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Produkttyp: Fujifilm Digitalkameras
Neuester Testbericht: ... Kamera anderer Hersteller, ohne hier Namen nennen zu wollen Für besondere Anlässe habe ich mir dann aber doch eine neuere Fujifilm Fi... mehr
Digitalkamera für etwa 80 Euro?
Fujifilm Finepix 1300

Name des Mitglieds: scoopexx
Produkt:
Fujifilm Finepix 1300
Datum: 21.02.03, geändert am 05.10.09 (1008 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: geringer Preis
Nachteile: hässliches Kameramenü
Eine Digitalkamera für 80 Euro, die auch noch gute Bilder macht? Geht nicht? Doch! Bei Ebay habe ich das gute Stück für gerade mal 57,50 bekommen. Der Preis war so günstig, weil das untere Drittel des LCD Monitors ausgefallen war. Für 80-90 Euro kann man die Kamera jedoch leicht auch ohne Defekt bekommen.
Design
Die Kamera ist komplett in Silber gehalten und wirkt, obwohl sie nur aus Plastik besteht, robust. Mit ihren Abmessungen von 11 x 7,7 x 3,9 cm und ihren 280 Gramm (betriebsbereit) ist das Gerät kompakt und passt in jede Jackentasche. Die Kameratasche, die man dazukaufen kann ist dementsprechend klein und kann am Gürtel befestigt werden. Die Kamera passt sich der Hand zwar nicht besonders gut an, Grund zur Beschwerde gibt es jedoch nicht.
Auf der Kamerarückseite ist ein LC-Display angebracht, das als Sucher fungiert und über das die Einstellungen angezeigt werden können. Darüber sind diverse Knöpfe zu finden, die dazu dienen, die Kamera oder das Display ein- und auszuschalten und Einstellungen vorzunehmen. Rechts findet sich noch ein Drehrad, mit dem man zwischen den Settings, dem Aufnahmemodus und dem Betrachtungsmodus hin- und herschalten kann.
An der rechten Seite lässt sich die Smartmedia Karte einfügen, an der Unterseite können die Batterien in das Gerät gesteckt werden. Außerdem gibt es noch eine Vorrichtung um ein Stativ anzubringen. Zwischen Makro- und Normalmodus kann man mit einem Schalter auf der linken Seite umschalten.
Was leistet das Gerät?
Mit ihrer Auflösung von 1280x960 liegt die Kamera nicht einmal im Mittelklassebereich. Großartige Qualität zu erreichen ist jedoch gar nicht die Absicht gewesen, mit der Fuji die Kamera entwickelt hat. Vielmehr sollte eine Digitalkamera mit gutem Preis/Leistungsverhältnis für wenig Geld auf den Markt gebracht werden. Um es vorwegzunehmen: Das ist Fuji gelungen.
Das GUI des Betriebssystems der Kamera ist erwähnenswert hässlich - mit einfacher schwarzer Schrift auf g
rauem oder blauem Grund macht es optisch nicht viel her. Außerdem ist das Display sehr dunkel eingestellt. In Räumen, die lediglich durchschnittlichen Lichteinfall haben, ist meistens nicht viel zu erkennen und das nachträgliche Anschauen von bereits geknipsten Bildern dauert eine halbe Ewigkeit (Kann auch an meiner Smartmedia Karte liegen). Das Objektiv ist leider etwas ungünstig angebracht, weshalb es schnell mal sein kann, dass der Zeigefinger der linken Hand versehentlich mit auf das Foto kommt und ein weiterer Negativpunkt ist, dass es sehr schwer ist, den Punkt zu finden, bis zu dem man den Auslöser herunterdrücken muss bis die Kamera fokussiert. Es fehlt außerdem die Möglichkeit das Display heller oder dunkler zu stellen.
So hässlich das Betriebssystem der Kamera allerdings auch sein mag, es ist nicht abzustreiten, dass es dafür sehr übersichtlich ist und außerdem lassen die Funktionen nicht zu Wünschen übrig. Es gibt Optionen zum Bildlöschen, einen Selbstauslöser, vier Stufen zur Qualitätsregelung, usw. Außerdem läuft das Display nicht mit den miesen 2 fps, wie z.B. bei der HP Photosmart 215, sondern stellt die Umgebung flüssig da. Bewegt man die Hand, zieht das Display flüssig mit. Trotz des Plastikgehäuses und den gerade mal 280 Gramm, die das Gerät auf die Waage bringt. wirkt die Kamera nicht zuletzt dadurch, dass sie keine hervorstehenden Teile besitzt, sehr robust.
Ein weiterer echter Vorteil: Die Kamera ist ein echter Stromsparer - die Battereien halten eine sehr lange Zeit - das ist bei Digicams etwas besonderes.
Bildqualität
Bei den meisten Kameras, die bei Ebay für unter 100 Euro zu haben sind, lässt die Bildqualität stark zu wünschen übrig. Die Finepix 1300 hinterlässt jedoch einen guten Eindruck. Bei schlechten Lichtverhältnissen ist das Bild jedes mal sehr körnig - bei guten Lichtverhältnissen wirkt es dann zwar immer noch etwas schwammig und ist nicht unbedingt absolut scharf, für Ausdrucke im Fotoformat oder zur
Entwicklung reicht es jedoch allemal. Der Kontrast und die Helligkeit sind absolut zufriedenstellend und müssen nicht nachbearbeitet werden. Alles in Allem sind die Bilder also nicht perfekt, die Finepix 1300 schießt dennoch bessere Bilder als andere Kameras in dieser Preisklasse!
Vielleicht noch eine Bemerkung am Rande: Die Kamera schaltet beim erstmaligen Einschalten sofort auf Normale Qualität - wenn einem etwas an den geschossenen Fotos liegt, sollte man im Setup erst einmal auf gute Quali stellen!
Fazit
Die Kamera macht für den geringen Preis ziemlich gute Fotos. Natürlich gibt es einige Mängel, aber für Schüler, die wenig Geld in der Tasche haben, lohnt es sich auf jeden Fall, einen Blick auf dieses Modell zu werfen. Zu diesem Preis bekommt man nun mal leider keine perfekte Digitalkamera - desto wichtiger ist es allerdings auch, die Augen beim Kauf aufzuhalten, denn es gibt viele miese Modelle, die mit niedrigem Preis ködern (z.B. die Modelle von Aiptek oder die Gsmart Reihe von Mustek), aber es gibt nur sehr wenige Geräte, die in diesem Preissegment zufriedenstellend sind.
Erstmalig erschienen: Oktober 2000
Auflösungen: 1280x960 und 640x480
Sensor: 1/2,7" CCD-Chip mit 1.300.000 Bildpunkten
Dateiformat: Jpeg
Wechselspeicher: Smartmedia (8MB Karte mitgeliefert - bis 128MB kompatibel)
Anzahl der Bilder: ca. 800 bei 50% Blitzbenutzung
Datenübertragung: USB
Zoom: 2x Digital
Lichtempfindlichkeit: ISO 125
Blitz: Ja
Abmessungen B x H x T: 110 mm x 77 mm x 39 mm
Gewicht: 280g (bertriebsbereit)
Fazit: Aus heutiger Sicht natürlich hoffnungslos veraltet.
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