
Neuester Testbericht: ... an den zahlreichen Tischchen ist nur in Brülllautstärke möglich und sich tief in die Augen gucken, ist auch etwas schwierig, da hier... mehr
Pucky zappelt im Nebel..
Cat Cafe

Name des Mitglieds: Puckmuck
Produkt:
Cat Cafe
Datum: 21.08.01, geändert am 21.08.01 (431 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: günstig, nicht zu eng, gute Musik
Nachteile: sehr speziell (was ich nicht unbedingt schlecht finde:-) )
Am Samstag ging es endlich wieder nach Ulm.
Die hundert Kilometer haben sich rentiert, erst Flohmarkt (viiiieeelle Spiele gefunden) dann nenn Kumpel in seinem Spieleladen besucht, besucht.
Um danach die Zeit zu überbrücken besuchte ich die fabelhafte Amelie im Kino, sie hat mich, wie es mir prophezeit wurde, tatsächlich verzaubert (unbedingt ansehen).
Doch das alles stand nur auf meinem "Gedächtnisterminkalender," weil ich wieder mal ins Cat Cafe wollte, denn dort fand die 2x im Jahr veranstaltete "Nacht und Nebel" Party statt.
Wie immer habe ich mich erst mal verfahren, wobei es gar nicht schwer zu finden ist, einfach den Schildern Michelsberg, Kliniken folgen, Auto auf dem Klinikparkplatz abstellen 100 Meter in die Pampa laufen, und schon steht man davor .
TIPP: merkt euch Michelsberg (hatte ich nicht)und nicht CatCafe, denn irgendwie konnte mir noch kein Tankwart sagen wo dies ist... merkwürdig eigentlich.
CAT CAFE
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Bauliches
Das Cat Cafe befindet sich in einer alten ulmer Wehranlage, welche ich schnöde als Bunker bezeichnen würde.
Daraus folgert sich, dass man auch aus 50 Meter Entfernung nur erahnen kann wo es sich befindet (ausser die Leute vor der Tür verhalten sich nicht so ruhig wie sie es sollten.)
Wir betreten es im oberen der zwei Geschosse, kommen in einen Vorraum, von dem aus, wenn wir gerade weiter gehen zur ersten Bar und weiter zur grossen Tanzfläche kommen (ich schätze mal so 7x7 Meter).
Diese befindet sich in einem extra Raum.
Vom Vorraum aus können wir auch ne enge Wendeltreppe ins Untergeschoss nehmen, treffen auch hier auf einen Raum mit Getränkenachschub, um dann in einen länglichen Gewölbe zu gelangen, welches am Ende durch eine Tanzfläche glänzt (etwas kleiner als die obere)
Räume
Der Vorraum ist der grösste und kühlste Raum, eingerichtet ist er nicht, nur ein zwei Tische stehen am Rand, auf die man sich setz
ten kann.
Die obere Bar, ist mit Tischen und einigen Sofa´s ausgestattet, was alles nicht gerade hübsch aussieht, aber zweckmässig Gemütlich ist. (Barhocker habe ich keine gesehen)
Obere Tanzfläche,
durch nen 2-3 Meter langen und breiten Durchgang, gelangen wir zu Tanzfläche, hier befinden sich Bänke an zwei Seiten und sonstige Möglichkeiten, die man zum hinsetzen missbrauchen kann (Boxen,.. etc. ) die eigentliche Tanzfläche ist gekachelt.
Wenn wir weitergehen, geht's zu den Toiletten, die anfangs sogar einen grösseren Besuch zulassen, die aber spätestens ab 0.00 Uhr, durch diverse Besuchergeschäfte, meist eher für kurze Erledigungen geeignet sind ...
Wieder umgekehrt, auf zur Wendeltreppe,
diese lässt kaum Gegenverkehr zu, drum staut es sich da evtl. etwas. Wenn ihr dann unten seit ,springt euch erstmal eine lange Ecktheke ins Auge, dort stehen und Sitzen auf diversen Barhockern (oder ihren Füssen) schon die Gäste, sonst gibt es hier nichts was zum sitzen einlädt, dennoch ist hier immer was los, denn im Gewölbe ist es eher laut.
Das Gewölbe
betreten wir durch eine Türöffnung, dezibelgeschwängerte Musik (manche nennen es Krach) wogt uns entgegen, Verständigung an den zahlreichen Tischchen ist nur in Brülllautstärke möglich und sich tief in die Augen gucken, ist auch etwas schwierig, da hier in aller Regel die Ausleuchtung gegen Null geht (zumindest bei "Nacht und Nebel").
Richtung Tanzfläche, wird auch dem Motto Rechnung getragen,.. hier ist es nicht nur dunkel, nein, uns wirbeln richtige Nebelbänke entgegen, was uns die Navigation mit unseren noch restlichtgewöhnten Augen merklich erschwert, auch der Strobo, der die Nebelwand durchbricht leuchtet uns nicht den Weg (oder auf Dooyooanisch, ist "weniger hilfreich" beim zurechtfinden).
Daraus folgert, Hindernisse, wie tanzende Menschen oder Stühle, können kaum bis gar nicht entdeckt werden, bis man sie fast oder ganz umrennt.
Auc
h hier direkt an der Tanzfläche kann man sitzen, auf einer Seite befinden sich Stühle, und ringsum einige Absätze, in Bankhöhe.
Schon sind wir einmal durch, also wieder nach oben, noch den Plattenverkäufer am anderen Ende des Gewölbes besucht (noch unten) und erfolgreich nichts gekauft und somit etwas Geld gespart,..denn der Tag war teuer genug
Organisation und Co.
Das Catcafe teilt sich die Räumlichkeiten mit dem Sauschdall. (Jazz)
Das Catcafe ist eine Einrichtung der FH-Usta (Studenten), somit arbeiten hier ausser der DJ´s alle ehrenamtlich, also immer locker bleiben, wenn mal was nicht so klappt, denn die Preise, zu denen ich gleich komme, entschädigen für alles...
Programmtechnisch gibt es in den Räumlichkeiten von Filmen (Dienstags) über Konzerte (Mittwochs, hin und wieder Samstags) hauptsächlich regionaler Bands, und Disko´s (Do. Querfeldeinmusik, auf zwei Floors, am ersten Freitag im Monat auf einem Floor EBM, Industrie, Wave... , und Samstags des öfteren Independent.
Und dazu noch, Rollenspielcon´s, Lanparties,... und Eben zweimal im Jahr, die "Nacht und Nebel Party, welche ich regelmässig besuche.
"NACHT UND NEBEL"
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es ist 23.30 Uhr (Beginn 22.00 Uhr), für meine Verhältnisse sehr früh, für eine Disko, das Cat ist schon mit einigen Gästen bevölkert, der Kassierer am Einlass will mich nur gegen die Bezahlung von 7 DM einlassen, aber daran soll es nicht scheitern.
Drinnen angekommen, bemerke ich, wie immer, die angenehmen Temperaturen, (die dicken Wände, ihr erinnert euch?), welche sich sicher noch erhöhen werden, aber nicht wie so oft an anderen Locations unerträglich werden.
Ich drehe die erste Runde sehe viele bekannten Gesichter, die zu Leuten gehören welche ich noch nicht persönlich kenne.
Aus Unterhaltungsfetzen kann ich mir das ungefähre Einzugsgebiet zusammenreimen, hier taucht München, Nürnberg, Heilbronn, Karlsruhe, die Nor
dschweiz, Dornbirn und eben auch der deutsche Bodensee auf, Summa Summarum komme ich auf nen Radius von ca.150-200 Km welche die vornehmlich schwarz bekleideten Leute auf sich genommen haben. (irgendwie begegnet man eh immer vielen bekannten Gesichtern, egal ob man gerade in Karlsruhe, in Stuttgart, in München, oder am Bodensee unterwegs ist,... ja es gibt eben nicht so viele ansprechende Parties .-( und auch das Besucherpotential ist schnell erschöpft.)
Dann hält mich für die nächsten knapp zwei Stunden, das untere Gewölbe gefangen, der DJ und die DJane, fesseln mich mit einer gelungenen Mischung aus Industrial, Noise, Apocalyptic, Neofolk und etwas Mittelalter.
Gegen 1.30 Uhr geh ichtrotzdem mal an die Bar, dort ergattere ich mir nen grosses Apfelschorle und studiere die Getränkekarte.
Ich bin wie immer erstaunt, mein Apfelschorle kostet mich inkl. 2 DM Pfand 5 DM (der kühn(l)e Rechner bemerkt 3 DM für 0,5 Liter ist ein günstiger Preis), das selbe hätte mich eine Cola oder ein Spezi oder ein Apfelsaft pur,.... gekostet.
Die alkoholischen Getränke sind etwas teurer (wie es auch sein muss), die Biere kosten zwischen 3,5 DM- 5 DM für 0,33 -0,5 Liter, Sekt 3 DM, Wein und Weinschorle wenn ich mich richtig erinnere 4-6 DM, dazu noch mein Lebenselixier Kaffe, für unter 2 DM, in annehmbarer Qualität, in der grossen "Fortgeschrittenentasse".
Alles in allem lächerliche Preise, wenn man bedenkt dass man hier nicht in einem Jugendcafe verweilt und das die Partie bis in die frühen Morgenstunden geht (nein der Bericht stammt nicht aus dem Jahre 1970, in dem die Preise noch normal waren).
Mit dem Glas in der Hand gehe ich wieder mal ins Obergeschoss, dort treffe ich nun einige Bekannte, welche sich angesagt hatten, die Räume sind nun besser besucht, dennoch findet man immer einen luftigen Stehplatz und ein Eckchen auf der Tanzfläche.
Hier läuft gerade IF´s, "Space Invaders are Smoking Gras", (Bericht
folgt irgendwann, wenn ich mal rausfinde wie ich die Musik beschreiben soll), VNV Nation, dann noch einige Elktroschmankerl, darauf etwas Synthipop, und dann der Schwenk zu Rammstein, was mich von der Tanzfläche, wieder in die Fänge des Gewölbe treibt.
Hier empfängt mich wieder die Musik , die hier im Süden, wenn überhaupt, nur in kurzen Runden mal gespielt wird, oder auch etwas öfters in München (meines Wissens im Loft) oder (wenn ich mal Mitfahrer hätte) in Nürnberg.
Es läuft gerade Current 93, Sol Invictus und Death in June und einige Neofolksachen, die ich zwar kenne aber spontan keiner Band zuordnen kann.
Ich unterhalte mich noch etwas in der unteren Bar hole die 2 Mark Pfand ab und komme gerade rechtzeitig zu Haus Arafna auf die Tanzfläche, um mir mit diversen Industrial/Noise Sachen, wieder etwas die Füsse zu vertreten (ob das Tanzen ist, ist wie die Frage ob das Musik ist, eine sehr spannende Frage).
Die folgende Apocalypticrunde (erinnert etwas an Kreissäge und Presslufthammer in erstaunlichen Tonlagen,) lässt mich wieder weiterwandern, dort etwas quatschen da mal hallo sagen.... (nu das kennt ihr ja selbst...).
Gegen 3.30- 4.00 Uhr macht der untere Bereich zu, oben ist es dadurch immer noch gut gefüllt, die Musik ist weiterhin hauptsächlich elektronisch geprägt, etwas Mittelalter und Ritual kommt nun hinzu, auch ein Nick Cave lässt sich mit seinem "wheeping Song" im CD Player blicken, oder diverse 80er Minimalsachen.. und der krönende Abschluss ist irgendwann Radioactivity von Kraftwerk. Zu diesem Zeitpunkt tummeln sich immer noch um die 40-50 Leute im Cat.
Die Uhrzeit lass ich bewusst weg, da ich nicht weis, wie lange die Öffnungszeiten offiziell sind ;-), jedenfalls bin ich um kurz nach sieben Zuhause, mit frischen Brötchen, eingetrudelt, die Heimfahrt war angenehm, da man bei Tageslicht eben nicht so schnell müde wird und das Kontrastprogramm Hans Söllner im CD-Player hat sein übriges dazu getan, dass ich d
ann gegen 9.00 Uhr nach ner guten Stunde Internet, etwas erschöpft in mein Bett gefallen bin..... man ist halt nicht mehr der Jüngste ... ...
Ach ja, noch ein paar Worte zur Kundschaft/ Stimmung
Die Klamottenfarbe schwarz herscht klar vor, stofflich sieht man von Jeans, über normalen Stoffe und Samt, Leder, Lack in allen möglichen und unmöglichen Längen und Formen, eigentlich alles, was die Bekleidungsindustrie hergibt.
Von Glatze bis Teilrasiert, über normal und Hinternlang ist jeder Haarschmuck in allen erdenklcihen Farben zu sehen.
Dazu gehören natürlich Tatoos und Metal an allerlei Körperzonen, eher zum Standart als zur Ausnahme, aber auch wenn das bei einem Gast (z.B. bei mir ) nicht dazu gehört ,schaut einen niemand schräg an.
Sicher sind diese Äusserlichkeiten, für manche etwas befremdlich, aber die Stimmung ist friedlich und locker, rumlaufen kann man wie man will ohne dumm angemacht zu werden, billige Anmache ist auch eher selten,... aber das ist in solchen "Darkpaties" sowieso alles Standart,... würd ich mal spontan sagen.
FAZIT
+*+*+*+
Wieder mal ein toller Abend, bis in die frühen Morgenstunden gute Party, mit supergünstigen Preisen.
Hier findet man viele Ecken zum labern, zwei Tanzflächen, wenn es sein muss kann man auch nur in aller "ruhe" was trinken, alles was man so tut.
Parken ist wenn man rechtzeitig kommt kein Problem, später darf man eben ein paar hundert Meter laufen.(und dabei die Schnute halten, denn in unmittelbarer Nähe ist eine Klinik)
Die Ausstattung ist spärlich, wie man es in einem Bunker vermutet, dennoch gibt es sehr viele Sitzplätze.
Wie ihr seht, es passt einfach alles, nur wie es eben bei Disko´s ist, wird die Musik die meisten abschrecken, wer aber einen elektroniklastigen Abend haben möchte ist hier sehr gut aufgehoben.
Wer Querfeld möchte, kann ja mal donnerstags reinschauen.
Ich für meinen Teil, werde in ca. einem
halben Jahr wieder hier sein, und evtl. auch mal den 1.ten Freitag im Monat ausprobieren,...
Tschö
Pucky
Ps. Im Internet findet ihr es unter www.cat-cafe.de leider wurde hier schon lange nicht mehr geupdatet,.. wer weis vielleicht ja nach den Semesterferien wieder...
Pps. Ich habe immer etwas Probleme mit der genauen Abgrenzung der einzelnen Stile,.. aber so im Groben müsste es hinkommen...
ppps,..die Angaben unten sind nur sehr wage, da ich einen Club besucht habe,... und nicht Eingekauft habe oder was auch immer da gefragt wird...
ACH JA WENN ES INTERESSIERT, diesen Bericht habe ich bereits bei Ciao veröffentlicht...
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Clubs national

