Intenso Media Giant
Gönn dem Drucker eine Pause... - Intenso Media Giant Digitaler Bilderrahmen

Produkttyp: Intenso Bilderrahmen

Gönn dem Drucker eine Pause...
Intenso Media Giant

Hollgo

Name des Mitglieds: Hollgo

Produkt:

Intenso Media Giant

Datum: 03.03.10, geändert am 06.08.10 (191 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: + spielt MP3 und Videos + 800x600´er Auflösung + Fernbedienung + Bedienung

Nachteile: - Fotos anschauen braucht hiermit halt Strom

Um sich mal schnell ein Foto anzuschauen, gibt es mittlerweile mehrere Möglichkeiten. Da ist zum einen die (kostspielige) Möglichkeit, sich seine Fotos bei einem (Online)- Fotoshop auszudrucken oder man druckt die Bilder selber aus (bei vielen Bildern noch kostspieliger) oder schaut sie sich auf dem Flat-TV mit Speicherkartenanschluß aus (teure Anschaffung, kurzes Sehvergnügen) oder geht noch einen anderen Weg: über einen digitalen Photorahmen.
Um just solch ein Gerät soll es in meinem nachfolgenden Bericht gehen.
Mein Weihnachtsgeschenk für meine Mama
Meine Mutter beklagte sich schon seit längerem, dass sie keine aktuellen Bilder von mir hätte. Leider kommt das öfters vor. Jedesmal Bilder ausdrucken, das ist mir dann doch zu kostspielig.
Da ich mir eh Gedanken über ein Weihnachtsgeschenk für meine Mutti machte, kam ich auf die Idee: "Ein digitaler Fotorahmen, das wär´s doch!"
Die Bilder sind dank Speicherkarte oder -stick schnell auf den Bildschirm gezaubert, zusätzlich kann das Gerät auch als "fast normaler" Fotorahmen dank Form und Grösse angesehen werden.
Also habe ich mich im Internet und bei lokalen Händlern umgeschaut. Meine Suche machte schließlich bei einem Modell der Firma Intenso Halt.

== Der Suche Ende: der Intenso Media Giant 8 Zoll ==

Das Gerät für meine Mutter sollte zum einen nicht zu klein sein (damit sie auch alles gut im Blick hat), zum anderen sollte die Bildauflösung schon nicht die kleinste sein. Ein Freund von mir hat ein Modell mit der Auflösung von ca. 400x200 Bildpunkten. Dieser Rahmen konnte mich bildtechnisch nicht überzeugen. Da hätte ich lieber das Foto gleich ausgedruckt.
Also stand schonmal fest: 800x600 Bildpunkte sollte das Gerät schonmal haben.
Dazu sind 8 Zoll bei einem Bildformat von 4:3 schon eine recht ordentliche Größe für einen Bilderrahmen, immerhin ist solch ein Rahmen größer als das Kleinbildformat 15x10 und fast so groß wie das Fotoformat 18x13.
Diese Größe fand ich gerade richtig. Es gibt auch größere Rahmen, aber die waren mir mit 10 Zoll Bilddiagonale einfach zu "bombastisch". Diese Rahmen kann man schon eher an die Wand hängen als sie an einem schönen Platz aufstellen.
Mit diesen Eckdaten ging ich also auf die Suche. Schnell wurden zwei Favoriten deutlich: ein Modell von Kodak und eben der Intenso Media Giant.
Zum Zeitpunkt meines Kaufs (Anfang Dezember 2009) war der Intenso-Rahmen deutlich günstiger zu bekommen und hatte auch technisch ein wenig die Nase vorn.
Also bestellte ich schließlich das Gerät bei der Firma Compuland.

== Die Bescherung / die "Installation" ==

Heiligabend war es dann soweit. Meine Mutter bekam ihr Weihnachtsgeschenk.
"Anschließen" musste natürlich "icke". Im Karton befindet sich neben dem Rahmen ein (doch recht knappes) Handbuch, welches den Gebrauch des Gerätes und die Menufunktionen doch recht gut erläutert. Daneben ist die mit einer CR2025-Knopfbatterie befeuerte kleine Fernbedienung (s.Abb.) und ein recht stabiler , mit dem eigentlichen Rahmen verschraubbarer Ständer für den Rahmen.
Das "Anschließen" ist aber auch für nicht so mit der Technik Vertraute kein Problem: einfach den mitgelieferten Netzadapter an das Gerät anschliessen, ein mit Bildern,Musik oder Videos geladener USB-Speicherstick oder eine entsprechene Speicherkarte an die dafür an der Geräterückseite vorhandenen Anschlüsse anstecken und die "Hardwareinstallation" ist komplett.

==Verarbeitung==

Der Fotorahmen macht einen stabilen und nicht zu billigen Eindruck. Ich habe mir ja einige Beispiele der Konkurrenz angeschaut, aber diese wussten bei näherem Hinschauen nicht zu überzeugen. Meist war der Fotorahmenständer zu kippelig oder der Rahmen an sich machte schon einen schlechten Eindruck.
Das sieht bei diesem Rahmen schon erheblich besser aus. Dank des breiten Randes wirkt der Rahmen recht edel in glänzendem Schwarz. Auch die Schalter und Buchsen auf der Geräterückseite machen einen sehr überzeugenden Eindruck. Die Standfestigkeit des beigelegten Rahmenständers weiss dank seiner Breite und der festen Verschraubung mit dem Rahmen vollauf zu überzeugen. Ein Umkippen ist hier wenn, dann nur mutwillig hin zu bekommen.

==Einstellungssache==

Man sollte im Setup vielleicht erstmal die deutsche Sprache zwecks der evtl. besseren Verständlichkeit einstellen. Auch die Anzeigesprache und das Datumsformat für den Kalender und das Anzeigeformat für die Uhr (analog/digital, 12- oder 24-stündige Anzeige) sollte man vielleicht erstmal einstellen, was aber eigentlich nicht allzu viel vom Anwender "fordert".

== Die Bedienung ==

Ansonsten kann man auch beim Erstbetrieb eigentlich sofort loslegen, denn der Rahmen erkennt automatisch, welche Art von Medium abspielbereit vorliegt, also entweder USB oder Speicherkarte.
Es spielt übrigens keine Rolle, ob und in welchen Ordnern sich abspielbare Dateien auf dem Stick/der Karte befinden - der Rahmen sucht sich automatisch alle kompatiblen Dateien aus. Taucht eine Mediendatei nicht auf dem Rahmen auf, wird sie in 99,9% der Fälle auch nicht kompatibel sein. HD-Videodateien sind dies z.B. allgemein nicht, genauso wenig wie Bilder, die nicht in JPEG vorliegen.
Will man diese auf dem Rahmen anschauen, muss man sie eben mit einem dafür geeigneten Programm am PC vorher in JPEG konvertieren, was in der Regel aber kein Problem darstellen sollte.
Im Hauptmenu taucht der entsprechende Eintrag der gefundenen Abspielquelle neben "Uhr" oder "Kalender" auf.
Diese wählt man entweder mit den Wahltasten aus der Touch-Leiste unter dem Rahmen aus (s.Abb) oder erledigt diese Aufgabe ganz einfach mit der Fernbedienung.
Mit diesen Tasten sucht man sich auch das Foto aus, welches man evtl. "permanent" auf dem Rahmen sehen möchte (stichwort:Fotorahmen) oder nutzt die Tatsache aus, dass man ja einen elektronischen Rahmen gekauft hat und lässt sich mehrere Fotos im Wechsel hintereinander anzeigen (Diashow).
Macht man eine Diashow, kann man einstellen, ob man jeweils einen bestimmten Übergangseffekt oder zufällige Übergänge sehen möchte, außerdem, ob man Musik dabei haben möchte oder nicht. Aber dazu kommen wir jetzt....

== Musik, die aus dem Rahmen kommt ==

Neben der eigentlichen Wiedergabe von Fotodateien im JPG-Format beherrscht der Intenso-Frame auch Videoformate wie MPEG1, MPEG4 und M-JPEG und kann sogar mp3- und wma-Musikfiles abspielen.
"Musik aus dem Fotorahmen, wozu dass?", werden hier einige kritische Geister zu Recht fragen.
Das hat aber einen ganz einfachen Grund, denn bei einer Diashow, die der Rahmen auch abspielen kann, ist eine musikalische Untermalung doch immer wieder etwas schönes. Außerdem kann man mit dem Rahmen auch Videos, die man mit seiner Fotokamera geschossen hat, anschauen. Doch hier sind Grenzen gesetzt. HD-Videos von meiner Samsung WB 550 in HD720p z.B. spielt der Rahmen nicht ab, Videos von meiner "Alten" Canon Ixus 60 in MPEG 4 waren dagegen kein Problem.
Allzu viel an Soundqualität sollte man von dem Rahmen nicht erwarten. Die Musik dient halt nur als nettes Beiwerk beim Betrachten, aber HIFI schallt einem aus den kleinen Böxlein nun wirklich nicht entgegen.
So hört sich der Sound ein wenig blechern an, aber so als Audiountermalung ist eine stimmungsvolle Weihnachtsmusik zu stimmungsvollen Weihnachtsbildern doch immer wieder mal ganz schön. Für ausgiebigere Musikgenüsse sollte man aber dann doch auf seine (hoffentlich vorhandene) HIFI-Anlage ausweichen.

== Technische Daten ==

Display: 8 Zoll / 20cm
Format: 4:3
Bildauflösung in Pixel: 800 x 600
Kontrast: 400:1
Helligkeit: 250 cd/qm
Wiedergabe-Formate Bild: JPEG
Wiedergabe-Formate Video: MPEG1, MPEG4, M-JPEG
Wiedergabe-Formate Audio: MP3, WMA
Lautsprecher: ja
Anschluss: USB, Mini-USB
Dia-Show: ja
Fernbedienung: ja
Kartenlesefunktion: SD, SDHC, MMC, MS
Lieferumfang: Netzteil, Fernbedienung, Standfuß
Maße: 20,5 x 18,1 x 2,8cm (BxHxT)
Gewicht: 600g

== Stromverbrauch ==

OK, im Dauerbetrieb ist solch ein Fotorahmen evtl. ein wenig bedenklich.
Das mitgelieferte Netzteil liefert 5V= bei einer Aufnahme von 2 A max. , sodass der Verbrauch des Gerätes bei ca. 10W max. liegen sollte. Das macht sich bei den Stromkosten also nicht sooo doll bemerkbar, wie man es vielleicht erwarten kann. Darüber hinaus hat das Gerät einen "echten" Ausschalter an der Geräterückseite, sodass im Zweifelsfall im Ausbetrieb nur das Steckernetzgerät Strom abzwacken könnte. Hierfür hat der Schweiß des Ingenieurs allerdings abschaltbare Mehrfachsteckdosen hervorgebracht. So kann man auch derartige Energiekonsumenten vollkommen ruhig stellen.
So gesehen kann man den Rahmen ruhig 3 h täglich betreiben, ohne dem Energieversorger allzu viel Vergnügen zu bereiten. Eine 60W Glühbirne verbraucht 6x mehr an Energie pro Stunde als der hier vorgestellte Fotorahmen.
Spiegelt das Display ?
Einerseits hat das Display eine durchaus glänzende Oberfläche. Das wirkt sich aber nicht allzu negativ auf die Bildqualität aus. Zwar glänzt der schwarz unterlegte Rahmen schon ganz gehörig, aber Spiegelungen auf dem Anzeigebereich als solchen sind kaum störend erkennbar. Man sollte, da es sich um ein LED-Display handelt, natürlich nicht allzu sonnenlichtdurchflutete Räume als Aufstellungsorte auswählen, aber bei "normalen" Lichtverhältnissen hat man durchaus ein gutes Anzeigeverhalten und dann auch durchaus seinen Spaß mit dem Gerät .

== Eine Frage des Formates ==

Viele kennen das: die Fotokamera beherrscht zig Auflösungs- und Bildformate. Aber wie stellt das Display diese Fotos dar ?
Nun, reine 4:3 Aufnahmen, die die meisten Kameras ja standardmässig aufnehmen und die, ganz am Rande bemerkt, das Standardseitenverhältnis der TV-Standards NTSC und PAL darstellen, sind für den Rahmen gar kein Problem, da dieser über das 4:3 Seitenformat standardmässig verfügt. Andere Bildseitenverhältnisse wie das von Fotos bekannte 15:10 oder 18:13 bringt das Gerät mit Randstreifen oben und unten auf das Display, genauso wie Aufnahmen im ,mittlerweile von HD-TVs gewohnten, 16:9 Bildseitenformat.
Dank der Zoom-Funktion kann man diese Ränder aber ausblenden, dafür sind dann allerdings bestimmte Bildbereiche des Originalbildes ganz einfach auch ausgeblendet. Hier mag jeder für sich entscheiden, wie er es halten möchte. Auf jeden Fall wird man kaum Auflösungsverluste feststellen können, denn Fotoauflösungen moderner Kameras liegen idR. deutlich über den 800x600 Bildpunkten, die das Display darstellen kann.

== Bildqualität ==

Die Farben der Aufnahmen kommen recht naturgetreu auf den Bildschirm. Die Bildauflösung ist natürlich limitiert auf die Anzeigeauflösung von 800x600 Bildpunkten. Nun muss man sich aber vor Augen führen,dass man hier ein eher kleinformatiges Bild auf dem Rahmen anschaut, hier sind also große Auflösungen nicht sonderlich von Vorteil gegenüber vielleicht vom TV gewohnten Bildgrößen. Von daher hat man hier doch eine schöne Bildwirkung trotz dieser Einschränkungen.

==Fassen wir zusammen ==

Mein Weihnachtsgeschenk war jedenfalls ein voller Erfolg. Soviele neue Aufnahmen auf einmal hatte meine Mutter noch nie auf einen Schlag gesehen und bekommen. Der Fotorahmen hat bei ihr jetzt den alten "Normalrahmen" abgelöst, und das will was heissen. Dank der Speichertechnologie kann man sich ggf. jeden Tag ein anderes Bild auf den Rahmen holen und hat so Abwechslung auf dem Fototisch...
Dazu ist die Bedienung sehr einfach und dank Fernbedienung auch komfortabel.
Für den Preis von (damals) knapp 55Euro ist die vom Rahmen gebotene Leistung vollkommen überzeugend und m.E. auch ein echtes "Schnäppchen" im Vergleich zu den Modellen der Konkurrenz gewesen...
Meinem Drucker habe ich jetzt jedenfalls erstmal eine Pause gegönnt ;-))

Dieser Bericht erscheint auch auf Ciao.de...

Fazit: Ein solider, preisgünstiger Fotorahmen mit vielen Funktionen und guter Bildwiedergabe