Acer Professional P911
Sehr guter 19“-Monitor zu einem Top-Preis! - Acer Professional P911 CRT Monitor

Produkttyp: Acer CRT-Monitore

Sehr guter 19“-Monitor zu einem Top-Preis!
Acer Professional P911

playlife

Name des Mitglieds: playlife

Produkt:

Acer Professional P911

Datum: 14.03.02, geändert am 14.03.02 (685 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Flache Röhre, Sehr gutes Bild, Günstiger Preis

Nachteile: Abmessungen, Gewicht

Dieser Monitor hat es verdient, dass endlich jemand einen Bericht darüber schreibt. Zum schlechteren Modell aus gleichem Haus (der Acer G991) gibt es einige Berichte, nun will ich den P911 vorstellen, der stark im Preis gefallen ist (Ende 2001 lag er preislich noch bei etwa 600 €, jetzt ist er ab ca. 350 € zu haben).

Hersteller: Acer (http://www.acer.de)
Bildschirmtyp: Röhrenmonitor mit flacher Bildröhre (Streifenmaske)
Schnittstellen: 15-pol. Sub-D und BNC
Preis ca.: 350 €


--- Allgemeines ---

Der im üblichen Bürograu gehaltene Monitor bringt stattliche 28 kg auf die Waage und ist damit etwas schwerer als vergleichbare 19“-Monitore, die meist um die 23 kg liegen. Die Abmessungen liegen mit 47 x 50 x 47 cm (B x H x T) etwas höher als der Durchschnitt der 19“-Monitore – wenn auch nur um wenige Zentimeter.

Über den Umfang des Service kann man dagegen nicht meckern: 36 Monate Garantie inkl. kostenlosem Vor-Ort-Service ist bei allen Monitoren von Acer im Preis inbegriffen.

Ebenfalls sehr löblich ist eine gebührenfreie Hotline (Tel. 0800 – 114 65 88) – besonders in Zeiten, da immer mehr Hersteller auf eine 0180er oder sogar eine 0190er (!) Telefonnummer umsteigen, bei der man teilweise mehr als 1 € pro Minute zahlen muss.


--- Ausstattung ---

Der erste Vorteil fällt direkt nach dem Auspacken auf: Das Anschlusskabel für die Grafikkarte (Sub-D Signalkabel) ist nicht fest am Monitor verankert, sondern liegt als austauschbares Kabel vor. Die Unsitte, das Kabel fest am Monitor anzubringen, sieht man leider bei immer mehr Herstellern (nicht nur bei „Billig-Angeboten“). Wenn hier das Kabel defekt sein sollte, darf man immer den kompletten Monitor zur (teureren) Reparatur geben – nicht so bei dem Acer P911.

Der Fuß des Monitors ist sehr stabil und war bei meinem Monitor schon an selbigem angebracht, obwohl sich eine
Seite im Handbuch nur darum kümmert, wie der Benutzer den Fuß selbst anbringt – schön, schon ein Arbeitsschritt gespart.

Der Monitor unterstützt mit den Standards DDCI und DDC2B die Plug ’n’ Play-Fähigkeiten aller modernen Windows-Systeme (ab Windows 95), außerdem erfüllt er die aktuellen ergonomischen Richtlinien wie die CE-Norm, MPR-II und natürlich TCO99.

Besonders auf die Erfüllung der strengen TCO99-Norm, die auf eine möglichst geringe elektromagnetische Strahlung abzielt, sollte man achten. Der Monitor entspricht natürlich auch den Vorgaben des „EnergyStar“ für maximale Energieeinsparung.


--- Anschlüsse ---

Neben dem herkömmlichen 3-poligen Anschluss für ein normales Stromanschlusskabel ist eine Buchse für das Sub-D-Signalkabel vorhanden (das ist der 15-polige Stecker, über den die meisten PC-Benutzer ihren Monitor mit der Grafikkarte verbunden haben) sowie zusätzliche Buchsen für den BNC-Signaleingang, der technisch bedingt eine höhere Anzeigequalität ermöglicht.

Positiv für Apple-Benutzer: Diejenigen, die ihren Mac über das normale 15-polige Sub-D-Kabel verbinden, finden im Lieferumfang den Macintosh-Adapter, der somit nicht mehr gekauft werden muss.


--- Bildqualität ---

Der Monitor besitzt eine absolut flache Bildröhre. Wenn man bisher einen „herkömmlichen“ Monitor mit einer gekrümmten Bildröhre benutzt hat, kann es vorkommen, dass man in den ersten 1-2 Tagen das Gefühl hat, dass das angezeigte Bild auf dem Monitor etwas nach innen gewölbt ist. Hat man jedoch erst einmal die Trägheit des Auges - bzw. des Gehirns, dass dahinter sitzt ;o) – überwunden, möchte man die ruhige, plane Darstellung des Monitors nicht mehr missen.

Die Helligkeit ist schon vom Werk aus sehr gut eingestellt und über den ganzen Sichtbereich gleichmäßig verteilt. Keinen Grund zum Tadel findet man auch bei der Farbdarstellung – schöne, leuchtende, natür
lich wirkende Farben, die ebenfalls schon vom Hersteller gut eingestellt wurden.

Fehlerfrei auch der Kontrast – schwarze Flächen sind wirklich sehr „satt“, helle Flächen grenzen sich gut ab und leuchten kräftig. An der Bildgeometrie habe ich auch keine Fehler feststellen können (diese überprüft man am besten mit einem Testbild) – wenn Kreise keine Dellen haben und gerade Linien nicht verzerren, dann kann man von einer guten Bildgeometrie sprechen.

Die Bildschärfe ist unterhalb einer Auflösung von 1600 x 1200 sehr gut, selbst kleine Schriften vor weißem Hintergrund geben keinen Grund zur Klage. Lediglich bei 1600 x 1200 fällt die Schärfe etwas ab, aber diese Auflösung ist eigentlich auch bei einem 19-Zöller nicht zum täglichen Arbeiten gedacht, deswegen gibt es von mir keine Minuspunkte.

Der Monitor setzt auf die z.B. von Sony-Monitoren bekannte „Streifenmasken“-Technologie (die Sony als „Trinitron“ bezeichnet), auf einer ganz weißen Fläche kann man somit zwei dünne horizontale Linien erkennen. Das ist kein Fehler des Monitors, sondern einfach durch die verwendete Technik bedingt. Diese Linien sind schon bei einem sehr schwachen Grauton nicht mehr zu sehen und nach wenigen Tagen hat man sich so an diese gewöhnt, dass sie einem überhaupt nicht mehr auffallen.

Hier eine Übersicht der maximalen Bildwiederholfrequenzen, die erzielt werden können (natürlich nur sofern die Grafikkarte nicht vorher schlapp macht):
bei 800 x 600 Pixel: 160 Hz
bei 1024 x 768 Pixel: 130 Hz
bei 1280 x 960 Pixel: 110 Hz
bei 1280 x 1024 Pixel: 100 Hz
bei 1600 x 1200 Pixel: 85 Hz

Auflösungen unter 1024 x 768 sollten eigentlich gar nicht in Betracht gezogen werden. Mein persönlicher Favorit zum Arbeiten ist die Auflösung 1280 x 968 Pixel, nicht die von vielen Zeitschriften empfohlenen 1280 x 1024 Pixel.

Warum? Ganz einfach: Das Seitenverhältnis aller „herkömmlichen“
Auflösungen beträgt 1:1,33 (einfach mit dem Taschenrechner 640:480 oder 1024:768 teilen) – ebenso bei 1280 x 960. Bei der Auflösung 1280 x 1024 ist das Verhältnis aber 1:1,25, was dazu führt, dass die Anzeige leicht verzerrt ist. Das fällt bei Text nicht sehr auf, bei Grafiken und Fotos kann das aber durchaus störend wirken.

Zusammenfassend kann man mit der Bildqualität sehr zufrieden sein – im Preis-/Leisungsverhältnis würde ich sogar ein „Sehr gut“ aussprechen.


--- Bedienung ---

Das fünfsprachige Benutzerhandbuch (Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch) ist gut geschrieben, erklärt auf insgesamt 26 Seiten pro Sprache alle wichtigen technischen Begriffe und zeigt auf vielen technischen Skizzen auch dem unerfahrenen Benutzer haargenau, was er wo auf welche Art und Weise zu tun hat. Positiv ist weiterhin, dass eine Tabelle vorhanden ist, auf der man die Seriennummer des Monitors inkl. Kaufdatum und Adresse des Händlers eintragen kann – so hat man im Garantiefall alle wichtigen Daten auf einen Blick.

Auf der Vorderseite sind drei Knöpfe angebracht: Ganz links der sogenannte „i-key“, rechts daneben in blau hervorgehoben die Drehrad-Taste für das OSD (On-Screen-Display, mit „Adjust“ beschriftet) und ganz rechts der unvermeidliche Knopf zum Ein- und Ausschalten des Monitors.

Wofür ist nun diese mysteriöse Knopf mit der Beschriftung „i-key“ da? Das „i“ soll für intelligent stehen – hierbei handelt es sich um die automatische Einstellung der Bildgröße und –Position, die auch relativ gute Ergebnisse abliefert. Nach dem Druck dieser Taste wird der Bildschirm für wenige Sekunden schwarz – danach erscheint die Anzeige mit der angepassten Größe wieder auf dem Schirm.

Wer jedoch, wie ich, gerne selbst an den Einstellungen dreht und jeden freien Millimeter des Bildschirms nutzen will, sollte das lieber im Menü
des On-Screen-Displays machen. In das OSD gelangt man einfach durch Druck der blau hervorgehobenen „Adjust“-Taste. Durch das Drehen dieser Taste nach links oder rechts kann man die verschiedenen Einstellungen auswählen und durch erneutes Drücken auf die Taste auswählen.

Das OSD ist im übrigen standardmäßig in englischer Sprache gehalten, kann aber im Menü selbst auf jede der fünf oben aufgeführten Sprachen eingestellt werden. Alle wichtigen Einstellungen wie Kontrast, Helligkeit, Geometrie (dazu zählt auch die Größe und Position der Bildschirmanzeige) und vieles mehr kann hier vorgenommen werden. Das OSD verlässt man durch Druck auf den Exit-Button, nach 20 Sekunden Inaktivität verschwindet das Menü aber auch automatisch und speichert dabei die letzten Einstellungen ab.

Der Monitor lässt sich durch sanften Druck leicht drehen oder weiter nach oben bzw. unten ausrichten, durch den stabilen Fuß sorgt der Monitor für ein Gefühl der Sicherheit, die durch die gute Verarbeitung bestärkt wird.


--- Treiber ---

Der Monitor wird, mit Ausnahme von Windows XP (laut Acer, XP habe ich nicht), von allen aktuellen Windows-Versionen automatisch erkannt – Treiber sind auf der Windows-CD vorhanden. Treiber-Updates gibt es unter folgender Adresse:
http://www.acercm-eu.com/ServiceAndSupport/Dri vers/drivers.cfm?product=79

Natürlich ist ein Betrieb des Monitors auch ohne Treiber möglich – um genau zu sein, habe ich diese nur testweise unter Windows 98 installiert. Unter Windows 2000, mit dem ich wesentlich öfter arbeite, habe ich alle Einstellungen bezüglich Monitor und Grafikkarte manuell von Hand erledigt, dadurch habe ich bessere Eingriffsmöglichkeiten.


--- Mein Fazit ---

Die einzigen negativen Punkte, die ich finden konnte (Gewicht und Abmessungen) sind für mich so zweitrangig, dass ich dem Monitor besonders aufgrund der erstklassigen Bildqualität und der guten Bedienung trotzdem die
volle Punktzahl gebe. Steht der Monitor erst einmal auf dem Tisch, ist das Gewicht egal und Platz ist bei mir genug vorhanden.

Auf den deutschen und internationalen Internetseiten von Acer ist der Monitor nicht mehr aufgeführt, was daraufhin deutet, dass demnächst ein Nachfolger vorgestellt wird, der preislich sicherlich wieder bei 500-600 € liegen dürfte.

Ich habe mir den Monitor im Dezember 2001 für etwa 400 € gekauft, mittlerweile ist er bei http://www.monitor-direkt.de/ für sensationelle 344,00 € plus 10 € Versandkosten per UPS zu haben – für einen solchen Monitor ein wirkliches Schnäppchen. Der wesentlich schlechtere G991 ist nur 50 € billiger – in diesem Fall ist der Monitor den Aufpreis auf jeden Fall wert.

Fazit: