Miro P1772 F
Da guckste in die Röhre! - Miro P1772 F CRT Monitor

Produkttyp: Miro CRT-Monitore

Da guckste in die Röhre!
Miro P1772 F

LittleSparko

Name des Mitglieds: LittleSparko

Produkt:

Miro P1772 F

Datum: 24.11.10, geändert am 15.07.11 (156 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: robust, jahrelange Farbechtheit, nicht ermüdend

Nachteile: groß und schwer . .

Über einen meiner treusten Mitbewohner und wichtigsten Arbeitskollegen muss ich nun auch endlich mal einen Bericht schreiben.

Er meckert nie, arbeitet stets zuverlässig, leise und anständig, schwächelt nicht und ist somit der Traum für jeden Bürochef.
Ich spreche von meinem Monitor, der nun schon über 2 Jahre lang täglich meinem kritischen Fotografenblick ausgesetzt ist und ihm bis heute standhält.

Bekommen habe ich den Monitor zusammen im Rechnerpaket mit PC, Drucker und Monitor, den Einzelpreis im Dezember 2003 kann ich euch da leider nicht mehr sagen.
Er lag wohl im gewöhnlichen Preissegment für 17 Zoller Röhrenmonitore.

## Warum der? ##

Ich = Fotograf, wie einige von euch sicherlich mittlerweile wissen. Für die Fotonachbearbeitung und realistische Darstellung gibt es nichts besseres als einen anständig kalibrierten Röhrenmonitor, da die Farbwiedergabe auf TFTs oftmals sehr verfälscht wirkt, da die Farben und Kontraste einen hohen Unterschied zu Röhren darstellen und für die realitätsnahe Fotoarbeit einfach nicht dauerhaft geeignet sind.

## Miro P1772F ##

Daten von der Herstellerwebsite:
Model miro P1772F
Panel 17" (43.2 cm) CRT Monitor (FST)
Arbeitsfläche (B x H) 310 x 230 mm
Maskenabstand 0.27 mm
Abtastfrequenz Horizontal 30 - 70 kHz Vertikal 50 - 160 Hz
Pixelrate/ Bandbreite 100 MHz
max. Auflösung 1280 x 1024 @ 60 Hz
rec. Resolution 1024 x 768 @ 85 Hz
weitere Features 10 Preset Timings, 8 User Modes

aus dem Datenblatt (erhältlich auf der Website):
Stromversorgung 100 ~ 240 Vac @ 50/60 Hz
Stromverbrauch On mode: < 75 W
Stand-by: < 15 W
Suspend: < 15 W
Off Mode: < 5 W
Pixelrate/ Bandbreite 100 MHz
Abmessungen (B x H x T) 410 x 410 x 420 mm
Nettogewicht 16.5 kg

## Bedienungsanleitung ##

Kann mich dunkel erinnern, dass es eine gab. Allerdings bin ich einer der Technikfreaks, die sich alles selber zusammenpuzzeln und bei denen sowas, grad bei "stopf dran und knips an" Geräten, ruckzuck in die nächste Ecke fliegt.
Daher kann ich euch gar nicht sagen, was da so alles drin steht und ob es wirklich nutzen kann.

Auf jeden Fall kann man das Benutzerhandbuch auf der Website downloaden, find ich sehr praktisch, mitunter wird das in zusammengeschnürten Paketen ja doch mal vergessen.

## Anschliessen & Betrieb ##

Der Monitor ist totaler Durchschnittsstandard.
Heisst: er verfügt über die vollkommen normalen, altbekannten Anschlusskabel für Strom und Verbindungskabel zum Rechner. Dieser hübsche leicht klobige dicke Stecker, den man halt kennt.
Auch handelt es sich um ein normales Plug and Play Exemplar. Also anschliessen, Saft drauf, Rechner an und sich freuen, dass man was sieht.

