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Produkttyp: JVC Camcorder
Neuester Testbericht: ... die Schraubverbindung am Boden der Kamera fixiert werden, ist nicht in der Lage zu laden und beherbergt nur noch die Audio- und Video-Ver... mehr
JVC GR-DVX8 – Digitaler Rückschritt oder Sonys Competitor!?
JVC GR-DVX88

Name des Mitglieds: B-Creative
Produkt:
JVC GR-DVX88
Datum: 03.09.02, geändert am 03.09.02 (1161 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Preis, Monitor, Lieferumfang
Nachteile: Preis, It´s not a SONY, Akkulaufzeit
JVC GR-DVX8 – Digitaler Rückschritt oder Sonys Competitor!?
Nur weil die „alte“ Cam durch Diebstahl abhanden gekommen ist, habe vor ein paar Monaten einen neuen Alltags-Digital-Camcorder für´s Geschäft gekauft. Wir nutzen solche Teile für Motivreisen, Castings und durchaus auch für private Belange. Das Spektrum der Nutzungen und Einsatzgebiete reicht somit vom hell ausgeleuchteten Pseudo-Studios bis zu öffentlichen Plätzen ohne Leuchthilfen. Der Schurke, der die Nachlässigkeit unserer Mitarbeiter zu seinem Vorteil nutzen konnte, hat gut lachen und unseren geschätzten JVC-Vorgänger.
Aber fangen wir doch einfach mit dem Lieferumfang für die ¼-Chip-DV an und arbeiten uns langsam vor bis ich ermattet über dem Rechner niedersinke... Der handliche Karton ohne unnötige, umweltschädliche Glanzaufdrucke beinhaltet den Camcorder, eine Dockingstation, das 220V-Netz- und gleichzeitig Ladegerät, ein Gleichspannungskabel, einen Akku, eine IR-Fernbedienung, zwei Batterien für die kleine Remote-Control, ein Schnitt-Steuerkabel, ein AV-Kabel, ein JLIP-Kabel, einen Chinch-Adapter, 2 Kabelfilter, ein PC-Verbindungskabel und obendrein eine Software-CD-Rom. Eine durchaus verständliche Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen ist selbst-verständlich, aber für versiertere Nutzer keine Notwendigkeit! Wer anhand einer Anleitung denken lernt, könnte die Energie auch direkt ins Tüfteln stecken und die Systematik selbst ergründen. Darüber hinaus verfügt das gute Stück über einen AUTOMATISCHEN VORFÜHRMODUS, der selbst dem schwächsten Elektronik-User die Welt der Japanischen Technologien näher bringt. Also, die mitgelieferten BN-V507U-Akkus geladen und losgespielt!
Läßt man außer acht, dass bei Sucherbetrieb die Leistungsaufnahme ca. 5W beträgt, und dass nach ca. 50 Minuten schon Schluss mit lustigem Filmen ist, sollte man sofort Zusatzakkus erstehen. Die Alternativen BN-V514U halten schon fast eine Stunde mehr und bei den V856U sollen gigantische 7
:30h drin sein! WOW! Aber mit den Seriendingern, läuft die kleine DV-Cam leider weniger Minuten als der verlustig gegangene Vorgänger mit den Serien-Akkus!!! Der Elektronik-Gott hab sie seelig...
Die Bauform(125x97x51mm), das silberne Design, das 2,5´´ACTIVEMATRIX LCD Klapp-und-180Grad-Schwenk-MONITOR und die Menü-Führung haben sich nur unwesentlich geändert. Es würde sicher zu weit führen, wenn ich hier jedes Feature und Gadget näher erläutern wollte. Äußerlich hat sich die Schalter- und Bedien-Ergonomie nicht unbedingt zu ihrem Vorteil verändert, ist aber unproblematisch. Die Bedienbarkeit der Player-Funktionen via „Button“ sitzt jetzt zwar gut zugänglich on top, ist aber relativ klein ausgefallen. Für Holzfäller untauglich. Der ehemals frikkelig kleine SNAP-SHOT-Knopf ist auch von der linken Seite unter den Aufnahmeknopf weggewandert. Wesentlich praktischer und leichter zu starten, ohne das komplette Bild aus der Achse zu hebeln als früher.
Flux hat man auch festgestellt, dass die Neue trotz besserer Nenn-Werte mehr optische Schwächen an den Tag oder besser in die Nacht legt, als die vermeintlich veraltete! Schon bei dunkleren Zonen sieht man im an sich guten Display die Neigung zum Grieseln und einen harten Rotstich. Da macht das F1,8-Objektiv dem Chip das Leben schwer. Besser dagegen das nunmehr extrem nervös zu fahrende 200-Fach-Zoom. Das Besser bezieht sich dabei lediglich auf den Faktor, wie schon angedeutet ist die Bedienung jetzt eine Katastrophe. Der Geneigte Filmer sollte ohnehin auf Zooms verzichten, denn die Privat-D.O.P.´s ergehen sich zu oft in wirren Fahrten durch die Prärie um so die Dollyfahrten zu ersetzen. Bei einem 200er-Zoom führt das zudem zu gigantischen Wackelarien.
Neu und sinnvoll ist der PS-Mode, der zitterfreie Standbilder garantieren soll, um über die mitgelieferte Software auch Bildbearbeitung betreiben zu können. Dazu ein Software-Exkurs. Das Rundum-Paket hat alles was der Privatier so benötig
en könnte, wirkt aber sehr chinesisch, ist eigentlich für den Englisch- sprachigen Weltbürger produziert und erklärt sich nicht immer von selbst! Das Problem der PS-Einstellung ist, dass diese beim Videotapen ruckt, um zitterfreie Einzelbilder zu erstellen. Trotz Info in der Mitte des Displays ist es mir schon des Öfteren passiert, dass ich nicht den Normalmodus für die reguläre Aufnahme gewählt habe und umgekehrt. Will man Photos ziehen muss das PROGRESSIVE-SCANNING eingestellt sein!
Der Sucher blieb schon früher und bleibt auch nun wieder zumeist ungenutzt. Das TFT-Display hilft sowohl bei der Führung mit der 2. Hand und lässt das Auge leichter zwischen Handlung und Sucherbild hin- und herwandern, ohne das Bild zu verwackeln. Wenn gewünscht gibt es über diverse Funktionen Auskunft. Wichtig sind solche Dinge wie Restband, bei uns Time-Code und ggf. auch das Datum. Ebenso können alle Warnungen auch via Monitor wahrgenommen werden, wenn man sie denn wahrnimmt! Komischerweis hilft das Große Bild, wenn man den Auto-Focus abgestellt hat, besser als der Sucher. Bei einer Profi-Cam würde man immer das Okular bevorzugen.
Auch das bereits erwähnte Menü mit seinen vielfachen, aber gut beherrschbaren, Einstellmöglichkeiten wird quasi On-Screen navigiert. Wunderbarer Quatsch wie Wipes und Fadertypen sind hier ebenso wie wichtige Ton- und Bild-Einstellungen, Short-Longplay-Auswahl und der Weiß-Abgleich zu variieren.
Da muss man einfach mit oder ohne Gebrauchsanweisung spielen und probieren, wenn man noch kein Crack auf dem Gebiet ist. Aber keine Angst, kaum ein User benötigt das komplette Potential der Heimelektronik.
Das Micro sitzt auf der Oberseite, tut seinen Job im Rahmen seiner Möglichkeiten, wird aber nie den Hörgeräte-Oskar gewinnen. Warum sitzt es auch oben und nicht an der Frontseite, wie der Infrarotsensor? Wer versucht schon Kunstkopfstereofonie mit einem Elektret-Micro zu erzielen?
Manigfaltige Anschlussmöglichkeiten sin
d für jedwede Art Zusatzgeräte und Hardware-Peripherie vorgesehen. Ohne auf Schnitt-Computer und weitere Software einzugehen, kommen wir so auf lapidare Dinge wie die schwache Dockingstation. Die Alte war in der Lage die Kamera per Klick-Arretierung aufzunehmen, um bspw. auf den Video-Recorder zu überspielen, konnte gleichzeitig das Akku in der Cam laden und hatte eine Aufnahme für ein Weiteres, welches ebenfalls Saft ziehen durfte. Das Neue billig wirkende Zwischenstück muss manuell über die Schraubverbindung am Boden der Kamera fixiert werden, ist nicht in der Lage zu laden und beherbergt nur noch die Audio- und Video-Verbindung zur JVC-Außenwelt. Selten dümmlich ist aber die Tatsache, dass man die Akkus nicht mehr einfach aus der Cam nehmen kann, ohne dass man die Dockingstation abschrauben muss... Äußerst ärgerlich daher, ist der Battery-Release - Wenn die Accus im Bateriebetrieb zusammenbrechen, während sie auf die Station geschraubt ist! Als Entschädigung ist die Kleine, wie schon gesagt, PC-tauglich und hat schon alle Technik-Gene von Schnitt bis Nachvertonung verinnerlicht! Sehr QL!
Was die neue Dockingstation nicht mehr kann, muss nun ein externes Ladegerät erfüllen. Die 7,2V DC-Input werden über einen dicken Schwarzen Block einzeln gefüttert. Das führt zu mehr Balast auf Reisen und macht mit der Baugröße wirklich keine Freude. Und Paralleles Laden war gestern!
Die Funk-Remote ist dafür handlich geblieben und befriedigt nicht nur mit den Maßen, sondern durch die steuerbaren Funktionen und die Nutzung von Micro-Batterien anstelle der sonst üblichen Knopfzellen.
Unschwer konnte man herauslesen, das Fortschritt nicht immer auch Besserung bedeuten muss. Daher mag ich ein wenig zu oft den Vergleich zur guten alten Zeit bemüht haben. Für den Otto-Normal-Urlaubsfilmer dürfte sie eigentlich dienlich genug sein und bietet eine ganze Menge Drumherum. Wenn man fair bleiben will, kann man bei gehobenen Ansprüchen auf semi-professionelle Ge
räte zurückgreifen, sollte die gelieferte Qualität nicht genügen! Immerhin sind die meisten JVC´s im Vergleich günstiger als die SONY-Schwestermodelle. Hie und da hat der eine oder der andere Hersteller die Nase vorn! Wobei es immer schwer sein wird an SONY vorbei zu kommen!!!
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Digital Camcorder

