Canon EOS 1000D
Digitaler Fotospaß zum Einstiegspreis: Canon EOS 1000d - Canon EOS 1000D Digitalkamera

Erhältlich in: 4 Shops

Produkttyp: Canon Digitalkameras

Neuester Testbericht: ... welche man extern dazu kaufen muss. Allerdings gibt es nicht nur Objektive von Canon, sondern auch von Drittherstellern (SIGMA und ähnlic... mehr

Digitaler Fotospaß zum Einstiegspreis: Canon EOS 1000d
Canon EOS 1000D

kelaino

Name des Mitglieds: kelaino

Produkt:

Canon EOS 1000D

Datum: 17.09.10

Bewertung:

Vorteile: Einfache Handhabung, tolle Fotos, viele Möglichkeiten, großer Spaßfaktor

Nachteile: Etwas kleiner Monitor

Ich will hier nicht mit technischen Einzelheiten loslegen, die kann man auf entsprechenden Seiten nachlesen und davon habe ich eh keine Ahnung, denn ich will fotografieren, keinen Computerkurs abhalten - obwohl ich den erst belegen müsste ;) Darum meine Erfahrungen mit der Canon EOS 1000d.

Mein erster Eindruck beim Auspacken war zunächst ehrlich gesagt Ernüchterung. Ich habe eine Canon T90, für mich immer noch die beste Kamera, die Canon jemals gebaut hat, und diese Kamera wirkt dagegen wie ein Kinderspielzeug aus ziemlich viel Plastik. Allerdings ein Kinderspielzeug, das eine Menge auf dem Kasten hat ;)

Die zweite Ernüchterung war, dass ich zwar die Bedienungsanleitung und die CD in mehrfacher Ausführung im Karton hatte, aber leider keine Speicherkarte. Ich habe mir nur den Body gekauft, da ich bereits EF-Objektive hatte, darum weiß ich nicht, ob das beim Kit (Body + Objektiv) anders ist, ich fand es allerdings schon enttäuschend, denn so eine Speicherkarte kostet nicht die Welt und in der Preislage sollte sie zur Kamera dazu gelegt werden, damit man gleich loslegen kann. Bei der Produktbeschreibung hatte ich leider übersehen, dass sie nicht dabei ist, darum habe ich zunächst die alte Speicherkarte aus unserer Canon-Kompaktkamera verwendet - die wurde nämlich mit Speicherkarte geliefert! Allerdings hatte die Karte ihre besten Tage auch schon gesehen, darum wurde ich auch bald mit dem allseits beliebten "Err 99" konfrontiert, dem Schrecken aller Besitzer einer DSLR von Canon, der von "Objektiv nicht richtig aufgesetzt" bis zum Exitus der Kamera alles bedeuten kann. Zum Glück bezog sich der bei mir nur auf die Speicherkarte, seit ich eine neue in der Kamera habe, ist Ruhe - toitoitoi!!

Nun aber zum Positiven und davon gibt es eine Menge. Die Canon EOS 1000d ist die perfekte Kamera für Anfänger aber auch ambitionierte Hobbyfotografen. Sie ist wie erwähnt etwas mickerig, was bei lichtstärkeren Objektiven im Großformat dann schon seltsam aussieht und für das Handling auch nicht ganz so toll ist, aber es ist auch durchaus von Vorteil, wenn man mit ihr durch die Landschaft streift. Welche Möglichkeiten allein schon dieses Mini-Modell aus der EOS-Reihe bietet, zeigt die Tatsache, dass das Bedienungshandbuch wie heute üblich Taschenbuchformat hat. Ich habe die Kamera jetzt seit einem halben Jahr und habe mich immer noch nicht durch alles durchgearbeitet ;)

Das ist aber auch nicht unbedingt sofort notwendig, denn die Kamera bietet die üblichen Standardprogramme, damit man gleich losfotografieren kann, mit vorgegebenen Einstellungskombinationen z.B. für Portrait-, Landschafts- oder Sportaufnahmen. Dazu gibt es dann noch sozusagen die absolute Vollautomatik sowie auch die sehr empfehlenswerten Blenden- und Belichtungszeitautomatiken. Neu - für mich - ist eine Tiefenschärfeautomatik. Im Gegensatz zu analogen Kameras gibt es bei den digitalen die Möglichkeit, diese Standardprogramme nach den eigenen Wünschen zu verändern.

Die Bedienung der Canon EOS 1000d ist grundsätzlich kinderleicht und wenn man schon eine andere Canon in den Händen hatte, wirklich kein Problem. Die wichtigsten Funktionen befinden sich oben rechts auf der Kamera: "Powerschalter" mit dem man die Kamera an- oder ausschaltet sowie das Modus-Wahlrad. Man muss also nur ein Belichtungsprogramm wählen, das Objektiv auf Autofokus stellen und dann kann es eigentlich schon losgehen mit den ersten Versuchen. Wenn man auf Blenden- oder Zeitautomatik wechseln möchte, findet sich dort auch das sog. Hauptwahlrad, mit dem man Blende bzw. Belichtungszeit variieren kann. Der Auslöser liegt passend vorne rechts, ist also bequem zu erreichen und die Kamera liegt gut und ausgewogen in der Hand.

Die Rückwand der Canon EOS 1000d ist ehr zurückhaltend und übersichtlich gestaltet. Der Monitor ist aufgrund der geringen Größe der Kamera leider etwas klein, aber ausreichend. Die Funktionstasten bieten alles, was man beim fotografieren braucht und sind durchdacht strukturiert. Die ganzen Möglichkeiten, die diese Kamera bietet, muss man sich dann, wie erwähnt, in Ruhe zu Gemüte führen. Es sind eine ganze Menge, ob man die wirklich alle braucht, sei dahin gestellt, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Power kriegt die EOS 1000d über einen Akku, der relativ lange vorhält, zumindest jetzt noch. Ich fürchte allerdings, dass er auf Dauer ein Schwachpunkt sein könnte, denn ich habe schlechte Erfahrung mit der Lebensdauer von Akkus gemacht.

Die Übertragung der gemachten Fotos auf den Computer ist wiederum kinderleicht, die Installation der mitgelieferten Software auch. Man schließt einfach die Kamera mit dem mitgelieferten Kabel an den Rechner an, schaltet sie ein, wird darüber informiert, dass die Kamera nun "busy" also beschäftigt ist und schupps, sind die Fotos im nächsten Moment auch schon auf dem Computer und können bearbeitet werden. Das ist für mich der größte Vorteil, den die digitale Fotografie zu bieten hat, die technischen Spielereien sind daneben zweitrangig und größtenteils etwas für Computerfreaks. Man sieht sofort, was man fotografiert hat, man kann es selbst mit geringen Computerkenntnissen bearbeiten und es ist eine Menge möglich, was in analogen Zeiten umfangreichere Kenntnisse in den Geheimnissen der Dunkelkammerarbeit erfordert hätte. Das Ganze hat zwar leider den Haken, dass bislang die digitalen Prints qualitativ und von der Haltbarkeit Abzügen von Negativ- oder Umkehrfilm noch hinterher hinken, aber vielleicht ändert sich das ja bald. Die Fotoergebnisse sind auf jeden Fall klasse und stehen teureren Verwandten aus der EOS-Familie in nichts nach.

In meinem Erfahrungsbericht mag dem einen oder anderen jetzt ein Menge Technik-Blabla gefehlt haben, das kann ich nicht ändern, ich bin Hobbyfotografin, kein Technikfreak. Darum komme ich zu meinem Fazit und das lautet, dass ich mit der Canon EOS 1000d rundum zufrieden bin und sie keinen Augenblick missen möchte. Ich war lange am zweifeln, ob sich die Anschaffung einer DSLR lohnen würde, da ich eine komplette analoge Ausrüstung mit tollen FD-Objektiven habe und für die digitale Fotografie eine Canon-Kompaktkamera. Aber die Ergebnisse der Kompaktkamera sind eben doch nicht mit dem Möglichkeiten einer SLR zu vergleichen, man sieht die Unterschiede bei den Fotos deutlich.

Die ganzen technischen Spielereien, die die digitalen Kameras zu bieten haben, finde ich faszinierend und ich bin immer noch dabei, sie zu entdecken, aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich meist schlicht und einfach wie zu guten alten Analog-Zeiten mit Blenden- oder Zeitautomatik fotografiere und meistens sogar den Autofokus ausschalte. Wer das noch nie getan hat, es ist einen Versuch wert, denn auch im digitalen Fotozeitalter ist es immer noch der Mensch, der fotografieren muss, der das Motiv auswählt, das er auf eine bestimmte Art und Weise festhalten will. Das kann und soll eine Kamera niemals allein und oft genug fällt das Ergebnis, wenn man die Kamera alles automatisch entscheiden lässt, ganz anders aus, als wenn man als Fotograf das Kommando übernimmt. Die Grundregeln der Fotografie, was Blende und Belichtungszeit angeht und deren Variationsmöglichkeiten, gelten nämlich auch für digitale SLR ;) Zum Glück bieten aber die Kameras die Möglichkeit, back to the roots zu gehen und die Automatik auszuschalten.

Als Fazit kann ich sagen, dass gerade im Anbetracht des Preises die Canon EOS 1000d unschlagbar ist und wer einfach nur tolle Fotos machen will, sei es als Anfänger oder als fortgeschrittener Hobbyfotograf, der ist mit ihr sicher gut bedient.

Fazit: Preisgünstiger Einstieg in die digitale Fotografie

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Ausstattung:    
Bildqualität:    
Akkulaufzeit: