Panasonic NV-GS70
Meine "Alte" - Panasonic NV-GS70 Digital Camcorder

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Produkttyp: Panasonic Camcorder

Neuester Testbericht: ... Man mag kritisch anmerken, dass die Steuerung für ein Gerät wie einer Videokamera, welche recht oft - wenn nicht ausschließlic... mehr

Meine "Alte"
Panasonic NV-GS70

Hollgo

Name des Mitglieds: Hollgo

Produkt:

Panasonic NV-GS70

Datum: 30.10.10

Bewertung:

Vorteile: + Klasse Video & Tonaufnahmen im DV-Modus + Funktionsempfang + umfangreiches Zubehör inclusive

Nachteile: - der Preis anno 2003 war doch recht hoch..

Die Zeiten ändern sich - im Markt von Videocamcordern besonders in den letzten 10 Jahren besonders schnell. Waren anno 2000 DV-Camcorder mit DV-In Funktion der "Hammer", sind diese Art von Geräte im Zeitalter von AVCHD-Camcordern nun entgültig "Technik von gestern". Nichtsdestotrotz denke ich, dass nach mittlerweile 7 Jahren treuer Dienste, die meine "Alte", die Panasonic NV GS 70, für mich geleistet hat, es noch einen Bericht wert ist, über dieses Modell noch zu verfassen....

=== 1. So kam ich zur Panasonic NV GS 70 ===

Als hobbymässiger Videoamateurfilmer nehme ich Videos schon seit den späten 80´er Jahren auf. Dabei fing ich mit einem - aus heutiger Sicht - geradezu klobigen VHS-C Camcorder von Blaupunkt, einem CR 5000, an. Danach folgte eine SVHS(C)-Kamera von Grundig, die dann anno 2003 von der Panasonic NV GS 70 abgelöst wurde. Dabei hatte ich den Umstieg von analoger Videonachbearbeitung auf digitales NLE (Non-Line-Editting) schon von langer Hand vorbereitet. Für 1298 Euro kam nun dieses Modell zu mir - "damals" war es das Spitzenmodell von Panasonic, ausgestattet mit DV In/Out und - was damals ebenfalls eine ziemliche Neuerung , zumindest im Bereich der Videoamateurkameras, war, einem 3CCD-Aufnahmechip.

===2. Lieferumfang ===

Im Preis der Kamera inbegriffen war ein Li-Ion Akku von Panasonic, ein CGA-DU14 mit 7,2 V Spannung bei 1360 mAh, eine, für heutige Camcorder-Verhältnisse doch eher große Fernbedienung, der die passende Knopfzelle bereits beilag. Zusätzlich dazu war eine Kombination aus Stereo-Mikrophon und Kabelfernbedienung mit im Lieferumfang dabei, ein Panasonic-eigenes Patent. Dazu fand ich in dem mit "Eierschalenkarton" ausgestalteten Karton der Kamera ein knapp DINA4-großes Anleitungsheft sowie eine Panasonic Garantiekarte vor. Zusätzlich, d.h. parallel zur "normalen" Gewährleistungsdauer von 2 Jahren gibt Panasonic eine 2-jährige Garantie auf das Gerät.
Ein beiliegender Schultergurt sorgt dafür, dass ich die Kamera unterwegs nicht immer in der Tasche oder in einer Hand "mitschleppen" muss.
Damit man die Kamera als Webcam "missbrauchen" kann und um via USB Foto- oder MPEG4 - Videodateien auf den heimischen PC überspielen zu können, lag ebenso eine Treiber-CD, passend für Windows XP, der Kamera bei. Dazu gab es ein Adapterkabel für den in 3,5 mm Klinkenbuchse vorliegenden, analogen FBAS Ein-/Ausgang von Klinke auf 3x Cinch.
Last not least war natürlich das passende Netzteil zur Kamera mit dabei, welches gleichzeitig als Aufladegerät für den Akku fungiert - die Akkus müssen so zum Aufladen nicht in der Kamera verbleiben, man setzt sie auf das Ladegerät und gut ist, beileibe keine Selbstverständlichkeit ! Will man die Kamera über das in der Doppelfunktion als Ladegerät/Netzteil funktionierende Gerät über das Stromnetz betreiben, muss man dafür die beiliegende Adapterplatte in den Batterieschacht hinten an der Kamera einsetzen und das davon abgehende Kabel an das Netzgerät anschließen - eine Stromanschlußbuchse im klassischen Sinne hat die Panasonic NV GS 70 also nicht...

===3. Erster Eindruck ===

'''3.1 Die Kamera'''

Zunächst mal eine Blickdefinition: die Bezeichnungen "links" und "rechts" beziehen sich jeweils auf eine Sicht von vorne (d.h. auf das Objektiv gerichteten) Blick auf die Kamera.

Die Kamera macht dank ihrer gebürsteten, silberfarbenen Metalloptik sofort einen wertigen Eindruck auf mich. Tatsächlich wird hier nicht in jedem Fall Metall "vorgeflunkert", die rechte Seite des Kameragehäuses besteht überwiegend aus Metall. Kunststoffteile wurden allerdings hier für den in Stufen um 90 ° nach oben klappbaren Farbsucher sowie das, von vorne gesehen, um 90 ° nach rechts ausklappbare, 6,3 cm in der Diagonalen messenden LED-Displays verwendet. Der eher in dunkelgrau bis schwarz gehaltene, linke Teil des Kameragehäuses, der u.a. den Kassettenschacht für die DV-Kassetten und alle wichtigen Bedienelemente umfasst, wurde dagegen durchweg aus Kunststoff gefertigt. Lediglich die Griffmulde oberhalb des Kassettenschachts wurde mit einem griff- und rutschfestem Gummi ausgestattet. Auf der linken Seite des Gehäuses ist ebenso die Handtrageschlaufe angebracht, die dank eines verstellbaren Klettverschlusses in der Größe der Hand angepasst werden kann. Die Riemen sind dabei aus stabilem, gewebten Kunstfaserstoff gefertigt worden.

'''3.2 Die Fernbedienung'''

Die mit den Abmassen von 11cm x 5,5 cm doch eher recht große Fernbedienung der NV GS 70 machte ebenso einen sehr guten , ersten Eindruck auf mich, der, wie sich in den Jahren zeigen sollte, auch nicht trog. Über die Fernbedienung kann ich alle wesentlichen Funktionen der Kamera per Infrarot fernbedienen. Zu diesen fernbedienbaren Funktionen gehört u.a. die Zoom-Steuerung, Aufnahmestart/stop, die Menunavigation und die Steuerung der Laufwerksfunktionen. Insgesamt fällt mein Urteil für die Verarbeitung und Tastenanordnung, sowie die Größe der Tasten der Fernbedienung durchweg positiv aus.

== 4. Die NV GS 70 - das Bedienkonzept ==

=== 4.1 Bedienelemente: Tasten und Schalter ===

Die Bedienelemente finden sich überwiegend im/am hinteren,linken Teil der Kamera. Die Aufnahmetaste ist direkt neben der Akkubucht der Kamera angebracht und besteht aus einer Kombination aus einer runden Drucktaste sowie eines Drehschiebeschalters, über den ich die Kamera an und ausschalte und zwischen den einzelnen Betriebsmodi der Kamera umschalten kann. Durch das eine Vielzahl von Funktion bietende Menu navigiere ich bei der NV-GS 70 nicht etwa, wie es bei moderneren Camcordermodellen "von heute" der Fall ist, über einen Touchscreen. Die Menufunktionen rufe ich über eine runde Menutaste auf. Die Menufunktionen werden dabei durch ein Rändelrad, welches oberhalb dieser Taste an der Kamera angebracht ist, durchgeschaltet. Komfortabler ist das Menu allerdings über die Fernbedienung (s.u.) zu steuern, allerdings ist es mit ein wenig Übung für mich im Laufe der Zeit kein Problem gewesen, die Kamera auch ohne Fernbedienung durch die Menusteuerung zu bedienen. Später bin ich so auch ganz ohne die Fernbedienung ausgekommen. Die Laufwerksfunktionen im "VCR"-Modus kann ich auch direkt über die Kamera steuern. Diese Tasten tauchen auf, wenn ich das Display ausklappe. Sie sind in Form von Folientasten gehalten. "Folientasten?", werden jetzt einige kritische Geister fragen, "bei einer solch teuren Kamera ?" . Tatsächlich setzte Panasonic auf die doch eher "verrufenen" Folientasten, da diese gemeinhin ja dazu neigen schnell kaputt zu gehen und eher für mindere Qualität sprechen. Im Fall der NV GS 70 kann ich jedenfalls nur sagen: die Tasten erfüllen ihre Aufgabe bis heute recht zuverlässig, da sie, nach wie vor, einen doch angenehmen und vor allem zuverlässig ansprechenden Druckpunkt haben. Von der Bedienung her habe ich also weitgehend die Wahl, ob ich nun alles per Fernbedienung steuern möchte, alles direkt an der Kamera steuere oder mich einer Kombination aus beiden Möglichkeiten bediene. Ich bin mit letzterer Methode eigentlich immer recht komfortabel gefahren.

=== 4.2 Menus und Funktionen ===

Die Menus und Funktionen sind jeweils abhängig vom jeweils gerade eingestellten Betriebsmodus der Kamera anwählbar bzw. verfügbar.


''' 4.2.1 "CAM" - Kameramodus'''

