Accu Chek Dextro O.G-T. Saft 300 ml
wie süß bin ich? - Accu Chek Dextro O.G-T. Saft 300 ml Diagnostika

Produkttyp: Roche Diagnost. Diagnostika

Neuester Testbericht: ... in der Bauchspeicheldrüse fehlen (z.B. genetisch bedingt oder nach einer Erkrankung oder Entfernung der Bauchspeicheldrüse), nach Einnahme... mehr

wie süß bin ich?
Accu Chek Dextro O.G-T. Saft 300 ml

peppermint_patty

Name des Mitglieds: peppermint_patty

Produkt:

Accu Chek Dextro O.G-T. Saft 300 ml

Datum: 31.10.10

Bewertung:

Vorteile: beugt Folgeschäden mit rel. geringem Aufwand und Kosten vor

Nachteile: längere Wartezeit

Es hat mich schon ein wenig verwundert, Dextro O.G-T. im Dooyoo-Katalog zu finden - eigentlich ist es kein Produkt, dass vom Benutzer direkt gekauft wird, sondern von Arztpraxen und Krankenhäusern, in denen mit diesem Saft der sogenannte 'Orale Glucose-Toleranztest' (kurz OGT oder OGTT) durchgeführt wird.

Produkt:
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Accu-Chek Dextro O.G-T.
300 ml Saft

Hersteller:
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Pharmazeutischer Unternehmer:
Roche Pharma AG
79639 Grenzach-Wyhlen

Vertrieb:
Roche Diagnostics GmbH
Mannheim

Hersteller:
Patheon France
Bourgoin-Jallieu

Inhaltsstoffe:
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Wirkstoff:
Mono- und Oligosaccarid-Gemisch (Glucose-Sirup), das nach enzymatischer Spaltung einer Menge von 75 g wasserfreier Glukose (6,2 BE) entspricht. Physiologischer Kalorienwert 300 kcal (1256 kJ).

Sonstige Bestandteile:
Johannisbeermuttersaft, Kaliumsorbat (Konservierungsmittel), gereinigtes Wasser

enthält 0,01-0,06 % Alkohol, da der aus Geschmacksgründen zugesetzte Johannisbeermuttersaft Spuren von Alkohol aufweist

Erhältlich:
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freiverkäuflich in Apotheken

Preis:
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ca 4 Euro
Durchführung in der Arztpraxis kostet extra

Aufbewahrung:
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nicht über 25 °C im Umkarton aufbewahren (um Saft vor Licht zu schützen)

wozu dient der Saft?
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zur Diagnose/dem Ausschluß eines Diabetes mellitus

was ist Diabetes mellitus?
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Diabetes mellitus (kurz genannt Diabetes oder Zucker(krankheit) ) ist eine Störung im Glucose(Zucker)stoffwechsel des Körpers.
Der Körper benötigt das Hormon Insulin um Glucose vom Blut in die Zellen einzubringen. Fehlt dieses Hormon oder ist der Körper unempfindlich auf es, sammelt sich die Glucose im Blut an. Das kann zu Folgeerkrankungen führen, z.B. an Augen, Nerven und Nieren.
Es gibt unterschiedliche Typen und Ursachen der Krankheit, z.B. weil die insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse fehlen (z.B. genetisch bedingt oder nach einer Erkrankung oder Entfernung der Bauchspeicheldrüse), nach Einnahme von Drogen oder Giften, hormonell bedingt, usw.
Eine besondere Form hat mich in diesem Jahr betroffen: ein Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes). Bedingt durch die Schwangerschaftshormone entsteht eine Insulinintoleranz, die zu erhöhten Blutzuckerwerten führen. Dies kann zu verschiedenen Komplikationen bei Mutter und Kind führen, z.B. dass das Kind zu schwer wird aufgrund des hohen Kohlenhydratangebots oder nach der Geburt unterzuckert (weil der Körper zu viel Insulin produziert) oder die Mutter einen Bluthochdruck entwickelt.
Die Diabetesbehandlung im Allgemeinen beruht auf den drei Säulen
- Ernährung
- Bewegung
- medikamentöse Therapie.
In leichten Fällen reicht eine Diät aus. In dieser werden Monosaccharide (Einfachzucker) möglichst vermieden, stattdessen dem Körper mehr Kohlenhydrate zugeführte, die er langsam verstoffwechselt.
Falls das nicht ausreicht, entscheidet der Diabetologe, ob eine Therapie mit oralen Antidiabetika (Tabletten, die den Blutzuckerspiegel senken) oder Insulin (als Spritzen ins Unterhautfettgewebe) nötig ist.
Die Therapie wird über Blutzuckerkontrollen überwacht - die Häufigkeit ist abhängig von der Schwere der Erkrankung.
Häufig fällt ein Diabetes erst mal gar nicht auf - zu hoher Blutzucker macht erst mal keine Beschwerden. Später tritt ein hohes Durstgefühl auf, weil der Körper versucht, die überflüssige Glucose mit dem Urin auszuscheiden. Der Urin enthält also viel Zucker - daher auch der Name. Früher wurde mit Hilfe des Urins auch die Dianose gestellt - der Urin schmeckt süß.
Heute möchte wohl niemand mehr zur Diagnostik den Urin trinken - man benutzt lieber einen OGT.


Anwendung:
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Vor dem Test soll man 10 - 16 Stunden nüchtern sein (nichts außer klarem Wasser zu sich nehmen) und nicht rauchen.
Zunächst wird ein Nüchtern-Blutzucker entnommen.
Dann wird 'auf ex' (innerhalb von 5 min) der Saft getrunken.
Nach 2 h wird nochmals der Blutzuckerwert bestimmt.
Bei Schwangeren wird zusätzlich nach 1 h noch ein Blutzucker abgenommen.
Die Blutzuckerentnahmen können sowohl venös (bevorzugt) wie auch kapillär erfolgen.
Der Test sollte bis 9 Uhr morgens begonnen werden. Während des Tests sollte man sich körperlich möglichst nicht betätigen.

Auswertung:
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Es gibt bestimmte Blutzucker-Grenzwerte, deren Überschreitung im Test zeigen, dass ein Diabetes vorliegt.
Hier die Kriterien für einen Diabetes mellitus bei kapillärer Blutentnahme:
nüchtern > 109 mg/dl
nach 2 h > 199 mg/dl

wann darf der Test nicht eingenommen werden?
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- bei bekannter Zuckerkrankheit
- bei einer Störung der körpereigenen Aufnahme von Maltose
- bei akuten Magen-Darm-Erkrankungen
- nach Entfernung von Magen-Darmteilen
- bei fieberhaften Infekten
- bei stark vermindertem Allgemein- und Ernährungszustand
- während, sowie 3 Tage vor und nach der Menstruation
- bei Kalium-, Magnesium- oder Phosphatmangel

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten:
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Bestimmte Medikamente können das Ergebnis des Tests erfälschen, z.B. Schilddrüsenhormone, die Anti-Baby-Pille etc. Ich möchte hier nicht alles aufzählen - bitte in den Beipackzettel schauen, bzw. mit dem durchführenden Arzt absprechen.

Schwangerschaft und Stillzeit
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Bei bestimmungsmäßigem Gebrauch kann der Test verwendet werden.

ACHTUNG, Nebenwirkungen
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- häufig treten während und nach des Tests Unterzuckerungserscheinungen auf ---> bitte kohlenhydratreiche Mahlzeit bereit halten und Test nur unter Aufsicht von medizinisch geschultem Personal durchführen
- gelegentlich treten Magendruck, Übelkeit oder Erbrechen auf
- selten treten allergische Reaktionen, z.B Hautrötung, auf

meine Erfahrung mit dem Test
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In der Schwangerschaft hat mir mein Gynäkologe den OGT empfohlen (er gehört nicht zu den Routine-Kassenleistungen), weil ich zur Gestationsdiabetesrisikogruppe gehöre (Alter > 30 Jahre).
Der Saft schmeckt wider Erwarten gar nicht soooo süß und ist auch nicht wie ich erwartet hatte, dick und klebrig, sondern war recht gut zu trinken und schmeckte einfach nach Johannisbeersaft. Das Schlimmste am Test war für mich die Warterei...
Gut, dass ich den Test gemacht habe - er fiel positiv aus! Ich wurde sofort zu einem Diabetologen überwiesen, der mich mit Blutzuckermeßgerät ausstaffierte und mich in die Diät einwies. So habe ich die letzten Monate der Schwangerschaft streng Diät eingehalten (positiver Effekt: nur geringe Gewichtszunahme). Dank des Blutzuckermeßgeräts konnte ich die Diät gut überwachen und ggf. mein Eßverhalten ändern. Ich konnte den Diabetes nur mit Hilfe der Diät in den Griff kriegen und benötigte kein zusätzliches Insulin.

Fazit:
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Ein Test, der nicht viel kostet, aber evtl. Folgeschäden vermeiden hilft. Er ist einfach durchführbar; man muss allerdings ein wenig Zeit dafür mitbringen. Um sich die Zeit zwischen den Blutentnahmen im Wartezimmer zu vertreiben (immerhin 2 h), sollte man sich einen guten Schmöker einpacken und auch das Notfall- und Hinterherpaket aus Stulle, Keksen und Limo nicht vergessen - nach dem Test hat man Hunger!

Fazit: nichts, was man nicht trinken sollte, wenn der Arzt es empfiehlt

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