Canon Powershot A610
Schwergewicht für Experimentierer - Canon Powershot A610 Digitalkamera

Erhältlich in: 1 Shop

Produkttyp: Canon Digitalkameras

Neuester Testbericht: ... Canon ist nach dem Einschalten nach nur 1s(!) betriebsbereit. Rattenschnell, wie ich finde... uns was sonst noch? Die Powershot -A6... mehr

Schwergewicht für Experimentierer
Canon Powershot A610

batchman67

Name des Mitglieds: batchman67

Produkt:

Canon Powershot A610

Datum: 30.04.06

Bewertung:

Vorteile: schwenkbares Display, viele Einstellmöglichkeiten, exzellente Videos

Nachteile: schwer, lapprige Connector-Abdeckung

Nachdem meine betagte Ricoh-Caplio RR30 den Geist aufgegeben hat, habe ich mich nach einer
anderen Cam umgesehen. Mein persönliches Limit war möglichst viel Einstellungsmöglichkeiten,
SD-Karten und 250 Euro.
Die Wahl fiel schnell auf die Powershot-A610, die ansonsten identische 5MP-Variante des 7MP-Modells A620.

Verarbeitung
Über die Verarbeitung gibt es, wie in vielen Foren zu lesen, bis auf einen "Konstruktionsfehler"
nix zu mecken: Die Abdeckung der Steckverbindungen besteht aus dünnem lackierten Gummi
mit dünnen Gummischarnieren. Hat man die Trageschlaufe dran, verklemmt sich der
Gummideckel beim Öffnen mit der Schlaufe, irgendwann soll laut Erfahrungsberichten der Gummideckel
die Flügel strecken. Das wärs eigentlich schon zur Verarbeitung.

Zuverlässigkeit
Ich habe die Cam erst zwei Monate, bisher hat sie mich noch nicht im Stich gelassen.

Bedienung
Auf Grund der vielfältigen Einstellmöglichkeiten gibt es auch ein sehr reichhaltiges
Menü. Einige Funktionen wählt man mit der Menü-Taste, andere mit "Func-Set". Wenn
man etwas nicht alltägliches sucht, landet man deshalb oft in der falschen Ecke.
Die Powershot liegt sehr gut in der Hand, und läßt sich ebenso auch gut mit einer
bedienen. Mit etwas Übung brauchts dazu nur Zeigefinger und Daumen um alles(!)
zu bedienen.

Ausstattung
Am auffälligsten ist das unübliche und schwenkbare Display. Spätestens bei Selbstportaits
mit der Cam auf einer Brüstung, Brückengeländer oder einer Absperrung lernt man
das nach fast allen Seiten schwenkbare Display zu schätzen. Auch bei Aufnahmen über Kopf
oder am Boden will man das Display nicht mehr missen. Der Blitz ist bei Nahaufnahmen
um 1m etwas zu hell, das Dimmen nützt wenig. Abhilfe schafft mehr Abstand und heranzoomen,
falls möglich. Der Bequeme kann aus 20 Motivprogrammen eine passende Automatik, oder eine
Vollautomatik wählen.
Der Abenteuerer kann mit Blende, Zeit (bis 15s), Fokus, Blitz oder Belichtung beliebig kombiniert oder
einzeln rumspielen. Für das manuelle Scharfstellen (ab 1cm) kann an eine "Fokuslinse" einbenden.
Hier wird die Bildmitte digital aufgezoomt, sodas man sehr gut die Schärfe einstellen kann.
Der Fokus hat neben Spot oder Integralmessung auch eine Mehrfeldmessung bis zu 9 Felder.
Welche der Felder er als scharf ansieht, markiert er vor dem Auslösen mit einem grünen Rahmen.
Die Serienbildfunktion schaufelt 2,4Bilder/s in den Speicher
(übrigens der einzige Vorteil gegenüber der A620, die wegen ihrer 7MP nur 1,9 Bilder schafft)

Bildqualität
Die Videofunktion ist mit bis zu 640x480 und 30 Bilder/s exzellent und ruckelfrei. Nur der Speicher begrenzt
die Einzel- und Gesamtlänge. Allerdings zeichnet die Powershot mit großzügigen 16Mbit/s auf, ein 10s-Spot
belegt etwa 22MB Speicher. Auf eine 1GB-Karte passen somit gerade mal 8min Film.
Die Fotoqualität finde ich einwandfrei, selbst bei 15s-Nachtaufnahmen gehören Hot Pixels wie bei meiner alten
Ricoh der Vergangenheit an.
Die Canon ist nach dem Einschalten nach nur 1s(!) betriebsbereit. Rattenschnell, wie ich finde...

uns was sonst noch?
Die Powershot -A610 ist mit rund 250g nicht gerade ein Leichtgewicht. Dafür halten die vier Mignons
recht lange. Die Low-Bat-Anzeige finde ich zu knapp bemessen, bis die Canon den Betrieb einstellt,
deswegen sollte man unbedingt immer einen Satz Ersatzakkus mitführen. Zusammen in der Tragetasche hat
man mit der Canon und 8 Akkus allerdings gut 500g am Gürtel hängen :-(

Fazit:
Wer keine Digiknipse für die Hemdtasche sucht, hat mit der Canon-Powershot A610 eine Kamera
mit vielen kreativen Möglichkeiten, die ihre 239 Euro (2/06) auf alle Fälle wert ist.

Fazit: günstige und experimentierfreudige Alternative zu einer teureren SLR

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Ausstattung:    
Bildqualität:    
Akkulaufzeit: