
Neuester Testbericht: ... etwas unterschiedlich. Das Böll öffnet jeden Tag um 21 Uhr. Sonntags bis Donnerstags schließt das Böll um 3 Uhr, hat aber eventuell länge... mehr
*****Und ab in den Untergrund*****
Böll

Name des Mitglieds: bigck
Produkt:
Böll
Datum: 24.11.04, geändert am 21.01.05 (116 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Eintrittspreis, Zentrale Lage
Nachteile: Musik, Muchelig
Hallo.
Ich werde mich heute mal mit einem Thema und einem Erfahrungsbericht zu einer Diskothek in meiner Heimatstadt Kiel befassen.
Insgesamt muss ich vorweg nehmen, dass Kiel, was das Nachtleben angeht nicht ungeheure Möglichkeiten bietet und das Böll bzw. Tucholsky eine der wenigen Möglichkeiten sind sich abends und nachts in Kiel noch rumzutreiben.
Aber nun zu dem Böll an sich:
**********Anfahrt**********
Wie komme ich da hin?
Das Böll liegt recht zentral in Kiel. Aus der Innenstadt sind es vielleicht 5 Minuten Fußmarsch. Am kleinen Kiel vorbei und in die Bergstraße.
Jeder Kieler weiß wo das ist :-)
In der Bergstraße angekommen parkt man sein Auto am besten in einer der umliegenden Straßen. Am Wochenende und spät Abends stehen hier meist genug Parkplätze zur Verfügung.
Das Böll befindet sich in einem alten umgebauten Parkhaus, zusammen mit mehreren anderen Diskos, wie zum Beispiel dem Tucholsky. Zudem befinden sich mindestens 2 Dönerläden in dem Komplex und andere Möglichkeiten was zu essen oder zu trinken.
**********Erster Eindruck beim Betreten**********
Der erste Eindruck des ganzen ist recht niederschmetternd. Angefangen beim ersten Betreten des alten Parkhauses.
Ein großer breiter Eingang führt in das Vergnügungsviertel Bergstraße. Hat man diesen erst einmal Betreten steigt einem gleich der wohlige Mief von Schweiß, Alkohol und Zigarettenrauch entgegen.
Alles andere als angenehm.
Gleich nach dem Betreten und der Abgabe seiner Jacke an einen der Garderobenmännern geht es eine lange und ungemütliche Treppe runter, auf der meist schon Heulende, Besoffene oder Müde sitzen.
**********Was erwartet mich unten angekommen**********
Unten angekommen gabelt sich der Weg und man sollte sich die ersten Male gut merken, wo man her kommt, sonst findet man unter Umständen aus dem Gewirr von Gängen nicht wieder aus dem Komplex heraus.
Auch in der Unteren Etage sieht alles schmierig, ungemütlich und lieblos aus. Ein altes Parkhaus halt.
Betongegossener Fußboden und gemauerte oder gekachelte Wände vermitteln ein bisschen das Bild von einem U-Bahn Bahnhof. Nur ohne U-Bahn, die einen wieder nach Hause bringt.
Aber zurück zum Thema. Steht man nun unten kann man in drei grobe Richtungen rechts ins Böll, geradeaus rechts ins Tucholsky und geradeaus ins Voltaire.
Wir schlagen natürlich den Weg nach rechts ein und befinden uns prompt im Böll.
*********Was biete das Böll, wenn ich drin bin**********
Das Böll bietet meiner Meinung nach nicht wirklich viel. trotzdem kann man dort immer mal wieder hin, denn man kann dort einigermaßen gut Tanzen.
Will sagen die Musik ist abwechslungsreicher als in den meisten anderen Diskos, die ich kenne.
Es wird Techno genau so wie Schlager, Hip Hop oder Black gespielt.
Die Tanzfläche befindet sich genau in der Mitte des Bölls und ist ca. 10 mal 10 Meter groß und von einem Art Zaun von Rest der Disko abgegrenzt.
um die Tanzfläche sind Stehtische angeordnet, an denen man n’ Bierchen trinken oder einfach nur rumstehen kann.
Noch weiter außen, und da sind wir auch schon am Ende des Ladens sind alte Sofas und Tische aufgestellt, in denen man es sich gemütlich machen kann, etwas trinken oder reden kann.
Theken gibt es zwei Stück, die gekühlte Getränke verkaufen, die wirklich einmal erschwinglich sind. Kauft man zu regulären Preisen, so kostet ein Bier nur ca. 1,50 bis 2 Euro und eine Mische das gleiche.
Zudem gibt es aber mehrere tage in der Woche in denen variierende Motto Partys stattfinden.
An diesen tagen kosten zum Beispiel alle Longdrinks nur 99 Cent, ein Bier 80 Cent oder ähnliches.
Wer keine Lust auf Tanzen hat kann sich auch einem der drei Billardtische versuchen. Köhs (die Schläger meine ich. Weiß leider nicht wie das geschrieben wird) und weiße Kugel kann man gegen Abgabe seine Personalausweises leihen.
Spielen kann man dann für 1 Euro pro Spiel.
**********Wie sieht das Publikum aus**********
Das Publikum, welches sich im Böll den Abend über einfindet ist recht gemischt und Uhrzeitabhängig. Bis ca. 12 ist der Laden noch recht leer und fast nur von Jüngeren besiedelt.
Danach füllt er sich langsam und alle Typen von Menschen mischen sich, was nicht immer gut geht.
Es Treffen Raver aus Gothics, Hip Hoper auf Reggaehörer und Jung auf Alt.
Oft ist es auch so, dass sich einfach die Leute unters Publikum mischen, die einfach nur die Konfrontation mit anderen suchen, was recht unangenehm ist, da dies recht häufig auftritt.
Tritt man aber in einer Gruppe auf, so halten sich diese Leute aber auch zurück und suchen anderswo Ärger.
(Ist zwar mittlerweile fast überall so, aber hier in der Bergstrasse fällt es auf, da kaum Kontrollen der Türsteher durchgeführt werden und jeder reinkommt.)
**********Wie komme ich wieder nach Hause**********
Entweder ich steige in mein hoffentlich nicht aufgebrochenes Auto und fahre nach Hause, benutze eines der Taxis, welche in ausreichender Zahl immer vor dem Haupteingang warten oder ich fahre mit dem Bus. Eine große Haltestelle (Dreiecksplatz) ist ca. 5 Minuten zu fuß entfernt und selbst Nachts fahren die Busse noch einigermaßen gut..
**********Fazit Besuch oder nicht Besuch?**********
Jeder der mal in Kiel war oder hier wohnt, weiß wie schwer es ist in Kiel eine geeignete Beschäftigung als Partyhungriger zu finden.
Die Auswahl ist halt nicht sehr groß und die Bergstrasse hat sich als Partyschwerpunkt gefunden.
Hier ist immer was los. Auch in der Woche und man hat es meist leicht dort hin zu kommen.
Ich bin auch ca. einmal im Monat da, dass reicht mir aber, denn das Flair, was dort herrscht ist wirklich Geschmacksache.
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Clubs national

