LG CRD-8520B
Für diesen Preis ist es ok - LG CRD-8520B CD Laufwerk

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Produkttyp: LG Electronics CD-Laufwerke

Neuester Testbericht: ... ein wenig länger auf dem Markt. Es handelt sich hierbei um ein ganz normales CD Laufwerk, welches meiner Meinung nach wirklich zu gebrau... mehr

Für diesen Preis ist es ok
LG CRD-8520B

Nuschelbert

Name des Mitglieds: Nuschelbert

Produkt:

LG CRD-8520B

Datum: 08.09.03, geändert am 08.09.03 (495 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: siehe Bericht

Nachteile: siehe Bericht

Vor ein paar Monaten quittierte mein getreues und stets zuverlässiges CD-Laufwerk seinen Dienst und ich war gezwungen, mir ein neues zuzulegen. Auf das Lesen von Testberichten bzw. Erfahrungsberichten hatte ich eigentlich weitgehend verzichtet, da für mich ein CD-Laufwerk, das ausschließlich zum Einlesen von Daten da ist, keine Lebensentscheidung darstellt und CD-Laufwerke ja inzwischen sehr günstig zu haben sind. So machte ich mir eigentlich keine weiteren Gedanken über Hersteller, Modell usw., sondern achtete eigentlich mehr auf günstige Angebote. Dabei stieß ich auf stieß ich auf dieses Modell hier, das CRD-8250B von LG Electronics. Zuerst war ich etwas verduzt, dass ein Hersteller von Waschmaschinen (kennt man ja aus der TV-Werbung) auch CD-Laufwerke herstellt. Nachdem mir einfiel, dass LG auch Bildschirme herstellt, war mir der Bezug zur Computerbranche dann doch durchaus bewusst und nachdem ich irgendwo las, dass LG Electronics die Nachfolgefirma von Goldstar (kennt man, Fernseher, Videorekorder usw.) ist, war mir irgendwo einiges klarer. Zunächst drängte sich mir der Gedanke eines Billigherstellers, bzw. eines Billigproduktes auf, denn dafür war Goldstar ja bekannt. Zudem irritierte mich doch etwas dieses B hinter der numerischen Bezeichnung des Laufwerkes. Was will es mir sagen? Ist dieses Gerät zweite Wahl oder soll es eine Weiterentwicklung sein? Allerdings überzeugte mich der Preis, zumal diese Laufwerk ja auch gerade für 29 Euro bei Vobis im Sonderangebot war. Ich dachte mir, dass man bei diesem Preis ruhig mal ein Risiko eingehen, zumal es ja auch eine einjährige Herstellergarantie auf dieses Gerät gab und selbst wenn das Gerät nach einem Jahr und einem Tag kaputt gehen würde, ich mir ja acuh wieder ein neues Laufwerk zulegen könnte.

Gedacht und gekauft, könnte man sagen. Zu Hause habe ich das Laufwerk dann logischerweise erst mal ausgepackt und war dann von der Verpackung erst einmal begeistert. Das Laufwerk lag nicht nur einfach so in der Sch
achtel, sondern wohl geschützt vom einem „Styroporersatz“ aus Kunststoff lag es gut geschützt in der Verpackung, zusammen mit Schrauben, Kabel (zum Anschluss an die Soundkarte), einem Jumper und einer Treiber-Dsikette (logisch, denn eine CD mach ja auch wenig Sinn, wenn man das CD-Laufwerk erst noch installieren möchte, oder?) und einem kleinen und irgendwo auch unnützen Handbüchlein. Laut diesem Handbüchlein (mehrsprachig) wird das Laufwerk von allen Windows-Betriebsystem erkannt und die Treiberdiskette sei nur für MS-DOS-Rechner notwendig. Was das betrifft, kann ich durchaus bestätigen, dass das Laufwerk auf jeden Fall von Windows XP und NT4.0 erkannt wird (habe per Zufall bei der Arbeit dasselbe Laufwerk zum Einbau in einen NT-Rechner bekommen).
So weit so gut. Was einem natürlich nicht erspart bleibt, sind der Einbau und das Setzen des Jumpers.
Was das sogenannte jumpern des Laufwerks betrifft, sollte man vorher natürlich wissen, wie man es am IDE-Interface zu belegen hat, also ob es am Controller als Master oder als Slave eingesetzt werden soll.
An dieser Stelle eine kleine Anmerkung. Betreibt man in einem IDE-Rechner mehr als eine Festplatte (also physikalisch, nicht virtuell, sprich Partitionen), sollte man die Festplatten auf einen Controller setzen und das CD-Laufwerk bzw. die CD-Laufwerke auf den anderen. Bei beispielsweise 3 Festplatten sollte das CD-Laufwerk als Slave eingesetzt werden, da das CD-Laufwerk die Festplatte in der Regel ausbremst. Vor allem bei älteren CD-Laufwerken sollte das beachtet werden.
Die Belegungsmöglichkeiten durch den Jumper sind am Gerät selbst ersichtlich und werden in dem kleinen Handbüchlein nochmals beschrieben. Ist der Jumper gesetzt, geht es an den Einbau, welcher wie bei jedem anderen Gerät in 5,25“-Größe von Statten geht. Altes Laufwerk raus (bzw. Blende ab), Laufwerk einschieben, Controller-Kabel stecken (dabei beachten, dass Pin 0, also das rosane Käbelchen am Flachkabel an der richtig
en Stelle sitzt), Das Kabel zur Soundkarte stecken und das Laufwerk mit den mitgelieferten Schrauben fixieren (also umgangssprachlich: festschrauben). Das Ganze natürlich bei ausgeschaltetem PC.

Da dieses Modell Ultra-DMA-fähig ist, kann man Ultra-DMA im BIOS für dieses Laufwerk aktivieren, das bringt Geschwindigkeitsvorteile beim Einlesen der Daten.
Das Laufwerk ist mit 52-facher Lesegeschwindigkeit ausgezeichnet. Mein altes Laufwerk war ein 32-fach und man merkt den Unterschied, zumindest wird er einem durch die Geräusche des Gerätes suggeriert. Und dieses Geräusch ist ein Negativpunkt dieses Gerätes. Es ist für ein CD-Laufwerk recht laut und das Geräusch relativ unangenehm, aber man gewöhnt sich dran.
Das Laufwerk kommt recht schnell auf eine hohe Geschwindigkeit, zumindest bei größeren Dateien bzw. Datenmengen, so dass es Daten recht schnell einliest. Dafür braucht es beim shutdown relativ lange. Die CD dreht sich ja im Laufwerk auf einer niedrigeren Geschwindigkeit, sozusagen in einem Bereitschaftsmodus. Das Beenden dieses Modus und herunterfahren zum Stillstand (z.B. beim betätigen des Auswurfknopfes) der CD dauert aber relativ lange (ein paar Sekunden), also nichts für ungeduldige User.
Der Auswurfschalter ist unterhalb der Schublade angebracht. Manchen mag es ja egal sein oder haben noch nie etwas anderes gesehen. Allerdings, wem schon mal beim betätigen dieses Knopfes, wenn er oberhalb der Schublade liegt, dieselbe schon mal gegen die Hand gefahren ist und daraufhin die Lade gleich wieder hereinfährt und der PC anfängt die CD zu lesen, der weiß, von was ich hier rede. Das nervt nämlich unheimlich!

Neben dem Auswurfknopf (Open/Close) verfügt das Laufwerk an der Frontseite (wo auch sonst) über einen Play/Skip-Schalter (sofern diese Funktionen nicht über Software wahrgenommen werden recht nützlich), einem Lautstärkeregler und ein einem 3,5-Klinke-Anschluss (für Kopfhörer oder Boxen). Selbstverständlich verfügt das Gerät auch über
das obligatorische LED, das Aktivitäten des Gerätes anzeigt.

Abgesehen vom Geräusch, was irgendwo dann vielleicht doch auf ein Billigprodukt hinweist, arbeitet diese Laufwerk absolut zuverlässig. Ich hatte bisher noch keine Probleme beim Einlesen von CD’s, egal ob von Herstellern oder selbstgebrannte, egal ob CD-R oder CD-Rw und unabhängig von der Datenkapazität der CD (74er, 80er und 99er). Auch beim Abspielen von Audio-CD‘s oder Mixed-CD’s (Daten und Audio auf einer CD) gab es bei mir seither keinerlei Probleme.

Etwas nachteilig, so habe ich zumindest den Eindruck, ist dieses Laufwerk allerdings bei der Fehlerkorrektur und beim Grabben von Audio-Daten.
Bei der Fehlerkorrektur, was ja eigentlich relativ häufig vorkommt, entwickelt das Gerät eine gewisse unnormale Lautstärke. Das Gerät muss ja in diesem Fall Daten nochmals einlesen, sprich nochmals mit dem Laser „zurückspringen“. Das bei diesem Vorgang entstehende Geräusch ist relativ laut und unangenehm.
Was das Grabben von Audiodaten betrifft, habe ich den Eindruck, dass das Laufwerk eine Spur langsamer ist, als mein altes, was aber bei meinem Grabbing-Aufkommen allerdings nicht so übermäßig stark ins Gewicht fällt.

Fazit, das CRD-8520B ist mit Sicherheit nicht das allerbeste und qualitativ hochwertigste CD-Laufwerk, das es auf dem Markt gibt. Sicher gibt es auch ein besseres Laufwerk in dieser Preisklasse, aber wer kauft sich schon zum testen fünf verschiedene Laufwerke?
Insgesamt kann man dieses Laufwerk aber für den Normalanwender empfehlen, zumindest zu diesem günstigen Preis. Für Profis oder für User, die ihr CD-Laufwerk stark beanspruchen ist es allerdings nicht wirklich empfehlenswert und dieser Kundenkreis schaut mit Sicherheit auch nicht unbedingt auf das Geld, sondern eher auf die Marke.

Zum Abschluss noch die Technischen Daten, die kann man zwar überall nachlesen, aber so muss der technisch versierte Leser wenigstens nicht ext
ra zur Herstellerseite wechseln :-)

Datenübertragungsrate:
Außen: 7.800 kb/s. (52-fach)
Innen: 3.600 kb/s. (24-*fach)
Burst (ATAPI):
16,67 mb/s. (PIO Mode 4)
16,67 mb/s. (Multiword DMA Mode 2)
Mittlere Zugriffszeit: 80 ms
Buffer: 128 kb
Interface: E-DIE / ATAPI
Einbaulage: horizontal und vertikal
Betriebstemperatur: 5 – 45 Grad C

Fazit:

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