


Neuester Testbericht: ... die vom Süden kommen und Richtung Nord-Westen wollen (oder umgekehrt) - also vornehmlich die Niederländer - finden hier eine ideale Zw... mehr
Camper zweiter Klasse oder: man kann es auch als Vorteil sehen
Camping Heidehof

Name des Mitglieds: juliaa2000
Produkt:
Camping Heidehof
Datum: 28.06.10
Bewertung:
Vorteile: Praktisch für Durchreisende | Preisleistungsverhältnis stimmt | ruhig
Nachteile: Extrem schräge Stellflächen | zentimeterhohes Gras | Öffnungszeiten Supermarkt
Als wir im Juni 2010 in Ulm ein Event besuchen wollten, durchforsteten wir vorab das Internet nach einem Campingplatz, auf dem wir "event-nah" übernachten konnten. In Ulm selbst schien es allerdings keinen Campingplatz zu geben und so erweiterte ich den Suchradius und fand zwei Campingplätze in "näheren Umgebung". Einer befand sich in Illertissen, der andere in Machtolsheim zwischen Merklingen und Laichingen. Aufgrund des Eindrucks, der auf den Homepages der beiden Campingplätze vermittelt wurde, entschieden wir uns für den Campingplatz in Machtolsheim namens "Heidehof-Camping".
| Fakten
Heidehof-Camping
Heidehofstraße 50
89150 Laichingen-Machtolsheim
Telefon: 07333/6408
Telefax: 07333/21463
www.camping-heidehof.de
| Anfahrt
Wir kamen aus dem Norden und befanden uns auf der A8. An der Ausfahrt 61 (Merklingen/Ehingen/Blaubeuren/Laichingen) verließen wir die Autobahn und folgten den Anweisungen unseres Navis, das uns Richtung Merklingen führte und weiter nach Machtolsheim. Ohne Navi wären wir allerdings nicht so flüssig voran gekommen, denn die Ausschilderung zum Campingplatz ist nicht besonders gut.
| Rezeption
Das Einchecken verlief zwar problemlos, aber nicht ohne kleinere Enttäuschungen. Als wir den Campingplatz erreichten, sahen wir, dass es sich hierbei wohl um einen 5-Sterne-Campingplatz handelt, was uns riesig freute und unsere Erwartungen dementsprechend hochschraubte. Doch als wir eincheckten, wurden wir nicht auf das Hauptgelände des Platzes (hinter der Schranke) geschickt, sondern auf eine Wiese vor dem eigentlichen Eingang des Campingplatzes. Der eigentliche Campingplatz beherbergt nämlich nur DAUERCAMPER und angeblich keine Urlaubsgäste. Deshalb mussten wir auf einem separaten Platz vor den Toren des eigentlichen Campingplatzes campieren. Als wir dann auch noch sahen, dass sich dieser "Vor-Campingplatz" auf einer sehr schrägen Rasenfläche befindet und somit auch keine ebene Stellfläche bietet, wollten wir eigentlich schon wieder weiter fahren. Außerdem fühlten wir uns "vor den Toren des 5-Sterne-Campingplatzes" verwiesen, ein wenig wie "Menschen zweiter Klasse". Doch aufgrund seiner "Nähe" zu Ulm (ca. 20 km Luftlinie) bot dieser Campingplatz sich für uns geradezu an, weil wir fast jeden Tag in die Donaustadt fahren wollten. Also blieben wir.
Wir dürften uns, so teilte man uns in der Rezeption mit, unseren Platz selbst aussuchen. Da die Stellflächen nicht parzelliert sind, und kein Stellplatz sich sonderlich von dem anderen unterscheidet, stellten wir uns in angenehme Entfernung zum Waschhaus auf.
| Platzbeschaffenheit
Die zweite Enttäuschung wartete schon auf uns. Das Gras stand ca. 20-30 cm hoch. Da es den ganzen Tag geregnet hatte (und es sollte drei weitere Tage regnen!!), war natürlich alles pitsche-patsche nass. Da unser Vorzeltteppich recht schwer ist, drückte er das hohe Gras ein wenig nieder. Unsere Nachbarn hatten mit ihrem leichten Material da schon größere Schwierigkeiten. Bei einem 5-Sterne-Platz erwarte ich eigentlich, dass das Gras gemäht ist. Außerdem erwarte ich, dass man (relativ) ebene Stellflächen vorfindet. Die Wiese des Heidehof-Campings ist aber so schräg, dass man seinen Wohnwagen erstens nur längs stellen kann und zweitens bis an die Grenze der Austarierung gehen muss.
Dass die Stellflächen nicht parzelliert sind, habe ich bereits erwähnt. Man stellt seinen Wohnwagen am besten so, dass man einen der gut verteilten Stromkasten erreicht. Im Laufe der nächsten Tage durften wir allerdings Zeugen eines Phänomens werden, das wir bis dahin noch nicht gesehen hatten: die "Durchgangs-Camper". Aber dazu später mehr.
Wir brauchten also eine Weile, bis wir unseren Wohnwagen fast eben gestellt hatten. Ganz in Waage haben wir ihn aber leider nicht bekommen, was gerade beim Kühlschrank bekanntlich für Probleme sorgen kann. Da wir aber die letzten fünf Tage unseres Urlaubs auf diesem schrägen Platz verbrachten, und danach direkt nach Hause wollten, nahmen wir es damit nicht mehr so genau.
Aufgrund des griffigen Bodens bekommt man Heringe gut hinein, wo sie stabil und sicher verankert sind. Genauso gut bekommt man sie aber auch wieder aus der Erde heraus.
Wasserstellen habe ich nur eine einzige gesehen und diese war in unmittelbarer Nähe des Waschhauses, was also nicht sehr viel brachte. Aber ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich auch nicht weiter darauf geachtet habe, ob und wie viele Wasserstellen es insgesamt gab.
| Durchgangs-Camper
Da ich es bereits erwähnt habe, möchte ich näher auf die Durchgangs-Camper eingehen, die ich in dieser Form zum ersten Mal gesehen habe. Der Campingplatz liegt besonders verkehrsgünstig an der A8. Camper, die vom Süden kommen und Richtung Nord-Westen wollen (oder umgekehrt) - also vornehmlich die Niederländer - finden hier eine ideale Zwischenstation. So konnten wir feststellen, dass jeden Nachmittag/Abend ganze Wohnwagenkolonnen über den Platz einfielen und am nächsten morgen - wie durch ein Wunder - wieder verschwunden waren. Die Wohnwagen wurden teilweise noch nicht einmal abgehängt, sondern gleich auf der Anhängerkupplung gelassen, so dass die langen Gespanne einfach irgendwie längst gestellt wurden, egal wie viel Platz sie dabei wegnahmen. So etwas haben wir noch nicht gesehen und wir haben uns sehr darüber amüsiert. Jeden morgen öffnete ich unsere Wohnwagentür und schaute, ob alle niederländischen Heinzelmännchen sich zu nachtschlafender Zeit wieder aus dem Staub gemacht hatten oder ob noch welche übrig waren.
In diesem Zusammenhang wurde uns also klar, warum die Stellplätze für Tagesgäste vor den Toren des eigentlichen Campingplatzes angelegt worden waren. Bei diesem Durchgangsverkehr würde zu viel Unruhe im Bereich der Dauerstellplätze entstehen. Wir zogen das Beste davon für uns heraus! Da wir bis spät in die Nacht unterwegs waren, kam es uns in diesem Fall sogar entgegen, dass uns keine Schranke von unserem Wohnwagen trennte. Auch wenn dieser dadurch nicht gesichert war und im Grunde jeder nachts aufs Gelände gehen konnte, ohne gesehen zu werden. Bewacht war der Campingplatz nämlich auch nicht.
| Sanitäre Anlagen
Die sanitären Anlagen sind von Außen recht veraltet und auch Böden (Fliesen), Wände und Decke sind schon etwas älter. Doch in den letzten Jahren scheinen die Toiletten und Waschbecken erneuert worden zu sein - sie sehen jedenfalls sehr modern aus und sind auch recht funktionell. Bei den Toiletten hätte ich mir allerdings aus Umweltgründen eine Spartaste gewünscht, die bei neueren Anlagen meist eingebaut ist. Toilettenpapier ist vorhanden. Ein Waschbecken mit Seifenspender zwar auch, aber die Seife verdient ihren Namen nicht. Ebenso wenig wie der Handtrockner, der sehr altersschwach und mit viel Getöse ein wenig lauwarme Luft verströmt.
Die Waschbecken im Waschraum sind bereits mit den neueren Sensoren ausgestattet, die auf die kleinste Bewegung reagieren. Sie funktionieren auch zuverlässig. Ein Müllereimer ohne Deckel steht zur Verfügung, was mir gefällt, denn ich mag es nicht, wenn ich einen schmutzigen oder "verhaarten" Deckel anfassen muss.
In den Duschen ist genügend Platz und die Kleidung wird durch eine kleine Wand vor Spritzwasser geschützt. Eine kleine Ablagefläche und zwei Haken bieten den nötigsten Platz, um alle Duschutensilien notdürftig zu verstauen. Das Wasser war während unseres Besuchs leider nicht immer heiß. Je nach Tageszeit und -Verbrauch konnte es passieren, dass man nur lauwarmes Wasser erhielt. Der Duschkopf verteilte das Wasser in scharfen und gleichmäßigen Strahlen. Mein Begleiter meinte jedoch, dass zu wenig Wasser aus den Düsen gekommen sei und es ewig gedauert hätte, bis der Schaum vom Körper gewaschen worden sei. Das war mir nicht aufgefallen. Da in dem Gebäude auch nur vier Duschkabinen vorhanden sind, kann es zu Stoßzeiten durchaus mal eng werden.
Das (Damen-)Waschhaus war während unseres Aufenthalts meistens sauber. An einem Tag - ich glaube, es war Samstag, war es allerdings recht schmutzig und ich glaube, an diesem Tag war überhaupt nicht geputzt worden, was ich an einigen Anzeichen feststellen konnte.
| Spülraum und Wäsche
Im Spülraum stehen drei Waschbecken zur Verfügung, die abends - nach dem Ansturm der Durchreisenden - schnell belegt sein können. Hier gibt es angenehm heißes Wasser und ausreichend Platz, um das Geschirr abzustellen. Im gleichen Raum befindet sich die Waschmaschine, in der man für 2.- EUR pro Füllung seine Wäsche waschen kann.
Ein angenehm großer Mülleimer stand in der Ecke, der während unseres Aufenthalts aber leider mehrere Tage nicht geleert wurde. Das war ekelig.
| Supermarkt
Im Campingladen holten wir jeden morgen unsere Brötchen, die sehr, sehr lecker schmeckten. Der Laden ist sehr gut sortiert und bietet im Lebensmittelbereich, eigentlich alles, was man zum täglichen Bedarf benötigte. Auch der Getränkebereich und der Zeitungsständer sind sehr umfangreich bestückt und in der Kühltheke gibt es Milch, Mutter, abgepackte Wurst und Käse, so dass man darauf auch nicht verzichten musste.
Als wir am Nachmittag ankamen, war das Geschäft allerdings geschlossen. Die Öffnungszeiten von 8 bis 13 Uhr sind also recht knapp bemessen. Als wir fragten, wo wir ein paar Kleinigkeiten einkaufen könnten, wurden wir in ein ca. 6 km entferntes Geschäft geschickt. Als wir allerdings einschränkten, dass es sich nicht lohnen würde, für zwei Semmeln sechs Kilometer zu fahren, half uns die Dame an der Rezeption aus und meinte, zwei Semmeln würden noch im Laden liegen, und diese könnten wir natürlich haben, falls wir damit einverstanden wären. Das fanden wir sehr nett.
| Restaurant
Das Restaurant befindet sich nicht auf dem Platz, sondern ca. 100 m davor und steht auch für die Nicht-Campinggäste offen. Das Restaurant serviert vor allem italienische Gerichte. Ich kann das Restaurant absolut empfehlen!!! Dort gibt es die weltbeste Pizza und einen hervorragenden Salatteller mit frischen Mini-Pizzabroten. Die Bedienung war zwar etwas "übereifrig" und wollte (abends um 21 Uhr) anscheinend nach Hause, denn sie zog uns die Teller unter der Nase weg, aber das gemütliche Ambiente und das sehr gute Essen entschädigte uns dafür. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmte hier ebenfalls und so können wir das Restaurant nur loben!
| Freizeiteinrichtungen
In unserem Bereich (auf dem Durchgangsplatz) gab es einen Kinderspielplatz, einige steinerne Tischtennisplatten und einen kleinen Minigolfplatz. Da wir drei Tage Dauerregen hatten und viel unterwegs waren, kamen wir leider nicht dazu, eine Runde Minigolf zu spielen. Bei schönem Wetter hätten wir dieses schöne Angebot sicherlich genutzt. Wir haben einen Aufenthaltsraum - eine Art Spielzimmer - für Kinder und Jugendliche gesehen. Da wir keine Kinder haben und über dieses Alter hinaus sind, kann ich darüber aber keine eigenen Erfahrungen wiedergeben.
| Weitere Ausstattungsmerkmale
Da wir - wie gesagt - wie Menschen zweiter Klasse auf dem "Vorplatz" abgestellt wurden, kann ich nur wenig über die Einrichtungen berichten, die sich innerhalb des Platzes befinden. Wir haben nur einen kurzen Spaziergang über den Platz gemacht, um ihn uns mal anzusehen und zu schauen, ob nicht vielleicht doch ein Plätzchen für uns frei gewesen wäre. Aufgrund des schlechten Wetters konnten wir auch das Schwimmbad nicht nutzen, was wir ebenfalls sehr bedauerten. Es machte nämlich - von Außen gesehen - einen sehr guten Eindruck.
Ich möchte trotzdem noch einmal stichpunktartig aufführen, über welche Ausstattungsmerkmale der Platz verfügt:
- Restaurant mit großer Terrasse
- Supermarkt
- 5 moderne Sanitärgebäude mit Zentralheizung
- 2 Babywickelräume
- separater Waschraum für Kinder
- 25 Familienbäder davon 3 behindertengerecht (1)
- 4 Spülküchen
- Waschmaschinen und Wäschetrockner (1)
- beheiztes Schwimmbad mit Kinderbecken und Liegewiese
- Sauna mit Freigang (1)
- Whirlpool (1)
- Solarium (1)
- Grillplätze
- verschiedene Spielplätze für die Kleinen
- Bolzplatz, Bocciabahn, Volleyballfeld, Beachballfeld, Tischtennisplatten
- Minigolfanlage (1)
- Skilift (1)
- Fahrradverleih (1)
- Aufenthaltsraum, Jugendraum
- kirchliches Zentrum (evang.-kath. Campingdienst, sonntägl. Gottesdienste)
- Freizeithaus für Spiel und Sport (fertig bis Ende 2008)
- Freizeitanimation in den Sommerferien
- Stromanschluss nach CEE (1)
- Drahtloser WLAN-Internetzugang auf dem Platz (im Aufbau) (1)
- Internetecke (1)
- Wohnmobilstellplätze und Entsorgungsstation für Wohnmobile
- 4 Blockhütten mit je 4 Betten1
(1) = gegen Gebühr
| Hütten
Es gibt Miethütten aus Holz, die wir uns aber nicht näher angesehen habe, so dass ich mir darüber keine eigene Meinung bilden konnte. Sie sollen 4 Gäste beherbergen können und 30.- EUR pro Nacht kosten.
| Dauerstellplätze
Ca. 95 Prozent des Heidehof-Campings bestehen aus Dauerstellplätze. So ein großes Dauercamping-Arenal habe ich noch nie gesehen. Es ist schon sehr beeindruckend. Überall, wo viele Menschen zusammentreffen, gibt es natürlich auch hier die unterschiedlichsten Angewohnheiten und Grundeinstellungen zu betrachten. So gibt es Dauercamper, die ihr Refugium bis auf das letzte Grashalm penibel sauber und ordentlich halten und ihr Heim mit viel Liebe zum Detail verzieren und es gibt Camper, die ihren Wohnwagen und den Stellplatz verkommen lassen und wo sich Unordnung und Chaos breit machen. An einem so genannten "Schwarzen Brett" hingen einige Annoncen. Einige der Inhaber wollten ihr Domizil wohl verkaufen. Dazu kommt aber in der Regel noch die Miete für den Stellplatz (915.- EUR) und - so viel ich weiß - die Personengebühr pro Übernachtung sowie der Stromverbrauch.
| Service
Außer bei der Anmeldung und der Bezahlung sowie beim Brötchenholen hatten wir keinen Kontakt mit den Angestellten und der Campingleitung. Hier machten wir aber keine schlechten Erfahrungen.
| Sauberkeit
Während unseres Aufenthalts waren sowohl die sanitären Anlagen als auch das Außengelände und die Waschküche sauber. In der Waschküche hätte allerdings der Mülleimer öfter geleert werden müssen. Dort lag drei Tage lang der gleiche feuchte Müll drin.
| Ruhe
Der Campingplatz liegt abseits irgendwelcher Straßen oder Ortschaften, so dass es hier nachts sehr ruhig ist. Ich habe wunderbar geschlafen, sehe ich man mal von der Neigung des Wohnwagens ab, die mir ein wenig zu schaffen machte. Auch das Publikum war sehr auf Ruhe bedacht und wir haben morgens nicht einmal etwas von den abreisenden Niederländern mitbekommen.
| Preise
Pro Erwachsener (ab 16 J.) kostet die Nacht 6.- EUR. Kinder (3 bis 15 J.) zahlen 3.- EUR. Der Stellplatz kostet mit Caravan oder Zelt bzw. Motorcaravan 7.- EUR, in der Zeit vom 1.10. bis 31.3. nur 5.- EUR. Wer mit dem Motorrad oder Fahrrad und Zelt anreist zahlt 4.- EUR. Es gibt ein paar Hütten (mit je 4 Betten), die man mieten kann, und für die dann 30.- EUR fällig werden. Der Campingplatz verfügt über so genannte Familienbäder, die entweder 8.- EUR pro Tag oder 40.- EUR pro Woche kosten.
Der Strom wird extra abgerechnet und kostet 0,55 EUR pro kWh. Wir haben am Tag 2 kWh verbraucht. Dabei war der Kühlschrank rund um die Uhr in Betrieb und wir haben abends immer unsere Handys und Akkus aufgeladen.
Die Preise sind in Ordnung. Da wir ja NUR auf dem schrägen "Durchgangsplatz" standen und deshalb ein wenig vom eigentlichen 5-Sterne-Campingplatz ausgeschlossen waren, ist der Preis angebracht. Mehr hätte ich allerdings nicht dafür bezahlt, denn sonst hätte ich auf eine Unterbringung hinter der Schranke bestanden, wo es wesentlich gepflegter und ordentlicher ist und die Stellflächen eben und deutlich parzelliert sind.
| Ausflüge
In unserem Interesse stand die ganze Zeit nur eines: die "Hauptstadt des Nebelreichs", wie Ulm auch gerne mit einem Augenzwinkern genannt wird. Deshalb hat uns weder die Schwäbische Alb als Wandergebiet interessiert, noch die vielen Thermalbäder oder die Burgen, Schlösser und Höhlen in der näheren und weiteren Umgebung. An der Rezeption liegen zahlreiche Prospekte aus, die für diese Sehenswürdigkeiten werben. Aber auch der Campingplatz selbst verweist auf seiner Preisliste auf die touristischen Highlights der Region, so dass man sicherlich etwas für sich finden wird.
Wir selbst waren, wie gesagt, nur an Ulm interessiert. In diesem Zusammenhang steuerten wir vor allem die vielen Einzelteile der Bundesfestung an: Wilhelmsburg, Kuhberg, Albeck, Caponniere 4 und die zahlreichen Türme in und um Ulm.
| Fazit
Bezug nehmend auf meine etwas angreifende Überschrift, möchte ich abschließend sagen, dass wir uns nicht als Menschen zweiter Klasse fühlten, weil wir für das bezahlten, was wir bekamen. Ein 5-Sterne-Campingplatz wäre sicherlich teurer gewesen, so dass wir mit diesem Preis-Leistungsverhältnis durchaus zufrieden waren. Dass wir auf keinem abgeschlossenen Gelände übernachteten, störte uns in diesem Fall nicht. Nein, wir waren sogar froh darüber, weil wir dadurch kommen und gehen konnten was wir wollten, und an keine Schließzeiten gebunden waren.
Ich hätte aber trotzdem ein paar Verbesserungsvorschläge:
1. muss der Durchgangsplatz unbedingt eingeebnet werden. Diese schräge Fläche ist ein absolutes "no go".
2. erwarte ich - egal ob 5-Sterne- oder 3-Sterne-Campingplatz -, dass die Stellfläche gemäht ist. 20-30 cm hohes Gras... das geht gar nicht!
3. Die Öffnungszeiten des Supermarkts müssten überdacht werden. Abends (z.B. 16-18 Uhr) sollte die Möglichkeit bestehen, einkaufen zu gehen. Denn um diese Zeit reisen viele Urlauber an und benötigen evtl. noch Lebensmittel.
Mit der Sterne-Bewertung tue ich mir in diesem Fall etwas schwer. Es ist ein gut sortierter Camping-Supermarkt da, der aber zu wenig geöffnet ist. Der Campingplatz soll ein 5-Sterne-Platz sein, den man als Urlaubscamper aber nicht in dem Sinne "zu spüren bekommt", weil man abseits stehen muss. Dafür zahlt man aber auch nicht den 5-Sterne-Preis! Der Platz liegt in der Nähe von Ulm, aber nicht so nahe, dass er dafür einen Punkt für "günstige Stadtlage" verdienen würde. Das "Camping"-Restaurant ist sehr gut, liegt aber außerhalb des Platzes und kann deshalb auch nicht recht mit in die Bewertung einbezogen werden. Die Infrastruktur ist nicht besonders gut, was man hier aber auch nicht unbedingt erwartet.
Ich würde deshalb gerne 3,5 Sterne vergeben, was aber nicht möglich ist. Also.... *gmpf* 3 Sterne, weil wir das nächste Mal vermutlich den Campingplatz in Illertissen ausprobieren würden.
In diesem Sinne... Gedanken sind frei... eure Dotti
Fazit: In Ordnung, aber wir würden beim nächsten Mal einen anderen Platz testen.
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