
Neuester Testbericht: ... und ein Paintprogramm. Das Filmen und Aufnehmen =================== Meine erste Enttäuschung erlebte ich schon beim Aufklappen des ... mehr
Leider nicht tauglich
Multi Swiss DV-330

Name des Mitglieds: castillo
Produkt:
Multi Swiss DV-330
Datum: 14.05.11
Bewertung:
Vorteile: keine
Nachteile: kompliziert, schlechte Bilder, unsauberer Klang
Swiss Multi Swiss DV-330 - Digitalkamera / Camcorder / Diktiergerät /Musik Player
Übergeben haben mir meine Eltern die Kamera im Originalkarton mit USB-Kabel, Ladekabel, Akku, CD-Rom, Handschlaufe und Bedienungsanleitung. Die 1 GB SD-Karte hatten sie schon einsetzt.
Die Kamera (Aussehen)
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Dass dieses kleine rote Gerät kompliziert sein sollte konnte ich mir beim ersten Anblick gar nicht vorstellen. Allerdings empfand ich sie für einen Camcorder mit den Maßen 11 cm x 7 cm sehr winzig. Das Material der Kamera ist aus einem Leichtmetall, die Bedienungstasten und Rädchen sind es ebenfalls.
Bei dem Format ist fällt natürlich auch das Display ( 4cm x 5 cm) nicht groß aus. Das Display dient auch als Abdeckung. Klappt man es auf und schwenkt es zur Seite, ertönt ein Signalton und die Kamera schaltet sich ein.
Die Funktionen
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Diese Kamera soll ein kleiner Alleskönner sein. Fotos und Filme (Videos) können erstellt werden, ein Diktiergerät soll durch sie ersetzt werden und sogar Musik kann man downloaden und abspielen. Die Bedienungsanleitung konzentriert sich aber auf die Funktion als Video Kamera.
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Die Bedienungsanleitung
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Sie ist zweisprachig, englisch und deutsch. Allerdings wurde bei der Übersetzung in die deutsche Sprache nicht korrekt und verständlich gearbeitet. Wer überhaupt keine Ahnung von einer Digitalkamera hat, wird kaum damit zurechtkommen.
Lediglich die bildliche Darstellung mit der Auflistung der Tasten, Lämpchen und Abdeckungen ist fehlerfrei und einigermaßen verständlich. Allerdings ist die Wortwahl etwas sonderbar. Das Display wird Überwachungsbildschirm genannt und die Kontrollleuchten heißen Beschäftigte Lampen. Bis zu der Erklärung des Einlegens des Akkus und der Speicherkarte kann man der Anleitung noch gut folgen. Dann aber wird es schwierig.
Nicht nur die unglückliche Wortauswahl, sondern auch die Rechtsschreibfehler machen es einen Laien fast unmöglich den Weisungen zu folgen. Ich habe es schnell aufgeben.
Die Software
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Mit der Software hatte ich kein Problem. Sie ist mit einem Installationsprogramm ausgerüstet, dass mit Dialogfenstern sehr hilfreich und einfach zu bedienen ist. Leider ist kein vernünftiges Handbuch mit dabei. Dafür aber finde ich das Fotobearbeitungsprogramm klasse. Mit dem bearbeite ich immer noch viele Fotos. Das Programm ist übersichtlich und bietet viele Möglichkeiten. Neben der Aufbesserung der Schärfe, der Kontraste, Helligkeit, Größe und dem Zuschneiden, bietet es Spielereinen wie Rahmen, Texteinfügungen, Cliparts und ein Paintprogramm.
Das Filmen und Aufnehmen
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Meine erste Enttäuschung erlebte ich schon beim Aufklappen des Display. Zwar ist das Begrüßungsbild gestochen scharf, doch die Wiedergabe der Umgebung oder des Motivs lässt zu wünschen übrig. Das Bild ist etwas milchig. Damit meine ich, dass alles etwas weißstichig ist und wenige Kontraste hat. Auch die Auflösung ist grausam.
Was mir gefällt ist die Anbringung des Moduswahlrades. Es ist prima mit dem Daumen zu erreichen und auch zu dienen, da es oben neben dem Display liegt. Doch kompliziert wird es mit der Feineinstellung. Die Zoomtaste liegt auf der Rückseite der Kamera. Das kleine Knöpfchen lässt sich schlecht bedienen. Meistens muss ich die linke Hand mit einsetzen. Bei anderen Anwendungen dient sie gleichzeitig als Richtungstaste.
Ungünstig finde ich auch die Anbringung des Auslösers, der sich in der Anleitung Blendenverschlusskappe nennt. Diese Funktion liegt auch auf der Rückseite, aber ganz oben. Leicht abgeschrägt zur oberen Seite ist sie durch ihre Größe nicht zu übersehen, aber der Daumen muss ähnlich wie bei einer Sprühflasche nach oben gelegt werden, was die stabile Lage in der Hand negativ beeinträchtig. Bei einem Foto macht es sich nicht so stark bemerkbar, doch bei einem Video kommt man schon mal ins Wackeln, denn die Taste muss gedrückt bleiben.
Hat man die Menüauswahl verstanden, was absolut nicht leicht ist, kann man eine Mengevoreinstellungen machen. Das ist unbedingt zu empfehlen beim Drehen kleiner Filme. Die Lichtverhältnisse müssen unbedingt berücksichtigt werden. Weitere Einstellmöglichkeit9en sind ein Datums - und Uhrzeitstempel, die Blitzeinstellung, Belichtungswert, Auflösung, Kontraste, Farben und Landschaftsaufnahmen. Allerdings setzt das ein wenig technisches Verständnis voraus. Doch bei vielen Möglichkeiten ist die Wortwahl einleuchtend und verständlich.
Die Qualität der Aufnahmen
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Die finde ich enttäuschend. Ich glaube, ich habe nicht ein wirklich tolles Foto hinbekommen. Egal wie ich die Einstellungen versucht habe den Lichtbedingungen anzupassen, alles Bilder sind zu dunkel oder mit Hilfe des Blitzlichts zu hell. Zwar lässt sich mit der Software und ihrem Bearbeitungsprogramm einiges ausgleichen und verbessern, doch zufrieden war ich eigentlich nie.
Allerdings habe ich einige nette Videos hinbekommen. Doch es waren immer Filmchen bei Sonnenschein und guten Verhältnissen. Die Innenaufnahmen werden leider auch häufig zu dunkel. Recht gut ist aber die Tonwiedergabe. Beim Anschauen im Display sind die Geräusche recht schrill, doch über TV oder PC bezeichne ich die Tonwiedergabe als klar und verständlich.
Diktieren und Musik laden und hören
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Beides empfinde ich als Spielerei. Um zu diktieren muss ich die Kamera viel zu dicht an meinen Mund führen. Das winzige Mikro nimmt jedes Nebengeräusch gleich laut mit auf. Die Wiedergabe über die Kopfhörer ist nicht besonders gut zu verstehen. Der Text muss ganz klar, langsam und am Besten monoton gesprochen werden. Das macht wenig Spaß.
Das Laden von Musik ist nicht besonders kompliziert. Allerdings muss die gewünschte Musik erst auf die Festplatte und in einen Ordner gespeichert werden, um dann in den Musikmodus kopiert werden. Die Wiedergabe ist mittelmäßig. Nervig ist aber, dass bei jeder Veränderung der Einstellung (Lautstärke, Ordnerwahl) die Abdeckung (Display) geöffnet werden muss. Besonders blöde ist das auf dem Rad oder wenn man die Hände voll hat (Taschen tragen). Ein Ersatz für einen MP3-Player ist das wirklich nicht.
Das Menü und die Funktionstasten
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Ich habe nun wenig Lust alle Menüfunktionen oder die Tasten zu erklären, dass macht auch keinen Sinn. Doch über die Handhabung möchte ich mich kurz auslassen. Für große Hände wird das Bedienen bestimmt zur Qual. Die Knöpfe und Tasten sind sehr klein und liegen ziemlich dicht aneinander. Dreht man das Rad um einen Modus zu wählen, kann es vorkommen, dass man auch gleichzeitig die Richtungstaste mit erwischt.
Häufig betätigt man auch eine falsche Taste, weil die Funktionen und die Anbringung etwas unlogisch sind. Mag sein, dass sich alles bei häufiger Nutzung einprägt, doch ich hatte hin und wieder so meine Probleme.
Meine Meinung/Erfahrung
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Im ersten Moment war ich glücklich über das Geschenk. Doch schnell habe ich verstanden, warum meine Mutti damit nicht klar kommt. Da sie wenig PC-Erfahrungen hat, waren ihr viele Ausdrücke in der Anleitung nicht geläufig und bei der schlechten Übersetzung fast unverständlich. Auch haben sie die vielen Tasten irritiert. Viel besser ging es mir ja anfangs auch nicht. Ich hatte ja auch keine Erfahrungen mit Digitalkameras und sehr bewandert am PC war ich auch nicht.
Gleich am nächsten Tag habe ich die Kamera mit in den Hort genommen und zwei Filmchen gedreht. Gemeinsam mit den Kindern haben wir uns die lustigen Szenen im Display angeschaut und uns über unsere komischen Stimmen amüsiert. Alles wirkte eigentlich zufrieden stellend. Doch schon die ersten 4 Fotos, die ich von einigen Kindern gemacht habe gefielen mir nicht. So dunkel und die Auflösung war schwammig.
Zu Hause wollte ich dann auch mein erstes Produktfoto von einer Creme machen. Das war aber nichts. Die lila Tube bekam ich nicht ins rechte Licht. Selbst auf der Fensterbank war es zu dunkel und eine Nahaufnahme wollte mir auch nicht gelingen. Die Qualität war grauenvoll. In der Hoffnung, dass ich mit der Software noch etwas verbessern kann, legte ich die CD in den Rechner. Bei der unkomplizierten Installation bekam ich wieder Hoffnung. Zwar konnte ich etwas mehr Schärfe und Kontraste herausholen, doch doll war das nicht.
Nahaufnahmen kann man einfach vergessen. Der Abstand muss schon mindestens 1,5 Meter sein. Wirklich farbenfroh finde ich die Bilder auch nicht. Deshalb behaupte ich, dass das Gerät als Digitalkamera versagt und eigentlich unbrauchbar ist.
Da die Filmchen (Videos) aber recht gut werden, nutze ich die Kamera noch so hin und wieder. Allerdings nicht für Urlaubs oder Landschaftsfilme. Für lustige Momente auf dem Spielplatz, auf Partys oder Grillabende (Tageslicht) ist sie brauchbar. Sie ist robust, verträgt auch einen kleinen Sturz und sollte ihr was passieren, geht die Welt nicht unter. Doch dafür lohnt sich der Kauf nicht.
Ich habe nur zweimal den Versuch gemacht, es als Diktiergerät zu nutzen und das Ergebnis war unzufrieden. Da ist man Walkman gleichwertig. Allerdings habe ich mir damit einige Telefonnummern gemerkt, wenn ich keinen Schreiber zur Hand hatte und die Kamera zufällig dabei war.
Circa 4 Monate habe ich mich mit der Kamera abgequält, dann hatte ich die Nase voll. Bei ciao habe ich nicht nur ein Bild von ihr einsetzt. Das habe ich aber auch lange überarbeitet. Musik habe ich vielleicht dreimal abgespielt, doch dafür ist mir das Gerät zu umständlich und auch zu groß und füllig. Ferner hat mich der Klang auch nicht überzeugt.
Der Akku lädt verhältnismäßig schnell auf und hat eine ungewöhnlich lange Laufzeit.
Kaufempfehlung
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Somit kann die die Kamera nicht empfehlen. Sie wird zwar bei ebay sehr günstig angeboten, doch sie ist auch keine 30,- Euro wert. Der eigentliche Preis vor 3 Jahren von 129,- Euro ist schon fast eine Frechheit. Ich vergebe nur 1 Stern für die Videoaufnahmen. Doch im Vergleich zu anderen, sogar ganz günstigen Kameras, schneidet diese nicht gut ab. Also Finger weg.
Schlusswort
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Ich habe ganz bewusst auf technische Details und Ausführungen verzichtet. Erstens verstehe ich selbst sehr wenig davon und zweitens wollte ich meine Erfahrungen mit dem Umgang der Kamera in den Vordergrund stellen. Doch die Produktdaten will ich euch nicht vorenthalten und habe das Gefundene kopiert und hier zum Schluss eingesetzt.
Typ - 12.0 Megapixel, Digitale Video Kamera
Sensor - 3.1 Megapixel, 1/2 CMOS
Auflösung - (4000x3000) maximale Auflösung
Linse - Fokus Linse: F=2.8, f=9,6 mm
Fokusweite - 200-250 mm (Macro)
Zoom - 8 fach Digitalzoom
Aufnahmen - Automatisch (Manuell: +/- 2.0EV)
Weißabgleich - Auto, Taglicht, Wolfram, Fluoreszierend, Trüb
Display - 2.0" Farb LTPS LCD
Blitz - Auto, Aus, automatische Reduktion roter Augen, Konstant
Speicher - Intern: 16 MB, Extern: erweiterbar mit SD
Selbstauslöser - Ca. 10 Sekunden verzögert
Datei Format - JPEG für Fotos, MPEG 4 für Filme
Webkamera - 30 fps (für 640x480 Pixel)
Betriebssysteme - PC Windows 98SE/2000/ME/XP
Software - ArcSoft Photo Impression und Video Impression
Sprachen - Deutsch, Englisch, Italienisch, Spanisch, Japanisch, Chinesisch
Verbindungen - USB 2.0
Batterie - Lithium Ionen Akku
Gewicht - Ca. 138 Gramm (ohne Akku und Speicherkarte)
Fazit: Das Geld kann man sich sparen
| Zuverlässigkeit: | ||
| Bedienkomfort: | ||
| Klangqualität: | ||
| Bildqualität: | ||
| Akkulaufzeit: |
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