Eizo Flexscan F 78
*k* Einer der besten Monitore aller Zeiten - Eizo Flexscan F 78 CRT Monitor

Produkttyp: Eizo CRT-Monitore

Neuester Testbericht: ... sind schier grenzenlos, etwa Bildparameter, Signal-, Moiré-filter und automatische Eingangswahl für die Signaleingänge. Eine detailier... mehr

*k* Einer der besten Monitore aller Zeiten
Eizo Flexscan F 78

expansin

Name des Mitglieds: expansin

Produkt:

Eizo Flexscan F 78

Datum: 20.08.00, geändert am 02.10.00 (757 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Perfektes Bild, ein ergonomisches Meisterwerk.

Nachteile: Preis

Der F 78 war das erste Modell der renommierten Firma in der schicken neuen Bauform. Eizo hat hier zu einem stattlichen Preis einen wirklich großen Wurf gelandet. Im Moment ist der in jeder Hinsicht ausserordentliche Monitor als Auslaufmodell zu haben. Müssig zuerwähnen, das der Nachfolge wiederrum jede Dimension sprengt.


AUSPACKEN

Aus der stattlichen Behausung, die dem Transport im Kleinwagen standhaft widersteht, läßt sich der sicher verpackte Riese am besten zu zweit entfernen. Falls nicht gerade ein Gewichtheber in der Nähe ist. Empfehlenswert ist eine weitere Person, die den Karton festhält. Ist der Monitor erstmal von der Umhüllung befreit, so kann er aber auch alleine getragen werden (ca 32 kg). Traditionell findet sich dazu eine Bemerkung auf dem Kartondeckel: tragen vor dem Bauch, aber alle Metallteile, die die Röhre zerkratzen könnten (Gürtelschnalle) entfernen!

Neben dem Koloss finden sich das obligatorische Reinigungstuch aus Microfaser, Diskette mit inf Datei und Farbprofil, Netz-, Signalkabel (Spezialkabel!), das exzellente Handbuch sowie die Garantiekarte. Man kann sich jetzt auch im Internet registrieren, früher ging die Karte direkt nach Japan!


DAS GERÄT

Die optisch geschickt ausgeführte Form läßt den "Brocken" kleiner wirken, als er wirklich ist. Der F78 mist 494x486x520 mm, Platz sollte man also schon haben. Auch ist darauf zu achten, das die Unterlage mit dem Gewicht zurecht kommt.

Für das gute Bild sorgt eine gewölbte Bildröhre mit 0,26 mm Lochmaske. Den hochgelobten Schlitzmasken Röhren (die es in großer Zahl jetzt auch "Flat" gibt) hat die klassiche Röhrenart etwas voraus: Bei 21 Zöllern "zieren" eine geschlitzte Röhre gleich zwei sogenannte Haltedrähte. Diese dienen zur mechanischen Stabilisierung, stören aber den Bildeindruck erheblich.

Die Röhre ist gut entspiegelt (Super ErgoCoat).

Über die technischen Rahmendaten
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- 1600 x 1200 bei 85 Hz (noninterlaced) max.
- 1600 x 1280 bei 82 Hz (ni) max.
- Videobandbreite: 200 MHz
- Pixeltakt: 400 MHz
- Horizontalfrequenz: 30-110 kHz
- Vertikalfrequenz: 50-160 Hz
- TCO 95
- MPR II
- BNC und D-Sub 13W3 VGA Eingänge
- Serielle Schnittstelle (RS232)

Bedienung
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Auf der Front fallen dem Nutzer ausser dem Powerschalter (der den Monitor wirklich "aus" schaltet) noch drei weitere Taster ins Auge. Mit den beiden links befindlichen wird schnell Zugriff auf wichtige Einstellungen möglich: die Auto-Size Funktion versucht das Bild optimal an die Röhre anzupassen (was ihr nicht ganz perfekt gelingt) und mit dem BNC/D-Sub Knopf läßt sich der aktive Eingang wählen.

Alle zentralen Funktionen können über eine Art Joystick, das QuickSet Control Pad, gesteuert werden. Die Bedienung fällt sehr leicht und erfolgt intuitiv: Druck nach oben/unten kontrolliert die Helligkeit, links/rechts den Kontrast. Ein gezielter mittiger Druck schließlich aktiviert das OSD, das hier Screen Manager heißt.

Die hier einstellbaren Funktionen sind schier grenzenlos, etwa Bildparameter, Signal-, Moiré-filter und automatische Eingangswahl für die Signaleingänge. Eine detailierte Beschreibung der Funktionen findet sich auf Eizos deutscher Homepage.

Zusätzlich lassen sich alle Funkionen auch (nach Anschluß der seriellen Schnittstelle) per PC oder MAC über die Software Screen Manager Pro kontrollieren, wobei die Einstellmöglichkeiten nocheinmal zunehmen. Zu jedem Punkt wird ein passendes Testbild eingeblendet. Damit ist es sogar möglich, die Farbwiedergabe per Auge wirklich gut zu kalibrieren. Benötigt wird ein spezielles Kabel.

Zubehör
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Optional erhältlich ist ein USB Hub (i-station), der am Monitor befestigt werden kann. Die 1 up- und 4 downstream Ports bietende Erweiterung wird vom Monitor mit Strom versorgt und übernimmt mit dem Tool
Screen Manager Pro USB sogar Kontrolle über die Einstellungen des Monitors.

Weiterhin ist die Soundeinheit i-sound, die sich ebenfalls an den Monitor nahtlos andocken läßt, erhältlich. Sie stellt eine absolute Notlösung dar, ich kann vom Kauf nur abraten: das Teil ist viel zu teuer!


DIE PRAXIS

Da das menschliche Auge ab etwa 80 Hz (non interlaced, ni) Wiederholung einer Bildfolge kein Flimmern mehr wahrnehmen kann, sind oft gepriesene Frequenzen über 100 Hz purer Luxus. Oft werden Monitore an den Grenzen ihrer Fähigkeiten im Bild sogar unscharf und "matschig".

Man sollte deshalb generell die niedrigste Einstellung verwenden, bei der individuell kein Flimmern mehr erkannt wird. Dazu hat es sich bewährt, ein weißes Bild darzustellen und quasi am Monitor vorbeizublicken. Grund: Im peripheren Wahrnehmungsbereich kann das menschliche Auge die Wiederholfrequenz besser unterscheiden.

Empfehlenswerte Auflösung für diesen Monitor ist 1280 x 960 Pixel. Dies entspricht dem 4:3 Verhältnis der Bildröhre und nutzt die Bildfläche gut aus. Bei der ebenfalls vorhandenen Einstellung 1600 x 1280 wird das Bild dann arg klein, ausserdem wird diese Einstellung nur von den wenigsten Grafikkartentreibern unterstützt. Bei der oft genannten Standardauflösung von 1280 x 1024 oder 1600 x 1200 Pixeln erhält man eine verzerrte Darstellung, daher sollte man diese meiden!

Sehr nützlich ist das beigelegte Reinigungstuch, mit dem sich etwa Fingerabdrücke restlos entfernen. Der Einsatz von Flüssigreinigern kann die Entspiegelung schädigen, besser man hat das Tuch stets griffbereit, auch zum Entstauben.

Die Bildqualität ist in den meisten Punkten sehr gut, an Bildgeometrie und Konvergenz gibt es gar nichts auszusetzen. Auch die Bildschärfe ist gut bis sehr gut, leidet aber etwas an einer Tatsache. Leider ist der Darstellungskontrast in der Standardeinstellung etwas niedrig, was zu dem leicht diffusen Bildeindruck führt. D
as Bild ist aber insgesamt sehr angenehm für die Augen, nur ein leichtes Moiré trübt das Bild (läßt sich nicht in Gänze herausfiltern).

Auch die Farbwiedergabe ist leider nicht optimal, ein Farbprofil findet sich auf der Diskette. Erst mit dem hervoragenden Tool Screen Manager Pro kann das Bild über die cut-off und gain Einstellung mit den hervoragenden Testbildern fast perfekt kalibriert werden. Hier erhält man auch Zugriff auf den "Sub-Kontrast" mit dem sich die Bildbrillianz steigern läßt. Natürlich darf das Bild nicht überstrahlen, aber wieder gibt das Testbild eine gute Hilfe.

Fast einzigartig ist aber die Hochspannungssstabilisierung aller Eizo Geräte: jegliches Helligkeitspumpen ist dem Schirm fremd. Beim schnellen Wechsel von hellen und dunklen Bildern steht das Bild wie eine eins!

Die Elektronik wird durch einen vernehmlich rauschenden Lüfter ständig gekühlt. Dies erscheint auch dringend geboten! An kalten Tagen kann man das Gerät durchaus als Heizkörper verwenden...


FAZIT

Trotz der leichten Schwächen für mich schon in der Standardeinstellung ein ultimatives Arbeitstier. Die (günstigeren) Geräte der Konkurrenz sind zwar neuer (den F 78 gibt es schon rund 4 Jahre), können aber keinesfalls mehr. Die obenstehend Kritik sollte man daher nicht überbewerten. Denn: mit geringem Aufwand nachgeregelt ist der dann fast unschlagbar.

Darum: In dieser Größenklasse spielt der Eizo F 78 immer noch oben mit und bietet eine gewohnt umwerfende Fertigungsqualität. Ein Monitor für die Ewigkeit! Man erhält ein ausgereiftes Gerät, das allerdings seinen Preis hat.

Fazit: