Canon Digital Ixus II
KLEIN ABER FEIN.... - Canon Digital Ixus II Digitalkamera

Erhältlich in: 3 Shops

Produkttyp: Canon Digitalkameras

Neuester Testbericht: ... auf der mitgelieferten Software-CD-ROM befinden sich jedoch noch weitere. Doch nicht nur die Töne lassen sich voreinstellen. Auch das Bild,... mehr

KLEIN ABER FEIN....
Canon Digital Ixus II

WebmasterD

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Produkt:

Canon Digital Ixus II

Datum: 22.09.03, geändert am 29.06.04 (1095 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: sehr klein, sehr schön, sehr schnell betriebsbereit, schnelles Auslösen, gestochen scharfes LCD-Display + Bilder / übersichtliches Menü

Nachteile: keine Fototasche, SD-Karte mit 16MB sehr klein

Nun war es also so weit. Als Hobby-Fotograf und Verfechter der "analogen" Fotografie hatte ich mich nach reiflicher Überlegung dazu entschlossen, mir eine digitale Kamera zuzulegen, denn der häufige Weg zum Fotoentwickler, um die Fotos für die bei ebay zu verkaufenden Artikel abzuholen, wurde lästig und geht ins Geld.
Und auch der Platz im Wohnzimmerschrank, in dem sich die unzähligen Fotoalben und "Lose-Foto-Sammlungen" mittlerweile stapeln, wurde knapp.
Was lag also näher, als die Anschaffung einer Digital-Kamera, um die Bilder fortan direkt in den PC zu laden, um sie von dort aus auf CD zu archivieren?
Doch welche Kamera sollte es sein?
Neben der Fähigkeit, Schnappschüsse mit Ihr aufnehmen zu können, sollte sie einfach in der Bedienung sein, dennoch manuelle Einstellmöglichkeiten besitzen, nicht zu groß und vom Design ansprechend sein. 3 Mio. Pixel waren das Minimum.
Wie es der Zufall so wollte, hatte sich mein Arbeitskollege vor wenigen Wochen eine Pentax Optio 330 RS zugelegt. Zwar verfügt diese Kamera über einen 3-fach Zoom und auch über die von mir gewünschten 3,2 Mio. Pixel, doch hielt mich ein Schwachpunkt der Kamera sofort vom Kauf ab: die Auslöseverzögerung!
Für passionierte Fotografen von Stillleben und Faultieren sicherlich kein Problem, für alle anderen ist dies aus meiner Sicht aber doch ein großes Manko. Nachdem der Autofokus der Pentax das Motiv nämlich scharf gestellt hat, vergeht vom Drücken des Auslösers bis zum fertigen Bild noch knapp 1 Sekunde, in der das Motiv weiterhin fixiert bleiben muß und sich möglichst nicht bewegen darf. Ein Schnappschuss ist somit fast ausgeschlossen.
Mein nächster Kandidat war eine Canon Digital Ixus. Hierbei schied die V2 aufgrund ihrer geringen Auflösung von "nur" 2 Mio. Pixeln aus.
Die V3 hingegen war von Ihrer Ausstattung her das, was ich mir mir so vorgestellt hatte. Jedoch arbeitet die V3 mit einer Compact Flash Karte als Speichermedium. Das ist i
m Grunde kein Nachteil, doch bei der weiteren Internet-Recherche bin ich auf die Canon Digital Ixus II gestoßen, den Nachfolger der V3. Sie bietet die gleichen Ausstattungsmerkmale wie die V3, arbeitet aber mit einer SD-Karte, wovon ich noch eine mit 128 MB besaß.

Also habe ich die Ixus II etwas näher unter die Lupe genommen. Nachstehend die Ausstattungsmerkmale:

