Concord Eye-Q 5345z
Der Geheimtip - Concord Eye-Q 5345z Digitalkamera

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Produkttyp: Concord Digitalkameras

Der Geheimtip
Concord Eye-Q 5345z

touring

Name des Mitglieds: touring

Produkt:

Concord Eye-Q 5345z

Datum: 02.09.05, geändert am 04.09.05 (1319 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Klein, günstig, gute Qualität

Nachteile: Ladegerät

Concord Eye-Q 5345z - der Geheimtip
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Einleitung
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Nach langer Zeit möchte ich auch mal wieder einen Bericht verfassen, also los:

Vor gut 3 Monaten ging bei meiner treuen, alten Kamera von Fuji (Fuji Finepix 1300) der Batteriedeckel kaputt.
Reparieren (lassen) oder was neues? Was neues, 1,3 MP sind ja nun wirklich nicht mehr zeitgemäß.

Also habe ich mich mal umgesehen, zuerst natürlich bei den bekannten "Markenherstellern". Und wenn man da was kleines,
nettes mit hoher Auflösung, optischem Zoom und nach Möglichkeit auch noch für normale Akkus (also keine LiIon-Akkus, später mehr dazu) haben möchte, ist man ganz schnell ziemlich viel Geld los. :-(

Naja, so richtig begeistert war ich angesichts der Preise von den "Markenprodukten" nicht - bis mich eines Tages meine Frau im Büro anrief und mir sagte, ich sollte doch mal bei amazon.de gucken - da gäbe es eine schöne, kleine Kamera für 139,- Euro (mittlerweile kostet sie 149,- Euro, aber auch zu dem Preis ist sie eine Empfehlung wert).
Gesagt, getan.
Und was soll ich sagen: Kurz die Beschreibung und die (zu diesem Zeitpunkt noch nicht so zahlreichen, gleichwohl sehr guten) Bewertungen zu der Kamera bei amazon.de durchgelesen, noch ne Nacht drüber geschlafen, und das gute Stück bestellt. Und weil der in den technischen Daten erwähnte, interne Speicher von knapp 10MB natürlich für eine 5MP Kamera ein Witz ist, gleich noch eine Kingston SD-Speicherkarte mit
einer Kapazität von 512MB dazu. Eine ganz normale SD-Karte, nix Highspeed oder so, mit lebenslanger Garantie und im Moment für 30-35,- Euro zu haben. Dazu weiter unten aber noch mehr.

Ich habe übrigens vor zwei Jahren mal eine Kamera der Firma Concord für meine Nichte gekauft, diese Kamera war zwar nicht der technologische Überflieger, aber ein solides und preiswertes Teil, das halbwegs annehmbare Fotos machte und immer noch macht. Ganz unbekannt war mir die Firma Concord also nicht.

Zwei Tage später kam also das Paket bei mir im Büro an, und zuhause habe ich dann - wie eine Kind an Weihnachten :-) - die Lieferung auf dem Wohnzimmertisch näher in Augenschein genommen. Hier also, was man bekommt:


Verpackung
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Die Kamera ist in einem bunten Karton mit den Maßen 195 x 145 x 105 mm verpackt, auf dem der Packungsinhalt mit Bildern und die technischen Daten in englisch, spanisch, französisch, deutsch, italienisch und holländisch vermerkt sind. Viel mehr ist dazu wohl nicht zu sagen und auch nicht interessant.


Packungsinhalt
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In dem Karton findet man folgendes:

- die Kamera
- eine schwarze Tasche mit Gürtelschlaufe aus einem wildleder-ähnlichen Material
- das (leider nur ca. 70 cm lange) USB-Kabel zur Verbindung von Kamera und PC
- eine CD mit Treibern und Software
- die recht ausführliche und verständliche,in 2 Sprachen (deutsch, englisch) verfasste Anleitung sowie Anleitung zum mitgelieferten Batterieladegerät,
ein Faltblatt zu den Garantiebestimmungen, eine FCC Erklärung und ein "Quick Start Guide"
- zwei Mignon (AA) Akkus der Marke Greenpower mit einer Kapazität von 1800 mAh (Greenpower Akkus sind meiner Erfahrung nach qualitativ recht gut)
- ein Steckerladegerät für zwei Mignon (AA) Akkus (dazu unten mehr)
- eine Trageschlaufe/kordel für die Kamera


Näher betrachtet...

Diverses
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Zu Tasche, Trageschlaufe und Akkus brauche ich wohl nix zu schreiben. Immerhin schön, dass die Tasche gleich dabei ist, so muss man dafür nicht auch noch Geld ausgeben.

Auf der CD finden sich neben den Treibern in deutsch und englisch noch die Programme "Photosuite SE" und "Videowave SE". Ich muss allerdings zugeben, dass ich nur die Treiber installiert habe und dieses auch ohne Probleme geklappt hat. Für die Bildbetrachtung und -bearbeitung nutze ich das Freeware-Programm "XNview" (http://www.xnview.com).
Einge Leute hatten wohl Probleme, die Treiber mit dem deutschen Setupprogramm unter Windows XP zu installieren und haben dann alternativ das englische Setupprogramm genommen, welches dann auch funktioniert hat. Kann ich nicht nachvollziehen, bei mir klappte das deutsche Setupprogramm einwandfrei. Unter Windows 98 klappte die Installation der Treiber bei mir ebenfalls ohne irgendwelche Probleme.

Das Handbuch
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Das Handbuch und auch der sog. Quick Start Guide sind in Deutsch/Englisch gehalten. Wie der Name schon sagt, ist letzterer für Leute gedacht, die am liebsten gleich losknipsen wollen, und entsprechend knapp gehalten. Für einen "Blitzstart" reicht das aber.
Das Handbuch hat satte 114 Seiten, also jeweils knapp 60 Seiten in deutsch und etwa ebensoviele in englisch.
Ich spare mir hier mal die genaue Beschreibung des Inhalts, aber es wird auf alles eingegangen, vom Anbringen der Trageschlaufe über das Laden der Akkus bis zur Bedienung der Kamera.
Da dürften eigentlich keine Fragen offen bleiben.

Das Ladegerät
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Tja, der m.E. einzige Schwachpunkt im Lieferumfang. Gut gemeint, schlecht umgesetzt. Warum? Ganz einfach: Das Ding ist schlicht unterdimensioniert.
Es passen zwar zwei Mignon (AA) Akkus rein, aber die werden nur mit 100mA geladen.
Kurzer Exkurs für die Nicht-Elektriker unter den Lesern:
Angenommen, ich verwende die mitgelieferten 1800 mAh Akkus, so werden diese mit 100 mA/h geladen. D.h., um die Akkus voll zu laden, müssen sie mindestens 18 Stunden im Ladegerät bleiben
(1800 mAH / 100 mA/h -> 18h).
Das ist inakzeptabel, moderne Akkus vertragen weitaus höhere Ladeströme und können viel schneller geladen werden (z.B. mit 300 oder 500 mA, der Ladevorgang würde dann nur einige Stunden dauern).
Wenn man dann auch noch Akkus mit einer höheren Kapazität verwenden will, z.B. 2500 mAH, dauert der Ladevorgang noch länger...nee, da hat jemand nicht mitgedacht.
Und das ärgert mich etwas, denn die an und für sich sehr gute Intention, dem Käufer ein brauchbares Komplett-Set zu liefern, wird dadurch zunichte gemacht... :-(

Also für das Ladegerät leider Null Punkte. Aber für nen paar Euro bekommt man heutzutage schon gute Ladegeräte, wenn man vorausschauend kauft, auch für 110V und mit KFZ-Adapter...
Und wenn es mal keinen Stromanschluss gibt: Nen paar Mignon Zellen bekommt man mittlerweile selbst in den entlegensten Winkeln der der Welt. Ne Lademöglichkeiten für den ach so tollen LiIon Akku nicht...