Der Monitor läuft bei mir bis zu 18 Std am Tag. Mein Rechner eigentlich durchgehend, es sei denn, ich bin wirklich mal mehr als 10 Std ausser Haus.
Und das tut dieser Monitor seit Dezember 2003 nun schon brav ohne Murren und Knurren.
Ich bin fast geneigt, ihm einen Orden für den besten Mitarbeiter aller zeiten zu verleihen.

Weder im Betriebsmodus, Standbymodus (wenn man im PC einstellt, den Monitor abzuschalten nach dm Bildschirmschoner, verfällt er in genau diesen Modus) noch abgeschaltet und am Stromnetz hängend gibt er bis heute irgendwelche Geräusche von sich.
Manchmal hat man ja bei anderen Monitoren gelegentlich ein ganz feines Surren oder ähnliches, hier absolut nicht.
Zum Aufbau:
natürlich ist er ziemlich klobig, ist halt der Nachteil an diesen Geräten. Allerdings habe ich einen recht grossen Schreibtisch, der mitten im Raum steht und damit ausreichend Luft für den kleinen Dicken bietet.
Am unteren Rand an der Front befindet sich ein kleiner Drucktaster für die Power und eine Multifunktionstaste.
Diese ist rund und man kann sie drücken und drehen.
Zum Nutzen dieser später.

## Bedienung, Menü ##

Für mich persönlich habe ich festgestellt, dass 1024x768 die passendste Arbeitsauflösung ist. Für meine Websites, Fotos und alles mögliche. Daher ist mein Rechner auch nie auf einer anderen Auflösung eingestellt gewesen die letzten Jahre.
Alle Angaben, Erfahrungen beziehen sich also darauf.

Als erstes kalibrierte ich natürlich meinen Monitor mithilfe eines kleines Programmes aus einem Adobe Workshop.
Und ich habe es seither nie wieder tun müssen. Die Genauigkeit der eingestellten Farb- und Kontrastverhalten ist auch nach 2 Jahren unverändert gut.
Für weitere Einstellungen benötigt man das On Screen Menü.
Das knipst man an, in dem man auf den großen runden Kollegen unten drückt.
Es erscheint eine Menügrafik auf dem Bildschirm, die man nun mittels drehen des Knopfes und weiteren Drücken zum Bestätigen, oder um bestimmte Werte zu aktivieren, die man mittels drehen wieder ändern kann, steuern kann.

Die einzelnen Menüpunkte sind rechteckig angeordnet und von einem zum nächsten kommt man mittels drehen des Knopfes. Will man in dieses Menü, drückt man den Knopf, wenn man auf dem entsprechenden Menüpunkt angekommen ist.
Im mittleren Bereich des Rechteckes werden beim anwählen die möglichen Funktionen angezeigt, beim betätigen und aufrufen des Menüs geht (je nachdem) direkt ein veränderbarer Wert auf oder ein weiteres Untermenü.
Aus jedem Untermenü und auch das Menü komplett wieder abschalten, kommt man mittels des Punktes EXIT oder BEENDEN immer wieder raus.
Hier hat man nun die Möglichkeit der individuellen Einstellungen folgender Punkte:
Hertz Frequenz horizontal und vertikal, die horizontale oder vertikale Position des Bildes, die Ausdehnung in beide Richtungen, Verzerrungskorrektur für Kissen, Trapez, Parallelogramm- Verzerrungen, Farbe und Kontrastkorrekturen,
Einstellungen für das OSD-Menü selbst (Position, Timeout für das selbsttätige abschalten nach dem Aufruf), Spracheinstellungen fürs Menü.
Selbst Punkte für eine Korrektur von Moire Erscheinungen und Verzeichnungen in den Bildecken sind vorhanden.

Dazu kommt noch ein Punkt der sich entmagnetisieren nennt. Betätigt man diesen, knackt der Monitor, das Bild zuckt zusammen und zittert einen kurzen Moment und der Monitor entlädt sich hörbar. Nach wenigen Sekunden knackt er erneut und eventuelle vorherige Flimmereien oder Zappelstreifen sind verschwunden.
Grade wenn man Boxen in der Nähe stehen hat und der Bildschirm sehr lange und oft in Betrieb ist, empfiehlt es sich, dies gelegentlich zu tun.
Ich mach das ungefähr einmal im Monat oder wenn ich das Gefühl habe, das Bild ist etwas abgeschwächt durch meinen Dauerbetrieb.
Die Menübedienung ist im ersten Moment etwas ungewohnt, aber man findet sich schnell zurecht. Und wie ich selber sehe, braucht man auch keine Anleitung dafür!