Bildsensor: 1/2.7", 3.2 MPixel
max. effektive Bildfläche: 2.048 x 1.536 Pixel
Empfindlichkeit: Automatisch, ISO 50, 100, 200 und 400 manuell
Farbtiefe: 24 Bit intern
Bildprozessor: DIGIC-Bildprozessor
Aufnahmequalität: Hoch: 2.048 x 1.536 Pixel
Mittel 1: 1.600 x 1.200 Pixel
Mittel 2: 1024 x 768 Pixel
Klein: 640 x 480 Pixel
Movie: 15 Bilder pro Sekunde bei 640 x 480 Pixel
Sucher: optischer Zoom-Sucher
LCD-Monitor: Sucher und Wiedergabefunktion
1,5" Low-Temperature-Polysilikon-LCD (117.600 Pixel) mit
LED-Beleuchtung
Brennweite: 5,4 - 10,8 mm (35 - 70 mm äquivalent zu Kleinbild)
Lichtstärke: F 2,8-3,9
Objektivaufbau: 6 Linsen in 6 Gruppen, davon 3 asphärisch
Entfernungseinstellung: TTL Ai Autofokus mit 9 Messfeldern /
TTL-Autofokus mit Autofokus-Messwertspeicher
Aufnahmedistanz: Makro: 10 cm (W) / 23 cm (T) - 47 cm
Normal: 47 cm - unendlich

Digitalzoom: 3,2-fach (stufenlos)
Verschlußtyp: Mechanischer und elektonischer Verschluß
Verschlußzeiten: 15s - 1/1500 sek.
Besonderheit: Verschlusszeiten von 1s ? 15s sind im manuellen Modus einstellbar
Automatische Rauschreduktion ab 1,3s
Meßsystem:
TTL-Belichtungsmessung
Messmethoden: Mehrfeldmessung (verknüpft mit Autofokuspunkt), mittenbetont
Integral, Spotmessung
Belichtungssteuerung: Programmautomatik, Manuell
Weißabgleich: Automatisch
Voreinstellungen: Tageslicht, wolkig, Kunstlicht, Leuchtstoffröhren, Leuchtstoffröhre H für hohe Farbtemperatur, Manueller Weißabgleich
Belichtungskorrektur: +/- 2 Blenden in 1/3 Stufen
Aufnahmemodi: Automatik, Manuell, Makro, Unendlichfunktion für
Landschaftsaufnahmen, Panorama- Assistent, Movie
Farbeffekte: Kräftig, neutral, gering schärfen, Sepia, Schwarz & Weiß
Blitz intern Modi: Auto, An, Aus, Anti-Rote-Augen-Modus, Langzeitsynchronisation (Verschlußzeit 1 sek.)
Blitzbereich: 0.47 - 3.0 m (Weitwinkel), 0.47 - 2.0 m (Tele)
Speichermedien: SD Card (16MB im Lieferumfang)
Qualitätsstufen: Super-Fein, Fein, Normal
Bildkapazität bei 16 MB und max. Auflösung 2.048 x 1.536 Pixel:
ca. 8 Bilder im Super Fein-Modus,
ca. 16 Bilder im Fein-Modus
ca. 32 Bilder im Normal-Modus
Serienaufnahme max. 2,2 Bilder pro Sekunde bei max. 12 Aufnahmen in Folge (2.048 x 1.536) Pixel/ Fein-Modus ohne Zuschaltung LCD- Monitor)

Besonderheiten My-Camera Modus:
- Intelligenter Orientierungssensor
- Intelligente Motivanalyse iSAPS
- Tonaufnahme bis max. 60s zu jedem Bild
- Eingebauter Lautsprecher
- Wiedergabelupe ca. 2x-10x
- Histogramm-Anzeige bei Bildwiedergabe
- DPOF Markierung-Digital Print Order Format Markierung
- Selbstauslöser
- Interface USB (PTP)
- Audio/Video-Out (PAL oder NTSC)
- Unterstützte Betriebssysteme Windows 98/ME/2000/XP
- Apple Macintosh OS 8.1 bis 9.2 und 10.1
- Stromversorgung Lithium-Ionen Akku NB3L und Ladegerät im Lieferumfang
- Stromverbrauch Lithium Ionen Akku (Lieferumfang)
- 420 Aufnahmen ohne
LCD / 170 Aufnahmen mit LCD
- 130 Minuten Playback
- Abmessungen (B x H x T) ca. 85,0 x 23,9 x 56,0mm (BxTxH)
- Gewicht ca. 165g ohne Akku und Speicherkarte

Lieferumfang Hardware Digital IXUS II
- 16 MB SD-Karte
- Lithium-Ionen Akku (NB-3L)
- Akku-Ladegerät
- USB-Verbindungskabel
- Videokabel
- Trageriemen

Ich weiß, das ist ziemlich viel technische Information auf einmal, aber ich dachte mir, dass es den Freak unter den Lesern vielleicht interessiert. Und da jeder die Schwerpunkte für seine Kaufentscheidung anders setzt, habe ich die Herstellerangaben hier kurz übernommen.

DAS GEHÄUSE - DER MY-CAMERA-MODUS

Die Ixus II ist wie gesagt der Nachfolger der V3 und in ihrem Abmessungen nochmals um ca. 15 Zentimeter geschrumpft. Das Gehäuse besteht aus Aluminium und ist rundherum kompakt und sehr solide verarbeitet. Die Kamera liegt gut in der Hand, hat mit ihren jetzigen Abmessungen aber wohl das untere Ende der Skala erreicht. Wäre sie noch kleiner, träten wohl die ersten Handlingsprobleme auf, die es in Ansätzen heute schon gibt. Denn die Ixus II verfügt, wie diverse Kameras anderer Hersteller auch, zwar über einen optischen Sucher, sowie über ein LCD-Display, bei der Verwendung des optischen Suchers stellt man aber fest, dass die Nase allzu hässliche Spuren auf dem LCD-Display hinterläßt und das nicht nur bei Typen mit unreiner Haut und einem Riechorgan à la Walther Matthau.
Das Objektiv wird bei ausgeschalteter Kamera und im Wiedergabe-Modus vollständig im Gehäuse versenkt, so dass das Beschädigungspotential auf ein Minimum reduziert wird.
Alles in allem kann man sagen, dass diejenigen, die Wert auf ein anspruchsvolles Design ihrer Kamera legen, mit der Ixus II voll auf ihre Kosten kommen.

Die Ixus II verfügt über einen integrierten Lautsprecher, über den nicht nur Kamerageräusche abgespielt werden, sondern auch der Ton bei Aufnahme kurzer Videosequenzen.
Kamerageräusche?
Ja, Sie haben schon richtig gelesen, denn die Ixus II verfügt über einen sogenannten "My-Camera-Modus". Hier lassen sich Geräusche/Tonfolgen definieren, die beim Drücken des Auslösers, beim Blättern durch die Menupünkte, beim Verwenden des Selbstauslösers und beim Einschalten der Kamera ertönen. Dabei können Sie die Geräusche entweder nach Themen aussuchen (standardmäßig Science Fiction und Natur) oder aber den Aktionen (Auslöser, Selbstauslöser etc.) einzelne Töne zuordnen.
In der Kamera befinden sich hierzu o.g. vordefinierte Themen, auf der mitgelieferten Software-CD-ROM befinden sich jedoch noch weitere.
Doch nicht nur die Töne lassen sich voreinstellen. Auch das Bild, das beim Einschalten der Kamera erscheint. Hierbei kann man zwischen vorhandenen "Canon-Bildern" wählen oder aber ein auf der SD-Card befindliches Foto verwenden.
Ich gebe zu, das alles ist ein bißchen Spielerei und hat keinen Einfluß auf den eigentlichen Sinn der Kamera: das Fotografieren. Spaß macht es aber trotzdem.

DAS FOTOGRAFIEREN - BELICHTUNGSZEITEN - BLENDEN - AUTOFOKUS

Bei meiner "analogen" Kamera handelt es sich um eine Spiegelreflex-Kamera der Marke Minolta, die, wie fast alle Spiegelreflexkameras, einige Einstellmöglichkeiten im Hinblick auf Blenden und Belichtungszeiten bietet.
Wer bei seiner Kaufentscheidung für eine digitale Kamera diese Einstelloptionen als kritisches Kaufkriterium gesetzt hat, ist bei der Ixus II leider falsch aufgehoben, denn sie bietet nur geringe Einflussmöglichkeiten auf die Wahl der Blende bzw. Belichtung.

Die Wahl der Empfindlichkeit: was der Benutzer herkömmlicher Kameras schon beim Kauf des Films beachten muss, nämlich die Wahl der Film-Empfindlichkeit, läßt sich bei der Ixus II über die Menu-Option ISO-Wert einstellen. Hier stehen die Werte "Automatisch", "50", "100", "200" und "400" zur Verfügung, was für den Laien ungefähr soviel b
edeutet wie: je dunkler die Umgebung/das Motiv, desto höher der ISO-Wert. Jedoch sollte man nicht vergessen, dass mit steigender ISO-Zahl auch die Körnung zunimmt.

Die Belichtungskorrektur: die Ixus II ermittelt, soweit eingestellt, immer die optimale Belichtung für das fokussierte Motiv. Falls gewünscht, läßt sich die Belichtung aber auch noch korrigieren, so dass der automatisch ermittelte Wert wiederum automatisch um den eingestellten Wert nach oben bzw. nach unten korrigiert wird. Und zwar um +/- 2 Blenden in 1/3 Stufen.

Die Belichtungszeiten: die Belichtungszeiten der Kamera liegen zwischen 1/1500 und 15 Sekunden, jedoch lassen sich lediglich die Belichtungszeiten zwischen 1 und 15 Sekunden manuell auswählen. Zeiten unterhalb 1 Sekunde werden von der Kamera automatisch eingestellt und können nicht manuell gewählt werden.
Darüber bietet die Ixus II die Möglichkeit, Serienfotos anzufertigen. Bei ausgeschaltetem LCD-Display bringt es die Ixus dabei immerhin auf 2 Bilder pro Sekunde.

Der Autofokus: der Autofokus arbeitet schnell und präzise. Hierbei kann man voreinstellen, in welchem Modus die Kamera den Fokus erhalten soll. Entweder über Mehrfeldmessung (verknüpft mit Autofokuspunkt), mittenbetont, Integral oder Spotmessung. Je nach Wahl fokussiert die Kamera auf mehrere Objekte und stellt den hierfür optimalen Wert ein, oder aber sie beschränkt sich lediglich auf ein Objekt, das sich zudem nicht in der Mitte des Bildes befinden muß.
Dafür sorgt die von Canon verwendete Artificial Intelligence AF-Technik. Sie erkennt das Hauptmotiv auch dann, wenn es nicht in der Bildmitte liegt. Bei schlechten Lichtverhältnissen wird der AF noch durch ein AF-Hilfslicht, das der Kamera-Elektronik beim Scharfstellen hilft, unterstützt..
Außerdem verfügt die Ixus II über einen Autofokus-Messwertspeicher. Das bedeutet, dass ein einmal ermittelter Autofokus auf ein anderes Objekt übertragen werden kann. Beispiel: sie möchten ein Motiv fotografie
ren, das von seiner Art und Umgebung so gelegen ist, dass die Kamera keinen Autofokus durchführen kann (bei Objekten mit wenig Kontrast ist dies beispielsweise der Fall). Während man bei einer Spiegelreflexkamera den Fokus auch manuell durchführen kann, muss man sich bei der Ixus II eines anderen Tricks bedienen, indem man sich den Autofokus von einem anderen Motiv holt, das sich in etwa in gleicher Entfernung befindet, wie das eigentliche Zielobjekt. Bei halb gedrückter Auslösetaste speichert die Kamera die Autofokusinformation. Nun richtet man die Kamera auf das eigentliche Motiv und drückt den Auslöser ganz durch. Dieses Vorgehen funktioniert im übrigen nicht nur beim Autofokus, sondern auch bei der Belichtung.

DER AUTOMATISCHE WEISSABGLEICH

Die Ixus II verfügt beim Weissabgleich über sieben Einstellungen: automatisch, Tageslicht, wolkig, Kunstlicht, Leuchtstoff, Leuchtstoff H und manuell.
Doch was ist der automatische Weissabgleich überhaupt?? Nun Digital-Kameras ermitteln die Farbwerte der Aufnahmen anhand einer Referenzfarbe (Weiß), d.h. alle übrigen Farben werden mit "Weiß" ins Verhältnis gesetzt. Doch nun ist Weiß, je nach Umgebung, nicht immer Weiß. Unter Leuchtstoffröhren bekommt es einen bläulichen Schimmer, bei Kunstlicht u.U. einen rötlichen und bei Bewölkung einen etwas gräuliches Aussehen usw. Um die Natürlichkeit der Farben jedoch zu erhalten und einen etwaigen Blaustich zu entfernen, können die Farben über die Einstellung des Weißabgleichs korrigiert werden. Hier wiederum anhand von o.g. Programmen oder aber manuell, indem man den Weißabgleich vor der eigentliche Aufnahme anhand einer weißen Fläche vornimmt.

AKKU UND SPEICHERMEDIUM

Die Ixus II verfügt über einen Lithium-Ionen-Akku, mit dem 420 Aufnahmen ohne LCD / 170 Aufnahmen mit LCD gemacht werden können (natürlich auch in Abhängigkeit mit dem eingesetzen Speichermedium). Der Akku bietet alle Vorteile eines Lithium-Ionen-Akkus (sehr geringer Memo
ry-Effekt, hohe Anzahl möglicher Ladevorgänge) und ist nach ca. 130 Minuten vollständig geladen.

Desweiteren befindet sich eine 16 MB-SD-Karte im Lieferumfang, die jedoch bei höchster Auflösung lediglich Platz für 8 Aufnahmen bietet. Hier ist der Kauf einer SD-Karte mit mehr Speicherkapazität also dringend anzuraten.
Nebenbei bemerkt: bei meiner Recherche zur Ixus II bin ich in mehreren Foren auf das Problem von Fehlermeldungen in der Kamera bei gewissen Speichermedien gestoßen. Insbesondere gab es wohl Probleme bei SD-Karten verschiedenster Hersteller mit einer Größe von 256 MB aufwärts. Die Probleme sind seinerzeit weltweit aufgetreten und Canon hat nun nachgebessert, indem es eine neue Softwareversion zur Verfügung gestellt hat (Version in der Kamera 1.0.xx --> neue Version 2.0.xx). Das Update kann bei Canon heruntergeladen und gemäß Anweisung in die Kamera eingespielt werden. Hiernach sollen die Probleme behoben sein.
Ich selbst benutze eine 128 MB-Karte von Hama und hatte bislang keine Probleme.

FARBEFFEKTE UND BLITZ

Die Ixus II verfügt noch über Einstellmöglichkeiten hinsichtlich der Farbeffekte. Über die Optionen: kräftig, neutral, gering schärfen, sepia und schwarz-weiß können schon vorab bestimmte Effekte hinsichtlich Farbe und Kontrast ausgewählt werden. Ich persönlich nehme diese Änderungen lieber später mittels eines Bildbearbeitungsprogramms vor (wenn überhaupt).

Beim Blitz gibt Canon eine Reichweite von 0.47 - 3.0 m (Weitwinkel) und 0.47 - 2.0 m (Tele) an. Meine persönliche Erfahrung ist, dass der Blitz weit über diesen Bereich hinaus geht und auch Motive in fünf Meter Entfernung noch sehr gut ausleuchtet. Hier überrascht der kleine Blitz wirklich sehr positiv.
Er läßt sich über insgesamt fünf Modi schalten: Auto, An, Aus, Anti-Rote-Augen-Modus und Langzeitsynchronisation. Die Langzeitsynchronisation bietet die Möglichkeit, das Motiv speziell bei Nachtaufnahmen so auszuleuchten, dass auch der Hintergrun
d noch zur Geltung kommt und das Motiv nicht so wirkt, als wäre es von einem schwarzen Loch umgeben.

DIE MENÜFÜHRUNG

Die Menuführung ist einfach und übersichtlich und läßt sich intuitiv bedienen. Jeder, der sich schon einmal etwas näher mit der Fotografie befaßt hat, wird sich schnell zurecht finden und das Handbuch bald zur Seite legen.
Wird die Menü-Taste gedrückt, erscheint je nach Kamerastatus das Aufnahme- oder Wiedergabe-Menü mit allen verfügbaren Einstellmöglichkeiten im Display. Über die Funktionstaste lassen sich sämtliche allgemeinen Kameraeinstellungen aufrufen. Über den auf der Rückseite angebrachten Vier-Punkt-Wählknopf navigiert man dann zu den verschiedenen Menüpunkten.
Erleichtert wird die Bedienung durch die Anordnung aller im Menü verfügbaren Funktionen auf einen Blick.
Noch angenehmer wird das Fotografieren durch die zahlreichen Funktionen, die sich direkt über den Vier-Punkt-Wahlknopf aufrufen lassen: Art der Autofokusmessung, Selbstauslöser, Serienbildfunktion, Blitzmodus.
Sind die Einstellungen einmal vorgenommen, bleiben diese bis zum nächsten Einschalten in der Kamera gespeichert. Dies ist besonders nützlich, wenn sie die Umgebungsbedingungen nicht ändern, die Kamera aber auch nicht permanent eingeschaltet bleiben soll.

DIE BILDWIEDERGABE

Ein Vorteil der Digital-Kameras ist sicherlich die Möglichkeiten, die soeben gemachte Aufnahme direkt auf dem LCD-Display zu überprüfen. Hierzu sei noch angemerkt, dass das Display der Ixus II gestochen scharfe Bilder liefert.
Im Wiedergabe-Modus kann jedes Bild entweder einzeln betrachtet werden oder aber über einen Browser, der neun Bilder auf einmal darstellt. Über den Vier-Punkte-Wählknopf kann man dann das gewünschte Bild aussuchen und vergrößert darstellen.
Will man die Tiefenschärfe eine Bildes überprüfen, bietet die Ixus II außerdem die Möglichkeit, bis zu 10-fach in das Bild hinein zu zoomen. Die Position des Zooms kann innerhalb des Bild
es dabei geändert werden.
Ein weiteres Gimmick ist die Möglichkeit, sich die Bilder in einer Art Diashow anzusehen. Gut, das macht bei einem kleinen LCD-Display sicherlich keinen großen Sinn, zumal die Auswahl auch über die Tasten vorgenommen werden kann. Doch nun komme ich zum mitgelieferten Videokabel. Die Kamera kann nämlich direkt an den Fernseher angeschlossen und die Diashow auf diesem dargestellt werden. Die Bilder dabei auf einem 72 cm-Fernseher anzuschauen ist auch hinsichtlich Schärfe und Farbwiedergabe ziemlich beeindruckend. Aber! Nicht erschrecken: sobald die Kamera mit dem Fernseher verbunden ist, erlischt das LCD-Display.

DIVERSES

Die Ixus II kann direkt an einen Drucker angeschlossen werden, der über die entsprechende Direct Print Funktion verfügt. Dabei unterstützt die Ixus II den EXIF Print Standard in der Version 2.2. Dieser Standard sorgt dafür, dass der Drucker motivrelevante Informationen der Kamera nutzen kann, um natürliche Ausdrucke in lebendigen Farben zu erstellen.

Die mitgelieferte Software bietet für alle Nicht-XPler (über Mac OS kann ich leider nichts sagen, weil ich das System nicht verwende), also Windows 98 etc. einen separaten Fotobrowser mit dem die Fotos übersichtlich dargestellt, nachgearbeitet und ausgedruckt werden können.
Zusätzlich ist noch eine Bildbearbeitungssoftware im Lieferumfang und notwendige Treiber.
Windows XP-Benutzer müssen eigentlich nichts beachten und können die Kamera sofort mit dem mitgelieferten USB-Kabel an den PC anschließen. XP startet hiernach den Kamera-Assistenten oder aber, je nach Einstellung und Vorliebe, die mitgelieferte Canon-Software (soweit natürlich installiert).

Über die Qualität bzw. den Sinn und Nutzen, kleine Videosequenzen aufzunehmen, kann und möchte ich nichts sagen. Nur soviel: die Sequenzen lassen sich auch in der Kamera bearbeiten und schneiden. Da ich aber über eine Videokamera verfüge, werde ich diese Möglichkeit der Ixus II nicht nu
tzen.

Ach ja, fast hätte ich es vergessen. Im Gegensatz zu anderen Herstellern, die Standard-Chips verwenden, arbeitet Canon mit einem eigens für Digitalkameras entwickelten und optimierten Chip. Dies macht sich sowohl in der Geschwindigkeit bemerkbar, mit der Fotos aufgenommen werden, als auch in deren Qualität.

Doch bei all den guten Eigenschaften bleibt auch ein kleiner Wehrmutstropen. Denn Canon liefert die Ixus II ohne Tasche aus. Gut, die kostet nicht viel und kann leicht noch nachträglich erworben werden. Ich finde aber, dass eine so schöne Kamera, wie die Ixus einen entsprechenden Schutz verdient und der sollte im Paket enthalten sein.
Auch sind 16 MB für diese Kamera viel zu wenig, will man nicht ständig Bilder in geringerer Qualität aufnehmen. Sicher für ebay-Bilder etc. reicht sie aus, doch 64 MB dürften es meiner Meinung nach schon sein.

Abschließend will ich noch kurz vom Fotohändler meines Vertrauens sprechen. Ich habe die Kamera über Internet bei PC-King für EUR 339,00 erworben. Donnerstag bestellt, Freitag per Nachnahme geliefert. Schneller geht´s nimmer.

So, nun ist der Bericht doch ausführlicher geworden, als ich dachte, obwohl er wohl noch immer nicht ganz vollständig ist. Ich hoffe dennoch, dass er dem/der ein oder anderen als kleine Kaufhilfte dient.

So long,

WebmasterD

Fazit: