Philips CDR 820
Schlag mich! - Philips CDR 820 CD Player

Produkttyp: Philips CD-Player

Neuester Testbericht: ... Verwendung von hochwertigen Audio-CD-Rohlingen wie z.B. von den Firmen emtec, TDK, Philips oder hi-space gibt es in der Regel keine Prob... mehr

Schlag mich!
Philips CDR 820

star.t

Name des Mitglieds: star.t

Produkt:

Philips CDR 820

Datum: 13.02.03, geändert am 22.06.04 (1357 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: guter Klang

Nachteile: nicht ausgereift, Bedienungsanleitung, Support

Philips CDR 820

Obwohl ich mich schon vor etwas längerer Zeit bei dooyoo angemeldet habe, habe ich es ? vielleicht aus Bequemlichkeit - bisher nie geschafft, einen Testbericht zu posten.
Nun aber möchte ich zumindest diesen hier loswerden, nicht zuletzt um vor dem Kauf des beschriebenen Geräts einiges zu Bedenken zu geben.
Ich besitze den CD-Recorder seit November 2001, also genug Zeit, um ihn ausgiebig zu testen.
Der Philips CDR 820 setzt sich aus einem Wechsellaufwerk in das 3 CDs hineinpassen und dem Recorder zusammen.
Zunächst das Positive: die Klangqualität ist ausgezeichnet und es können auch mit mp3 bestückte CDs wiedergegeben (aber nicht aufgenommen) werden. Die hervorragenden Klangeigenschaften betreffen sowohl aufgenommene als auch gekaufte CDs.
Was mich etwas nervt, ist das laute Geräusch, wenn im Wechsellaufwerk die CDs gewechselt werden, dafür kann das Gerät aber (zusammen mit dem Recorder) 4 CDs hintereinander abspielen.
Die Aufnahme klappt problemlos. Vorausgesetzt, man hat die Bedienungsanleitung verstanden (oder man hatte vorher schon mal ein vergleichbares Gerät).
Für die Bedienungsanleitung gibt es gleich Minuspunkte: scheinbar einfach, weist aber viele Lücken auf. Nach einiger Zeit wird man feststellen, dass einige Anzeigen auf dem Display undokumentiert sind (z. B. ?DISC RECOVER?, ?KEY BLOCK?) und man rätselt nach dem Motto: ?was soll das bedeuten ...??
Klasse sind die Möglichkeiten mittels einer Tastatur CD-Text einzugeben oder bei Zusammenstellung eines Samplers die Lautstärke zu normalisieren. Aber all das sollte man vorher mit einer wiederbeschreibbaren CD üben.
Titelmarkierungen werden entweder automatisch übernommen oder können während des Aufnahmevorgangs manuell via Fernbedienung eingegeben werden. (Warum kann man sowas eigentlich nicht nach der Aufnahme machen?)
Bei der Verwendung von hochwertigen Audio-CD-Rohlingen wie z.B. von den Firmen emtec, TDK, Philips oder hi-space gibt es in der

Regel keine Probleme. Nicht akzeptiert werden hingegen (meistens) Rohlinge der Marken Maxell und Intenso.
Nachdem die ersten selbstgebrannten CDs abgespielt werden, ist die Freude natürlich groß, da sie sich klanglich vom Original nicht unterscheiden lassen, auch wenn sie in 4-facher Geschwindigkeit gebrannt wurden. Von einer digitalen Kopie kann übrigens nur eine analoge Kopie in einfacher Geschwindigkeit gemacht werden.
Aber meine Freude währte nicht lange ...
Schon nach kurzer Zeit klemmte die Schublade des CD-Recorder-Laufwerks, so dass ich mit der Hand nachhelfen musste. Dann wieder funktionierte es von alleine, vielleicht zehnmal, dann ging das Spiel wieder von vorne los.
Und irgendwann passierte folgendes: die CD-Schublade ließ sich nicht mehr öffnen, auf dem Display stand ?DISC RECOVER? zu lesen, wie gesagt, nirgends dokumentiert. Nach einer Stunde ca. ließ sich die Schublade wieder öffnen, die CD war unbrauchbar (heißt ?recover? nicht wiederherstellen oder so ähnlich??). Aber man freut sich ja, wenn's anschließend wieder klappt.
Vor einigen Tagen aber (das Gerät ist noch nicht mal 1 ½ Jahre in Gebrauch, wenn es hochkommt 150 CDs gebrannt), passierte der gleiche Fehler erneut. Doch diesmal ging gar nichts mehr. Ich habe das Gerät über Nacht angelassen, in der Hoffnung, das die Disc am nächsten morgen ?recovered? wäre, aber nein, alle Funktionen blieben blockiert, nichts ließ sich öffnen oder gar abspielen, Netzstecker rein und wieder raus half auch nichts (mehrmals ausprobiert). Eine Anfrage beim Philips Support blieb ohne Antwort. Wozu auch? Das Gerät ist ja bereits verkauft!
Hätte meine Frau dann nicht gesagt, hau das Gerät doch mal, dann hätte ich es vor Wut vielleicht noch auf den Müll geworfen. Also, zwei mittelfeste gezielte Hiebe auf die Geräteoberseite: die komischen Geräusche (die ich noch gar nicht beschrieben habe) hören auf und das Gerät läßt sich ? o Wunder! - wieder öffnen. Die CD war natürlich unbrauchbar. Ab
er nu
n kann ich wieder aufnehmen. Fragt sich nur wie lange. (Und vielen Dank an meine Frau für den wertvollen Tipp! In der Werkstatt hätte man das Gerät unter 100 Euro sicher nicht geschlagen!)

Wie soll man sowas nun bewerten? Hatte ich vielleicht Pech und es handelt sich nur um ein ?Montagsgerät?? Darf man für 450 Euro keine Qualität erwarten?


Für den Klang gebe ich 4-5 Sterne
Für den Support: 0 Sterne (sollte doch noch eine Antwort kommen, melde ich mich noch mal)
Für das Gerät insgesamt aufgrund der schlechten Erfahrungen: 1 oder 2 Sterne
Für die Bedienungsanleitung: 1 Stern
Für meine Frau: 5 Sterne!!!


Nachtrag, April 2003
Der CD-Recorder ist mittlerweile kostenlos repariert worden. Da es aber wochenlang gedauert hat, bis Philips sich bei mir meldete, hatte ich mir inzwischen einen neuen CD-Recorder gekauft.
Ich habe noch keine CD mit dem reparierten Gerät gebrannt. Allerdings habe ich festgestellt, dass das Wechselwerk keine mit dem neuen Gerät selbst gebrannten CDs annimmt, zumindest die guten Audio-Rohlinge der Firma TDK. Im Display wird dann "unfinalized disc" angezeigt. Das Recorder-Teil nimmt die selben CDs aber problemlos an.
Da Philips so kulant war und das Gerät nach abgelaufener Garantiezeit kostenlos reparieren ließ, erhöhe ich das Gesamturteil von zwei auf drei Sterne.
Übrigens haben wir auch eine Kaffeemaschine von Philips. Der Kaffee schmeckt sehr gut, aber ich befürchte, dass er demnächst finalisiert werden muss ...

Fazit:

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