Der wichtigste Betriebsmodus dürfte dabei der "CAM" , also Kameramodus sein. Nur in diesem Modus kann ich die Kamera auch wirklich zur Aufnahme von DV-Videoaufnahmen verwenden.
Dabei teilt sich die Aufnahmefunktion in zwei Bereiche auf, die durch einen Schiebeschalter auf der rechten Seite der Kamera gesteuert wird. In der Stellung "DV" kann ich
im Cam-Modus auf die DV-Kassette aufzeichnen und per Druck auf die "Photoshoot"-Taste der Kamera Videostandbilder auf das Band speichern. Über das Menu zuschaltbar ist hier auch ein "Kameraclick"-Geräusch, welches dann in der Videoaufzeichnung hinzu gemischt wird.
Stelle ich den besagten Schiebeschalter auf "SD-Card", erfolgen dagegen die Aufzeichnungen auf die in die Kamera einzulegende SD-Karte.
Im SD-Cardmodus werden Filme im MPEG4-Format auf die SD-Karte aufgezeichnet, wenn ich auf den Videoauslöser drücke. Diese so aufgenommenen Clips weisen allerdings eine geringere Auflösung als dies bei einer Aufzeichnung auf die DV-Kassette der Fall ist. Die Videoauflösung der MPEG4-Clips kann ich dabei ebenfalls im Menu einstellen. Möglich sind Aufzeichnungen mit 320x240 Bildpunkten mit Stereoton sowie 640x480 Bildpunkten mit Mono-Ton. Eigentlich knipste ich in diesem Modus immer nur ein paar Fotos, die dann als JPEG-Aufnahme mit einer Auflösung von bis zu 1536 x 1152 Bildpunkten, was nach heutigen Massstäben natürlich eher wenig ist. Dafür waren die Fotoaufnahmen allesamt recht ordentlich in ihrer Farbtreue - auch dank des Dicomar-Objektivs und der 3CCD-Technik !
In dunklen Situationen schaltete sich der eingebaute Blitz automatisch hinzu...

'''4.2.2 Menu im Cammodus'''

Die Menus der NV HS 70 sind allesamt im sogenannten "Pullthrough"-Modus gehalten, durch die ich mich wahlweise mit einem Scrollrad in Kombination mit der Menutaste an der Kamera durchwähle. Dabei gibt es mehrere Hauptmenus, die nach Aufruf in mehrere Untermenus gegliedert sind. Neben dem Umstellen von einigen Betriebsmodi kann ich auch unter verschiedenen Aufnahmemodi wählen. Hervor zu heben ist hier besonders der Aufnahmemodus "Cinema Mode". In diesem Modus werden bei der Aufnahme schwarze Balken im 16:9 Format ins Videobild eingeblendet. Dies ist besonders heute, im Zeitalter der 16:9 Fernseher, von gesteigertem Interesse. Dank dieser Funktion kann ich so also die Filme so aufnehmen, dass sie später auch an einem entsprechenden TV ohne Verluste von Bildanteilen bildfüllend abgespielt werden können. Der Nachteil: es handelt sich hierbei nur um eingeblendete 16:9 Balken, die Kamera zeichnet auch in diesem Modus im 4:3 PAL Videoformat auf. Das heisst also, dass zur Wiedergabe auf einem Flat TV die Balken bei vielen Modellen manuell aus dem Bild gezoomt werden müssen. "Anamorphes" 16:9 kommt also nicht aufs Band mit der NV GS 70... Daneben gibt es noch mehrere Digitaleffekte, mit denen ich ein laufendes Video aufnehmen möchte. Dazu zählt z.B. der Sepiaeffekt, der das Videobild rein in Brauntöne taucht und dergleichen mehr. Ich bin ehrlich: ich habe anfangs, wo die Flat TVs noch nicht "in" waren, immer nur im "normalen" 4:3 Modus ohne Effekte aufgenommen. Erst später, als diese Geräte aufkamen, nutzte ich überwiegend den Cinema-Modus für meine DV-Aufzeichnungen.

''' 4.3 "VCR" - Videorecordermodus'''

Dazu gibt es den "VCR"-Modus, also "Videorecordermodus". In diesem Betriebsmodus kann ich Aufnahmen von einer im DV-Kassettenlaufwerk der Kamera liegenden DV-Cassette abspielen. Die Video- und Audiosignale kann ich über jegliche der eingebauten Video bzw. Audioanschlüße z.B. auf einen Fernseher weitergeben.

'''4.3.1 Ausgabe /Aufnahme über den DV-Anschluß'''

Für mich war hier besonders der DV-Anschluß der Kamera von Bedeutung. Über diesen Anschluß werden die digitalen Aufzeichnungen, die auf der DV-Cassette gespeichert wurden, auch in digitaler, verlustfreier Form an ein dazu geeignetes, digitales Aufzeichnungsmedium weitergeben. In meinem Fall lief das über einen IEEE 1394 Anschluß,der je nach Hersteller auch Firewire (Apple) oder iLink (Sony) genannt wird, der in meinem PC eingebaut war. Über diese Schnittstelle liefen die Daten, wie schon erwähnt, verlustfrei auf den PC. Mithilfe eines dazu geeigneten DV-Aufnahmeprogramms wanderten die digital übermittelten Daten als DV-AVI Videodatei auf die im PC eingebaute Festplatte, von wo ich diese Datei dann mit einem Videoeditor weiter bearbeitet habe. War der Film am PC zu meiner Zufriedenheit fertig "gerendert", also aus den editierten Videoinhalten zu einer neuen DV-AVI Datei zusammengestellt worden, wanderten die Daten über die DV-Schnittstelle des PC dank der DV-In Funktion des in der Kamera eingebauten DV-Anschlusses wieder auf ein extra DV-Masterband ebenso verlustfrei wieder zurück. Dazu speicherte ich die fertig editierte DV-Datei auf dem PC auf eine externe Platte - die Kombination aus Datensicherung auf DV-Band plus Datensicherung auf eine externe Festplatte war für mich so eine Art "doppelte Absicherung".

'''4.3.2 Unbedingt zu beachten beim Anschluß der Kamera an den PC'''

Für die Verbindung zwischen Kamera und PC sorgte dabei immer ein DV- Kabel, welches auf der Kameraseite den passenden 4pol-MiniDV Anschluß bot und auf der PC-Seite den 6-poligen DV- Anschluß besaß. Die Kabellänge sollte dabei nicht mehr als 5 Meter betragen, zusätzlich sollte die Kamera immer nur im ausgeschalteten Zustand über die DV-Schnittstelle an den PC angeschlossen werden SONST KANN DIESE SCHNITTSTELLE KAMERASEITIG DABEI U.U. ZERSTÖRT WERDEN ! Etlichen meiner Videofreunde, die ich teilweise "in natura" und teilweise über Onlineforen kenne, berichteten mir schon ihr Leid von zerstörten DV-Anschlüssen, die dadurch zerstört wurden, weil die die Kamera jeweils nicht stromlos an den PC angeschlossen hatten, also bitte beachten ! Wenn die Kabelverbindung über DV von der Kamera an den PC schließlich "steht", kann dagegen die Kamera natürlich wieder eingeschaltet werden - sie muss ja auch angeschaltet werden, denn sonst kann ja nichts an Videodaten vom Gerät / auf das Gerät gespielt werden.

'''4.3.3 Die Kamera als Analog-Digitalwandler'''

Da alle eingebauten Anschlüsse der NV GS 70 sowohl als Video- /Audioeingänge und -Ausgänge funktionieren, kann ich die Kamera somit auch als Wandler von analogen Videoquellen in digitales Video benutzen. Dies habe ich schon mehrfach praktiziert. Dabei schloss ich einen alten S-VHS Videorecorder über den analogen S-Videoein-/ausgang (5pol Mini-Din/Hosiden) an die Kamera an. Die Audiosignale gelangen über den in Form eines dreipoligen 3,5mm Klinkensteckers in die Kamera, der entsprechende Adapter von Cinch auf 3,5 mm liegt der Kamera als Zubehör bei. Die Aufzeichnung kann dabei max. 80 min (DV-LP Modus) betragen, die Audiospur wird dabei allerdings nur in 12bit aufgenommen. Im SP-Modus kann pro DV-Kassette bis zu 60 min. Videomaterial aufgezeichnet werden. Nach der Umwandlung in DV-Video konnte ich so die alten, analogen Aufnahmen über den DV-Anschluß, wie bereits beschrieben, in den PC ausspielen und dort weiter bearbeiten.

== 5. Ergonomie und Bedienkomfort ==

=== 5.1 Die Kamera ===

Die Ergonomie hat mich jedenfalls sofort überzeugt. Die Kamera wiegt mit knapp über 500 g Gewicht (bei eingelegtem Akku) nicht allzu viel, sodass mir auch längere Filmeinsätze aus der Hand heraus nie wirklich "weh" getan haben. Zur Bedienung der Kamera an sich muss ich vorweg schicken, dass es sich bei der NV GS 70 aus meiner Sicht um eine typische Rechtshänderkamera handelt. Linkshänder müssen sehr wahrscheinlich ein wenig trainieren, damit sie die Kamera auch gut beherrschen können. Die Haltehand ( die rechte Hand also) führe ich von unten durch die Handschlaufe, dabei liegen die Finger dieser Hand während einer Aufnahme / des Betriebs der Kamera oben auf dem zugeklappten Kassettenschacht. Mit dem Zeigefinger kann ich die Wipp-Zoom/Teletaste jederzeit sehr gut erreichen. Der Daumen der Haltehand steuert dabei die Aufnahmestart/stoptaste und stellt die Kamera an oder aus und kann ggf. auch den Betriebsmodus der Kamera umschalten.Die Stützhand (die linke Hand) sorgt für die Stabilisierung der Kamera während der Aufnahme. Dies ist besonders wichtig, wenn freihändig (d.h. ohne Stativ) gefilmt werden soll. Ein übermässiges Zittern wird dadurch zumindest auf ein Minimum reduziert, sodass der elektronische Bildstabilisator der Kamera (auf den ich noch zu sprechen komme) bei der Aufnahme nicht allzu viel zu tun hat.

=== 5.2 Die Fernbedienung ===

Die gummierten Drucktasten der Steuerung sind recht übersichtlich angebracht und haben einen guten Druckpunkt - auch nach vielen Jahren der Nutzung noch. Dies ist bei derartigen Fernbedienungen schließlich auch keine Selbstverständlichkeit. Man mag kritisch anmerken, dass die Steuerung für ein Gerät wie einer Videokamera, welche recht oft - wenn nicht ausschließlich- mobil betrieben wird, doch ziemlich groß geraten ist, schließlich will die Steuerung ja auch transportiert werden, allerdings war das für mich nie ein Problem, da ich mir im Laufe der Zeit die Bedienung der Kamera ohne Fernbedienung "draufgeschafft" habe. Zudem ist die Steuerung gerade noch klein genug, um in einer "normalen" für die Kamera geeigneten Kameratasche noch ihren Platz zu finden.

== 6. Bild- und Tonqualität ==

=== 6.1 Die Theorie: geringeres Farbrauschen dank 3 CCD ===

Die NV GS 70 von Panasonic besitzt für die Farbaufnahme von Videos über das recht lichtstarke Leica Dicomar-Objektiv gleich 3 CCD-Chips. Dabei ist jeder einzelne Chip auf eine der drei Farben Rot, Grün und Blau spezialisiert, d.h. jeder Chip "scannt" das aufzunehmende Bild nach seinem auf diesen Chip spezialisierten Farbanteil. Durch ein im Objektiv eingebautes dichroitisches Prisma wird dabei jedem der 3 eingebauten Chips das von ihm auszuwertende Farbspektrum des Lichtes zugewiesen. Zusammengesetzt werden die von den 3 Chips so einzeln registrierten roten, grünen und blauen Farbmasken dann von einem digitalen Bildprozessor, der diese Einzelbildinformationen zu einem Videobild zusammenbaut. Dies geschieht dabei in Echtzeit. Der Vorteil der 3CCD-Technik gegenüber den verbreiteteren Single-CCD Camcordermodellen ist dabei das vergleichsweise geringere Farbrauschen. Ein Nachteil dieser Technologie ist dabei, dass jeder der drei Chips in der NV GS 70 eine Größe von 1/6 Zoll aufweist. "Normale", gebräuchliche Single CCD-Chips, die in Kameras vergleichbarer Preiskategorien verbaut werden, haben hier in der Regel eine Größe von immerhin 1/4 Zoll. Dafür sind diese Chips dann auch vergleichweise schlechter in der Auswertung des Lichts, was sich bei diesen Modellen dann in recht starkem Farbrauschen äußert, welches schon bei Lichtverhältnissen einsetzen kann, die man gemeinhin eher als "Dämmerlicht" ansehen kann...

=== 6.2 Die Praxis: DV-Videoaufnahmen mit der NV GS 70 in unterschiedlichen Lichtsituationen ===

'''6.2.1 Normales Tageslicht'''

Die Farbtreue von Aufnahmen, die ich mit der Kamera bei guten, "normalen" Lichtverhältnissen am Tage aufnehme, ist einfach großartig. Dazu trägt natürlich auch das eingebaute Leica Dicomar Objektiv bei, welches dank seiner asphärischen Linsen zusätzlich unschöne Farbverzeichnungseffekte mit verhindert. Verzeichnungen oder Farbrauschen konnte ich niemals bei diesen Idealbedingungen feststellen. Auch chromatische Aberationen, wie sich sich bei manchen Kameras z.B. in Blausäumen um Bäume oder Gegenstände bei blauem Himmel bilden, die sich im Bild an der Horizontgrenze befinden, sind ebenfalls mit der NV GS 70 nicht drin. Besonders besticht für mich dabei die tolle Auflösung der Farben von menschlicher Haut - sie kommt sehr natürlich und sauber aufs Videoband. Großartige Weitwinkeleigenschaften besitzt das Objektiv dagegen nicht. Ab 35 mm KB aufwärts geht es bis zur Telestufe (Optisch 10x) auf 350 mm KB. Wer mehr Weitwinkel möchte, es gibt / gab im Handel erhältliche Vorsatzlinsen. Für meine Zwecke reichten aber die Weitwinkeleigenschaften in aller Regel aus...

'''6.2.2 Dämmerlicht / Dunkelheit'''

Die Kamera hat dank des sehr lichtstarken Dicomar-Objektivs von Leica und dank der in der Kamera verbauten und recht lichtempfindlichen 3 CCD-Chips eine sehr hohe Schwelle, ab der es zu Farbrauschen kommt. Erst bei wirklich stockdunkler Nacht, wo ich selber kaum die Hand vor Augen sehe, muss auch die NV GS 70 die Waffen strecken, denn ganz ohne Licht geht es eben nicht.Aufnahmen bei Kerzenlicht werden allerdings - leider - mit einem unschönen Lichtpunkteffekt versehen, der sich immer oberhalb einer im Bild befindlichen Lichtquelle befindet. Daher lieber nicht direkt in eine Lichtquelle filmen. Anders lautende Erklärungen in "Fachforen", die der Kamera eine Schwäche bei Dunkelaufnahmen attestieren oder unterstellen, kann ich ganz und gar nicht nachvollziehen. Offenbar haben sich manche Theoretiker bei ihrer Bewertung von der Tatsache blenden lassen, dass die 3 CCD Chips jeweils kleiner sind als der eine Chip einer Single CCD Kamera- leider haben sie dabei vergessen, dass Fläche längst nicht alles ist. Was sie dem Single CCD-Chip an Größe nachstehen, machen sie durch ihre vergleichsweise höhere Lichtempfindlichkeit pro Fläche bezogen mindestens wett. Dazu kommt eben auch einfach das durch die 3 CCD-Technik geringere Farbrauschen , was sich auch bei der NV GS 70 voll auszahlt - besonders bei dunklen Aufnahmen. Natürlich muss ich bei dunklen Aufnahmen meistens mit dem manuellen Focus aufnehmen, um scharfe Aufnahmen zu bekommen - bei Dunkelheit streikt eben jeder Sensor, der den Autofocus steuert (diese Aufgabe erledigen NICHT die CCD-Chips...)


'''6.2.3 Der Bildstabilisator und digital Zoom....'''

ist bei der NV GS 70 in seiner elektronischen Form vorhanden. Ich nehme es vorweg: ich habe ihn so gut wie nie genutzt. Der Grund ist ganz einfach: wenn ich etwas näher heranholen wollte, filmte ich immer gleich vom Stativ. So wurden eventuelle Ruckler und Zuppler im Bild gleich vermieden. Außerdem blieb ich immer im optischen 10x Zoombereich dabei. Dazu muss ich einfügen, dass der Bildstabilisator dieses Gerätes nicht wirklich zu meiner vollen Zufriedenheit arbeitet. Habe ich z.B. einen Gegenstand ganz nah auf Zoom herangezoomt und habe den Bildstabilisator aktiv, geht ein Gutteil an Videoauflösung dabei verloren. Das ist für mich nicht tolerierbar. Ebenso habe ich den verfügbaren , bis 500 x aufblasbaren Digitalzoom gemieden. Wer allerdings auf bunten und verschwommenen Pixelsalat "steht", darf natürlich gerne diese Funktion nutzen. Schön ist aber anders...

'''6.2.4 Der Ton zum Bild'''

Über das Einstellmenu im "Cam"-Modus kann ich bestimmen, ob ich im sog. "LP" oder "SP"-Modus auf DV aufzeichnen möchte. Im SP-Modus steht mir dabei der Stereoton in 16 Bit Abtastrate zur Verfügung bei einer Aufnahmedauer pro DV-Cassette von bis zu 60 min, im "LP"-Modus steht mir die Tonspur dagegen "nur" in 12 Bit zur Verfügung, dafür kann ich so 80 min. DV-Video aufs Band bekommen.
So gut wie immer habe ich mich für den "SP"-Modus entschieden, dies lag aber vor allen Dingen an dem von mir eingesetzten Schnittprogramm, welches mit Videos, die mit der Kamera im LP-Modus geschossen wurden, einfach seine Problemchen hatte.
Der Stereoton wird dabei von den vorne, unterhalb des Objektivs eingebauten, internen Stereomikrophonen aufgezeichnet. Alternativ bietet die Kamera einen in 3,5mm Klinke gehaltenen Mikrophoneingang sowie einen Kopfhöreranschluß zur Tonkontrolle während der Aufnahme. Der Stereoton wird von den internen Mikros dabei in nach vorne gerichteter Nierencharakteristik aufgezeichnet, Geräusche von dem hinter den Mikros liegenden DV-Kassettenschacht waren so auch ohne angeschlossenes Mikrophon nicht wahrnehmbar in der Aufzeichnung. Über den Klinkenanschluß kann ich passende externe Mikros anschließen, ich nutze dabei ein Ansteckmikrophon von Vivanco, welches wirklich tolle und saubere Tonergebnisse brachte. Der Ton wird dabei jeweils automatisch von der Kamera ausgesteuert, manuell z.B. in den Tonaufnahmepegel eingreifen, ist also nicht möglich. Die Kamera macht dabei ihre Sache aber recht gut. Der Ton kommt sowohl über die eingebauten wie über den Mic-Anschluß angeschlossene Mikrophone sehr sauber mit guter Stereowirkung passend zum Bild aufs Band.

== 7. "Kontrollinstrumente" - Sucher contra LED Display ==

Das "kontra" ist nicht wörtlich zu nehmen, denn eigentlich ergänzen sich der um bis zu 90 ° nach oben ausklappbare Farb-LED Sucher und das 6,3 cm Bilddiagonale aufweisende Farb-LED Display in ihrer Funktion recht sinnvoll.
Meine Aufnahmen habe ich zwar freihändig und gerade auch über das Stativ überwiegend über das LED-Display aufgenommen. Dabei stört natürlich gerade an hellen Tagen die Tatsache, dass das Display hier nicht entspiegelt ist. Wurde es allerdings ganz arg hell, nahm ich dafür dann doch den Sucher in Anspruch. Die auf dem Display bzw. dem Sucher eingeblendeten Informationen sind übrigens jeweils identisch. Bei dem Sucher handelt es sich um einen LED-Farbsucher mit 113.000 Bildpunkten Auflösung. Er reichte mir immer vollkommen aus, um die Farb- und Ausschnittswirkung der aktuell aufzunehmenden Szene richtig einzuschätzen. Bei weniger hellen Aufnahmesituationen filmte ich dagegen überwiegend mit Hilfe des Displays. Dank 240.000 Bildpunkten Auflösung ist auch das Display für die Beurteilung einer Aufnahmesituation / eines Bildausschnitts schon recht aussagekräftig. Das Display kann ich dabei bis zu 90 ° ausklappen und derart voll nach links ausgeklappt um 180 ° in der horizontalen Richtung drehen. So kann ich mich ggf. auch als Kameramann selber aufnehmen. Die jeweils auf den Sucher / das Display eingeblendeten Informationen umfassen im "Cam"-Modus standardmässig den aktuellen Timecode der eingelegten DV-Kassette in h:mm:ss:ff Ausführung sowie in -fünf Akkubalken- den Ladezustand des eingelegten Akkus. Im VCR-Modus kann ich das Display zur Wiedergabe bereits gefertigter Aufnahmen nutzen, dabei wird dann der Ton durch einen in der Kamera eingebauten Lautsprecher wiedergegeben.

== 8. Etwas zum Akku und den Ladezeiten ==

Das der Kamera beiliegende Li-Ionen Akkumodell mit der Modellbezeichnung CGA-DU14 ist über das beiliegende, auch als Netzteil dienende Ladegerät in knapp 90 min. vollständig aufgeladen. Es hängt natürlich dabei davon ab, wie leer der Akku vor dem Ladevorgang war. Die 90 min. sind dabei die maximal zu erwartende Ladezeit und verringert sich, je voller der Akku zu Beginn des Ladevorgangs war. Voll und frisch geladen, hält dieser Akku die Kamera knapp 90 min in Betrieb. Dabei spielt es keine Rolle, in welchem Modus ich arbeite. Das Filmen ohne das Display zu nutzen, spart dabei schon ein wenig Energie, da die Hintergrundbeleuchtung des TFT-Displays schon einiges an Strom zieht. Allerdings macht sich das reine Filmen durch den eingebauten Farbsucher hinsichtlich einer gesteigerten Aufnahmedauer auch nicht so bezahlt, dass generell zu empfehlen wäre, jetzt nur auf "althergebrachte" Weise durch den Sucher zu filmen. Es mag vielleicht ein Plus von 4-5 Minuten Haltedauer bringen, mehr aber auf keinen Fall... Minutengenau wird die Restakkudauer übrigens nicht angezeigt - diese Anzeige wird durch die klassischen "fünf Akkubalken" im Display / im Sucher signalisiert.
Ein fertig vom Ladegerät geladener Akku wird übrigens durch das Aufleuchten einer grünen LED am Ladegerät signalisiert. Der Akku ragt leider aus der Kamera nach hinten heraus - etwa 2-3 cm stehen so hinten heraus. Diese Tatsache hat mich aber nie gestört. Dafür sitzt der Akku generell fest in der Haltebucht und kann nur durch den Druck auf eine Entriegelungstaste aus der Akku-Haltebucht gelöst werden.

==9. Beiliegendes Zubehör ==

=== 9.1 Das Mikrophon mit eingebauter Aufnahmesteuerung===

Das eigentliche "Kuriosum" des dieser Kamera beiliegenden Zubehörs ist für mich eindeutig das kleine, silberfarbene Elektret-Mikrophon, in welches Panasonic einige Bedienelemente, die für die Aufnahmesteuerung der Kamera verwendet werden, eingebaut hat.
Das Mikrophon wird dabei an kombinierten "Remote /MIC In " Anschluß auf der linken Kameraseite angeschlossen. Über das knapp 1,5 lange Anschlußkabel kann ich Mikrophon anschließen und einige Kommentar so "aus dem Off" oder vor der Kamera abgeben und dank der so hergestellten Kabelfernbedienung die Kamera steuern. Damit dies klappt, muss ich dabei auf den "Talk"-Knopf am Mikro drücken. Den Auslöser kann ich über eine entsprechende Taste am Mikro genauso steuern wie den Weitwinkel-Tele über eine ebenfalls am Mikro eingebaute Wipp-Taste. Ein netter, aber auch ein wenig sinnloser Gimmick. Das Kabel ist für Kommentar vor der Kamera einfach viel zu kurz und für Soloauftritte, wo ich selber ins Bild kommen möchte, ganz ohne Kameramann, ist es vielleicht sinnvoller, mehr Abstand zur Kamera zu haben als die durch das Kabel vorgegeben 1,5 m...

=== 9.2 Treiber-CD ===

Die Kamera kann ich durchaus auch als Webcam nutzen - leider nur bis zu einer Videoauflösung von maximal 640x480 Bildpunkten. Dazu ist die Kamera nach der Treiberinstallation einfach über ein Mini USB auf USB-Kabel an den PC anzuschließen und mit einem entsprechenden Terminalprogramm kann es dann losgehen. Das ist zum einen meiner Meinung nach eigentlich eine "Entweihung" der hochwertigen Kamera zu einer schnöden Webknipse und sollte auch nur eine untergeordnete Rolle spielen. Heutzutage sind selbst günstige Webcams in der Lage, Videostreams mit höheren als dieser Auflösung hin zu bekommen. Weiterer Zusatznutzen der über USB angeschlossenen NV GS 70: ich kann die Filme und Fotos, die auf der SD.-Karte schlummern, über USB auf den PC holen. Der Nachteil: das dauert länger als das Überspielen direkt von der SD-Karte über ein SD-Kartenlesegerät und ist auch erheblich umständlicher.

===9.3 Sonstiges & eventuell sinnvolles, nicht im Lieferumfang befindliches Zubehör===

Die NV-GS 70 ist noch eine der Kameras, die nicht über den, bei aktuellen Videocamcordermodellen üblichen automatischen Objektivverschlußmechanismus verfügt. So ist nach jeder Benutzung, bevor die Kamera in die Tasche wandert, darauf vom Filmfreund Acht zu geben, dass dieser immer vor das Objektiv geklemmt wird, um das Eindringen von kleinen Staubteilchen in das Objektivinnere zu verhindern. Ich habe mir dafür einen Skylight Filter A vor das Objektiv geschraubt. Der kostet nicht viel, filtert das Blau des Himmels ein wenig, d.h. macht das Himmelsblau , so in der Aufnahme vorhanden, noch ein wenig intensiver und verhindert im Zweifel zusätzlich , das feinste Staubpartikel ins Objektiv geraten. Für optische Filter verfügt das Objektiv über ein Schraubgewinde für Filter mit 37 mm Durchmesser. Zusätzlich macht es Sinn, sich einen Zweitakku zu besorgen. Die Akkulaufzeit von knapp 90 min (CGA 14-Akku) ist zwar hört sich zwar nach lang an, im Zweifel reicht es schon aus, während einer Drehpause zu vergessen, die Kamera auszuschalten und der Akku könnte gleich einen Großteil seiner Energie dabei verloren haben. Solch ein Akku kostete anno 2003 allerdings stolze 70 Euro , heute dürfte man auch günstigere Nachbauten im Handel bekommen. Ich habe mir allerdings das gleiche Akkumodell von Panasonic, welches schon der Kamera beilag, einfach nochmal gekauft und es bislang nicht bereut. Beide Akkus funktionieren nach wie vor sehr zuverlässig.

==10. Technisches kurz gefasst ==

=== 10.1 Allgemeines ===

* Video System: Mini DV / 3-Chip-Technik: ja
* Gewicht: 530 g
* Digitaler Ein- Ausgänge: 1x DV In/DV Out / mini USB Anschluss
* Videoanschlüsse: S-Video (In/Out), AV (In/Out)
* Webcam-Funktion
* Maximale Pixel (in Millionen): 1.7 Megapixel
* Aufnahmemedium (Fotos): SD Card
* Größe des LCD-Monitors in Zoll (Diagonale): 2.5 Zoll / 6,3 cm
* Auflösung: Standard Definition (PAL), 720x576 Pixel / Aufnahmeformat: 4:3

=== 10.2 Anschlüsse ===

* Digitale Anschlüsse: DV In/ Out (1x mini DV (IEEE 1394)), mini USB
* Analoge Anschlüsse : S-Video In/Out (1x Hosiden (5pol miniDIN)) , FBAS & analoges Audio In/Out (3 pol 3,5mm Klinkenstecker), Mic In (Audio In,3,5mm Klinke), Kopfhörer (Audio Out, 3,5mm Klinke)
* Sonstige Anschlüsse: Remote Control, Aktiver Fotoschuh für externen Blitz oder Aufsteckmikrophon

===10.3 Objektiv: ===
* Leica DICOMAR Objektiv : f=2.45~24,5 mm 1:1,8
* Optischer Zoom: 10 x / Digitaler Zoom: max. 500 x
* Bildstabilisator: Elektronischer Bildstabilisator

===10.4 Fernbedienungen:===

* eine Kabelfernsteuerung (Kombination aus Stereomikrophon mit Aufnahmesteuerungsfunktion)
* eine Infrarot-Fernbedienung

==11. FAZIT ==

Die NV GS 70 ist eine durch und durch solide Kamera. Ich würde auch heute noch mit ihr meine Videos filmen, wäre da nicht der Trend der letzten Jahre hin zu HD-Video gewesen. Die NV GS 70 ist eben für das auslaufende PAL-Fernsehzeitalter geschaffen worden,und in diesem Sektor der "SD-Kameras" (SD im Sinne von "Standard Definition") macht sie ihre Aufgabe absolut hervorragend. Sie ist dank sämtlicher sowohl als Ein- und Ausgang funektionierender analoger und digitaler Video-und Audioanschlüsse sehr flexibel einsetzbar, im Bereich der Aufnahmetechnik hat sie dank des sehr lichtstarken, weitwinkligen Leica Dicomar-Objektivs und der 3 CCD-Chiptechnik klar die Nase vorn, wobei auch die automatische Tonaussteuerung gute Stereotonergebnisse zeitigt .Dank recht schnell erlernbarer Menunavigation , die nicht per Touchscreen, sondern via Scrollrad und Menutaste oder via Infrarotfernbedienung, ist die NV GS 70 überdies nach kurzer Einarbeitungszeit recht leicht bedienbar. So kann das Display nicht übermässig mit Fingermalen verschmutzt werden, wie dies ja sonst landläufig bei derartigen Eingabemechanismen der Fall ist. Ich empfehle die Kamera weiter - gebraucht und voll funktionsfähig für um die 200Euro würde ich raten: kaufen !

Fazit: Eine tolle Kamera,leider im HD-Zeitalter nicht mehr ganz konkurrenzfähig...

Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Klangqualität:    
Bildqualität:    
Akkulaufzeit:    

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