu formatieren, danach darf man alle getätigten Einstellungen erneut vornehmen, was doch recht aufwendig ist.
Funktionen der Kamera:
Die Kamera hat jede Menge Funktionen welche ich hier aber nicht alle abtippen will, da ich denke das diese in einem Erfahrungsbericht nicht verloren haben, sie dienen doch wirklich nur als Platzfüller, wenn jemand von euch nähere Details der Funktionen haben will, maile ich gern eine Kopie der Anleitung an die Entsprechende Person.
Meine Erfahrungen mit dieser Kamera:
Als ich die Akkus meiner Kamera aufgeladen hatte bin ich hier in Hamburg sofort an die Alster gegangen um ein Paar schöne Fotos zu machen. Es war gerade Winter und so kalt, dass die Alster ziemlich zugefroren war, also machte ich damals echt schöne Winteraufnahmen. Als ich dann so ca. 20 Bilder gemacht hatte, piepte die Kamera und ging aus, ich dachte ich wäre irgendwo gegen gekommen so, dass die Kamera ausgeschaltet wurde, aber auch nach mehrfachen Versuchen die Kamera wieder einzuschalten, passierte nichts. Da ich nun schon mal in der Stadt war, ging ich dann noch einen Kaffee trinken und fuhr dann wieder heim. Ich dachte das der Akku vielleicht nicht richtig voll geladen war.
Die Akkus:
Nach erneuten Laden des Akkus, machte ich wieder einen Ausflug um ein Paar Fotos zu schissen, aber auch diesmal ging die Kamera nach ca. 20 Bildern aus. Dies passierte auch bei den nächsten Ausflügen immer.
Da nach dem Einschalten der Kamera das Objektiv immer komplett ausfährt, saugt sich der Akku so extrem leer, dass dieser wirklich nur für eine Handvoll Bilder reicht. Also kaufte ich mir damals 3 weitere Akkus um immerhin dann 100 Bilder machen zu können, aber eigentlich kann das doch nicht der Sinn sein. Die Akkus sind wirklich das schlechteste an der kompletten Kamera, sie halten wirklich nicht viel aus, wenn man Aufnahmen macht bei denen man viel zoomt, kommt es auch mal vor, das die Akkus schon nach 15 Bildern komplett leer sind.
Bildqualität:
Das wichtigste an einer Kamera ist, dass was am Ende rauskommt also die Bilder. Die Bildqualität der GC-X1 lässt sich mit der Qualität von den heutigen Kameras vergleichen. Die Bilder sind Klar und haben fast eine Art Glanz, man denkt manchmal man hat die Bilder mit einer echten Profikamera gemacht. Auch wenn die Kamera „nur“ 3,3 Megapixel Auflösung hat, sind die Bilder wirklich sehr klar und sehen auch im ausgedrucktem Zustand sehr schön aus.
Auslöseverzögerung:
Die Auslöseverzögerung ist besonders für Leute wichtig die Schnappschüsse machen wollen. Dies ist mit dieser Kamera fast unmöglich, da die Kamera recht lange braucht um sich scharf zu stellen und dann noch mal eine ganze weile braucht um auszulösen! Des Weiteren braucht die Kamera auch sehr lange was die Ladezeit des Blitzes angeht, was teilweise wirklich nervig werden kann.
Videoclips:
Auch das Aufnehmen von kurzen Videos ist möglich, aber überzeugen tut die Qualität und der Ton nicht wirklich. Mein heutiges Handy macht fast schönere Videos als meine Riesenkamera. Daher würde ich die GC-X1 für Videoaufnahmen nicht empfehlen, nur für kurze Spaßvideos macht eine Aufnahme sinn, aber um die Videos später auf einem PC anzusehen macht die Aufnahme keinen Sinn, da die Ausgabe viel zu klein ist.
Fazit/Gesamtergebnis:
Damals 1998, war die Kamera wohl einer der besten auf dem deutschen Markt, aber heute würde ich mir diese Kamera nie wieder kaufen, da sie schon ein Paar größere Nachteile hat. Das größte Nachteil ist meiner Meinung nach die extrem kurze Akkulaufzeit, es kann schon sehr nervig sein 5 Akkus mit zu schleppen um dann doch zu merken das die 5 nicht gereicht haben. Auch wenn man die Kamera mit direktem Strom betrieben kann, ist dies ja nicht der Sinn der Sache. Des Weiteren ist die Kamera zu den heutigen viel zu groß und zu schwer, wie schon im früheren Text geschrieben, braucht man zum Transport schon eine extra Tasche, da sie in der Hosentasche schon etwas zwickt. 1998 hätte ich die Kamera voll und ganz empfohlen aber heute kann ich die Kamera niemanden mehr empfehlen, da sie selbst bei mir nur noch in der Schublade liegt und wohl bald ihren Weg zu Ebay finden wird.
Ich danke euch schon jetzt für eure Kritik die ihr gern in Bewertungen und Kommentare äußern könnt.
Im Anhang seht ihr noch ein Paar Fotos die ich mit dieser Kamera gemacht habe.
Gruß euer Tobi
Fazit: siehe text
| Verarbeitung: | ||
| Zuverlässigkeit: | ||
| Bedienkomfort: | ||
| Ausstattung: | ||
| Bildqualität: | ||
| Akkulaufzeit: |
Weitere Testberichte: im Bereich Digitalkamera
- unverwüstlich - unverwässerlich
- Handlicher Alleskönner - klasse Qualität, allerdings mit einem echten Ärgernis
- Nikon Coolpix 4100
- klein aber OHO
- Sehr gute 5MP-Kamera zu einem vernünftigen Preis
- Panasonic Lumix TZ10
- Klein, langsam, antiquiert- aber (fast) quadratische Fotos.
- Simpel zu bedienen- perfekt für mich:-)