Die Kamera
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Nun also zum eigentlichen Highlight und dem interessantesten Teil: Der Kamera :-)
Ich möchte hier jetzt nicht alle technischen Daten aufzählen, das hat "profesohr" schon getan, wenn es euch interessiert, lest bitte seinen sehr informativen Bericht. Nur das wichtigste:

Abmessungen: BxHxT in mm: 88 x 60.5 x 32.7 (also in etwa so groß wie eine Zigarettenschachtel)
Gewicht: ca. 160g ohne Batterien, ca. 220g mit Batterien
Auflösung: 2560 x 1920, 5 Megapixel
1,6 Zoll LCD Farb Display mit 85000 Pixel
12facher Zoom (3fach optisch, 4fach digital)

Okay, den 4fach Digitalzoom lassen wir mal aussen vor, da leidet die Bildqualität doch erheblich...aber nen 3fach optischer Zoom ist schon okay, er entspricht etwa dem Bereich von 39-117 mm bei einer herkömmlichen Kleinbildkamera. Das ist zwar nicht überragend, aber brauchbar.

Die Kamera verfügt über diverse (genauer gesagt: 19) Programme, die dem Einsteiger das Fotografieren in bestimmten Situationen erleichtern. Es gibt u.a. Profile für Portraitfotos, Landschaftsaufnahmen, einen Schwarzweiss Modus und als nette Spielerei einen "Retro" Modus, bei dem die Fotos diesen gelb-braunen Fartbon von alten Fotografien bekommen.
Hier jetzt auf alle diese Möglichkeiten einzugehen, dürfte den Rahmen dieses Berichts allerdings sprengen.
Ich sag es mal so: Der ambitionierte Amateur kann fast alles manuell einstellen, der fortgeschrittene Amateur die Programme einstellen und benutzen, und der Anfänger drückt einfach auf den Auslöser. Und eigentlich kommt immer was brauchbares dabei raus. :-)

Der eingebaute (und je nach Einstellung automatisch zugeschaltete) Blitz funktioniert recht gut, die Reichweite ist allerdings erwartungsgemäss begrenzt. Natürlich hat auch diese Kamera einen "Vorblitz" zur Vermeidung des "Rote-Augen-Effekts". Das funktioniert meistens, aber auch nicht immer.
Kein Beinbruch, können andere Kameras auch nicht wirklich besser...

Ansonsten hat die Kamera noch ein Stativgewinde im Boden, schluckt 2 Mignon (AA) Akkus oder auch Batterien (wichtig, falls man keine Möglichkeit hat, die Akkus aufzuladen!)sowie SD-Speicherkarten bis zu einer Größe von 1GB, und ein sehr sauber gearbeitetet, silbernes Metallgehäuse.
Sie liegt durch ihre kleinen Maße gut in der Hand und hat ein gut verständliches Menü, das sich in englisch, französisch, deutsch, spanisch, italienisch, portugiesisch und noch vier asiatischen Sprachen (die ich mangels Kenntnissen nicht näher bestimmen kann) einstellen lässt.
Kurze Videosequenzen bis zu 60 Sekunden Länge lassen sich auch aufzeichnen, allerdings ohne Ton, da die Kamera kein Mikrofon hat. Ist aber auch nicht soooo interessant finde ich, wenn ich Videos drehen will, nehme ich ne Videokamera.
Selbstverständlich hat die Kamera auch einen Energiesparmodus, so daß sie sich bei Nichtbenutzung nach einer Minute in den Bereitschaftsmodus (Display aus) schaltet und sich nach einer weiteren Minute komplett ausschaltet.
Ach ja, das Display: Es ist, passend zu der ganzen Kamera, nicht gerade riesig, aber hell und kontrastreich. Während der Aufnahme kann man sich im Display u.a. Aufnahmemodus, verbleibende Anzahl von Fotos, Auflösung, Qualitätseinstellung, Datum und Zeit sowie Batteriezustand und noch einige andere Parameter anzeigen lassen. Auf Knopfdruck kann man das alles aber auch ausblenden.


Was ist sonst noch wichtig?
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Man kann die Kamera auch mit einem 3V-Netzteil betreiben. Naja, schön, aber wozu, frag ich mich da...?
Die Bildqualität ist (meiner Meinung nach) SEHR gut, die Farben passen, der Autofocus arbeitet zuverlässig.
Die Schärfe ist klasse, und auch Details kommen sehr gut raus.
Auf eine 512MB SD Karte passen -je nach Kameraeinstellung- etwa 220-260 Bilder. Das ist als Richtwert zu verstehen, durch unterschiedliche Einstellungen bei Bildgröße und -qualität kann der Wert natürlich variieren.

Noch mal zum Thema SD-Karten: Meiner Erfahrung nach lohnt es sich durchaus, eine "Markenkarte" z.B. von Viking, Toshiba oder SanDisk zu kaufen, auch wenn die "NoName" Karten ein paar Euro billiger sind. Im Falle eines Defektes hat man einfach weniger Stress, die von mir verwendete Viking Karte z.B. hat eine lebenslange Garantie, da zahle ich doch gerne nen paar Euro mehr und kann mir sicher sein, daß ich mit der Karte keinen Reinfall erlebe. Die oft zu einem erheblich höheren Preis angebotenen "Highspeed-Karten" sind zumindest für diese Kamera nicht nötig und rausgeworfenes Geld.

Die Kamera *soll* auch an Linux-PCs problemlos arbeiten, das habe ich selber aber noch nicht probiert. Dürfte auch von der verwendeten Linux-Distribution und der jeweiligen Version abhängen. Ich habe Linux nur auf einem alten Notebook zum "Spielen" und Kennenlernen installiert, wenn ich die Kamera daran zum Laufen bekomme, werde ich das hier noch ergänzen.

Ein Tip von mir
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Falls man im Urlaub mal die SD-Card vollgeknipst hat, kann man sich sehr gut mit einem Memorystick behelfen, in den einfach die SD-Karte eingesetzt wird.
Funktioniert dann wie ein USB Stick (zumindest unter WinXP)und damit kann man dann z.B. in ein Internetcafe gehen und die Fotos per Internet in sein persönliches Postfach transferieren (GMX z.B. bietet 1GB Speicherplatz und hat ein ingegriertes "Mediacenter", in dem man die Fotos abspeichern kann), oder man lässt die Fotos auf CD brennen (ist in vielen Internetcafes für wenig Geld möglich).
Man kann natürlich auch zwei SD-Karten verwenden, dann ist der SD-Karten-Speicherstick auch gleich eine optimale Aufbewahrungsbox für die gerade nicht genutzte Karte.
Ist also echt praktisch, das Ding! Gibt es auf der bekannten, grossen Auktionplattform für z.Zt. 2,90 Euro...

Zum Thema "Markenkameras"
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Wie ich in meiner Bewertung bei amazon.de schon geschrieben habe, hat die Concord 5345z zwei "Brüder", die von Casio unter den Bezeichnungen "QV-R51" und "QV-R52" angeboten werden. Das Gehäuse ist zwar ganz geringfügig anders, und meines Wissens gibt es geringe Unterschiede in der Funktionalität, aber es ist klar, daß die Casio Kameras in der selben Fabrik in China vom Fließband purzeln wie die Concord 5345z...
Allerdings zahlt man für den "Casio" Schriftzug auf dem Gehäuse auch gleich 100 Euro mehr...

Fazit
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Bis auf das wirklich fehldimensionierte Ladegerät (darum auch nur ein "gut" bei der Ausstattung) ist die Concord 5345z angesichts des Preises ein Hammerteil.

Nachdem ich die Kamera gekauft und etwas "rumgezeigt" hatte, haben schon 3 Personen aus meinem Bekanntenkreis die Kamera ebenfalls gekauft.
Alle sind sehr zufrieden damit.

Gruß aus Ostwestfalen, Touring

Anmerkung: Ich hatte den Bericht heute (03.09.05) gegen Mittag schon einmal etwas überarbeitet und ergänzt, allerdings scheinen alle Änderungen verloren gegangen zu sein. Ich hoffe, jetzt klappt es. Wenn noch weitere Ergänzungen gewünscht werden oder etwas fehlt, bitte einen Kommentar hinterlassen. Ich passe den Bericht dann gerne noch mal an. :-)

Fazit: Die Alternative zu teuren "Markenkameras", kaufen!

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Ausstattung:    
Bildqualität:    
Akkulaufzeit: