Sony Handycam HDR-CX6
Digitale Full HD Handycam die auf Stick speichert.... Generation 1 - Sony Handycam HDR-CX6 Digital Camcorder

Produkttyp: Sony Camcorder

Neuester Testbericht: ... oberhalb der Cam über den sogenannten Active Interface Shoe (kurz AIS) spezielle Sony Mikrofone anzuschhließen, doch leiden diese star... mehr

Digitale Full HD Handycam die auf Stick speichert.... Generation 1
Sony Handycam HDR-CX6

509Creativ

Name des Mitglieds: 509Creativ

Produkt:

Sony Handycam HDR-CX6

Datum: 06.11.08

Bewertung:

Vorteile: Unbestechlich gutes Bild, guter Bedienkomfort, sehr Flexibel, Handlich und Leicht

Nachteile: Keine Tonanschlüsse, Autofokus nervt etwas, LCD Bildschirm zeigt nicht das ganze Bild

Habe mir als Hobbyfilmer die Cam zugelegt und betrachte das Produkt mit gemischten Gefühlen.

Als erstes fällt sie durch ihre geringe Größe und enorme Leichtigkeit auf.... Sie ist auch sehr handlich gemacht, großer Pluspunkt.

Meine ersten Aufnahmen waren Indoor am Fenster habe ich Chilipflanzen gefilmt.... und das ergebnis was ich auf 37" FULL HD Ferhnseher bestaunen dürfte hat mich voll überzeugt. Der Weißabgleich ist total Spitze, bei der komplett weißen Blüte sieht man sehr deutlich und scharf die Weißnuancen.... und das Detailreichtum ist überragend. Kleinste Pollenpartikel und Kristallchen an der Blüte waren Gut zu sehen, die Blattaderung könnte nicht besser erkennbar sein. Und Farblich war es der totale Augenschmauß, meiner Meinung nach einen Tick besser als das Gegenstück von Panasonic was ein bekannter besitzt. Großer Schwachpunkt der Optik ist meiner Meinung nach der Autofokus (welcher sich nicht abschalten lässt). Dieser ist manchmal sehr langsam, gerade im Lowlight. Auch bei Bewegungen oder Schwenks können schonmal Probleme mit dem Fokus entstehen. Die Farbwiedergabe ist sehr natürlich, auch im Lowlight. In diesem ist es auch bei wenig Beleuchtung relativ Aufnahmefähig und Rauscharm. Hier merkt man auch dass der bei Filmaufnahmen 3,2MP starke CMOS Sensor der Hauptkaufgrund für die CX6 ist.

Auch bietet das Gerät die Möglichkeit Fotos mit 6,1MP zu machen. Dafür verfügt es neben dem Nicht-Austauschbarem Objektiv (welches übrigens über 10x Optischen Zoom verfügt) über einen inteligent eingearbeiteten Xenonblitz, welcher sogar überraschend brauchbar ist. Jedoch sollte man von den Standfotos keine Wunder erwarten. Es bleibt nichts mehr als ein nettes Feature.

Die Bedienung über Touchscreen ist sehr bequem und denkbar leicht zu erlernen. Desweiteren gibt es auch ein paar Schnellwahlknöpfe, um z.b. sofort Clips ansehen zu können. Mit der mitgelieferten software kann man auch schnell am PC importieren, etc. Einzig Ärgerlich ist hier für mich, dass dies zur Folge hat permanent Fingerabdrücke auf dem Bildschirm zu haben. Ein größeres Manko am integrierten ist, dass nicht das gesamte Bild drauf ist. Dasn heißt Objekte von denen man glaubt sie wären nicht im Bild, da man sie nicht auf dem Display sieht können durchaus noch am rand sichtbar sein, was erst in der Postprodution sichtbar wird.

