HP Photosmart 318
Knips - und wieder daneben... - HP Photosmart 318 Digitalkamera

Produkttyp: Hewlett-Packard Digitalkameras

Neuester Testbericht: ... 61600 - Maximale Auflösung: 1800 x 1200 - Aufzeichnung: JPEG - Batterie: 4 x AA - Belichtungsmessung: TTL - Belichtungssteuerung: ... mehr

Knips - und wieder daneben...
HP Photosmart 318

LittleSparko

Name des Mitglieds: LittleSparko

Produkt:

HP Photosmart 318

Datum: 31.03.10, geändert am 04.10.10 (228 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: klein, handlich, einfache Bedienung

Nachteile: Bildqualität

Als mir mein Papi 2002 zu Weihnachten meine allererste Digicam schenkte, freute sich natürlich mein kleines Herz.
damaliger Preis: 199 Euro plus 49 für einen 64 MB Chip - dass die Preise sich mittlerweile weit nach unten geschraubt haben, brauchen wir nicht weiter zu erwähnen.

Kiste aufmach und reingugg:
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Ein Kamera - wie zu erwarten. 4 Energizer A6 Batterien. Ein USB Kabel, Trageriemen, Papierkram, 3sprachige Bedienungsanleitung (schönes dickes Buch), diverse CDs mit Installationsprogramm, Bearbeitungssoftware und Bilderbestellsoftware.

Aussstattung:
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2,3 Megapixel, Blitz, Autofokus, interner Speicher (8MB), 2fach Digitaler Zoom.
Was ich erst nach genauerer Untersuchung der Kiste fand: Farbtiefe 30 Bit.
30?? Auweia! Das liess mich dann schonmal das Gesicht verziehen. Da hat man eben die 16 bis 30 interpoliert. Aber okay, man gibt die Hoffnung nicht auf, vielleicht hat HP hier ja trotzdem was gutes hingekriegt.

Ich werfe einen Blick in die Anleitung - da steht aber viel drin! Da ich faul bin, lege ich sie wieder weg. Irgendwo finde ich den Hinweis, zum Entladen ein Netzteil anzuschliessen, da dies sehr stromintensiv sei. Zubehörheftchen redet von 45 Euro? Nee, das muss nicht sein.
Bei Conrad für 6,99 ein Multi-Netzteil gefunden, das tut es auch und ist nicht nur für die Kamera von Nutzen.
Batterien rein, einschalten. Zuerst grinst mich auf dem Display an, ich soll das Datum einstellen. Also tu ich das mal eben. Die Bedienung des Multifunktionsrades/knopfes war schnell enträtselt und das Menü erklärte sich ebenfalls relativ einfach von selbst.

Menü:
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Einfache Symbole:
Drucker, Papierkorb, Miniaturansicht, Lupe, Werkezug, Verlassen - finden sich am oberen Displayrand.
Unten in der Zeile findet sich die Kurzerklärung dazu.

Bedienungen:
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Schiebeschalter on/off findet sich oben rechts, an der Kante zur Rückseite, links daneben auf der Rückseite die Taste, den Bildschirm an und abzuschalten, daneben das Funktionsrad.
Obenauf finden sich 3 kleine Gummiknöpfe, die gut reagieren und auch nach fast 2 Jahren nicht abgenutzt sind:
über einem sind zwei Sterne abgebildet, hier lässt sich eine der drei Auflösungen wählen, daneben eine Taste mit "2x" für den Zoom und dem Selbstauslösersymbol sowie eine Taste für die Blitzprogramme (es gibt hier sogar einen Vorblitz).
Daneben ein kleines LCD Display, dass die vorgenommenen Einstellungen zeigt:
Blitzprogramm, Auflösung, Wieviel Bilder in der momentanen Auflösung noch auf den SPeicher passen, Batterieanzeige und bei Nutzung einer Speicherkarte, das Symbol CF.
Die Kamera betreibt ausschliesslich CompactFlash Karten.

