Mitläufer
Fujifilm Finepix S8100fd

Name des Mitglieds: digicamclub.de
Produkt:
Fujifilm Finepix S8100fd
Datum: 23.01.09
Bewertung:
Vorteile: 18fach Zoom, Stabi, normale AA-Akkus, Display, Preis
Nachteile: Rauschen, Videos,
Die Fuji S8100fd hatte ich neben der F60fd zum testen bekommen; vorher hatte ich noch nie mit Fuji-Kameras zu tun gehabt. Die 8100er Megazoom-Kamera soll sich durch folgende Hauptmerkmale in den Vordergrund spielen:
- 18fach optischer Zoom
- Optischer Bildstabilisator
- High ISO bis 6.400
- Gesichtserkennung
- Zoom-Bracketing"-Modus
- 33 Bilder in Serie möglich
- xD- wie auch SD- und SDHC-Speicherkarten möglich
Der Brennweitenbereich von Fuji's 10-Megapixel-Boliden liegt bei 27 - 486mm. Damit ist ein echter Weitwinkel gegeben, auch der Telebereich wird sehr großzügig abgedeckt. Der optische Bildstabilisator soll vor Verwackelungen bei schlechten Lichtverhältnissen oder bei großen Zoombereichen oder längerer Belichtungszeit helfen. In der Tat funktionierte er recht gut, kommt aber nicht an den Stabilisator von Canon oder Panasonic ran. Selbst Olympus scheint mir hier effektiver zu stabilisieren. Wem der Stabilisator nicht ausreicht, kann die ISO-Zahl erhöhen. Bei voller Auflösung sind maximal ISO 1.600 möglich; wenn man jedoch auf 5 Megapixel heruntergeht, sind bis zu ISO 6.400 machbar - natürlich mit dementsprechend schlechter Qualität.
Sehr gut hingegen empfand ich die Gesichtserkennungs-Technologie, welche in zahlreichen Foren sehr hochgelobt wird. Bis zu zehn Gesichter werden von der Kamera damit im Motiv erkannt und Schärfe und Belichtung automatisch optimiert. Das Gesicht der Hauptperson wird dabei auf dem LCD Monitor von einem grünen Rahmen umgeben, weiße Quadrate kennzeichnen bis zu neun weitere Gesichter. Mit Hilfe der Bewegungsverfolgung bleiben die Gesichter auf dem Monitor erkannt, bis sie sich aus dem Bild hinaus bewegen. Zusätzlich kann die Kamera den so genannten "Rote Augen Effekt" automatisch erkennen und unmittelbar nach der Aufnahme korrigieren.
Der Blendenbereich der 8100er liegt bei F2.8- F8.0 (Weitwinkel) und F4.5- F8.0 (Telebereich). Damit zählt sie vor allem im Tele nicht gerade zu den Lichtmonstern - hier muss der Stabi schnell eingreifen oder man muss mehr mit der ISO spielen und ggf. verrauschte Bilder in Kauf nehmen, vor allem bei vollem Zoomeinsatz.
Im Makromodus kann man auf einen CM an sein Motiv heranrutschen, ansonsten liegt der Schärebereich bei 70cm bis unendlich.
Positiv fiel mir der "Zoom-Bracketing"-Modus auf, dieser ist vor allem bei Portraitaufnahmen äußerst hilfreich. Im Zusammenspiel mit der Gesichtserkennung nimmt die Kamera ein Motiv mit einem Gesicht automatisch mit den Vergrößerungsfaktoren 1-fach, 1,4-fach und 2-fach auf. Dabei muss lediglich ein Mal ausgelöst werden.
Serienbilder sind natürlich auch möglich, allerdings muss man hier Abstriche machen, wenn es wirklich schnell gehen soll. Mit der Serienaufnahme können bis zu 33 Bilder in Serie (13,5 fps bei max. 3 Megapixeln) aufgenommen werden.
Freunde der manuellen Belichtung sollen auch nicht zu kurz kommen; so lässt sich neben Blende und Zeit auch alles manuell von Hand einstellen, ohne auch nur eine Automatik nutzen zu müssen. Wer doch gern mal auf Motivprogramme setzt, der findet 20 verschiedene vor. Auf Wunsch kann der Blitz hinzugenommen werden, welcher von Fuji mit einer besonderen Funktion ausgestattet wurde. Je nach Helligkeit der ermittelten Objekte im Vordergrund wird bei Bedarf der Blitz zugeschaltet und die Leistung so kontrolliert, dass eine natürliche Beleuchtung des Vordergrundes und eine ausgeglichene Belichtung des Hintergrundes erreicht werden. Im Modus "Natürliches Licht und mit Blitz" nimmt die 8100er zwei Bilder in schneller Folge auf - eins mit und eins ohne Blitz. Letzteres wird mit einer hohen ISO Zahl festgehalten. Danach werden beide Fotos nebeneinander für einen schnellen Vergleich angezeigt. Man wählt dann einfach das bessere Bild aus und muss vor der Aufnahme nicht überlegen, ob man den Blitz verwendet oder nicht.
Der 2,5 Zoll große LCD-Monitor (löst mit 230.00 Pixeln auf) ist mit einer besonderen Beschichtung ("Wide View Film") versehen, so dass sich der Betrachtungswinkel deutlich erweitert.
Videos (leider nur VGA) mit Ton können mit einer Bildrate von 30 fps aufgenommen werden.
Für die Stromversorgung bedarf es 4 NiMH-Akkus oder Batterien. Dadurch wird die Cam auch entsprechend schwer, bringt etwas über 400 Gramm auf die Waage bei Maßen von 111,3 x 78,2 x 79,3 mm.
-Fotos-
Die Fotos bei Tageslicht wurden scharf, detailreich, eher einen Tick zu hell als gewünscht. Hier half ein leichtes unterbelichten von -0,3 bei leichter Bewölkung. Der Bildstabilisator funktionierte recht gut, aber nicht so gut wie die Stabis von den anderen großen Playern wie Canon, Panasonic und Olympus. Das war auch einer meiner Gründe, mir nie privat die 8100er zu holen, da bei dem großen Brennweitenbereich der Stabi doch mehr als nur ein wenig überzeugen muss. Meine Meinung. Auch hat die Kamera Schwächen aufgrund der großen Brennweite; im Weitwinkel stürzen die Linien recht heftig, im Telebereich ab etwa 300mm lässt die Schärfe sichtbar nach, die Bilder werden zudem flauer.
Das Rauschverhalten ist leider auch nicht so gut. Bis ISO 200 absolut kein Problem, aber bereits dann ab ISO 400 gut sichtbar und alles was über ISO 400 geht stört dann nur noch. Das ist schon schade, allerdings wird in der 8100er auch nicht der neueste CCD-Sensor von Fuji eingesetzt, welcher ein besseres Rauschverhalten an den Tag legt.
Die Auslöseverzögerung ist kurz, die Fokussierung schnell, solange genug Licht vorhanden ist. Ansonsten sucht der Autofokus gern mal ein wenig länger, bis er das Motiv gefunden und scharf gestellt hat.
-Pro und Contra-
Ein Pro ist sicherlich der Brennweitenbereich, auch wenn man bei diesen Zoomgrößenklassen natürlich Abstriche in Sachen Bildqualität machen muss. Dafür ist man aber weitwinklig dabei und kann auch ein wenig Architekturfotografie in Angriff nehmen, wobei hinterher mit Photoshop und Co. die stürzenden Linien gefixt werden müssen.
Ein weiteres Pro ist sicherlich die Tatsache, dass man normale Akkus (AA) einsetzen kann und nicht auf Li-Ionen Akkus angewiesen ist. Somit schluckt die 8100er auch normale Batterien, welche man ja immer irgendwo auf Reisen findet - einen Li-Ionen Akku schon seltener ;-)
Das TFT-Display lässt sich wunderbar ablesen, auch mit größeren Betrachtungswinkeln.
Nachteilig ist für mich das Rauschverhalten und die Licht"stärke" - im Telebereich einfach zu lichtschwach. Das Rauschen ab ISO 400 und darüber nervt ein wenig, kann man etwas mit EBV später eingrenzen.
Die Videos sind nur in VGA möglich, HD wird hier noch nicht unterstützt.
-Preis-
200 Euro bei Amazon sind aber dann doch wieder sehr fair - da kann man nicht meckern!
-Fazit-
Der Überflieger ist sie nicht, die Finepix S8100fd. Eher Mittelmaß, aber aufgrund des Preises für alle interessant, die gern 18fachen Zoom wollen mit Weitwinkel und guter Bildqualität, vor allem bei Tageslicht.
Fazit: Ein Mitläufer, aber ein günstiger!
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Weitere Testberichte: im Bereich Digitalkamera




