
Produkttyp: Sony CRT-Monitore
Neuester Testbericht: ... gezittert, so wie wenn man in einen alten 60Hz 15" reinschaut. Für mich war die Sache klar: Sony kommt nicht in Frage! Was die hier ... mehr
Viel Licht und wenig Schatten
Sony CPD-G420

Name des Mitglieds: helmutn
Produkt:
Sony CPD-G420
Datum: 05.06.01, geändert am 04.04.04 (1856 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Überragende Bildqualität, einfache Bedienung
Nachteile: Preis
Der Titel dieser Meinung gibt auch gleich meinen ersten Eindruck dieses exzellenten Monitors wieder. Er ist verdammt hell, und er hat so gut wie keine Schwächen. Doch fangen wir zunächst mal ganz von vorne an.
Da ich bei unserem alten Belinea 106020 (siehe mein Testbericht) nicht sinnvoll mit Auflösungen grösser als 1152x864 arbeiten konnte, und mein Vater zudem endlich auch einen günstigen 19 Zöller brauchte, haben wir uns zu einem Upgrade entschieden. Eine Analyse des Marktes ergab recht schnell, daß es nicht viele spürbar bessere Monitore als unseren Belinea gibt. So sollten es also mindestens 110 khz und eine Flachbildröhre mit möglichst feiner Maske sein. Wie in der C?t nachzulesen war, gibt es am Markt im wesentlichen zwei Bildröhrentypen, die in nennenswerten Stückzahlen verbaut werden, nämlich FD-Trinitron von Sony und die Diamondtron Röhren von Mitsubishi. So liegen dann die Unterschiede in der Praxis zwischen den sehr guten 19 Zöllern auch hauptsächlich im drumherum (Bedienungskomfort, Service, Elektronik und Abstimmung). Daß dies aber sehr wichtig ist hat sich dann bei unserer Vorführungsodyssee durch Aachen schnell ergeben. Wir haben uns die Monitore von ADI, Elsa (Ecomo 532), den HP 910, den IiyamaVisionmaster pro 451 und den Viewsonic P95f angesehen. Von den genannten Monitoren sah der Viewsonic noch am besten aus, doch hat uns ein nicht zu übersehender Farbfehler (sattes Blau verlief im rechten unteren Bildschirmbereich ins Lila) im letzten Moment vom Kauf abgehalten.
Ok, dachten wir uns, machen wir also Nägel mit Köpfen und schauen uns doch mal den Testsieger der C?t an. Wir hatten Glück und fand einen Händler in Aachen, der auch einen Sony G 420 vorrätig und vorführbereit hatte. So konnten wir dessen Bild unmittelbar mit dem des auch nicht gerade billigen Elsa vergleichen, und trotz gleicher Bildröhre lag der Sony klar vorne. Vor allem die Bildschärfe war beim Elsa einfach nicht gut genug und die Entscheidung damit gefallen.
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Ich will die oben angedeuteten Eckdaten nochmal kurz zusammenfassen und ergänzen.
Der Sony G 420 hat eine 0,24 mm FD-Trinitron Röhre, 110 Khz Zeilenfrequenz, 130 Watt Stromaufnahme und 4 USB-Ports mit 500 mA pro Anschluss. Die mit dieser Zeilenfrequenz möglichen Auflösungen und Wiederholraten werden wie erwartet zur Verfügung gestellt, wobei die Auflösungen oberhalb von 1600x1200 bis hin zu 1920x1440 wegen ihrer absolut unbrauchbaren Wiederholraten und der deutlichen Überschreitung der Röhrenauflösung nur theoretischer Natur sind. Der Monitor besitzt zwei VGA-Eingänge, von denen einer fest mit einem VGA-Kabel versehen ist. So hat man dann zumindest die Möglichkeit bei einem Kabelbruch nach der Garantiezeit den Monitor über den zweiten Eingang zu betreiben. Neben dieser Fallbackebene ist der zweite Eingang aber natürlich auch zum Betrieb eines zweiten Rechners geeignet. Die Umschaltung zwischen den Eingängen gestaltete sich dabei so einfach wie nur möglich, nämlich über einen Umschalter an der Gehäusefront.
Ok, also fix das Gerät ausgepackt, alles angeschlossen und gebootet. Doch halt, warum wird denn das Ram nicht hochgezählt ? Als Übeltäter entpuppte sich der so dringend benötigte USB-Hub (das Gehäuse verdeckt einen der beiden USB-Stecker). Es war lustig mitanzusehen, sobald man das (übrigens löblicherweise dem Monitor beigelegte) USB-Kabel am Monitor zog lief die Startprozedur weiter, wenn man ihn einsteckte pausierte sie wieder usw.. Das Problem liegt in Wirklichkeit wahrscheinlich an der Kombination des Motherboards (MSI BX Master) und des USB-Hubs im Monitor. Ich habe das ganze soweit umgehen können, daß ich den Monitor erst einschalte wenn die Festplattenlampe ausgeht, das BIOS also mit der ersten Initialisierung durch ist und anfängt zu booten. Ok, nach diesem kurzen Schreck wird nach dem Start von Windows 98 auch brav der Monitor erkannt und nach dem entsprechenden Treibern verlangt. Gut, wenn man das geahnt hat und ihn vorher bei Sony v
on der Website gezogen hat. Eine Diskette oder CD hat sich Sony leider gespart.
Das ist sie also, die sagenumwobene Trinitron Kraft. Und ich muss sagen, das Bild ist so hell, daß man bei weissen Flächen fast unwillkürlich die Augen zusammenkneifen muss. Also schnell die Helligkeit und Kontrasteinstellungen überprüft und mit Erstaunen festgestellt : das gehört so. Es hat auch sein gutes, denn die Leuchtkraft ist einer der wesentlichen Punkt, die bei einem Monitor im Laufe seines Lebens nachlassen, also darfs am Anfang auch ein bisschen mehr sein.
Die Bildschärfe, Bildgeometrie sowie die Gleichmässigkeit der Farben sind in der Normauflösung von 1280x1024 Punkten selbst bei 100 Hz, welche mit 108,5 Khz Zeilenfrequenz knapp unter des Leistungsgrenze des Monitors liegen, über die gesamte Sichtfläche absolut phantastisch. Einfarbige Flächen haben keinerlei Eintrübungen, das Bild lässt sich ohne jedwede weiteren Nachjustagen bis zu den Rändern vergrössern, es gibt keinerlei Trapez oder Kissenverzerrungen, beeindruckend. Trotz seiner Bildschärfe hat der Sony im Gegensatz zu den sehr scharfen Eizo Monitoren keine Tendenz zur Moire-Bildung.
Die Bedienelemente beschränken sich auf den erwähnten Einganswahlschalter, eine Taste mit der vielversprechenden Bezeichnung Picture Effect, einer Menutaste sowie einem Kombischalter, mit dem man Auf und Ab wählen kann und der zusätzlich gedrückt werden kann. Die Bedienung gestaltet sich dann wie erwartet intuitiv, also Menutaste drücken, mit dem Kombischalter zum gewünschten Untermenupunkt gehen, selbigen drücken usw.. Die Menutaste hat dabei die Escape-Funktion, sodaß man immer rasch die Einstellungen beenden kann ohne Ebene für Ebene zurückspringen zu müssen. Die Bedienung des Monitors ist damit wirklich einfach, lediglich die etwas wackelige Ausführung des Kombischalters weiss nicht recht zu überzeugen.
Ich will noch kurz auf die vielleicht unüblicheren Eigenschaften des Sony eingehen. Da wäre zu
nächst die beschriebene Picture Effect Taste. Sie führt de Fakto zu drei verschiedenen Helligkeits und Kontrast Grundeinstellungen. Die Einstellung Professionell erweist sich dabei als beste Wahl, weil sie die starke Helligkeit des Bildes am besten abdämpft. Die Farbtemperatur lässt sich auch für alle Farben getrennt sowie nach dem sRGB Schema vorgeben. Dazu muss der Computer aber in der Lage sein, mit entsprechenden Farbprofilen arbeiten zu können, was bei Windows 98 nicht der Fall ist. Die automatische Anpassung der Bildgeometrie arbeitet leider nicht ganz perfekt. Die Ränder sind zwar immer korrekt gerade, aber die zur Verfügung stehende Fläche wird nicht vollständig ausgenutzt (ca. 5 mm an jeder Seite fehlen) und das Bild ist nicht ganz zentiert. Diese Restarbeit muss man aber zum Glück für jede gebrauchte Auflösung nur einmal ausführen, weil der Monitor sich diese Einstellung ohne weiteres Zutun abspeichert, das funktioniert reibungslos. Zuletzt bliebe noch ein Menupunkt zu erwähnen, welcher bei nachlassender Helligkeit im Laufe des Monitorlebens die Röhre neu einmisst.
Sony gibt auf diesen Monitor die inzwischen üblichen 3 Jahre Garantie, wobei weder in den Garantiebedingungen noch auf deren Website etwas von Vor-Ort Service steht, ja in der Garantie ist sogar von Übernahme der Transportkosten durch den Käufer die Rede. Ich kann nur hoffen, daß es nie zum Ernstfall kommt oder daß Sony nur vergessen hat seinen vielleicht doch hervorragenden Service entsprechend zu vermarkten.
Zusammenfassend kann man sagen, daß dieser Monitor unsere Erwartungen voll erfüllt hat. Es handelt sich um einen der besten 19 Zöller den es im Moment gibt, und es wird offensichtlich, daß die im Vergleich zur Konkurrenz mehrere 100 Mark Aufpreis zum grossen Teil in die Feinabstimmung der Bildqualität geflossen sind. Und das ist nun mal das wichtigste bei einem Gerät mit dieser Funktion. Wenn man wie ich täglich viele Stunden davor sitzt, ist jede Mark in die Schonung d
er Augen, für die es leider keinen Vor-Ort Austauschservice gibt, gut inversiertes Geld. Und wer meint, daß das doch sehr viel Geld für einen Monitor sei, der erinnere sich mal ein paar Jahre zurück. Mein NEC 4D (16 Zoll :-) kostete 1991 sage und schreibe 2400,- DM. Dieses wunderbare Gerät hat erst vor wenigen Wochen das zeitliche gesegnet. Auf daß unserem Sony ein ähnlich langes Leben beschieden ist.
An alle dooyoo-Gäste, denen diese Meinung gefallen hat : Seid so fair, meldet euch bitte an und bewertet diesen Artikel. Danke !
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich CRT Monitor


30.01.02
Hallo! Anscheinend hast Du mit deinem G420 nochmal Glück gehabt (siehe meine Meinung "19" Katastrope" ;)! :-D Funktioniert er denn immer noch?! Also, bei mir sind die ersten Fehler so nach vier Monaten aufgetreten... Super Bewertung übrigens!