Gute Hardware, schlechte Software, schlechtes Format
JVC GR-PD1E

Name des Mitglieds: x30n
Produkt:
JVC GR-PD1E
Datum: 12.06.05
Bewertung:
Vorteile: Vollbildaufzeichnung mit 25 oder 50 FPS, Sehr gut verbaut, Angenehme Bedienung, MiniDV
Nachteile: Mitgelieferte Software ist Müll, kein Support, Völlig unbrauchbar zur weiteren Verarbeitung
Wir quälen uns mit dieser Cam nun schon seit gut einem 3/4 Jahr herum. Die Optik ist gut und das Gerät ist sehr angenehm in seine Bedienung. Die wesentlichen Probleme tauchen jedoch erst dann auf wenn man das was man aufgezeichnet hat verabreiten will. Zwar liefert JVC in dem sehr mageren Softwarepaket ein Capturing Tool mit, dieses erfordert jedoch zwingend Windows XP. Jemand der vielleicht lieber Windows 2000 verwenden möchte, schaut in die Röhre.
Es gibt KEINE Kameratreiber und es gab zu der Zeit als wir die bekamen auch noch KEINE Information darüber, dass man als Treiber den Systemtreiber "JVC-Bandgerät" braucht. Die Suche nach dem passenden Treiber dauerte damit auch NUR drei Tage. Inzwischen gibt es, wenn man auf der JVC Homepage ausgibig sucht, sogar ein PDF in dem das drinen steht. Ruft man bei JVC an, kennt sich allerdings niemand aus.
Wenn das Capturing Tool überhaupt einmal funktioniert, erzeugt es *.m2t Dateien. Dieses Format wird von so gut wie keinem gängigen Schnittprogramm verstanden. MainConcept kann es zwar konvertieren, doch werden dafür wieder über 100 EUR fällig. Außerdem hat die Konvertierung noch nie sonderlich gut funktioniert.
Das mitgelieferte Schnittprogramm ist völliger Müll. Es versteht zwar das m2t Format, aber es ist absolut unbrauchbar. Da es sich noch dazu um eine LE Version handelt ist es nicht einmal geeignet die Daten in ein brauchbares Format zu konvertieren.
Sucht man 2 Wochen lang in einschlägigen Foren findet man heraus, dass Sony Vegas ein sehr geeignetes Programm zur Weiterverarbeitung sein soll. Vegas versteht das m2t Format, kostet aber knapp 700 EUR. Capturing ist dennoch nicht direkt möglich. Wir haben uns die Trial Version von Vegas besorgt und mussten feststellen, dass es das m2t Format zwar laden kann, aber Aufnahmen die mit 25FPS gemacht wurden, dennoch mit 50FPS abgespielt werden. So ist es nötig, jeden Clip erst mal auf 50% Abspielgeschwindigkeit zu reduzieren. So gesehen, auch nicht wirklich brauchbar, aber es lassen sich Ergebnise produzieren. Der Weg dort hin ist jedoch enorm steinig.
Wir suchten unser Heil in einem Mac Mini, der Final Cut HD mit liefert. Die Kamera wurde sofort erkannt, und wir machen den ersten Import der Daten. Klappt wunderbar, jedoch hat es das selbe Problem mit dem 50FPS. Es ist nicht möglich eine 25FPS Aufnahme ordentlich zu importieren.
Bis jetzt ist ein 3/4 Jahr vergangen und es ist uns noch nicht gelungen auf einfachem Weg ein halbwegs brauchbares Ergebnis damit zu erzeugen.
Ich kann zu der Kamera leider nur ein Fazit aussprechen: Die Hardware ist exzelent, aber dennoch ist die Kamer absolut unbrauchbar. Es ist nicht möglich die Kamera an einen Computer anzuschließen und los zu legen. Die beigelegte Software ist eine Frechheit. Das Capturing Tool erzeugt ein fast unbekanntes Ausgabeformat und selbst hochkarätige Programme wie Sony Vegas haben Probleme mit der richtigen Erkennung der Framerate.
Schade, dass JVC sich hier nicht mehr ins Zeug legt, denn die Kamera hätte wirklich Zukunft. Noch einmal mache ich sicher nicht den Fehler und kaufe ein JVC Produkt.
Fazit: Gute Hardware, dennoch unbrauchbar.
| Zuverlässigkeit: | ||
| Bedienkomfort: | ||
| Klangqualität: | ||
| Bildqualität: | ||
| Akkulaufzeit: |
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