
Neuester Testbericht: ... wuschen, was regelmäßig zu einer nassen Wiese führte, weil kein Abfluss vorhanden war. Das ärgerte mich doch sehr. Ich machte mir jedes Ma... mehr
Mich hat man verärgert!
Camp Göhren

Name des Mitglieds: juliaa2000
Produkt:
Camp Göhren
Datum: 05.07.12
Bewertung:
Vorteile: Super Lage und Ausgangspunkt
Nachteile: Kaltes Wasser | nerviges Keycard-System | "Schuhe aus" etc.
Regenbogencamp Göhren
Am Kleinbahnhof
18586 Göhren
Telefon +49 (0) 38308/90120
www.regenbogen-camp.de
| Warum dieser Campingplatz?
Im Juni 2012 verbrachten wir fast zwei Wochen auf Rügen. Im Vorfeld hatten wir uns überlegt, welchen Teil von Rügen wir gerne entdecken möchten und hatten uns dann dafür entschieden, an der Ostküste der Insel einen Campingplatz zu suchen. Wir wollten einen Platz, der sich in der Nähe der Seebäder befand, damit wir diese ausgiebig erkunden konnten. Gerne wären wir in die Nähe von Binz gezogen, aber der Campingplatz, den wir dort fanden, hatte einige schlechte Bewertungen im Internet erhalten, weshalb wir uns dagegen entschieden. Da blieb nur noch der Regenbogencamp in Göhren übrig, den wir dann auch anfuhren.
| Anfahrt
Ab Stralsund fuhren wir über schmale Straßen und Alleen über die ganze Insel bis fast in den hintersten Winkel der Insel. Hier mussten große Gespanne aufpassen, dass sie keinen Baum am Straßenrand oder ein entgegenkommendes Fahrzeug streiften. Wir haben gesehen, wie ein Lkw einen Baum schrammte, weil er zu weit rechts fuhr.
Ab Baade, dem Nachbarort von Göhren, war der Campingplatz gut ausgeschildert. Vor dem Eingang sorgte ein gut durchdachtes Parksystem dafür, dass sich ankommende und fahrende Camper nicht in die Quere kamen und man sein Fahrzeug gut abgestellt wusste, solange man sich bei der Anmeldung in der Rezeption befand.
| Einchecken
Die Anmeldung dauerte dann etwas länger. Wir hatten den Eindruck, dass bei dieser Campingkette viel "Verwaltungskram" dahinter steckt. Wir mussten den Platz im Voraus bezahlen, was inzwischen weit verbreitet ist. Anders als bei anderen Campingplätzen erhält man das Geld aber nicht zurück, wenn man früher abreist (außer bei Krankheitsfall). Das ist ärgerlich, zumal wir als Sicherheit auch eine Kreditkarte vorlegen konnten. Also checkten wir erst einmal für 8 Tage ein, mit der Option zu verlängern. Weil wir länger als eine Woche blieben, bekamen wir einen Preisnachlass von 15%.
Was uns dann aber sehr ärgerte und uns veranlasste, diese Campingplatz-Kette in Zukunft möglichst zu meiden, ist die Tatsache, dass wir zwar verlängern konnten, für diese Verlängerung aber keine 15% Rabatt mehr bekamen. Das geht absolut nicht!!! Wir waren dann insgesamt fast zwei Wochen dort und wurden für unsere Verlängerungen dann indirekt sogar bestraft, weil uns kein Rabatt gewährt wurde. Das war in unseren Augen eine Sauerei!!!
Uns wurde beim Einchecken eine Liste mit freien Stellplätzen ausgedruckt. Mit dieser gingen wir - wie viele andere Anreisende - über den Platz, um uns eine Stellfläche auszusuchen. Dann mussten wir uns beeilen, in der Hoffnung, dass niemand anderes sich diesen Platz bereits geschnappt hatte.
| Preise
Die Preise möchte ich als "für deutsche Verhältnisse gehoben" bezeichnen. Während wir auf einem wunderschön gelegenen 5-Sterne-Campingplatz (DCC-Wertung) auf der Mecklenburgischen Seenplatte 24,50 EUR pro Nacht zahlten und für einen stadtnahen Campingplatz in Leipzig 23,- EUR, mussten wir hier 35,40 EUR bezahlen (ohne den nicht zugestandenen Rabatt, aber inkl. Kurtaxe). Alle drei Campingplätze waren im Vergleich ähnlich gut ausgestattet. Ich habe hier also keine Äpfel mit Birnen verglichen, sondern durchaus konkurrenzfähige Plätze.
| Lage
Der Campingplatz wurde landwärts von der Bahnstrecke des "Rasenden Rolands" und meerwärts von der Göhrener Strandpromade begrenzt. In den Ortskern und zur Seebrücke von Göhren waren es nur 5 Minuten zu Fuß. Rund um dieses Gebiet erstreckte sich eine herrliche Landschaft, die man ausgiebig bewandern und beradeln konnte. Mit dem Auto fuhr man ca. 10-15 Minuten nach Binz - mit dem "Rasenden Roland" dauerte es ca. 14 Minuten. Die Lage des Campingplatzes war also perfekt und das wäre der einzige Grund, warum wir diesen Campingplatz wieder aufsuchen würden.
| Platzgestaltung/Stellplätze
Der Platzaufbau war meiner Meinung nach ziemlich unübersichtlich. Ich habe lange gebraucht, bis ich mich einigermaßen zurecht fand. Allerdings gab es drei markante Bereiche, in denen die Stellplätze für Wohnwagen/Wohnmobile untergebracht waren. Hier erstreckten sich mehrere gerade Reihen, in denen sich die Fahrzeuge wie an einem Lineal aufreihten. An sich gefällt mir diese "Geradlinigkeit" und "Aufgeräumtheit" sehr gut, aber da die einzelnen Plätze weder deutlich voneinander abgegrenzt waren, noch irgendwelche auflockernden Elemente mit eingebaut waren, sah das Ganze in meinen Augen doch sehr nach einem "Parkplatz" aus.
Manche Stellplätze waren nicht sehr lang. Dies hat man wohl auszugleichen versucht, indem man diese kurzen Plätze breiter angelegt hat. Trotzdem gab es durchaus Größenunterschiede, die wir subjektiv wahrnahmen. Wir hatten Glück mit unserer Wahl und einen breiteren Stellplatz ausgesucht, so dass wir neben unserem kurzen Wohnwagen auch unser Vordach und unser Auto darauf abstellen konnten.
Die Plätze waren schön eben und man konnte sein Gefährt deshalb problemlos in Waage stellen. Der Untergrund war allerdings recht fest und wir hatten etwas Mühe, die Heringe in den Boden zu bekommen. Dafür saßen sie dann aber auch richtig fest.
Die Stromanschlüsse lagen - soweit ich das sehen konnte - nie sehr weit weg, so dass man kein Verlängerungskabel benötigte. An diesen Stromanschlüssen waren auch Wasserhähne angebracht, was wir toll fanden. So brauchten wir nie weit zu laufen, um unser Kaffeewasser zu holen. Allerdings gab es Nachbarn, die an diesen Wasserhähnen ihren Salat wuschen, was regelmäßig zu einer nassen Wiese führte, weil kein Abfluss vorhanden war. Das ärgerte mich doch sehr. Ich machte mir jedes Mal die Mühe, mit meinem Salat zum Spülraum zu laufen, um dieses Problem zu vermeiden und andere Camper nahmen keine Rücksicht darauf.
| Sanitäre Anlage
Wir haben drei sanitäre Anlagen besichtigt, bevor wir uns für eine entschieden. Diese Anlage war auch die neueste und modernste. Allerdings hatte ich hier einiges zu bemängeln.
A - Milchglasscheiben
Die Türen zu den Toilettenkabinen bestanden aus Milchglas. Das empfand ich als eklatanten Eingriff in meine Privatsphäre. Wenn man vor der Kabine stand, konnte man deutlich die Umrisse des Campers sehen, der sich innerhalb der Kabine befand. Egal ob stehend, sitzend, waschend... ich fand das einfach nur widerlich. Ein absolutes no-go!!!
B - Toilettenspülung
Die Toilettenspülungen hatten nicht genug Druck, um die Hinterlassenschaften problemlos zu beseitigen. Man musste schon sehr lange auf dem Drücker bleiben, um alles zu beseitigen. Das machten aber nur die wenigsten Camper, so dass nachfolgende Toilettengänger den Dreck anderer vorfanden. Das fiel mir unangenehm auf.
C - Handtrockner
Die Leistung des Handtrockners war viel zu gering, um die Hände überhaupt trocken zu bekommen. Sie waren in meinen Augen unbrauchbar.
