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Produkttyp: Fujifilm Digitalkameras
Neuester Testbericht: ... für Echtbilder bis zu einer Größe von 10x13 cm zu gebrauchen, mit geringeren Ansprüchen an die Qualität sind auch größere Formate drin. ... mehr
Oldie but Goldie
Fujifilm Finepix A205S

Name des Mitglieds: mastertune
Produkt:
Fujifilm Finepix A205S
Datum: 06.12.08, geändert am 06.12.08 (203 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: sehr gute Bildqualität, einfache Bedienung, leicht und kompakt, günstig
Nachteile: hoher Energieverbrauch, recht wenige Funktionen, Zubehörumfang unvollständig
Mehr ist nicht immer besser und viel hilft auch nicht viel - wenn man den verschiedenen Fachzeitschriften Glauben schenken darf, könnte sich das Rennen um die meisten Megapixel im Bereich der kompakten Digitalkameras eher zum Rückschlag entwickeln, denn das Mehr an aufgenommener Information hat den Testberichten zufolge eher ein Weniger an Bildqualität zur Folge. Tatsächlich lautet die allgemeine Empfehlung, sich nach Modellen umzutun, die vorhergehenden Generationen angehören, wenn es um eine gute Bildqualität sowie das entsprechende Preis-Leistungs-Verhältnis geht.
Die Fuji Finepix A205S ist dabei schon so etwas wie die Opa-Generation unter den Digitalkameras - sie hat schon ein paar Jährchen auf dem Buckel, und sie kam "nur" mit 2 Megapixel daher. Dennoch sollte man diese Kamera nicht vorschnell als "von gestern" abtun, denn wer einfach Fotos für den Hausgebrauch in guter Qualität zum kleinen Preis machen will, könnte in der A205S das finden, wonach man gesucht hat.
Schnickschnack wird man bei der kompakten, 175 Gramm leichten A205S bestimmt nicht finden. Aber dafür einen echten optischen 3-fachen Zoom, der wesentlich zur guten Bildqualität beiträgt. Auch bei Verwendung des digitalen Zooms (2,5-fach) bleibt die Bildqualität zumindest bei maximaler Auflösung noch im akzeptablen Rahmen. Die Auflösung läßt sich in drei Stufen (0,3 / 1 / 2 MPx) wählen.
Die Auslöseverzögerung ist relativ lang - "Schnappschüsse" sind mit der A205 ebenso wenig drin wie Serienbilder. Wer aber das Bild vorher scharfgestellt hat, bekommt mit dem Druck auf den Auslöser auch sofort das Motiv in den Kasten bzw. Speicher.
Das Objektiv wird durch einen Schiebeschutz vor den gröbsten Widrigkeiten der Umwelt geschützt. Eine gute Sache, kommen doch viele kompakte Digitalkameras sogar gänzlich ohne Objektivabdeckung daher, was der Lebensdauer des Objektivs und der Mechanik bestimmt nicht zuträglich ist. Allerdings muß der Schiebeschutz auch wirklich ganz beiseite geschoben werden, da ansonsten die Kamera ihren Dienst schlicht und ergreifend verweigert.
Alles in allem präsentiert sich die A205S in guter Verarbeitungsqualität, lediglich die Aufnahme der Speicherkarte ist etwas fummelig angelegt.
Mangels großartigem Funktionsumfang gestaltet sich sowohl die Einrichtung als auch die Bedienung der Kamera sehr einfach, was beileibe keinen Nachteil darstellen muß. Nach kurzer Eingewöhnung kommt man auch ohne die umfangreiche Bedienungsanleitung zurecht, und am besten ist es, wenn man der Kamera die Einstellungen für die Belichtung und den Weißabgleich überläßt. Aufgrund der kompakten Abmaße mögen Leute mit großen Händen/Fingern die Bedienelemente als ein wenig klein empfinden, und man muß auch darauf achten, mit den Fingern nicht den Blitz und die Sensoren für die Einmessung zu verdecken - aber diese Probleme hat man nicht nur mit der A205S.
Den echten Tribut an die Kompaktheit fordert die Kamera indes bei den Suchern. Ein 1,5" TFT-Display mag man heute zu recht als klein empfinden, und der optische Sucher ist nahezu unbrauchbar.
Mit der A205S lassen sich auch kleine Filme (320x240 Px bei 10 Bilder/Sek) bis zu einer Dauer von 20 Sekunden aufnehmen, allerdings ohne Ton. Als Webcam läßt sich die Kamera ebenfalls einsetzen, wobei der Nutzen allerdings eher fragwürdig ist.
Damals durchaus ein nachteiliger Punkt, heute nahezu unerheblich: der Speicher. Mitgeliefert wurde eine 16 MB-Speicherkarte im xD-Format, welches nahezu exklusiv von Fuji verwendet wurde und zunächst auch nur von Fuji erhältlich war. Dies bedeutete, daß man sich a) eine Speicherkarte mit höherer Kapazität nachkaufen mußte b) diese ziemlich teuer waren (ich hatte damals für eine 256 MB-Karte immerhin knapp 65 Euro bezahlt) und c) eine weitere Ausgabe für einen Kartenleser oder Adapter für dieses Format. Heute bieten auch Fremdhersteller xD-Karten an, der Preis bewegt sich im marktüblichen Rahmen vergleichbarer Speichermedien, und nahezu jeder Kartenleser heutiger Machart kommt auch mit dem xD-Format zurecht.
Wer die Speicherkarte nicht aus der Kamera fummeln will, kann die Bilder auch per USB auf einen Rechner übertragen oder sie sich dank des AV-Anschliusses auch auf dem Fernseher anschauen.
Das wirklich dicke Minus dieser Kamera ist ihr enormer Energiehunger. Zwar lassen sich handelsübliche Akkus (Mignon/AA, zwei sind samt Ladegerät im Lieferumfang enthalten) als auch herkömmliche Batterien verwenden; aber gleich ob Akku oder Batterie, saugt die A205S diese recht zügig leer - und dies sogar im ausgeschalteten Zustand. Die Anschaffung von zusätzlichen Akkus mit höherer Kapazität sei an dieser Stelle dringend empfohlen....und vielleicht auch gleich ein besseres Ladegerät dazu, denn das mitgelieferte Teil ist doch recht primitiv.
In diesem Zusammenhang ist auch verwunderlich, warum Fuji zwar eine Docking Station für die Kamera beilegt, aber auf das Netzteil für die Ladefunktion verzichtet hatte.
Letzter Nachteil: Das beigelegte Programm "ImageMixer VCD", mit dem sich aus den Bildern Video-CDs erstellen lassen sollten, funktionierte bei meinem Rechner ums Verrecken nicht.
Aber jetzt, endlich...die Bildqualität. Denn die ist, bei höchster Auflösung und gemessen an der vermeintlich geringen Pixelzahl, wirklich nur als sehr gut zu bezeichnen. Die Farben kommen weitestgehend natürlich rüber, sogar bei künstlichem Licht, die Bildschärfe ist okay, und den Zoom kann man tatsächlich auch gebrauchen. der Blitz ist kräftig genug, um zumindest die nähere Umgebung ausreichend zu erhellen.
Die Auflösung ist auch für Echtbilder bis zu einer Größe von 10x13 cm zu gebrauchen, mit geringeren Ansprüchen an die Qualität sind auch größere Formate drin.
Neu ist die Finepix A205S nicht mehr erhältlich, ich hatte damals 169 Euro bezahlt. Aber im Fachhandel mit Gebrauchtkamera-Verkauf oder in den diversen Auktionsplattformen sollte sie für sehr kleines Geld erhältlich sein; ich glaube kaum, daß mehr als 20-30 Euro für dieses Modell fällig werden. Und diese Investition ist allemal besser in diese Kamera angelegt als in ein doppelt so teures no-name-Produkt, welches vielleicht einiges mehr, aber qualitativ nicht unbedingt besser kann.
Technische Daten / Ausstattung lt. Hersteller:
Kameratyp: Digitalkamera
CCD: 1/2.7- CCD 2.11 Mio Pixel gesamt, 2.0 Mio. Pixel eff.
Farbtiefe: 24 Bit
Datei-Format: JPEG (Exif Ver. 2.2), AVI (Motion JPEG)
Speichermedium: xD-Picture Card 3,3 Volt (16 MB - 1 GB)
Objektiv-Brennweite: entspricht 36-108 mm bei KB-Kameras
Scharfstellung: TTL-Kontrast, Autofokus
Schärfebereich: Normal: 80 cm - unendlich, Makro: 0,1 - 1,0 m
Blende: Weitwinkel: F3,5 / F8,7
Verschluss: 1/2 sek. bis 1/2000 sek. (je nach Belichtungsprogramm)
Sucher: Optischer Echtbildsucher, LCD-Monitor
Belichtungs-Steuerung: AUTO (Programmautomatik/Manuell (mit Belichtungskorrektur))
Empfindlichkeit: entspricht ISO 100
Weißabgleich: Auto/Manuell (7 Einstellungen)
Lichtmessung: TTL 64-Zonen-Messung
Blitz: Automatikblitz mit Steuersensor, Reichweite: ca. 3,5 m (max.)
LCD Monitor: 1,5 Zoll, mit 55.000-Pixel, D-TFD
Schnittstellen: USB, DC-Eingang (AC-3V), AV-Ausgang (PAL/NTSC wählbar)
Stromversorgung: 2 x AA-Batterien, Netzadapter AC-3V (optional)
Abmessungen: 98,5 (B) × 65 (H) × 52,5 (T) mm
Gewicht: 175g (ohne Speicherkarte und Batterien)
Funktionen: 2,5 facher Digitalzoom, Selbstauslöser, max. 20 Sek. Videosequenzen (320 x 240 Pixel bei 10 Bilder/Sek. ohne Ton), Webcam-Funktion, 10facher Wiedergabezoom (bei Auflösung 1600 × 1200)
unterstützte Betriebsysteme: Windows 98 (inkl. SE), Windows ME, Windows 2000, Windows XP, Macintosh
Lieferumfang: 16MB xD-Picture Card, Handschlaufe, Video-Kabel, USB-Kabel, Adapter für DockingStation, CD-ROM: USB-Treiber, FinePixViewer, ImageMixer VCD
Fazit: klein, einfach, günstig - und gut
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