Batschkapp
Eine rockige Konzerthalle mit Geschichte - Batschkapp Clubs national

Neuester Testbericht: ... dem Wohngebiet drum rum vergleichsweise einfach einen Parkplatz. Ich nutze, wann immer es geht, die Bahnen des Rhein-Main-Verbundes. +++ P... mehr

Eine rockige Konzerthalle mit Geschichte
Batschkapp

TurboFranky

Name des Mitglieds: TurboFranky

Produkt:

Batschkapp

Datum: 16.01.12

Bewertung:

Vorteile: gute Lage, Bahnanschluß

Nachteile: keine

Beim Konzert der Brit-Popper von "Stereo MCs" ("Connected") war ich mal wieder in der Frankfurter "Batschkapp". Dieser kleine Rockclub hat mich durch die Jugend begleitet, schon oft habe ich hier Newcomer, aber auch angesagte Bands live gehört: das "Rödelheim Hartreim Projekt" beispielweise, aus dessen Dunstkreis sich Moses P., Sabrina Setlur und Xavier Naidoo entwickelt haben. Robbie Williams gab hier sein erstes Konzert auf deutschem Boden nach der Trennung von "Take That", R.E.M. und die Toten Hosen und viele anderen spielten hier. Die "Batschkapp" ist sich treu geblieben, ein nicht zu großer Licveclub mit einem ganz eigenen Charme.

+++ Mit der S-Bahn zum Konzert +++

Die "Batschkapp" liegt im Norden der Frankfurter Innenstadt, per Bahn keine zehn Minuten von dem Bankenviertel entfernt.

Die S-Bahn 6 (Haltestelle Eschersheim) hält direkt vor der Eingangstür, auch die U-Bahn-Linien 1,2,3 sind von der Station "Weißer Stein" nur wenige Meter entfernt. Das macht die Anreise sehr bequem. Wer lieber mit dem Auto kommt, findet in dem Wohngebiet drum rum vergleichsweise einfach einen Parkplatz. Ich nutze, wann immer es geht, die Bahnen des Rhein-Main-Verbundes.

+++ Professionell, aber alt +++

Längst hat die "Batschkapp" jahrzehntelange Routine im Abwickeln von Konzerten. Der Tourbus der Stereo MCs" stand direkt vorm Eingang, im Obergeschoß konnte man die Künstler im Aufenthaltsraum auf und abgehen sehen.

Das Konzert sollte an diesem Abend eigentlich um 21 Uhr beginnen, doch es schob sich und somit war ich viel zu früh da. zeit, um den Club bei noch nicht abgedunkelter Innenbeleuchtung mal etwas genauer anzuschauen.

Die Kasse und die Zuschauergarderobe ist auf der Außenseite untergebracht, man betritt den Schuhkarton-förmigen Innenraum über wenige Treppenstufen von der Seite aus, so dass links die Theke, rechts die Bühne ist. Dunkle, schwarze Farbe dominiert das Innere, für Auflockerung sorgen angedeutete Spiegel und Vorhänge an der Seite.

Die Halle wirkte auf mich schon ziemlich runtergekommen, für rockige Konzerte ist das allerdings ok. Der Sound bei DIESEM Konzert war wirklich gut. Schon laut, aber klar differenziert, nicht übersteuert, sehr gut abgemischt. Die Anlage ist für den Club absolut ausreichend. An Lichteffekten kommt "ehrliches" Licht zum Einsatz, keine modernen Projektionen, sondern echte Scheinwerfer.

Vor der Bühne gibt es eine zentrale (Tanz-)fläche, ich hatte mir kurz hinter der Hallenmitte auf dem Podest des Tonmischers eine Treppenstufe ergattert, um etwas besser sehen zu können. Das klappte auch gut, empfehlenswerte Position.

Bier und Wein werden in Plastikbechern ausgeschenkt, das Bier kommt dabei nicht aus der Zapfanlage, sondern aus dem Fass. Der Service ist ruppig und schnell, die Preise sind Konzerthallen typisch zu teuer.

Etwas in die Tage gekommen ist die Toilettenanlage. Der weißgekachelte Raum ist ein Ort, der nicht besonders einladend aussieht. Zumal er seine Eingangstür direkt im Konzertraum hat.

+++ Seit 1976 +++

Die "Batschkapp" hat Geschichte, gerne wird sie zur Legende verklärt. Sie wurde 1976 als linkes und autonomes Kulturzentrum gegründet. Genossen des "Revolutionären Kampfs" gründeten dazu einen Verein und kauften das Haus am Bahndamm. Im vorderen Teil gibt es immer noch die Kneipe "Elfer", die für die damaligen linken eine Art Wohnzimmer gewesen sein soll.

+++ Ein ehrlicher Club +++

All das liegt lange zurück. ich sehe mir immer mal wieder auf der Homepage das Programm der "Batschkapp" durch, ab und zu gehe ich dann auch hin. Zwischen den Konzerten bietet der Club regelmäßig Discoveranstaltungen an, diese haben mich bisher allerdings noch nicht gereizt.

+++ Mein Fazit +++

Immer wieder gerne. Die "Batschkapp" ist ein toller, alter Musikclub, der immer einen Besuch wert ist.

Fazit: Für kleine, intime Konzerte der ideale Ort