


Produkttyp: Sharp Camcorder
Neuester Testbericht: ... gemacht werden, aber auch die Möglichkeit zur Aufnahme im Breitwandformat ist vorhanden. Hierbei sind, wie bei Kinofilmen, oben und unten s... mehr
... und action!!
Sharp Viewcam VL-Z5S

Name des Mitglieds: Goofy2
Produkt:
Sharp Viewcam VL-Z5S
Datum: 16.01.09, geändert am 23.01.10 (546 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Handlichkeit, gute Bedienbarkeit
Nachteile: war mehr außer als in Betrieb, schlechter Service
Vor etwa vier Jahren hatte ich meine gute alte Videokamera geschrottet. Und da ich schon längere Zeit damit geliebäugelt hatte, mir einen Camcorder zuzulegen, entschied ich mich nach intensivem Suchen für den
SHARP Camcorder VL-Z5S
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Gekauft habe ich die Kamera über den Online-Händler Pro-Tronics (meinen Erfahrungen mit dieser Firma habe ich einen eignen Bericht gewidmet) zum Preis von 535 Euro. Zur damaligen Zeit war das zwar nicht gerade ein Schnäppchen, jedoch durchaus im unteren Preissegment angesiedelt. Und aufs Geld müssen wir halt alle mal schauen ;-).
Am 10. Januar 04 kam das ersehnte Paket an. Geliefert wurde mir die Kamera selbst, dazu natürlich der Akku sowie das Netzkabel mit Adapter, ein Audio-/Videokabel und ein USB-Kabel. Auch enthalten waren eine Fernbedienung, der Objektivdeckel zum Schutz der Linse, eine 8MB- SD Memorycard, eine Mini-DV-Casette und die Installations-CD, um die Filme auf den PC zu laden. Zwei dicke Handbücher in mehreren Sprachen vervollständigten die Lieferung. 113 Seiten waren pro Sprache zu lesen.
Erste Schritte
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Die Zubehörteile wie Akku und Schutzdeckel mussten eingelegt, bzw. angebracht werden und der Akku erst einmal über Nacht geladen werden. Nach intensivem Studium des Handbuchs probierte ich dann die ersten Funktionen aus.
Über das interne Menü, das sehr übersichtlich aufgebaut ist, nahm ich erst einmal die Grundeinstellungen vor. So musste die Sprache eingestellt und Datum und Uhrzeit angepasst werden. Diese Arbeiten nahm ich mit eingestecktem Netzkabel vor, um den gerade frisch geladenen Akku nicht zu belasten.
Was darf's sein?
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So reichhaltig das Menü ist, um so mehr hat man(n) zu spielen. Die Aufnahmen können ganz normal gemacht werden, aber auch die Möglichkeit zur Aufnahme im Breitwandformat ist vorhanden. Hierbei sind, wie bei Kinofilmen, oben und unten schwarze Balken zu sehen, um ein Bildseitenverhältnis von 16:9 zu bekommen.
Auf die mitgelieferte Mini-DV-Casette passen 60 Minuten Film drauf. Filmer mit eisernem "Platzsparwillen" können die Aufnahmen im so genannten LP(Longplay)-Modus machen. Dadurch erhält man etwa 50% mehr Aufnahmezeit. Ich habe dieses zwar ausprobiert. Empfehlenswert ist es allerdings nicht, da teilweise Treppchenbildung zu sehen war und auch das Bildrauschen zugenommen hatte. Lieber habe ich mir noch ein paar Kassetten gekauft.
Wer schon mal bei stärkerem Wind gefilmt hat, weiß, dass diese Geräusche sehr unangenehm zu hören sind. Um dies einigermaßen auszuschließen, kann der Menüpunkt "Wind" eingestellt werden und das eingebaute Mikrofon agiert ähnlich einem Richtmikrofon.
Ich werde an dieser Stelle natürlich nicht alle Funktionen aufzeigen können, da dies den Rahmen des Berichts erheblich sprengen würde. Daher will ich euch nur kurz die (für mich) wichtigsten Funktionen tabellarisch vorstellen:
* Tonqualität: Umschaltbar von voreingestellten 12 Bit auf 16 Bit
* Wiedergabe mit Bildeffekten: S/W, Sepia (nostalgische Bildtöne),
* Negativ (Faben werden invertiert) und
* Solari (Hochregeln des Bildkontrastes, was sehr reizvolle Effekte ergibt.)
* Sportler unter euch können auch beim Kopfstand filmen. Dafür gibt es die "Kopfunter-Funktion". Wiedergegeben wird das Bild auf eurem Fernseher natürlich normal.
* Manuelle und automatische Scharfeinstellung
* Weißabgleich, Blendenwahl und verschiedene Szenen komplettieren das Menü.
* Kleinere "Spielereien" wie Rahmen, Fading (langsames aus- und einblenden der Szenen) können manchmal ganz reizvoll sein.
Soweit zu den Menüpunkten, die natürlich absolut nicht vollständig sind.
Handhabung:
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Die etwa 485 g leichte Kamera liegt angenehm in der Hand, die einzelnen Bedienungselement sind gut erreichbar. Das relativ geringe Gewicht und die kleinen Ausmaße von etwa 83 x 82 x 101 cm haben allerdings den Nachteil, dass Wackler mit aufgezeichnet werden. Richtig ruhig halten kann man die Kamera für exakte Aufnahmen nicht. Hier müsste man ein Stativ benutzen.
Das Motiv kann ich mir über den Sucher auswählen oder über das Display, welches drehbar ist. Bei hellem Sonnenschein habe ich aber den Sucher benutzt, weil auf dem Display so gut wie nichts zu sehen war.
Angebracht ist es, einen zweiten Akku dabei zu haben. Der mitgelieferte Akku, der etwa eine Stunde Strom liefern soll, war bei mir immer spätestens nach 20 Minuten leer. Klar, Zoomen, häufiges Stoppen und Starten und natürlich manchmal eine kurze Rückschau fressen einfach mal Saft.
Alles in Allem gesehen, reicht diese Kamera für den "Otto-Normalfilmer", der an Weihnachten und Ostern die Verwandtschaft "festhalten" will oder mal im Urlaub ein paar Sehenswürdigkeiten oder die letzte Strandparty aufnehmen will, gerade mal aus. Für weiter gehende Ansprüche ist die Kamera aber meiner Meinung nach nicht geeignet.
Auch die Standbildfunktion ist nicht der Hit. Mit 1,3 Megapixel und einer Speicherkapazität von gerade mal 8 MB auf der SD-Karte, kann man nicht allzu große Erwartung an Qualität und Quantität der Bilder setzen.
Reparaturanfälligkeit:
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Innerhalb des ersten Monats tauchte die Warnanzeige "DEW" auf. Diese erscheint, wenn sich Kondenswasser gebildet hat. Das geschieht meistens, wenn die Kamera sehr lange Zeit in der Kälte war und dann in die warme Wohnung mitgenommen wird. Es ist dann teilweise mehrere Stunden nicht möglich, die Kamera zu benutzen. Aus Sicherheitsgründen schaltet sie ab. Selbst ein Entfernen der Kassette ist nicht mehr möglich. Bei mir jedoch war kein Kondenswasser schuld, denn das Gerät lag ausschließlich im Wohnzimmer.
Also eingeschickt und reparieren lassen. Bereits drei Wochen nach Rückerhalt hatte ich dasselbe Problem wieder. Erneutes Einschicken, erneute Rücklieferung, und ... ja, beim nächsten Gebrauch schon wieder "DEW". Erst die dritte Reparatur brachte den ersehnten Erfolg und die Anzeige blieb weg. Insgesamt war das schon sehr ärgerlich, zumal mir immer wieder gesagt wurde, dass ich selber daran schuld sei. Hä??
Seit nun knapp einem Jahr kann ich die Kamera nur noch eingeschränkt nutzen. Das Display löste sich von innen nach außen in Wohlgefallen auf. Erst waren feine schwarze Streifen, die sternförmig sich ausbreiteten zu sehen, danach wurde es immer dunkler. Jetzt kann man gar nichts mehr sehen. Aufnahmen sind nun nur noch durch den Sucher möglich. Da ich nur bedingt mit dieser Kamera zufrieden war, lasse ich sie nicht mehr reparieren. Vielleicht werde ich mir eine neue kaufen.
Ich hoffe, euch mit meinem Bericht genügend Informationen gegeben zu habe, um (eventuell) die Finger von diesem Gerät zu lassen, wenn ihr etwas mehr erwartet, als nur Filmaufnahmen für den Hausgebrauch. Ich würde sie mir nicht mehr kaufen und kann sie eigentlich nicht oder höchstens bedingt empfehlen. Und dafür gibt es auch nur zwei Sterne.
Lieben Dank fürs Lesen, bewerten und kommentieren.
© 2008 BigGoofy für Yopi, PV und Ciao; Goofy2 für dooyoo
Fazit: Eine Kamera, die ich mit Sicherheit nicht mehr kaufen würde. Das Geld hierfür war rausgeschmissen.
| Zuverlässigkeit: | ||
| Bedienkomfort: | ||
| Klangqualität: | ||
| Bildqualität: | ||
| Akkulaufzeit: |
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