


Erhältlich in: 3 Shops
Produkttyp: Casio Digitalkameras
Neuester Testbericht: ... ohne viel ruckeln. Beim Blitz ist noch zu beachten, dass er, wie bei jeder Digitalkamera, nciht weiter als 5 MEter reicht. ALso bitte ... mehr
Noch 30 Euro günstiger, dann würd ich sie kaufen!
Casio Exilim Zoom EX-Z1080

Name des Mitglieds: digicamclub.de
Produkt:
Casio Exilim Zoom EX-Z1080
Datum: 10.03.08
Bewertung:
Vorteile: gutes Rauschverhalten, guter Akku, gute Makroaufnahmen
Nachteile: schlechte Videos, kein echter Weitwinkel
---------- Vorwort ----------
Die Casio Exilim EX-Z1080 konnte ich 3 Wochen lang intensivst testen. Sie fällt am ehesten in die Rubrik "Einsteigerkameras", bietet aber zahlreiche Funktionen, die durchaus interessant sind. Am Meisten überrascht war ich von dem doch sehr guten Rauschverhalten, was ich wirklich nicht erwartet hatte. Die Videos hingegen sind nicht wirklich der Hammer.
Viel Spaß beim Lesen und Kommentieren meines Tests!
---------- Lieferumfang: 7 von 10 Punkten ----------
NP-40 (Li-Ion)-Akku
USB-Kabel Audio/Video-Kabel
USB-Dock/Netzteil CA-33
TrageschlaufeBildbearbeitungssoftware Photo Hands 1.0 für Windows (98/2000/Me/XP)
Datenübertragungssoftware Photo Loader 2.1 für Windows (98/2000/Me/XP) und für Macintosh (System 9.0/oder höher)
Utility Software Microsoft DirectX für Windows (98/2000/Me/XP)
Utility Software Adobe Acrobat Reader für Windows (98/2000/Me/XP) und für Macintosh (System 8.5/9.0/X)
Auf eine Speicherkarte wurde leider verzichtet, der interne Speicher beträgt nur 15MB, sodass hier auf alle Fälle sehr zeitnah eine Speicherkarte -sofern noch nicht vorhanden- nachgekauft werden muss. Die Z1080 nimmt SDHC- und MultiMedia-Karten auf.
Der mitgelieferte Akku hat eine sehr gute Leistung von 1.230 mAh, womit ich mehr als 500 Bilder machen konnte. Das ist schon beachtlich.
---------- Aussehen und Bedienung: 7 von 10 Punkten ----------
Die Z1080 kann man in 4 Farben erhalten (Silbergrau, Schwarz, Blau und Pink). Die silbergraue Ausführung ist angenehm schlicht, mit knapp 200 Gramm angenehm in der Hand zu halten (zu leichte Cams sind nicht mein Fall... für die Hosentasche reichts aber immer noch gut aus!) und mit den Maßen 91 mm x 57 mm x 24 mm auch gut zu verstauen.
Das Stativgewinde -leider aus Plastik- ist annährend mittig angebracht, sodass ein Tischstativ die Kamera gut ausbalancieren kann. Der Rest der Kamera ist hochwertig verarbeitet, der An/Aus-Knopf sehr klein und tief eingelassen - Fotografen mit dickeren Fingern brauchen Fingernägel, um die Kamera schnell ein- und ausschalten zu können. Das Einschalten ist mit knapp 2 Sekunden (eher weniger) bis Bereitschaft auch sehr schnell, das Ausschalten geht ähnlich schnell.
Auf einen optischen Sucher hat Casio leider verzichtet, dafür kann man mit einem 2,6" Monitor arbeiten, welcher mit 144.960 Bildpunkten nicht allzu hoch auflöst, aber immer noch gute Ergebnisse liefert.
Die Menüführung der Z1080 ist schön einfach; auf die wichtigsten Funktionen kann man mit dem Set-Knopf direkt zugreifen, sodass ein Einstellen der Kamera meist in weniger als 10 Sekunden gemacht ist.
Folgende Auflösungen kann man anwählen:
3.648 x 2.736 Pixel
2.560 x 1.920 Pixel
2.048 x 1.536 Pixel
1.600 x 1.200 Pixel
640 x 480 Pixel
Zudem sind zahlreiche weitere Einstellungen möglich, jedoch können Zeit und Blende nicht von Hand festgelegt werden, was für mich eigentlich schon ein k.o.-Kriterium darstellt. Wenigstens die ISO-Stufen kann man ziemlich weit fächern, es stehen ISO 80/100/200/400/800/1600 sowie 3200 zur Verfügung. Die kürzeste Verschlusszeit, die man anwählen kann, sind 1/1000s. Die längste Verschlusszeit liegt bei 4 Sekunden, was vor allem DRI-Aufnahmen zunichte macht.
Wer aber Fan von Motivprogrammen ist, wird bei der Z1080 sicherlich seinen Spaß haben. Insgesamt stehen 37 (!) Motivprogramme zur Verfügung, unter anderem auch ein Youtube-Modus, um Videos speziell für Youtube aufzuzeichnen; hier wird die Qualität von vornherein heruntergeschraubt, um passendes Videomaterial zu erhalten.
Zu erwähnen ist noch als Besonderheit die eingebaute Leucht-Iode, die als AF-Hilfslicht und als Videoleuchte dient. Macht einen recht guten Dienst.
---------- Fotoqualität: 8 von 10 Punkten ----------
Die Bilder mit maximal 10 Megapixel Auflösung werden auf einen 1/1,75" RGB-CCD-Chip gebannt - und das aufgrund der recht großen Chipgröße (andere Hersteller setzen hier kleinere Chips ein) in guter Qualität, was das Rauschverhalten anbelangt. Bis ISO 400 sind die Bilder praktisch rauschfrei, selbst mit ISO 800 kann man noch echt gut arbeiten.
Der 3fach optische Zoom beginnt leider erst bei 38mm - das ist leider kein echter Weitwinkel mehr, was ich bei diversen Aufnahmen schmerzlich zur Kenntnis nehmen musste. Maximal kommt die Z1080 auf 114mm, was ausreichend ist. Mir persönlich würde ein 3fach Zoom nicht mehr ausreichen. Das Zoomen an sich ist dafür sehr schnell und relativ leise.
Die Lichtstärke von F/2.8 hat man leider nur im Weitwinkel; im Telebereich liegt die Lichtstärke bei schwachen F/5.1, was wirklich nicht mehr gut ist.
Die Bilder werden vor allem bei Tageslicht gut bis sehr gut. Die Schärfe sitzt meist passgenau, der Pan-Fokus leistet zudem einen überraschend guten Dienst. Bei Dämmerung kann man auch noch ansprechende Bilder erzielen, Nachtaufnahmen werden aufgrund der maximalen Belichtungszeit von 4 Sekunden eher unschön. Die Farben bei den Tageslichtaufnahmen sind frisch, fast ein wenig übersättigt. Bei hellen Flächen muss man unbedingt unterbelichten; bei weißen Blüten war ich auf -1.3 EV, dann wurden die Bilder wirklich gut, ohne großen Strukturverlust.
Makroaufnahmen, das war die Überraschung für mich. Normalerweise bin ich von den Makro-Modi der kleinen Kompaktkameras nicht wirklich angetan, aber mit der Z1080 gelangen mir überraschenderweise einige echt gute Makroaufnahmen. Dies habe ich allerdings bei besten Lichtverhältnissen getestet; wie es sich bei schlechteren Lichtverhältnissen verhält kann ich nicht beurteilen.
Die Auslöseverzögerung ist okay; nicht überragend. Ich habe aber auch schon schlechtere Kameras in dieser Sparte getestet. Auf alle Fälle dürfte es etwas schneller sein.
---------- Videoqualität: 2 von 10 Punkten ----------
Die Videos waren für mich das Minus überhaupt. Die Tonqualität ist zwar echt gut, die Bildqualität ohne Einsatz des Zooms auch okay, aber sobald man zoomt wird die Schärfe nicht reguliert. Soll heißen: Alles, was im Telebereich liegt, bleibt unscharf. Mit vollem 3fach Zoom hatte ich teilweise gefilmt und nichts scharf abbilden können, da der Fokus hier nicht mehr arbeitet; die Schärfe liegt auf unendlich im Weitwinkelbereich, aber sobald man zoomt kommt es einem Digitalzoom (also einer Ausschnittsvergrößerung) gleich. Das war wirklich enttäuschend, sodass ich nie wieder Videos mit Zoom gemacht habe.
---------- Preis: 7 von 10 Punkten ----------
Preislich liegt die Z10180 (Stand: März 2008) bei etwa 170 Euro. Wenn der Preis bei etwa 140-150 Euro angekommen ist, würde ich die Z1080 durchaus empfehlen, wenn auf Videos mit Zoom verzichtet werden kann.
Eine passende Tasche kann man schon für 15 Euro bekommen.
---------- Pro & Contra ----------
+ gutes Rauschverhalten bis ISO 800 (ISO 400 auf alle Fälle noch gut möglich)
+ einfach zu bedienen
+ schnelle Einschalt- und Ausschaltzeit
+ guter Akku
+ gute Fotoqualität
+ Lichtstark im Weitwinkelbereich
+ gute Ergebnisse im Makromodus
- relativ schlechte Videos, vor allem beim Zoomeinsatz
- kein echter Weitwinkel
- keine echte Langzeitbelichtung; 4 Sekunden sind einfach zu kurz
- Lichtschwach im Telebereich
- Auslöseverzögerung mit Mittelmaß
---------- Fazit ----------
Gesamtpunktestand: 31 von 50 möglichen Punkten
Eine Kamera mit durchaus guter Bildqualität, gutem Rauschverhalten, aber fehlendem Weitwinkel und schlechter Videoqualität. Den fehlenden optischen Sucher hatte ich jetzt nicht vermisst, jedoch sind die 38mm Anfangsbrennweite oftmals ein Ärgernis für mich gewesen.
Für etwa 150 Euro würd ich die Kamera zum Immer-dabei-haben kaufen, aber nicht für mehr.
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Hinweis: Dieser Erfahrungsbericht / Testbericht beruht auf meinen persönlichen Erfahrungen. Ich teste nicht im Labor, sondern "draußen" in der Wildnis, also ohne Testcharts und Benchmarks. Solche Tests bringen dem potentiellen Käufer in meinen Augen mehr als die meisten Standardtests, die man in so genannten "Fotomagazinen" vorfindet. Es handelt sich hier um meine eigene Meinung ohne Einflussnahme Dritter (Kamerahersteller, Shopbetreiber, "Experten").
Fazit: Noch 30 Euro günstiger, dann würd ich sie kaufen!
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