D - kaltes Wasser
An den Waschbecken im Damen-Waschraum lief während meines Aufenthalts nur ein einziges Mal warmes Wasser. In der restlichen Zeit kam leider nur kaltes oder sogar eiskaltes Wasser aus dem Hahn. Bei einem 5-Sterne-Campingplatz darf das nicht sein. Dafür - das muss ich allerdings auch sagen - kam das Wasser aus den Duschen wunderbar heiß aus den Düsen! Das fand ich wiederum toll! Außerdem gab es hier ein sehr gutes und effizientes Duschzeitensystem, das ich weiter unten näher beschreiben möchte.
Kaltes Wasser gab es auch des Öfteren in den Duschen. Obwohl ich mich in der 3-minütigen Heißwasserphase befand, kam immer wieder mal kaltes Wasser aus dem Hahn. Das war besonders dann ärgerlich, wenn man gerade komplett eingeseift darunter stand.
E - "Schuhe aus"
Sauberkeit ist eine schöne Sache und ich gebe mir sehr viel Mühe, Waschräume und Toiletten etc. genauso ordentlich und sauber zu verlassen, wie ich sie vorgefunden habe. Aber eine Sache geht mir entschieden zu weit. Wenn man die Duschräume betrat, sollte man die Straßenschuhe vor der Tür in ein Regal stellen und Badeschlappen anziehen. Ich denke, es sollte reichen, wenn man seine Schuhe vorher sauber abstreift. Ich hatte z.B. immer schon meine Badeschlappen an, die kein Profil besitzen, und mit diesen betrat ich den Waschraum. Ein Umziehen der Schuhe hielt ich für völlig überzogen. Ich bin schließlich im Urlaub und nicht in einem Erziehungsheim.
F - "Keycard"
Das so genannte Keycard-System nimmt immer mehr Raum auf deutschen Campingplätzen ein. Damit soll wohl eine Fremdbenutzung von Nicht-Campern ausgeschlossen werden. Ich gehe eigentlich davon aus, dass sich (in der Regel) keine fremden Personen Zugang zum Campingplatz verschaffen, um dort unerlaubt zu duschen oder auf die Toilette zu gehen. Befindet sich eine Waschanlage also nicht in der Nähe des Campingplatzeingangs oder in Strandlage, sollte es möglich sein, auf dieses lästige Keycard-System zu verzichten. Unsere Waschanlage hatte dieses System leider trotzdem. Man musste also jedes Mal diese schreckliche Karte mitnehmen, wenn man auf die Toilette, zum Duschen oder gar zum Geschirrspülen gehen wollte. Nachts stand ich im Halbschlaf das ein oder andere Mal vor verschlossener Tür. Das war sehr lästig und reduzierte meinen Erholungswert drastisch. Ich ärgerte mich jedes Mal darüber. Außerdem kam es vor, dass bei starkem Sonnenschein, das Lesegerät an der Waschhaustür nicht richtig funktionierte und man einen anderen Eingang benutzen musste, was mich zusätzlich nervte.
G - kein Haartrockner
Jedes 5-Sterne-Hotel wird an so Dingen wie Kosmetikspiegel, Haartrockner, Toilettenartikel etc. bewertet. Ein 5-Sterne-Campingplatz offensichtlich nicht. Warmes Wasser an den Waschbecken und ein Haartrockner in den Duschen ist in meinen Augen etwas, was unbedingt auf einen 5-Sterne-Campingplatz gehört. Für mich war das Fehlen dieses Föns ein absolutes no-go!! Es ärgerte mich, dass ich jedes Mal meinen eigenen Reisefön einpacken musste, wenn ich zum Duschen ging.
Was gibt es noch zu den sanitären Anlagen zu erzählen?
Die Duschkabinen waren schön geräumig und hatten ausreichend Ablagefläche bzw. Kleiderhaken. Jeder Campingplatz hat ein anderes Duschzeitensystem. Manche verwenden spezielle Coins, andere 50-Cent-Münzen, wiederum andere Keycards. Ich war froh, dass hier nicht schon wieder diese schreckliche Keycard zum Einsatz kam. Im Gegenteil: hier hat der Regenbogencamp ein sehr gutes System entwickelt. Wenn man den Duschhahn öffnete, erhielt man drei Minuten lang (in der Regel) heißes Wasser. Diesen Wasserstrahl konnte man wie man wollte durch Knopfdruck unterbrechen und beliebig weiterlaufen lassen. Nach Ablauf der drei Minuten wurde der Warmwasserstrahl zwei Minuten lang unterbrochen. Wartete man diese zwei Minuten ab, konnte man weitere drei Minuten heißes Wasser laufen lassen. Diese "psychologische Sperre" gefiel mir super. Ein wassersparender Camper schaffte es also, sich innerhalb der drei Minuten gemütlich zu duschen. Ein Wasser-"Verschwender" benötigte weitere drei Minuten, die er aber nur dann bekam, wenn er zwei Minuten lang geduldig wartete. Klasse System!!!