Der Powerschalter hat oberhalb eine kleine LED Leuchte. Ist der Monitor an, leuchtet sie grün. Ist er aus, ist es die Lampe auch. Wird der PC runtergefahren aber der Monitor nicht seperat abgeschaltet, blinkt die Lampe, der Monitor befindet sich im Standbymodus. (gleicher Effekt, wenn man dies über den PC unter Bildschirmschoner etc. einstellt)

## Qualität ##

Flimmern? Was ist das??
Seit ich diesen Monitor habe, kenn ich das fast gar nicht mehr.
Wenn meine Boxen zu nah dran standen oder er wirklich ewig durchlief, dann flimmerte es mal, aber wirklich ganz minimal. Genauer ziitert er dann mal an den Rändern.
Der Monitor wird natürlich warm im Betrieb, früher stand er ziemlich an der Wand, die Verfärbung durch die Wärme werd ich nur beim Renovieren wegbekommen.
Jetzt steht er mit viel Platz mitten im Raum, wodurch die Wärmeentwicklung recht minimal ist.

Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, ist er nicht mehr der sauberste, er hat recht gewaltig unterm Nikotin gelitten.
Der Monitor besitzt einen Standfuss, auf dem man ihn drehen und schwenken kann. Somit kann man sich sehr bequem die beste Position einstellen. Braucht man etwas Kraft für, die fast 17kg bewegen sich nicht von alleine. Kann ich mit leben, denn man tut das ja nicht jeden Tag.

## Reinigung ##

Die Bildröhre und das Gehäuse sind recht unempfindlich, ich reinige beides mit VISS und einem Stofftuch, bei leichtem Schmutz reicht ein klammes Microfasertuch. So geht es schnell gut sauber und es scheint ihn absolut nicht zu stören.

## FAZIT ##

Ich bin rundum zufrieden und werde mir auch nur dann einen neuen Monitor kaufen, wenn der hier den Geist aufgeben sollte.
Allerdings hat er noch bis Dezember Garantie, der Hersteller gibt nämlich ganze DREI JAHRE!
TFT Displays sind für mich zur Zeit noch nicht diskutabel, da wie erwähnt die Farb und Kontraswiedergabe dieser für Fotoarbeiten nicht von Vorteil ist. Der Platzaspekt ist sicherlich sehr interessant, aber ich warte noch ein Weilchen, bis die TFTs, die mit für meine Ansprüche gerechten Darstellungen auf dem Markt in einem anständigen Preissegment erhältlich sind. Denn ich seh nicht ein, mehr als 200 Euro für einen Monitor auszugeben.

Nach über 2 Jahren, strapaziert von Heizungsluft, Nikotin und Dauerbetrieb sind alle Kontraste, Farben und auch Schärfe wie am ersten Tag: fantastisch - und Verzerrungen und Flimmern absolut kein Thema.
Heute dürfte dieses Modell schon um die 100 Euro, im Angebot oder Rechnerpaket vielleicht noch billiger zu haben sein und damit bietet er ein unschlagbares Preis/Leistungsverhältnis, denn das hier ist wirklich robuste und sehr gute Qualität.
Auch habe ich mittels eines Verbrauchszählers festgestellt, dass er immer noch den gleichen moderaten Stromverbrauch aufweist, also auch hier keinerlei Abnutzungserscheinungen.

Die Website des Herstellers findet ihr übrigens unter www.mirodisplays.de
Noch ein paar hübsche Fotos für euch und ihr guggt hoffentlich auch in so eine anständige Röhre!

KingSparko / LittleSparko 2006

Fazit: ...nicht mehr modern, aber solide!

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Bildqualität:    

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