
Produkttyp: Iiyama CRT-Monitore
Neuester Testbericht: ... und nach einer halben Stunde Arbeiten flimmer te es einem nur noch vor den Augen. Noch einmal das Ganze zum Service schicken? Nein, mein ... mehr
Ein Genuß für die Augen ...
Iiyama Vision Master Pro 452

Name des Mitglieds: ReneS74
Produkt:
Iiyama Vision Master Pro 452
Datum: 07.08.02, geändert am 07.08.02 (588 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Leuchtkraft, sehr gute Bildqualität, 3 Jahre Vor-Ort Service
Nachteile: hoher Stromverbrauch, 2 hellgraue Linien durch´s Bild (technisch bedingt)
Ein Unglück kommt selten allein ? da kommt man nichtsahnend nach Hause und setzt sich vor dem PC ? und beim Einschalten tut sich nichts mehr... Nach nicht einmal zwei Jahren hatte sich mein Fujitsu Siemens C 991 Monitor verabschiedet ? mal sehen was man da noch machen kann.
Da ich aber nicht lange warten kann bin ich gleich losgezogen und habe mir den Monitor gekauft, den ich ohnehin schon länger favorisiert habe: Den Iiyama Vision Master Pro 452, auch MU901U genannt.
-= Verpackung =-
Der Monitor kommt in einem erschreckend großen grauen Karton daher, den ich nur mit Mühe noch in meinem Auto mitnehmen konnte. Dank der Styropor Stücke ist der Monitor relativ sicher verpackt gewesen. Um den Monitor befand sich eine Plastikabdeckung und die Frontseite war mit einem DIN A4 Zettel beklebt. Das Gute dabei war das der Karton insg. 4 Tragegriffe hat ? immerhin wiegt der Monitor 22 Kilo und wenn man damit in den 3. Stock wandern muss ist dies nicht unpraktisch.
-= Lieferumfang & Garantie =-
Neben dem Monitor gibt es natürlich noch ein Stromkabel sowie den VGA Stecker. Neben einer mehrsprachigen Anleitung, die sehr gut übersetzt ist, findet man die Garantiebedingen wieder. Iiyama bietet 3 Jahre Vor-Ort Austauschservice an über eine Gebührenfreie Rufnummer ? eine faire Sache wie ich finde. Sollen doch andere den Monitor im Fall der Fälle schleppen ;)
-= Installation =-
Die Installation ist denkbar einfach, Stromkabel anschließen und das VGA Kabel in die Grafikkarte stecken. Der Monitor ist Plug & Play fähig und Windows sollte die Leistungsdaten des Monitors erkennen. Zur Not kann man diese aber auch per Hand einstellen oder sich eine entsprechende Monitordatei von Iiyama downloaden ? in meinem Fall gab es mit Plug&Play aber keine Probleme.
-= Bedienung =-
Neben dem Powerschalter gibt es im Frontbereich noch drei weitere Tasten. Die Menu Taste sowie eine ?-? und eine ?+? Taste,
damit lassen sich alle relevanten Einstellungen vornehmen. Die Werkseinstellung für die Zeitdauer der Einstellung ist sehr knapp bemessen, wenn ihr also noch überlegt ob ihr einen Wert verändern möchtet, seid ihr auch schon wieder aus dem Menu raus. Aber auch diese Funktion lässt sich einstellen und die Zeitdauer somit großzügig nach oben korrigieren.
-= Technische Daten =-
Als Highlight ist zweifelsfrei die Mitsubishi Diammondtron Bildröhre zu nennen, die absolut flach ist. Weitere Highlights:
» 96 Khz Horizontalfrequenz und max. 180 Hz Vertikalfrequenz erlauben eine maximale Bildauflösung von 1600x1200 in 76 Hz, 1280x1024 in 90 Hz und 1024x768 in sehr guten 120 Hz.
» Bildröhre: DIAMONDTRON(R)NF, High-Contrast, Dynamic Focus, DUAL Focus Gun,
Antistatik- und Antiblend-Coating (ARASC) Touchtechnologie
» Arbeitsfläche (H x B) 275 x 366 mm Maskenart
»Abstand Streifenmaske 0,25 mm - 0,27 mm
» Leistungsaufnahme max. 110 W, max. 15 W (stand-by-mode), max. 3 W (active-off-mode)
» Maße: T x B x H 445,5 x 450,5 x 456,5 mm
» Netto-Gewicht: 22 kg
Besonders erwähnenswert in diesem Zusammenhang ist die recht hohe Leistungsaufnahme von bis zu 110 Watt, nicht gerade ein Stromsparer dieser Monitor!
-= Erfahrung =-
Mein erster Eindruck war zuerst sehr enttäuschend! Zum einen muss sich das Auge erst an die neue Bildröhre gewöhnen, irgendwie sieht alles leicht verzerrt aus, obwohl das nicht der Fall ist und man nur die Wölbung der ?normalen? Monitore gewohnt ist.
Zum zweiten gibt es - bedingt durch die Streifenmatrix ? im oberen und unteren Drittel des Monitor eine hellgraue Zeile zu sehen, die bei einem weißen Hintergrund auffällt. Dies ist kein technischer Defekt sondern leider ein Nachteil dieser Technik, denn dies sind sog. Stütz-Fäden sind unumgänglich. Da die Trinitron-Lochmaske aus rechteckigen Löchern besteht, gibt es zwischen den Löchern weniger Material als bei der Invar-Mas
ke mit runden Löchern - die Maske ist also weniger stabil. Daher spannt man zwei Drähte hinter der Trinitron-Maske, um sie festzuhalten. Im täglichen Betrieb sieht man die Drähte jedoch fast nicht, sondern nur bei einem sehr hellen Hintergrund.
Soviel zu den Nachteilen, es gibt in erster Linie aber nur Positives zu melden. Die Tiefenschärfe ist sehr gut, selbst bei schnellen Bewegungen des Bildes bleibt alles gut voneinander abgegrenzt und schmiert nicht oder macht einen verwaschenen Eindruck. Der Kontrast und die Helligkeit ist ebenfalls fantastisch, der Monitor entwickelt eine sehr hohe Leuchtkraft.
Was mir aber vor allem ? gerade im Hinblick zu meinem alten Monitor ? auffällt ist die Entspiegelung des Bildes ? selbst helle Räume mit viel Sonnenlicht führt zu keinerlei Reflexionen auf dem Schirm, man sieht sich nun auch nicht mehr selber blöd vor dem Monitor sitzen.
Die Einstellungen für Bildqualität, Verzerrungen und der Bildkontrolle sind sehr leicht im On Screen Display (OSD) vorzunehmen und sehr elegant gelöst. Man kann eigene Einstellungen speichern, vorgefertigte Einstellungen laden oder wieder die Standart Werte einstellen.
-= Fazit =-
Ich habe den Monitor für 369 Euro bekommen, das sind ca. 100 Euro mehr als die Einstiegsgeräte in der 19´ Zoll Klasse. Meiner Meinung nach ist dieser Aufpreis gerechtfertigt, denn man bekommt nicht nur 3 Jahre Vor-Ort Service sondern auch einen Monitor mit einer überzeugenden Bildqualität und darauf kommt es mir in erster Linie an.
Nachteilig sind die zwei hellgrauen Linien, die technisch bedingt sind und sich nicht wegretuschieren lassen sowie der hohe Stromverbrauch. Dennoch kann ich diesen Monitor jedem weiteremfehlen.
© 07.08.2002 ReneS74
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich CRT Monitor