| Spülraum
Der Spülraum, den wir benutzten, musste auch mit der Keycard geöffnet werden, was mit vollen Händen - man ahnt es schon - ein Problem war! Die Spülplätze waren ausreichend groß und es gab zusätzlich einen langen Tisch, auf dem man trockenes Geschirr abstellen konnte. Das Wasser kam immer heiß aus dem Hahn. Der Spülraum wurde zuverlässig sauber gehalten. Prima!
| Ausstattung
"Irgendwo müssen die fünf Sterne ja herkommen!?" dachte ich mir immer und nahm einmal die Ausstattungsmerkmale des Campingplatzes unter die Lupe. Der Campingplatz verfügte nicht nur über eine Top-Lage in Strandnähe und lag nur wenige Gehminuten vom Ostseebad Göhren entfernt, sondern verfügte auch über diverse Einrichtungen, die man fast als "konkurrenzlos" bezeichnen konnte. So gab es z.B. ein eigenes Kino auf dem Campingplatz, das sogar relativ aktuelles Programm ausstrahlte. Außerdem gab es ein Wellness-Center mit Holzofensauna, finnische Sauna, Erlebnisduschen, Solarium sowie Fitnessbereich und eine Kosemetik- & Massage-Abteilung. Wir selbst sind eher die Aktiv-Urlauber und gönnen uns den Luxus der Wellness-Einrichtungen nur selten. Dazu sind wir viel zu hibbelig. Deshalb kann ich nicht beurteilen, wie sehr dieses Angebot angenommen wird. Ich habe mir die Einrichtung deshalb auch nicht angeschaut und kein darüber kein Urteil fällen. Preise kenne ich auch keine.
Auf dem Campingplatz gab es natürlich auch ein Restaurant, das von außen einen sehr guten und gemütlichen Eindruck gemacht hat. An einem Tag wollte ich es aufsuchen und las die vor Ort aufgehängt Speisekarte und die tagesaktuellen Werbetafeln, die vor dem Gebäude standen. Die darauf befindlichen Speisen sprachen mich aber überhaupt nicht an. Es klang alles viel zu "fettig" und "ungesund". Inzwischen habe ich auf der Homepage des Campingplatzes aber die Speisekarte entdeckt und musste mich wundern. Die dort aufgeführten Speisen klingen ganz anders, als das, was ich vor Ort gelesen habe. Ich kann mir das nicht erklären. Entweder ist die Speisekarte auf der Homepage nicht aktuell oder ich habe mich damals von den Tagesangeboten abschrecken lassen, die zu diesem Zeitpunkt vielleicht nicht so toll waren. Ich weiß es nicht.
Der Campingplatz bot wohl auch Animation an, von der wir glücklicherweise nichts mitbekamen. Wir mögen diese Art von Bespaßung nicht und gestalten unsere Freizeit lieber selbst und vor allem ungezwungen. Auch von den Abendveranstaltungen bekamen wir nicht viel mit. Das tut mir allerdings leid, denn wir hörten abends oft schöne Musik vom Pavillon herüber schallen. Doch da wir - nach einem erlebnisreichen Tag - zu faul waren, noch einmal vorzulaufen, bekamen wir nicht viel davon mit. Wir waren im Juni 2012 dort - während der Fußball-EM. Deshalb gab es auch auf dem Campingplatz Public Viewing auf Großbildleinwand. Wir zogen es jedoch vor, die Spiele in einem italienischen Restaurant in Göhren anzuschauen. Dort saßen wir gemütlich unter einer Heizsonne bei einem leckeren Cocktail und bangten um unsere deutsche Mannschaft.
Auf dem Campingplatz konnte man wohl Fahrräder ausleihen. Ich habe sie mir nicht angeschaut und kann deshalb nicht über ihren Zustand berichten. Allerdings gab es auch Leihautos und die sahen richtig "schnieke" aus. Es waren kleine, eischalen-farbene Minis, die - lt. Werbeaufdruck - bereits für knapp 18.- EUR pro Tag zu haben waren. Dieses Angebot finde ich vor allem für Wohnmobilisten toll. Aber macht ein Autoverleih gleich 5 Sterne aus, wenn es sonst an einigen Stellen fehlt? Meiner Meinung nach nicht. Urlaub beginnt für mich im Kleinen...
| Sauberkeit
Bis auf das Spülproblem in den Toiletten, gab es nichts zu bemängeln. Die Sauberkeit auf dem Platz war hervorragend. Es wurde zuverlässig und ordentlich geputzt. Wege und Plätze waren erstaunlicherweise auch sehr sauber obwohl es auf dem gesamten Platz keine Mülleimer gab und die Gäste ihren Müll zu einer entfernten Müllentsorgungsstelle schleppen mussten. Die Disziplin der Camper scheint hier schon sehr gut zu sein, was mich ebenfalls wunderte.
| Müllplatz
Es gab - soviel ich gesehen habe - nur einen einzigen Müllplatz, der sich vor der Rezeption - also sozusagen "außerhalb" des Campbereichs befand. Dass der Platz so weit weg lag und wir deshalb so weit laufen, bzw. unseren Müll vor dem Verlassen des Platzes im Auto mitnehmen mussten, war zwar nervig, aber das System hat durchaus Sinn und ich war bereit, diese Umstände in Kauf zu nehmen, wenn dadurch eine Lärm- und Geruchsbelästigung vermieden wurde. Der Müll wurde getrennt. Allerdings gab es dort auch eine Abladestelle für den "gelben Sack", den wir seltsamerweise nicht ausgehändigt bekommen haben. Ich weiß nicht, woher wir ihn hätten holen müssen. Wir wurden bei der Anmeldung auch nicht darüber aufgeklärt.
| Service
Den Service empfand ich als unbefriedigend, weil wir ja mit dem beworbenen, aber nicht gewährten Rabatt so enttäuscht worden waren. Ich beschwere mich in diesem Zusammenhang vor allem über diese kundenunfreundliche Inflexibilität. Obwohl wir über 8 Tage auf dem Campingplatz blieben und man dafür lt. Aushang einen Rabatt von 15% erhält, wurde uns dieser bei unserer Verlängerung um 5 Tage auf 13 Tage nicht zugesprochen. Das ärgerte mich maßlos (!!!) und ist auch der Auslöser dafür gewesen, dort nicht mehr hin zu wollen.
| Einkaufsmöglichkeiten
Auf dem Campingplatz gab es ein Lebensmittelgeschäft einer großen Kette, das die Ausmaße eines Dorfladens einnahm. Man konnte zwar auch nach Göhren zum Einkaufen laufen/fahren. Aber der Supermarkt dort war auch nicht viel besser sortiert, als der auf dem Campingplatz. Hier fand man nämlich alles, was man für den täglichen Bedarf benötigte. Frische Brötchen und Brot, Grillfleisch, Wurst, Marmeladen, Kühlprodukte etc. - es gab nichts, was wir vermisst hätten.
| Internet
Seitdem wir mobiles Web haben, interessiert es mich nicht mehr, ob es auf dem Campingplatz Internetterminals gibt. Ich habe mich deshalb auch nicht danach umgesehen. Allerdings weiß ich, dass man gegen Gebühr WLAN nutzen konnte. Wir haben mit einem Urlauber gesprochen, der WLAN nutzen wollte und an seinem Stellplatz keinen Empfang hatte. Er lief dann zum Restaurant vor und setzte sich dorthin, wo es wohl funktionierte.
| Mietobjekte
Es werden immer mehr - die Mietobjekte auf Campingplätzen. Wohnwagenstellplätze werden immer mehr beschnitten, um für Wohnmobilisten Mindestparkraum und Bungalows Lebensraum zu schaffen. Wir haben auf dem Platz schöne, neue und offensichtlich top-moderne Bungalows gesehen. Informationen dazu gibt es sicherlich auf der Homepage. Wir selbst hatten dafür keinen Bedarf.
| Ausflugsmöglichkeiten
Wie ich schon geschrieben habe, war die Lage des Campingplatzes top! Deshalb gab es auch zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten, die ich hier unmöglich alle aufzählen kann. Zum einen war da die Fahrt mit dem "Rasenden Roland". Dadurch, dass der Bahnhof direkt vor dem Campingplatz lag, war eine Fahrt mit der legendären Schmalspurbahn für uns natürlich Pflicht. Wir fuhren nach Sellin und zahlten dafür 3,60 EUR pro Person für Hin- und Rückfahrt. Man kann aber auch weiter bis nach Putbus fahren. Diese Stadt ist auf jeden Fall sehenswert - vor allem der hübsche und weitläufige Park mit Wildgehege und die "weißen Villen", die Fürst Malte erbauen ließ.
Binz gehört natürlich auch zu den Sehenswürdigkeiten von Rügen. In 10-15 Minuten ist man mit dem Auto dort. Die Parkgebühren waren während unseres Aufenthalts allerdings teilweise gesalzen und hier sollte man die Einheimischen um einen Tipp bitten, wo man günstig parken kann. Schon aus diesem Grund lohnt es sich manchmal mit dem Zug oder - was auch schön ist - mit dem Fahrrad dorthin zu fahren. Wir haben einen schönen Fahrradausflug nach Binz gemacht. Allerdings kann ich leider die reine Fahrtzeit nicht mehr nennen, da wir viele andere Dinge auf dem Weg dorthin angeschaut haben. Die Fahrradwege sind gut ausgebaut - trotzdem muss man mit etwas holprigen Waldwegen rechnen. Oder man fährt an den Schienen des "Rasenden Rolands" entlang, dann hat man sogar geteerte Wege. Leider gibt es in Binz keine deutlich ausgewiesenen Fahrradparkplätze. Wir fanden aber welche an der Strandpromenade. An den Wegen, die zum Wasser führen gibt es in regelmäßigen Abständen Stellflächen, wo man das Fahrrad anketten kann.
Stralsund ist natürlich auch einen Ausflug wert, auch wenn man in den Sommermonaten eine zeitaufwändige Anfahrt einrechnen muss. Aber die Altstadt mit ihren hübschen Kirchen und dem Rathaus sowie der Hafen mit einer Ausgabe der Gorch Fock und das Ozeaneum sind wirklich sehenswert. Hier gilt übrigens auch das gängige Modell: je weiter man außerhalb parkt, desto günstiger werden die Parkgebühren. Unser "Geheimtipp" - ein kostenfreier Parkplatz am Frankendamm war leider wegen einer Baustelle gesperrt. In der Nähe haben wir aber kostenlose Parkplätze am Straßenrand gefunden. Den langen Spaziergang von fast 1,5 Kilometer bis zum Hafen haben wir bei einem 15-stündigen Aufenthalt in der Stadt gerne in Kauf genommen. Bei einer so langen Parkzeit hätten wir uns dumm und dämlich gezahlt.
Seit Mai 2012 gibt es in Zirkow auf Rügen eine Niederlassung von "karls". Das ist eine Art "Erlebnisdorf" mit vielen schönen Attraktionen. So können sich Kinder an verschiedenen hochwertigen Spieleinrichtungen vergnügen, während die Eltern in einem Bauernmarkt durch eine riesige Auswahl an regionalen Leckereien stöbern. Die Preise der Produkte waren wirklich interessant! Das Essen im Selbstbedienungsrestaurant fanden wir lecker (Empfehlung: Kartoffelsalat!!!). Vor allem der Erdbeerkuchen war eine Wucht!!! . Der Eintritt war frei.
Und hier noch ein besonderer Tipp: Wenn ihr richtig gut und "unterhaltsam" essen gehen wollt, empfehlen wir euch das "Nautilus". Das Restaurant befindet sich in der Nähe von Neukamp und ist wirklich sehenswert. Ja, sehenswert ;-) Lasst euch von der Innenausstattung einfach überraschen!
Das Essen ist super-lecker! Es gibt natürlich Fisch! Aber auch die Fleischgerichte sind hier sehr, sehr gut. Die Preise fand ich "Rügen-typisch".
Es gäbe ja noch soooooooooooo viel mehr zu berichten....
| Fazit
Weil uns der Campingplatz in vielen Dingen verärgert hat, würden wir uns einen erneuten Aufenthalt dort noch einmal gut überlegen. Eine Autovermietung, ein Wellness-Bereich und ein Kino sind eben Dinge, die in meinen Augen keinen Top-Platz ausmachen. Auch die kleinen Annehmlichkeiten, wie warmes Wasser an den Waschbecken, ein Haartrockner in den Duschen und flexible Mitarbeiter sowie ein unkomplizierter Kundenservice gehören meiner Meinung nach dazu. Aber da fehlte es hier leider komplett!
In diesem Sinne... Gedanken sind frei... eure Dotti
Fazit: Da gibt's einiges zu verbessern, denke ich
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