Warum man eine Cam mit Stick wählt dürfte klar sein: Die enorme Geräuschfreiheit. Kein Kassettenmotor und kein Klicken der Festplatte. Das ist auch wichtig, da das integrierte Mikrofon in 5.1 aufnimmt, also in alle Richtungen. Der mit weitem Abstand größte Nachteil der Cam ist allerdings das Fehlen jeglicher Audioeingänge. Es lässt sich so also kein Mikro über 3,5mm Buchse oder Ähnlichen anschließen, sehr schade. Zwar gibt es die Möglichkeit oberhalb der Cam über den sogenannten Active Interface Shoe (kurz AIS) spezielle Sony Mikrofone anzuschhließen, doch leiden diese stark an qualitativen Mangel. Sogar wenn diese gut wären, besitzt die Cam nichtmal einen Kopfhörer Ausgang um den Klang überprüfen zu können. Es gibt zwar einen Adapter für den AIS für eine 3,5mm Klinke, aber dieser ist qualitativer Restmüll. Bleibt also hauptsächlich das interne Mikro, das aber allenfalls Standard ist.

Der mitgelieferte Akku (ein FH 60) hat bei Aufnahme eine Betriebszeit von ca. 90min. Ich habe noch zusätzlich den FH 70 erworben, welcher eine Laufzeit von 120min besitzt. Die mitgelieferte 4GB Speicherkarte hat bei höchster Qualität eine Aufnamedauer von 32min. Diese steigert sich wenn man die Qualität runter schraubt, aber die Aufnahmen werden dann wirklich teils arg hässlich und mal ehrlich, wer kauft sich einen Camcorder in der in HD aufnimmt um seine Aufnahmen zu stauchen. Weitere Sticks sind hier ratsam. Vorteil vom Speichermedium ist hier wieder dass sich die Sticks auch noch für künftige Sonyprodukte verwenden lassen.

Ebenfalls zum Lieferumfang gehört eine multifunktionale Doggingstation. Über diese kann man den Akku laden, die Kamera über Usb-Kabel mit dem PC verbinden oder eine Wiedergabe am Ferhnseher starten. Man kann den mitgelieferten Netzstecker auch direkt an das Gerät anschließen um ohne Akku zu filmen. Auch ein Kabel das für 3 Chinch Eingänger gedacht ist befindet sich im Equipment, allerdings ist das Betrachten von Videos über dieses Kabel von extrem schlechter Qualität. Besser wäre da schon das Betrachten über ein HDMI Kabel, da auf der Rückseite der Kamera sich eine Buchse für Mini-HDMI befindet. Schade nur dass ausgerecht das hierfür benötigte Kabel nicht im Lieferumfang enthalten ist.


Alle Leute die vorhaben sich eine Cam mit Stick zu kaufen rate ich.... nimmt diese wenn ihr keine größeren Produktionen Vorhabt. Die Nachteile lassen leider nicht viel mehr als Hobbyfilmerei zu, es sei denn der Ton wird komplett seperat aufgenommen. Ansonsten gibt es für den Preis eigendlich keine bessere Wahl wenn man Stick als Medium bevorzugt. Die Aufnahmen sind so schön dass man auch den vergleichweise teuren MS Pro Duo in kauf nehmen kann. Dafür kann man sagen dass man von der CX6 eine große Flexibilität erhält, gerade durch ihr geringes Gewicht und dem Einsatz der Speicherkarten (was auch Capturen sehr schnell macht).


Mein Tipp zum nachbearbeiten: Falls sie sich überlegen wie sie z.b. AVCHD in Adobe Premiere Pro 2 oder ähnlichen bearbeiten können (welche kein AVCHD unterstützen) rate ich dazu Sony Vegas 8 Platinium zu kaufen und AVCHD zu HDV umzuwandeln... damit klappt es dann schließlich auch und die Pixel bleiben erhalten (bei der mitgelieferten Software kann man in mpeg2 umwandeln... alllerding mit NTSC Pixelbegrenzung, etc.)

Fazit: Super Bild, miese Tonvorraussetzungen.... ohne Seperates Tonequip nur bedingt zu empfhehlen

Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Klangqualität:    
Bildqualität:    
Akkulaufzeit: