
Produkttyp: Allos Diätetika
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Das Erbe der Inkas
Allos Amaranth-Schoko-Müsliriegel

Name des Mitglieds: alliekassandra
Produkt:
Allos Amaranth-Schoko-Müsliriegel
Datum: 25.08.06, geändert am 25.08.06 (1092 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Zutaten, Geschmack, Qualität
Nachteile: Der Preis
Amaranth ist ein Nahrungsmittel, das vor einigen Jahren wiederentdeckt worden ist. Das Unternehmen Allos beansprucht für sich diese Wiederentdeckung. Ob es wirklich so ist, kann ich nicht sagen. Nach den eigenen Angaben des Unternehmens brachte am Anfang der achtziger Jahre der Firmengründer von Allos Walter Lang das "Wunderkorn der Inkas" nach Deutschland. Seitdem ist Amaranth und seine Bedeutung für die Ernährung ein zentrales Thema im Hause Allos. Sicherlich gibt es kaum ein weiteres Unternehmen, dessen Produkte dermaßen zahlreich Amaranth enthalten. Und weil die meisten der Leser dieses Berichtes wahrscheinlich genauso wenig Ahnung von Amaranth haben, wie ich noch vor 10 Jahren hatte, erzähle ich hier einiges zu der Geschichte und der Wertigkeit dieser Nahrungspflanze mit einem Namen aus dem Griechischen -botanisch korrekt Amaranthus caudatos, die eine mehr als wertvolle Bereicherung des täglichen Speiseplans darstellt. Amaranthos bedeutet auf Griechisch genau übersetzt "nicht welkend", es kann aber weitgehend auch als "ewig lebend" übersetzt werden. Nebenbei gesagt gibt es in Athen ein großer Friseursalon mit dem gleichen Namen, da geht es aber sicherlich nur um Haare und nicht um Körner. Amaranth ist eine der ältesten Nahrungspflanzen, die die Menschheit kennt, dessen Heimat irgendwo zwischen Zentral- und Südamerika lokalisiert wird. Nach 3000 bis 5000 Existenzjahren (die Angaben variieren) ist es logischerweise ziemlich schwierig eine genauere Eingrenzung vorzunehmen. Amaranth ist eine getreideähnliche Pflanze -aber definitiv kein echtes Getreide, daher Pseudogetreide, von der es mehrere wilde Arten und einige Kulturformen gibt. Pseudogetreide sehen wie Getreide aus und ihre Samen werden getreideähnlich verwendet aber rein botanisch sind sie keine Getreide. Bei den peruanischen Inkas und mexikanischen Azteken war Amaranth einer der Hauptnahrungsmittel und wurde verschiedenartig eingesetzt -unter anderem als Zahlungs- oder Religionsmittel. Überlieferungen zufolge war Amaranth eine heilige Pflanze von zentraler Bedeutung zur täglichen Leben. Leider kamen eines weniger schönen Tages die bösen Spanier und brachten alles durcheinander. Durch den Eingriff der spanischen Eroberer in die Kultur dieser Völker verschwand der verehrte Amaranth mit den mythischen Eigenschaften fast vollständig -um den Zusammenhalt und das Glauben der Eingeborenen zu brechen. Aber nur fast, denn Ende des 20. Jahrhunderts gab es die quasi Neuentdeckung der Wunderpflanze. Die Inkas und Azteken dagegen werden leider immer noch gesucht.
Der biologische Wert
Der Grund für die Wiederentdeckung und der raschen Neuverbreitung der Pflanze liegt an den hochwertigen ernährungsphysiologischen Wert des Amaranths. Das hatte zur Folge, dass seit einigen Jahren Amaranth verstärkt angebaut wird. Wenn man einen Vergleich zwischen den gewöhnlichen Getreidesorten und Amaranth vornimmt, fällt ziemlich schnell auf, dass Amaranth in fast allen Kategorien deutlich höhere Werte als der Rest aufweist, was seine Spitzname "Wunderkorn" begründet. Vor allem das enthaltene Gesamteiweiß von immerhin ganzen 18% ist reich an Lysin, eine der essentiellen Aminosäuren, die in den meisten herkömmlichen Getreidesorten nur in geringem Maße vorkommt. Sollte jemand den Biologieunterricht verpennt haben, sei hier gesagt, dass der Mensch täglich ein Mindestbedarf an Aminosäuren hat und diese zwanzig (bzw. je nach Zählung einundzwanzig) Aminosäuren sich zwischen essentiellen und nicht essentiellen Aminosäuren unterscheiden lassen. Letztere kann aber muss man nicht unbedingt direkt aufnehmen, denn unser Körper ist fähig, diese aus anderen vorhandenen Ausgangsstoffen zu bilden. Die essentiellen Aminosäuren dagegen MUSS man mit der Nahrung aufnehmen, denn der menschliche Körper hat die Fähigkeit nicht (oder vereinzelt nicht mehr) diese selbst zu bilden. Lysin gehört zu diesen Aminosäuren und besonderes für Vegetarier wie mich ist es wichtig auf eine zuverlässige qualitativ hochwertige Quelle sich verlassen zu können. Der Amaranth besteht natürlich nicht nur aus Lysin -geschweige denn nur aus Aminosäuren. Die darin erhaltenen Kohlenhydrate gehören zu den leichtesten verdaulichen Exemplaren überhaupt und werden von reichlichen Ballaststoffen begleitet, der Fettsäuregehalt weist eine hohen Anteil an sehr wichtigen ungesättigten Fettsäuren wie die Linolsäure und Alpha-Linolensäure (cholesterinsenkend) auf und ganz nebenbei liefert Amaranth durchaus mehr als nur beträchtliche Mengen an den Mineralstoffen und Spurenelementen Eisen, Calcium, Magnesium, Kalium und Zink, die das Vielfache der entsprechend Mengen anderer Getreidesorten entsprechen.
Alles in allem kann man getrost behaupten, dass Amaranth den Beinamen "Wunderkorn" durchaus nicht ganz unverdient trägt, weil es viele für eine ausgewogene Ernährung erforderliche Nährstoffe in einem kaum sonst anzutreffenden optimalen Verhältnis enthält. Richtige Wunder kann es wahrscheinlich doch nicht vollbringen, und sollte das Gegenteil der Fall sein, ich lasse mich eines besseren belehren. Immerhin eignet sich Amaranth uneingeschränkt für Zöliakiepatienten, denn es ist glutenfrei. Letztere Fähigkeit macht aus dem Amaranth kein gutes Material zum Backen, denn das für die Entwicklung des Backvolumens erforderliches Klebeeiweiß ist nicht vorhanden. Als Zusatz zu verschiedenen Mehlsorten ist aber Amaranth eine hervorragende Idee und dabei wird oft eine noch bessere Wertigkeit des Eiweißpools erreicht. Bei der Proteinzufuhr ist neben dem eigentlich Mindestbedarf täglich (1g pro Kilogramm Körpergewicht) und den notwendigen Anteil an essentiellen Aminosäuren das tatsächliche Zusammentreffen von den verschiedenen Proteinen wichtig, denn bestimmte Kombinationen erreichen eine übersummarische Wertigkeit. Die bekanntesten Beispiele sind Eier mit Kartoffeln (die ideale Kombination mit dem maximalen Ausgangswert 1.0) und Weizen in Verbindung mit Milch. Wenn man die Pärchen zusammen isst, hat man viel mehr von dem reinen ernährungsphysiologischen Wert der Proteine als wenn man diese zeitversetzt essen würde. Der Amaranth ist so ein Stoff, der mit vielen möglichen Partnern seine ideale Nährstoffzusammensetzung entfalten kann.
Die Optik des Amaranths
Optisch ist Amaranth fast unauffällig. Es gibt eigentlich zwei Hauptarten des Amaranths und ich habe schon immer die momentan eher vernachlässigte Art gekannt -nicht bewusst aber einfach existent. In Griechenland und in Italien hat meine Mutter oft Blattamaranth gesammelt, denn da wachsen einige Sorten wild und gelten als ausgesprochen mineralstoffreich. Der Blattamaranth oder zumindest die Sorten die in südlichem Europa zu finden gibt, ist ziemlich grün und dünnfadig. Wenn Allos über Amaranth redet, redet über den so genannten Körneramaranth. Die entsprechenden Sorten werden wegen den stärkehaltigen Körnerfrüchten angebaut -ursprünglich in Mexiko und Südamerika aber mittlerweile ist der Anbau genauso gut in Asien oder in Europa möglich. Der Amaranth wächst zwar langsam dafür aber ziemlich konsequent. Die Ernte erfolgt oft noch von Hand. Das Ergebnis sind winzig kleine runde Samen. Besonders wenn die Samen gepoppt werden, sind die Amaranthkörner extrem flüchtig, denn kaum hat man diese gesehen, sind sie gleich wieder verschwunden. Das kann nämlich passieren, wenn man nicht vorsichtig damit umgeht. Die Körner sind extrem leicht und extrem klein. Deren Farbe bewegt sich bei weißlichem aber doch nicht wirklich weiß. 1500 Körner wiegen zusammen knapp ein einziges Gram -das sagt wohl alles. An einer Pflanze Amaranth befinden sich etwa 50000 Samenkörner.
Der Geschmack des Amaranths
Der Geschmack der Amaranthkörner pur genossen ist leicht nussig und der Geruch ebenfalls, wobei der Geruch erst beim Kochen entfalten wird. Wenn man die winzigen Körner mit anderen Nahrungsmitteln kombiniert, haben diese schon die Fähigkeit den eigenen vielseitigen Geschmack den Begleitern anzupassen und so die Kombination zu komplettieren. Mein absoluter "Eigenfavorit" ist Sesampaste mit Amaranthkörnern -göttlich kann ich nur sagen. Kombinieren kann man Amaranth mit vielen verschiedenen Sachen. Wie erwähnt zusammen mit Mehl kann es zu einem Bestandteil eines guten selbstgebackenen Brotes werden. Die Körner können gepoppt, gekocht, geschrotet, gemahlen oder gekeimt werden, um dann je nach Bedarf eingesetzt zu werden -egal ob in Suppen, in Aufläufen oder in Kuchen. Möglich ist rezepttechnisch -theoretisch und nicht nur- alles. Allos (ich schreibe ja jetzt über ein Produkt von Allos!) ist ein Verfechter der Aufpoppens, denn das Aufpoppen schließt die Nährstoffe auf und macht sie somit besser verwertbar. Das Poppverfahren zu Hause läuft ähnlich wie beim gewöhnlichen Popkorn -nur vorsichtiger, damit die Körner nicht das ganze Haus besiedeln. Kochen kann man den Amaranth ähnlich wie Reis. Wer Amaranthsamen kaufen möchte, ein Besuch beim Reformhaus oder beim Bioladen dürfte reichen, denn alle führen mittlerweile Amaranth wie auch viele fertige Amaranthprodukte -unter anderem den Riegel mit dem Namen " Allos Amaranth Schoko Müsli Riegel". Ich bezahle für 1 Kgr Amaranth in der Regel ca.5€.
Der Riegel mit dem Namen "Allos Amaranth Schoko Müsli Riegel"
Und nach der Einführung, die eigentlich keine Einführung war sondern eine inhaltliche Erklärung zu dem einzigen Zutat dieses Produktes, das vielen unbekannt sein dürfte, kann ich zu dem eigentlichen Thema zurückkommen. Den Riegel mit dem Namen "Allos Amaranth Schoko Müsli Riegel " verbirgt einen Riegel mit nicht übermäßig viel Schokolade aber mit ausgezeichnetem und gleichzeitig ausgeglichenem Geschmack. Die Verpackung sieht genau wie das Photo aus, daher muss ich nicht so viel drüber erzählen. Alle Daten zu dem Produkt stehen auf der Verpackung. Dieser Riegel ist eins der unzähligen Produkte von Allos wo Amaranth drin enthalten ist und irgendwie ist es das Produkt, das mir am besten schmeckt.
Der Geschmack
"Der Allos Amaranth Schoko-Müsli-Riegel" enthält in kompakter Form wertvolles Getreide, Bienenhonig und knackige Nüsse, mit einem leckeren Vollmilch-Fuß und das ist der Grund warum ich es ausgewogen nenne. Da wo eine Tafel Schokolade -so gut auch immer sie schmecken kann- neben dem gesuchten Kakao noch eine Menge Zucker und Fett liefert (notwendige Begleiter!), liefert dieser Riegel nur etwas von allen und ist fast für alle geeignet. Weil die Zutaten nicht gemahlen worden sind, sind optisch alle einzeln zu identifizieren. Für meinen Geruchssinn ist neben der eindeutigen Schokolade der Honig sehr gut wahrzunehmen. Besonders positiv bemerken meine Geschmacksnerven immer wieder den wohlriechenden Honig, der wirklich sehr gut herauszuschmecken ist -genauso wie die Nüsse und wunder wunder die winzigen Amaranthkörner. Der Rest schmeckt ebenfalls hervorragend, und wenn man sich Mühe gibt, kann man die Zutaten tatsächlich einzeln auseinander zu halten. Das ist für solche Produkte fast eine Seltenheit, denn meistens überdeckt die Süße den Rest. Dieser Riegel dagegen ist nur mäßig süß und das fällt sehr natürlich aus. Ein Riegel wiegt 25g und eignet sich ausgezeichnet als Zwischenmahlzeit. In der Regel brauche zumindest zwei Stück davon, das liegt aber sicherlich dran, dass es so verdammt gut schmeckt.
Zutaten
Haferflocken*, Bienenhonig*, Vollmilchschokolade* 12 % (Rohrohrzucker*, Kakaobutter*, Vollmilchpulver*, Kakaomasse*), Agavendicksaft*, Cornflakes*, Amaranth gepoppt 6 %, Haselnüsse*, Weizenflakes*, ungehärtetes Pflanzenfett*, Reis* gepoppt, Sesam*, Mandeln*, Meersalz. (Spuren möglich: Erdnüsse, Soja) Kakaogehalt in der Schokolade mindestens 37 %. Neben der deutschen Version, gibt es die Zutaten auf der Verpackung auch in Spanisch, Italienisch, Niederländisch, Englisch und Französisch.
Alles was mit einem Sternchen * markiert ist, stammt aus ökologischem Anbau. Dazu kommt die Öko Kontrollleiste, denn der Riegel ist ein Bioprodukt. Wie man sieht in dem Riegel ist vieles erhalten und nur 12% Schokolade, die sich allerdings ziemlich eindeutig angenehm und wohlschmeckend bemerkbar macht.
Nährwertanalyse pro 100g
Brennwert: 1635 Kj bzw. 389Kcal
Eiweiß: 7,1g
Fett: 15,9g
Kohlenhydrate: 54,3g
Der "Amaranth Schoko Müsli Riegel" ist ein Produkt von Allos. Die virtuelle Adresse allos.de liefert viele Informationen über das Unternehmen und dessen zahlreichen Produkten. Der Sitz der Allos Walter Lang GmbH befindet sich in Imkerhof, D-49457 Mariendrebber, wie die Verpackung uns bekannt gibt.
Der Preis
Ein Riegel kostet je nach Geschäft zwischen 0,70€ und 0,80€. Das ist alles andere als wenig aber für ein Bioprodukt fast durchschnittlich und der Vergleich kann nur innerhalb der eigenen Vergleichsgruppe stattfinden, deswegen ziehe ich dafür keinen Bewertungspunkt ab. Immerhin stammen 100% der Zutaten aus ökologischem Anbau und die hohe Qualität macht sich geschmacklich eindeutig bemerkbar.
Fazit
Also ich mag diesen Riegel wirklich sehr und kann ihn uneingeschränkt empfehlen. Es handelt sich um eine nährstoffreiche Zwischenmahlzeit, die innerhalb des Verzehrs durchaus abwechslungsreich schmeckt, denn die Zutaten haben ihre Individualität erhalten. Mäßig süß, gut sättigend, qualitativ hochwertig und geschmacklich ausgeglichen lässt dieser Riegel nichts an sich zu bemängeln und nur der hohe Preis kann höchstens als Störfaktor identifiziert werden. Bioprodukte kosten nun mal mehr als konventionelle Produkte!
Fazit: Unbedingt probieren!

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