Canon PowerShot SX270 HS
Perfekte Kamera zum Immer-dabei-Haben - Canon PowerShot SX270 HS Digitalkamera

Produkttyp: Canon Digitalkameras

Neuester Testbericht: ... Auch eingefahren wird er von der Kamera selbst. Mit Blitz gemachte Bilder wurden bei mir überraschend gut. Der Blitz ist nicht zu hell, ab... mehr

Perfekte Kamera zum Immer-dabei-Haben
Canon PowerShot SX270 HS

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Produkt:

Canon PowerShot SX270 HS

Datum: 23.09.16

Bewertung:

Vorteile: Verarbeitung, Betriebsmodi, Bildqualität, Stabilisierung, Zoom, Preis

Nachteile: nichts gefunden

Seit nun über drei Jahren besitze ich die Canon PowerShot sx270 HS Digitalkamera, die bei mir Nachfolger der IXUS105 ist. Ich persönlich mache vor allem im Urlaub gerne Bilder von Landschaft, Meer und Hund. Aber auch die Filmerei ist für mich wichtig, daher habe ich damals auf eine gute Videoqualität geachtet. Da ich mittlerweile auch die Möglichkeit hatte, ein anderes Modell von Canon, die sx700, zu begutachten, möchte ich am Ende beide einmal vergleichen.

Äußeres
Ich habe die Kamera in der Farbe anthrazit gekauft und bin wirklich immer noch beeindruckt von der perfekten Verarbeitung der Kamera. Das Metallgehäuse fühlt sich wirklich sehr hochwertig an. Das gesamte Gehäuse besteht fast aus einem einzigen Teil.

Betriebsmodi
Im Betrieb stehen unzählige Betriebsmodi zur Verfügung, welche ich im Folgenden alle einmal erläutern möchte.
So gut wie immer benutze ich den Modus P. Bis auf ISO und Weißabgleich wird hier alles automatisch geregelt, wodurch im Alltag die besten Bilder entstehen. Natürlich ist in diesem Modus, wie in jedem anderen Modus auch, die Belichtungskorrektur manuell anpassbar.
Canon nennt den nächsten Betriebsmodus LIVE. Laut Hersteller ist dieser Modus besonders gut für Landschaftsaufnahmen geeignet. Ich persönlich benutze ihn immer, wenn ich schnell die Farben eines Bildes korrigieren möchte, so sind hier Helligkeit, Wärme sowie Lebendigkeit des Bildes schnell manuell einstellbar.
Der nächste Betriebsmodus nennt sich Hybrid Auto. Mit ihm kann man laut Hersteller Videotagebücher erstellen. Leider habe ich diese Funktion noch nie genutzt und kann so auch nicht darüber berichten.
Im Automatikmodus, werden, wie der Name schon sagt, alle Einstellungen automatisch getätigt. Ich benutze lieber den Modus P, mit den automatischen Einstellungen können aber auch sehr gute Bilder gemacht werden.
Im Betriebsmodus Sport werden hintereinander schnell sieben Einzelbilder geschossen, dadurch können auch schnelle Bewegungen eingefangen werden.
Der nächste Betriebsmodus trägt das Kürzel SCN. Hier kann man im Einstellungsmenü unter weiteren Modi unterscheiden. Zur Auswahl stehen "Portrait" (zur Aufnahme von schönen Portraits), "Intelligente Aufnahme" (Foto wird geschossen, sobald ein Lächeln / Blinzeln erkannt wird oder sobald ein neues Gesicht die Szene betritt), "High-Speed Serienbilder" (eigentlich das gleiche wie der Sport-Modus), "Nachtaufnahme ohne Stativ" (mehrere Bilder werden gemacht und zu einem zusammengefügt, um auch unter schlechten Lichtverhältnissen ohne Stativ annehmbare Bilder zu machen), "Unterwasser" (für gute Aufnahmen unter der Wasseroberfläche, optionales Unterwassergehäuse erhältlich), "Schnee" (für gute Aufnahmen in verschneiten Landschaften) und "Feuerwerk" (sorgt für kräftige Farben bei einem Feuerwerk.
Der nächste Betriebsmodus (7.) wird lediglich durch zwei sich überlappende Kreise dargestellt. Auch hier stehen wieder weitere Modi zur Verfügung. Hier kann man zwischen "Fischauge" (verzerrt Bild wie bei einem Fischaugenobjektiv), "Miniatureffekt" (oberer und unterer Rand (Breite einstellbar) werden unscharf dargestellt), "Spielzeugkamera" (Ecken werden abgedunkelt, auch unter Vignette bekannt), "Weichzeichner" (leichte Unschärfe im gesamten Bild), "Monochrom" (Bilder werden monochrom aufgenommen), "Farbverstärkung" (extra kräftige Farben) und "Poster" (Bilder sollen einen "Postereffekt" bekommen, ich konnte keinen Unterschied zwischen einem mit P aufgenommenen Bild erkennen, es wurde lediglich mit dem Postereffekt ein wenig dunkler) unterscheiden.
Der nächste Betriebsmodus "Diskret" ist sehr nützlich, wenn man zum Beispiel auf Veranstaltungen Bilder machen möchte. In diesem Modus werden nämlich sowohl alle Töne als auch der Blitz komplett deaktiviert.
Der nächste Modus nennt sich "Standard". Dieser ist hauptsächlich für Videos entworfen worden, da man hier zwischen allen möglichen Videoformaten wählen kann und auf dem Display direkt ein 16:9 Bild angezeigt wird. Man kann allerdings auch normale Bilder, eben im 16:9 Format, erstellen.
Die letzten drei Modi sind "M", "Av" und "Tv". Diese sind die manuellen Modi: Im ersten Modus, dem "Manuellen Modus" kann man Belichtungszeit, Blende und ISO-Wert manuell einstellen. Der Av-Modus dagegen ist für eine manuelle Anpassung der Blende, die Belichtungszeit wird automatisch eingestellt. Der Tv-Modus bietet eine manuelle Anpassung der Belichtungszeit, die Blende wird automatisch eingestellt.

Einstellungsmöglichkeiten
Abgesehen von den unterschiedlichen Betriebsmodi bietet die Kamera in einem übersichtlich gestalteten Menü weitere Einstellungsmöglichkeiten an. Positiv hierbei ist, dass das Menü nicht das gesamte Display bedeckt, so kann man das Resultat einer neuen Einstellung schnell betrachten.
Der erste Punkt im Menü nennt sich Helligkeitsmessung. Hier kann man einstellen, ob die Helligkeit anhand der gesamten Szene, anhand der Mitte des Bildes oder anhand des Rahmens des Bildes eingestellt werden soll.
Im nächsten Menüpunkt "My Colors" lassen sich die Farben des Bildes verändern. So kann man alle Farben kräftig erscheinen lassen, den Kontrast und die Sättigung mit Auswahl von "Neutral" heruntersetzen, das Bild in Sepiatönen aufnehmen, das Bild in Schwarz/Weiß aufnehmen, die Farben eines Dias nachahmen, Hauttöne aufhellen, Hauttöne abdunkeln, die Farbe Blau hervorheben, die Farbe Grün hervorheben, die Farbe Rot hervorheben oder den Kontrast manuell verändern.
Im nächsten Punkt lässt sich der Weißabgleich verändern. Hier hat man die Auswahl zwischen automatisch, sonnig, bewölkt, Kunstlicht, Leuchtstofflampen, Tageslicht-Leuchtstofflampen, Unterwasser oder manuell.
Weiterhin kann man einen ISO-Wert auswählen. Zur Auswahl stehen 80, 100, 200, 400, 800, 1600, 3200 und 6400.
Der Name des nächsten Untermenüs lautet "Blitzleistung anpassen". Wie der Name schon sagt kann man den Blitz hier heller oder dunkler machen.
Im nächsten Menüpunkt "Auslösemodus" kann man zwischen Einzelbild, Serienbilder oder Serienbilder mit Autofokus wählen.
Weiter geht es dann mit dem Bildformat. Wählen kann man hier zwischen dem Fotostandard 4:3, dem Videostandard 16:9, 3:2 oder 1:1.
Im nächsten Punkt geht es um die Bildauflösung. Hier stehen 12 Megapixel (4000x3000 Pixel, bei 4:3), 6 Megapixel (2816x2112 Pixel, bei 4:3), 2 Megapixel (1600x1200 Pixel, bei 4:3) oder nur 0,3 Megapixel (640x480 Pixel, bei 4:3) zur Verfügung.
Im nächsten Menüpunkt "Kompression" kann man weiterhin zwischen feiner oder superfeiner Bildqualität wählen. Da fein nicht ganz so viel Speicherplatz benötigt, bleibe ich persönlich hier bei superfein.
Im letzten Menüpunkt wählt man die Videoauflösung. Hier stehen 1080p30fps, 720p30fps und 480p30fps zur Verfügung. Die vom Hersteller angepriesenen 1080p60fps, 480p120fps und 240p240fps kann man nur im Videomodus auswählen (siehe Betriebsmodi).
Ansonsten stehen die genannten Einstellungen in so gut wie jedem Modus zur Verfügung.

Display
Das Display der sx270HS hat zwar nicht die beste Displayauflösung seiner Klasse, dafür ist dieses aber sehr hell. Auch ohne Displayfolie kann man das Display in jeder Situation sehr gut ablesen.

Blitz
Der Blitz wird automatisch aus der Kamera gefahren (Achtung! Nicht den Finger auf die Blitzöffnung halten!). Auch eingefahren wird er von der Kamera selbst. Mit Blitz gemachte Bilder wurden bei mir überraschend gut. Der Blitz ist nicht zu hell, aber hell genug, dass alles wichtige gut zu erkennen ist. Auf Wunsch kann man die Blitzleistung, also die Helligkeit des Blitzes, sowieso manuell anpassen (siehe Einstellungsmöglichkeiten).

Bedienung
Die Bedienung erfolgt ähnlich wie bei meinen beiden letzten Canon-Kameras. Selbst für Einsteiger ist sie selbsterklärend und übersichtlich.

Bildqualität
Für den Preis und die Größe macht die Kamera erstaunlich gute Bilder. Endlich kann ich auch von mir gemachte Bilder an die Wand hängen. Auf einer Größe von 70x50cm ist das Bild immer noch sehr scharf und schön anzusehen. Auch bei wenig Licht macht die Kamera noch wirklich gute Bilder.
Auch die Videoqualität hat mich voll und ganz überzeugt. Videos in FullHD mit 30 Bildern pro Sekunde werden scharf und flüssig, ich habe überhaupt nichts auszusetzen.

Zoom
Auch der große Zoom war einer der Gründe, wieso ich zu dieser Kamera gegriffen habe. Mit 20x optischem Zoom bekommt man auch das entfernteste Objekt gut aufs Bild. Die 40x ZoomPlus habe ich persönlich fast noch nie benutzt.

Bildstabilisierung
Die Bildstabilisierung ist überragend. Videos werden fast komplett ohne Ruckler aufgenommen. Auch Bilder aus der Hand können mit bis zu einer Belichtungszeit von ½ Sekunde problemlos aufgenommen werden.

Anschlüsse
Die Kamera bietet einen normalen SD-Karten-Slot. Zusätzlich hat die Kamera einen HDMI- und einen USB-Anschluss. Über letzteren kann man auch das analoge Videosignal abgreifen.

Fokussierung
Bei der Fokussierung stehen die Modi "Normal", "Makro" oder "Manuell" zur Verfügung. Besonders gut gefällt mir hier der manuelle Modus, hier kann man genau mit dem Drehrad anpassen, was fokussiert werden soll. Eine Vergrößerung der Bildmitte hilft dabei noch.

Akkulaufzeit / Ladezeit
Die Akkulaufzeit ist auch sehr gut. Gut 500 Bilder konnte ich mit einem Akku schießen. Bei Videos ist die Akkulaufzeit dagegen ist weniger gut. Für kurze Videos reicht die Laufzeit aber allemal. Wenn man bei den Videos nicht zoomt, erhöht man die Akkulaufzeit außerdem noch einmal enorm.
Die Ladezeit ist auch in Ordnung, gut eine Stunde braucht ein Akku, um wieder voll aufgeladen zu werden.

Sturzresistenz
Durch das Aluminiumgehäuse ist die Kamera auch sehr stabil. Bei einem unfreiwilligen Sturz von einem Meter Höhe auf Asphaltboden hat die Kamera lediglich einen kleinen Kratzer abbekommen.

Zubehör
Als Zubehör steht unter anderem eine externe Stromversorgung zur Verfügung. Dabei wird aus dem Akkuschacht ein Kabel herausgeführt und an dieses an der Steckdose angeschlossen.

Vergleich mit Canon PowerShot sx700
Ein ähnlich teures Modell von Canon, die PowerShot sx700, ist sogar noch etwas besser als die sx270HS Kamera. Sie bietet 30x optischen Zoom, 16 Megapixel, einen verbesserten Blitz, WLAN, NFC und ein besseres Display.

Fazit
Die Canon PowerShot sx270HS ist die perfekte Kamera für jeden Hobbyfotograf, der zusätzlich noch kleine Videos in guter Qualität machen möchte. Mittlerweile gibt es natürlich wieder einen Nachfolger, die sx620HS Kamera, die wahrscheinlich alles noch ein bisschen besser kann. Die Kamera ist auf jeden Fall in allen Belangen zu empfehlen!

Fazit: Uneingeschränkte Empfehlung für alle Hobby-Fotografen!

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Ausstattung:    
Bildqualität:    
Akkulaufzeit: