Aiptek Pencam
Wer Geld zum Rauswerfen hat, kauft sich diese Cam! - Aiptek Pencam Digitalkamera

Produkttyp: Aiptek Digitalkameras

Neuester Testbericht: ... die die Linse entsprechend einstellen, damit man ein wenigstens angenehmes Bild schießen kann. Dies ist bei der Aiptek Pencam eben ... mehr

Wer Geld zum Rauswerfen hat, kauft sich diese Cam!
Aiptek Pencam

+cskendras

Autor-Name: cskendras

Produkt:

Aiptek Pencam

Datum: 07.05.08

Bewertung:

Vorteile: nichts

Nachteile: alles

Liebe Leserinnen und Leser,
in den vergangenen Wochen habe ich durch meine Vereinsarbeit die Möglichkeit gehabt, viele Digitalkameras zu erproben. Ich unterhalte unsere offizielle Homepage und wenn wir jeden Sonntag ein Punktspiel haben, schieße ich einige Fotos, die am Abend in die Homepage implementiert werden. So kam ich in den Genuß von zahlreichen teuren, aber auch, wie heute, billigen Digitalkameras.

Die heutige Kamera kommt aus dem Hause Aiptek und kostet um die Euro 40,-. Die sogenannte Pencam hat eine Größe von 3x12x3 cm und ist also sehr kompakt und handlich. Was sich mit der Kamera so alles anstellen lässt (und was nicht), soll im Folgenden dann beschrieben werden.

LEISTUNG
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Es ist etwas abwegig von Leistung zu sprechen, denn was diese Kamera fabriziert, ist alles andere als vorzeigbar. Die mit zwei Batterien betriebene Pencam ist zwar von der Form her wirklich kompakt und kann überall mitgenommen werden, findet in der Hosentasche Platz und kann sogar als "stylisch" betrachtet werden, was aber unter der Haube für eine Technik werkelt, scheint nur mangelhaften Ursprungs zu sein.
Schaltet man die Cam auf Knopfdruck ein, hört man einen Piepser und auf einem etwa 1x1cm großen Display erscheint die Anzahl der bisher geschossenen Bilder. Diese ist natürlich abhängig von der Qualität, die man aber aufgrund der beschränkten Optionsvielfalt keineswegs einstellen kann. Das gute Stück macht Fotos in der Größe 640x480 Pixeln. Das Schießen der Bilder erfolgt natürlich auch auf Kmopfdruck und wenn man auf jenen Knopf drückt, piepst es ganz kurz und das Foto scheint im Kasten zu sein. Man kann das jedoch nicht so recht überprüfen, weil es kein Display gibt, bei dem man sich die Bilder nochmal schnell anschauen könnte. Insofern ist es ein ganz wackeliges Ding mit solch einer Kamera zu arbeiten. Wackelig ist die Kamera selbst auch, denn das Gehäuse ist aus billigem Plastik, die Knöpfe sind teilweise ziemlich schwer zu bedienen und das Guckloch ist unbeleuchtet und hat keine nennenswerten Hilfefunktionen, die beim Schießen eines Fotos eingesetzt werden könnten.

Das Übertragen der Bilder auf den PC funktioniert via USB, schnell und einfach - sollte man meinen. Da Windows XP das Gerät als Massenspeicher nicht erkannte, war zunächst eine mühselige Treiberaktualisierung nötig, ehe ich die wenigen Bilder auf den PC übertragen konnte. Das USB-Kabel ist mitgeliefert, man muss sich also keines extra zulegen. Die Überraschung fand sich dann auf dem PC wieder: die Bilder werden im BMP-Format abgespeichert, das bedeutet, dass man eigentlich viel mehr Bilder hätte auf die 8MB - Speicherkarte speichern können, aber weil es keine Option gibt, die das Umstellen von BMP auf JPG erlaubt, muss man sich damit abfinden, dass man, insgesamt betrachtet, Fotos in minderer Qualität, aber in großer Masse schießen kann. Ein Blitz oder so etwas Ähnliches gibt es natürlich auch nicht, das wäre wohl zu viel des "Guten" gewesen.

QUALITÄT
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Das Gerät an sich ist solide, aber zu einem "befriedigend" reicht es bei weitem nicht. Will man ordentliche Bilder schießen, ist man hier natürlich ganz falsch. Die Qualität der Bilder ist ziemlich schlecht, die Auflösung von 640x480 gerade noch akzeptabel, aber die Bilder an sich kommen zu dunkel, verwischt und unscharf heraus, was bedeutet, dass man die meisten geschossenen Fotos nicht gebrauchen kann, weil diese in ihrer Qualität stark herabgesetzt sind. Ich bezweifle aber auch stark, dass ein mitgelieferter Blitz dieses Manko hätte ausbügeln können, denn die 0,1 Megapixel sind auch nicht gerade förderlich, wenn es um das Erstellen von annehmbaren Fotos geht.

Beim Fußballspiel habe ich das eine oder andere Foto geschossen, aber letzten Endes war keines dieser Bilder in irgendeiner Weise brauchbar. Das Wetter war an jenem Tag zwar recht trüb, aber gute Digitalkameras haben auch für solche Fälle Funktionen, die die Linse entsprechend einstellen, damit man ein wenigstens angenehmes Bild schießen kann. Dies ist bei der Aiptek Pencam eben nicht gegeben. Die gemachten Bilder sind vielmehr pixelig, unscharf und einfach schlecht.

AUSSTATTUNG
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Neben der Pencam gibt es ein USB-Kabel, ein dünnes deutsches Handbuch (mit mehreren Fremdsprachen) und eine CD mit einer Software, die bei mir jedenfalls nicht laufen wollte. Für den Preis eine recht gute, wenn auch standardmäßige Ausstattung.


FAZIT
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Was erwartet man von einer solchen Kamera eigentlich? Meine Erwartungen waren von vorneherein auf einem unteren Level, schließlich traute ich diesem Gerät auch nicht zu viel zu... für etwa Euro 40,- kann man sich diese Kamera kaufen und hier und dort das eine oder andere schlechte Bild schießen, aber ob das wirklich das Wahre ist, wage ich wirklich zu bezweifeln. Das Design an sich ist sehr ausgefallen, aber dies kann die schwache Technik keinesfalls ausbügeln. Man investiert am besten den einen oder anderen Euro mehr in eine ordentliche Kamera und erfreut sich an qualitativ hochwertigeren Bildern. Welche Kameras das bieten, werde ich in Kürze vorstellen...
Vielen Dank für's Lesen und Bewerten!
Über Kommentare freue ich mich auch :-P

Euer Christo

Fazit: Spart man sich den Kauf, verpasst man nichts!

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Ausstattung:    
Bildqualität:    
Akkulaufzeit: