


Produkttyp: Jenoptik Digitalkameras
Neuester Testbericht: ... der auch bei schlechten Lichtverhältnissen gute Bilder liefert. Ein echter optischer Zoom erlaubt es das Bild ohne Qualitätsverlust... mehr
Viel Schatten, wenig Licht
Jenoptik Jendigital JD 3300 z3

Name des Mitglieds: Zarrooo
Produkt:
Jenoptik Jendigital JD 3300 z3
Datum: 05.06.03, geändert am 05.06.03 (592 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: niedriger Preis, Mignon-Zellen als Energiequelle
Nachteile: mangelhafte Bedienbarkeit, für Innenaufnahmen nur bedingt geeignet, Übertragung zum PC sehr langsam
Die 3-Megapixel-Kamera des taiwanesischen Herstellers Skanhex, die u.a. unter der Bezeichnung "Jenoptik JD 3300 z3" vermarktet wird, hat bei mir keinen guten Eindruck hinterlassen. Wie ein roter Faden zieht sich die mangelhafte Bedienbarkeit durch die im Umgang mit dieser Kamera gemachten Erfahrungen - und verdirbt einem auf Dauer den Spaß am Umgang mit dem Gerät.
Eingeschaltet wird die Kamera über einen Schieber, der bis zum Anschlag nach rechts gezogen werden muß und dann wieder in seine Ruheposition zurückschnalzt. Öfters benötigt man zwei oder drei Versuche, bis die Kamera sich tatsächlich einschaltet. Ärgerlich. Das Ausschalten funktioniert nach dem gleichen Prinzip, aber erstaunlicherweise mit höherer Zuverlässigkeit.
Während die 4-Wege-Wippe, das Rad für die Funktionsauswahl und der Auslöser noch hinreichend präzise arbeiten, lassend die drei Tasten neben dem Bildschirm jeglichen Druckpunkt vermissen und reagieren viel zu oft erst nach dem zweiten oder dritten Versuch mit der gewünschten Aktion. Zusammen mit der recht trägen Reaktion der Kamera eine fummelige Angelegenheit. Da ist es besonders ärgerlich, daß der als Sucher sinnvolle LCD-Bildschirm mit einer dieser Tasten separat eingeschaltet werden muß, wenn sich die Kamera beim Einschalten bereits im Aufnahme-Modus befunden hat. In allen anderen Modi (selbst für die Übertragung zum PC!) wird der Bildschirm automatisch miteingeschaltet.
Unverständlich, da der LCD-Bildschirm beim Fotografieren als Sucher sowieso gebraucht wird, denn der optische Sucher zeigt durch seinen Versatz zum Objektiv nicht genau den Bildausschnitt, der schließlich aufgenommen wird und ist somit nur bedingt brauchbar. Außerdem ist auf dem LCD-Bildschirm deutlich(er) zu erkennen, wann der langsame Autofokus sein Werk vollbracht hat und man (endlich) auslösen darf.
Die Bildqualität bei Außenaufnahmen kann ich gemessen an meinen Ansprüchen als gut bezeichnen. Bei Innenaufnahmen funktioniert
der Autofokus nicht immer richtig und die Bilder werden unscharf. Leider läßt sich diese Unschärfe auf dem LCD-Bildschirm nur selten erkennen. Auch die Farbtreue ist bei Kunstlicht nicht optimal.
Die Übertragung der Bilder zum PC ist auch ein recht düsteres Kapitel. Statt sich wie andere Digitalkameras als Mass-Storage-Device am Betriebssystem anzumelden, besteht die Skanhex auf der mitgelieferten Software zur Übertragung der Bilder. Leider arbeitet diese Software extrem langsam und zeigt gelegentlich Instabilitäten. Die mögliche Übertragungsleistung der USB-Schnittstelle wird nicht annähernd ausgeschöpft und nach jedem heruntergeladenen Bild wird eine Pause von etlichen Sekunden eingelegt. Am besten geht man während der Übertragung Kaffee (oder Tee) trinken.
Positiv anzumerken bleibt eigentlich nur der niedrige, aber angesichts der Mängel in der Bedienbarkeit, nicht wirklich günstige Preis und die Verwendung normaler Mignon-Zellen als Akkus. Diese tragen zwar auch ihren Teil zum nicht gerade kleinen Gehäuse bei, aber dafür läßt sich mit mehreren Sätzen geeigneter Akkus preisgünstig sicherstellen, daß die Kamera durchgehend einsatzbereit ist.
Rückblickend würde ich diese Kamera kein zweites mal kaufen.
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Digitalkamera
- Perfekt für den Hausgebrauch und mehr
- S50 - 5 Megapixel mit super Ausstattung
- NikonCool Pix 2000
- Canon PowerShot A60
- Panasonic Lumix DMC-TZ 10
- Frau Keks fotografiert alles und jeden*
- Mit dieser Digitalcamera sind wir seit Jahren sehr zufrieden
- Agfa ePhoto 1680, wenige Megapixel mit viel Energie und Nostalgiefaktor


