Cyberdrive 480D 48x
CD-Laufwerk wie ein Düsenjäger: Schnell und laut - Cyberdrive 480D 48x CD Laufwerk

Produkttyp: Cyberdrive CD-Laufwerke

Neuester Testbericht: ... das Gefühl, dass der Rechner sich in eine Flugzeugturbine verwandelt, wenn das Cyberdrive-Laufwerk einmal in Fahrt gekommen ist. EIn weite... mehr

CD-Laufwerk wie ein Düsenjäger: Schnell und laut
Cyberdrive 480D 48x

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Name des Mitglieds: fuzzybär

Produkt:

Cyberdrive 480D 48x

Datum: 22.03.02, geändert am 22.03.02 (816 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Schnell, zuverlässig, liest fast alle CDs

Nachteile: extrem laut, schlechtes Handbuch

Laut, aber schnell!

In dieser Woche habe ich mein CD-ROM-Laufwerk gegen ein DVD-Laufwerk ausgetauscht, um nun auch endlich die Vorzüge der DVD genießen zu können. Nachdem ich mit dem 48-fach-Cyberdrive-Laufwerk über zwei Jahre Erfahrungen sammeln konnte, ist es wohl an der Zeit, einen Erfahrungsbericht hier einzustellen.


Kauf
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Im Januar 2000 ging es plötzlich ganz schnell: Mein damaliges 20-fach-CD-ROM-Laufwerk gab von einem Tag auf den anderen den Geist auf, keine CD wurde mehr gelesen. Ersatz musste schnellstens her, da ich in dieser Zeit - mehr als heute - auf CDs angewiesen war. Ich setzte mir ein Preislimit von 100 DM und dachte mir, im nächsten ProMarkt auf eine breite Auswahl zu stoßen - Pustekuchen! Langsame Laufwerke zu horrenden Preisen wurden da angeboten, da konnte man nicht zugreifen. Bei Karstadt fand ich dann ein einziges Exemplar für 99 DM, nämlich das hier beschriebene Laufwerk von Cyberdrive. Ich weiß nun nicht, ob Cyberdrive wirklich ein Hersteller oder nur ein Label für irgendwelche No-Name-Laufwerke ist, denn das "Handbuch" gibt über der Hersteller überhaupt nichts preis. Zusammenfassend kann man also sagen, dass ich zu diesem Laufwerk rein zufällig gekommen bin, weil es eben das einzige Laufwerk über 40x-Tempo für unter 100 DM war.


Installation
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Da es sich um ein ATAPI-Laufwerk handelt, ist die Installation höchst einfach. Zunächst muss man allerdings wissen, ob das Laufwerk als Master oder Slave eingesetzt werden soll; standardmäßige Einstellung war Slave. In meinem Computer ist das CD-Laufwerk allerdings Master an der zweiten IDE-Schnittstelle, also musste der entsprechende Jumper umgesteckt werden. Das stellt kein Problem dar, ist aber etwas fummelig. Als nächstes erfolgt der Einbau in den Laufwerksschacht und das Festschrauben mit dafür passden Schrauben. Da ich die Retail-Version erwischt hatte, waren Schrauben mit dabei. Danach müssen nur noch der Stroman
schluss und das Datenkabel aufgesteckt werden, und das Laufwerk sollte funktionieren. Das war auch der Fall, nach einem Neustart meldete Windows 98 das neue ATAPI-CD-ROM-Laufwerk mit ordnungsgemäßer Bezeichnung und Tempoangabe, so weit alles in bester Ordnung. (Das beiliegende Kabel zur Verbindung mit der Soundkarte habe ich weggelassen, das brauche ich nicht.)


Betrieb
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Wie schon beschrieben habe ich das Laufwerk über zwei Jahre im Dauereinsatz gehabt. Einen Defekt gab es nicht, weshalb ich es jetzt in meinen Linux-Zweitrechner umgesteckt habe, wo es ein langsameres Drive ersetzt.

Im laufenden Betrieb erwies sich das Laufwerk als wahrer Lärmerzeuger. Schon beim Einlegen einer CD beginnt der Krach, und beim ständigen Benutzen, zum Beispiel beim Ansehen von Videos oder beim Spielen, nimmt der Geräuschpegel kaum ab. Ich halte diesen Lärm für eine Zumutung, der alle anderen positiven Eigenschaften des Geräts verdrängt. Versuche, durch "bauliche Maßnahmen" eine Lärmminderung zu erreichen, schlugen allesamt fehl.

Dennoch: Eigentlich gibt es positive Eigenschaften zuhauf. An der Geschwindigkeit gibt es nichts zu meckern. Nahezu jede CD wird mit Höchsttempo eingelesen und abgespielt, alle bekannten Formate werden unterstützt. Mit selbst gebrannten CDs hatte ich nur wenige Male Probleme, aber das waren dann meistens Exemplare, die so gut wie nirgendwo liefen. Eine bestimmte Sorte Rohlinge mochte das Laufwerk nicht so gern (ich glaube eine ältere Sorte von Lidl), die wurden langsamer als normal üblich verarbeitet, so dass ich auch zum Lesen lieber auf meinen CD-Brenner ausgewichen bin.

Der Laufwerksmechanismus tut noch heute ohne Fehl und Tadel seinen Dienst, auch forsche Kinderhände konnten ihm keine Probleme bereiten. Hätte ich Musik-CDs hören wollen, hätte ich den Kopfhöreranschluss nutzen können, doch Musik höre ich immer noch lieber über meine Musikanlage als über den PC. Ein Lautstärkeregler ist vorha
nden, doch diesen brauchte ich ebenso wenig wie den Kopfhöreranschluss. Selbstverständlich ist eine LED vorhanden, die bei Aktivität grün leuchtet, und schließlich gibt es noch den Knopf zum Öffnen des Laufwerks.

Ein einziges Mal erwies sich das kleine Loch zum Öffnen des Laufwerks ohne Stromanschluss als hilfreich: Das war in dieser Woche, als ich das Laufwerk ausgebaut, aber eine wichtige CD darin vergessen hatte. Schnell eine Büroklammer gerade gebogen und in das Loch eingeführt und schwupps, das Laufwerk war offen, die CD konnte entnommen werden. Eine sinnvolle und sicherlich billige Lösung!


Fazit
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Hätte ich vor dem Kauf gewusst, welcher Lärm mich über zwei Jahre lang erwarten würde, hätte ich das Laufwerk sicher nicht gekauft. Ich gebe auch keine Empfehlung ab, zumal es als Neugerät sicher nicht mehr im Handel ist. Allerdings nehme ich an, dass auch andere Geräte von Cyberdrive so laut sein könnten, da die Grundtechnik ja überall gleich ist. Da empfehle ich, vor dem Kauf - wenn möglich - einen Hörtest durchzuführen, und ansonsten lieber auf Markengeräte auszuweichen. Noch eine Anmerkung zum Schluss: Bei der Zeitschrift PC Professionell war das Laufwerk eine Zeitlang in der Hitliste der CD-Drives ziemlich weit oben angesiedelt. Da siegte die zuverlässige und preisgünstige Technik des Geräts offenbar über den Lärm. Als Dauernutzer kann ich ein solches Urteil nicht nachvollziehen.

Insgesamt vergebe ich zwei Punkte und keine Empfehlung, obwohl die Technik an sich sehr gut ist. Die extreme Lautstärke ist für mich ein Abwertungsgrund ersten Ranges.


© Andreas Wilhelm, 22.03.2002


PS.
Weitere technische Daten kann ich nicht liefern, denn das Handbuch gibt darüber keine Informationen.

Fazit:

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