Aussehen/Aufbau:
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An der rechten Oberseite in schönem glänzenden Silber der Auslöser, der Sucher ist hinten sehr weit links, die Linse vorn ist ebenfalls links angeordnet, der Blitz sieht etwas klein aus und befindet sich wirklich sehr nah über der Linse.
An der rechten Seite ist die Kamera etwas dicker, dadurch liegt sie relativ gut ind er Hand.
Unterseite: Stativgewinde, Batteriefach (der Deckel schliesst auch heute noch straff und gut, muss sein, da man die Battereien sehr häufig wechseln muss!), sowie Schnappschieber für die Speicherkarte, die dann an der rechten Seite unter einer Klappe eingesetzt /herausgenommen werden kann. unterdieser Klappe finden sich auch die Anschlüsse für Netzteil und USB Kabel.
Ein entscheidender Nachteil fällt mir beim Betrachten auf - das Objektiv liegt permanent frei, kein Klappverschluss, keine Abdeckung, nichts, Oberfläche komplett ungeschützt. Da man die Kamera ja nicht permanent in der Tasche hat, leidet die Linse dadurch sehr bald.

Funktionsweise:
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wir haben hier 3 einstellbare Bildqualitäten:
1 Stern = gut (592x400 pixel) - reicht perfekt für Ebay....
2 Sterne = besser (1792x2000) - reicht für ein 10x15, aber wirklich nur mit Hängen und Würgen
3 Sterne - optimal (1792x2000 bei geringer komprimierung) - diese habe ich nie benutzt, da sich die Qualität null verbessert, es rauscht hingegen extrem bei dieser Einstellung.

Der Digitalzoom entspricht bei 2 Sternen etwa einem Bildausschnitt von 640x480 - also wirklich nur fürs Internet sinnvoll.
Aber damals war man ja stolz, sowas zu haben!!
Der Selbstauslöser ist bekannt, 10 sec rückwärts.
Blitzeinstellungen:
automatisch (ist immer aktiviert, wenn die Kamera eingeschaltet wird)
autmatisch mit Vorblitz (der bei dieser Kamera allerdings jeden Effekt verliert und eigentlich gar nichts bringt)
Blitz ein - hier werden alle Aufnahmen geblitzt und die wirken sofort alle komplett künstlich und haben einen Blauschleier
sowie Blitz aus.

Die Kamera kommt in mehreren Sprachen daher, die gewählt werden können:
Englisch, Deutsch, Spanisch, Italienisch, Französisch und irgendeine asiatische. Bei mir war deutsch bereits voreingestellt.

Installation:
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Bei neuen Windowsprogrammen kein Thema, Usb anschliessen, Kamera einschalten, ist nach 2 min automatisch installiert. Daher habe ich auch die mitgelieferten HP eigenen Programme nie verwendet und kann dazu keine Aussage machen.

Bilder:
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Bin schwer enttäuscht. Ich hoffte, dass ich hier wenigstens eine gute Kamera habe, um Ereignisse festzuhalten und gleich auf dem Rechner oder fürs Internet brauchbar habe.
Ich versuchs mal anhand von Konzertfotos zu erklären, denn diese machte ich meistens damit.
Der Schärfebereich ist äusserst gering. Fotografiere ich einen Gitarristen, der 50 cm höher steht, stellt die Kamera auf meinetwegen der Gitarre scharf, das Gesicht, was vielleicht 5-10 cm entfernter ist, ist unscharf.
Der Blitz ist zu konzentriert, am Rande wirken Bilder meistens zu dunkel, während sie in der Mitte überblitzt wirken.
Die Reichweite des Blitzes ist sehr klein, ist das Zielobjekt weiter als 3 Meter entfernt, rauscht das Bild enorm, vorhandene zusätzliche Lichtquellen (wo es auf einer Bühne durchaus einige gibt) haben fast keine Wirkung, der Blitz verliert sich schon sehr früh, bleibt an den kleinsten Widerständen bereits "hängen".

Fotografieren empfiehlt sich hier fast ausschliesslich mit eingeschaltetem Monitor, da wie gesagt der Schärfebereich sehr gering ist und der Sucher für exakte Bilder doch zu versetzt ist und man nur mit Display die Info bekommt "bereit" oder "fokussieren nicht möglich" - auslösen tut sie bei durchdrücken auf Wunsch trotzdem.
Aufnahmen bei Sonnenlicht sind zwar farblich besser gelungen, doch auch hier hat die Kamera grosse Lichtprobleme, da die Linse über keinerlei Rand oder der gleichen verfügt und daher Streulicht von allen Seiten permanent einfallen kann.
Bei direkter Einstrahlung einer Lichtquelle, versagt die Kamera total, zaubert blaue Pixelmuster streifenweise auf die Bilder.
Die Farben wirken sehr künstlich, Details werden schlecht wiedergegeben. Betrachtet man ein fertiges Bild auf dem Rechner, sieht man sofort die Pixel, verschwommene Details, schlecht wiedergegebene Farbschattierungen - die 16 auf 30 Bit aufpoliert zeigen hier die volle negative Auswirkung.

Mindestabstand Motiv: etwa 20 cm - durchaus ein Plustpunkt.

Robustheit/allgemeines:
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Ich hatte die Kamera anderthalb Jahre mit auf Tournee, ist oft runtergefallen, das Gehäuse und nun auch das Display sind ziemlich zerkratzt.
Mitgemacht hat sie einiges und funktioniert noch immer, das ist ein Pluspunkt.

Der interne Speicher von 8 MB reicht für etwa 16 Bilder in 2 Sterne, meine 64 MB CF Karte für etwa 140 Bilder (hier zählt, ob geblitzt wird oder nicht, dadurch varriert die Bildergrösse).
Fotos werden grundsätzlich als JPG gespeichert.
Nach anderthalb Jahren fing die Kamerasoftware jetzt an rumzuspinnen. Bilder werden nicht mehr in Folge gespeichert (also durchnummeriert IM001594 etc) sondern bereits vergebene Nummern noch mal vergeben, was auch dazu führt, dass Bilder, die noch auf der Karte sind, schnell mal überschrieben werden.
Mitunter habe ich die Bilder auch plötzlich doppelt beim Entladen, oder verschiedene Bilder mit gleichen Dateinamen. Dieser Fehler trat nach ca. 18-20 Monaten auf. Auch das formatieren von Speicher und Karte brachte da leider gar nichts.

Fazit:
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Für Schnappschüsse auf Familienfeiern, für Ebay, oder Detailunwichtige Aufnahmen, die nicht unbedingt qualitativ hochwertig sein müssen, reicht die Kamera völlig aus. ZB für private Websites, wo man die Fotos eh nachbearbeitet und verkleinert.
Bilder gelingen am besten bei natürlichem Tageslicht, auf Reisen für Landschaftsaufnahmen durchaus eine akzeptable Kamera.
Wer seine Fotos nicht unbedingt auf Papier ziehen will, kann sich diese Kamera hier kaufen. Denn bei 9x13 ist Schluss, bei 10x15 kann man bereits pixelige Stellen erkennen auf grösseren Farbflächen.
Bei ebay bekommt man diese Kamera jetzt für etwa 30 Euro und das dürfte auch angemessen sein, da ist meistens auch eine kleinere Speicherkarte dabei.

Lange Fotoserien sind nicht möglich, Nach etwa 30-50 Bildern unter Einsatz von Blitz und Display streiken die Batterien und man kriegt beim Einschalten nur noch zu lesen "Batterie zu schwach für Vorschau" und zack geht nix mehr. Oftmals hatte ich auch die Kamera am Netzteil hängen, ausschliesslich dort in Betrieb (laut Hersteller werden die eingelegten Batterien dadurch nicht belastet und ausschliesslich Strom genutzt) und schalte sie ein und kann keine Bilder mehr machen.
Für Akkus braucht man zusätzliches Ladegerät, hier gibt es keine Ladefunktion an der Kamera selbst, und auch hochleistungs Akkus versagen hier sehr schnell. Habe auf die Anschaffung verzichtet und griff auf die 55 cent billigen Batterien aus dem DM-Markt zurück, die sind erstaunlicherweise auch mit 2100 ausgestattet und daher voll und ganz ausreichend und durch den Preis kann ich auch immer 1,2 Ersatzpacks dabei haben.
Damals war ich furchtbar stolz, diese Kamera zu haben, hat sich auch oft bewährt, sie zu besitzen und dabei zu haben. Da sie sehr handlich ist (natürlich, es gibt auch noch kleinere) kann man sie wirklich immer dabei haben, was durchaus auch ein Pluspunkt ist. Da man keinerlei Entwicklungskosten für Bilder hat, kann man fröhlich vieles knipsen und ärgert sich nicht ganz so sehr, wenn die Bilder misslungen sind.

Wer aber auch Papier fürs Album haben will und sich lange an schönen Motiven erfreuen möchte, sollte wirklich eine bessere und sicher auch teurere anschaffen. Aber für den einstigen Preis von 199 euro (war von 249 runtergesetzt....) bekommt man ja heute durchaus schon was weit besseres.
Mittlerweile bin ich auf die Digitale Spiegelreflex umgestiegen und die HP hat dann alsbald das zeitliche gesegnet....

KingSparko/LittleSparko

Fazit: um Gottes Willen....

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Ausstattung:    
Bildqualität:    
Akkulaufzeit: