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Einmal und nie wieder...
Jasmine Villa Caravan / Camping Park

Name des Mitglieds: Asmodeia
Produkt:
Jasmine Villa Caravan / Camping Park
Datum: 14.08.02, geändert am 14.08.02 (284 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: gut gelegen, sehr familiär
Nachteile: laut, kaltes Wasser
Ich bin mit einem begeisterten Camper liiert (ich Ärmste...), so daß wir unseren diesjährigen Urlaub campenderweise in Irland verbrachten. Dieser Bericht gibt relativ viele allgemeine Angaben zum Campen in Irland (leider gibt es dafür keine Rubrik bei dooyoo), doch da ich auch den Jasmin-Campingplatz besucht habe, werde ich ihn ebenfalls beschreiben.
ALLGEMEINES ZUM CAMPEN IN IRLAND
Wie wir schnell feststellten, ist Irland kein wirklich campingfreundliches Land, zwar steht an jeder Ecke ein Bed & Breakfest-Schild, doch wer campen will, muß schon ein bißchen länger suchen. Wir haben eine Rundreise gemacht und waren häufig ein paar hundert Kilometer unterwegs, um auch einen schönen Campingplatz zu finden. Ich kann deshalb auf keinen Fall Camping ohne Auto empfehlen, denn wandernderweise ist es kaum möglich, von Platz zu Platz zu kommen. Dann müßte man wieder Station im B & B machen.
Auf den meisten Campingplätzen stehen diverse Wohnwagen und diese riesigen Trailer, die ich eigentlich nur aus amerikanischen Filmen kenne. Dort verbringen ein paar irische Campingfans ihre Urlaube und Wochenenden. Ich denke, aufgrund des unsicheren Wetters ist das auch angenehmer, als im feuchten oder windgebeutelten Zelt zu hocken.
Auch das irische Wetter ist nicht wirklich optimal fürs Campen. Wir mußten in den knapp drei Wochen mehrfach im Regen abbauen oder bei Regen frühstücken. Die Campingplätze in Meernähe waren sehr windabhängig...
AUSSTATTUNG:
Alle von uns besuchten Campingplätze verfügten über Duschen (meist gebührenpflichtig für 50 Cent bis 1 ?), WC, Abschwaschmöglichkeiten etc. Einige hatten auch TV-Räume (mit einem Programm auf einem Uraltfernseher) und sonstige Aufenthaltsräume. Sie waren immer sauber und gepflegt, allerdings war es oft schwierig, ein schönes Plätzchen für das Zelt zu finden, da das Gelände oft sehr wellig und wind-ungeschützt war.
Fast alle größeren Campingplätze verfügten über einen eigenen Shop, so daß man
morgens problemlos Brötchen und sonstige Dinge besorgen konnte. In Irland sind Lebensmittel deutlich teurer als bei uns, doch zwischen Shops und Supermärkten gab es kaum Unterschiede.
TIP:
Wichtig ist der sofortige Erwerb eines Campingführers (egal ob hier in Deutschland oder vor Ort), denn auf die in den Land- und Straßenkarten eingetragenen Campingplätze kann man sich nicht verlassen. Wir hatten eine ADAC-Karte von 2001 und suchten einmal einen Campingplatz, bei dem sich dann herausstellte, daß er mittlerweile nicht mehr existiert. Stattdessen stand dort eine Seniorenresidenz - und die war eindeutig schon ein paar Jährchen existent...
PREISE:
Standplatz:
Die Plätze kosteten pro Zelt (incl. Auto und 2 Erwachsene) zwischen 10 bis 15 ?, allerdings waren richtige Stadtcampingplätze meist etwas teurer.
Duschen:
Einige boten freie Duschen an, doch meist zahlte man pro Duschen (ca. 5 Minuten) 50 Cent bis 1 Euro.
Abwaschen:
Bis auf wenige Ausnahmen war das Abwaschen des Geschirrs kostenlos.
Wäsche waschen:
...war möglich, aber wir haben es nicht gemacht, jemand erzählte uns aber, daß eine Trocknerladung 10 ? kostete, also nicht wirklich günstig.
CAMPING BEI JASMINE
Warum dieser Park den Namen trägt, ist mir nicht ganz klar, denn ich sah keinen einzigen Jasminbusch. Vielleicht heißt ja die Besitzerin, eine nette ältere Dame, so).
Wir wollten an diesem Tag eigentlich in Cork selbst campen (der Jasmin-Park ist ca. 6 km von Cork entfernt und gut über die vierspurige Straße zu erreichen), landeten aber in Cork in einer Gegend, die mich ein bißchen an ein amerikanisches Ghetto erinnerte. Also fuhren wir nach Carrigtwohill. Das Dörfchen selbst ist nicht besonders sehenswert, aber eben verkehrstechnisch gut gelegen, da es nicht weit nach Cork und nicht sehr weit zum Wiskeymuseum in Midleton, welches wir besichtigen wollten.
Der Park selbst ist eigentlich nur eine große, von dichten Büschen
(also einer Hecke) umsäumte Wiese, so groß wie ein Fußballfeld incl. Flutlicht, auf der ein paar Wohnwagen und Trailer stehen. Am hintersten Ende der Wiese ist Platz für die Zelte. Die hohe Hecke schützt vor neugierigen Blicken und vorm Wind. Allerdings ist es immer noch relativ laut dort, da man die nahegelegene Straße hört (der Campingplatz liegt an einer parallel zur Hauptverkehrsstraße liegenden Seitenstraße - eigentlich einfach nur einer Abfahrt).
Wir mieteten uns nur kurz ein, da die Umgebung außer Cork und dem Museum nicht viel bot. Für eine Nacht zahlten wir 15 Euro, die Dusche kostete 1,50 Euro.
Als wir ankamen, duschte gerade jemand einen riesigen schwarzen Hund dort, so daß ich nicht gewillt war, die 1,50 ? zu investieren, um mich in einer Tierwaschstraße zu reinigen. Da der Park recht klein ist, gab es nur für Männlein und Weiblein jeweils nur 2 Klos, drei Waschbecken und zwei Duschen (nicht nach Geschlecht und auch nicht nach Mensch oder Tier getrennt). Das warme Wasser war relativ unwarm. Lustig war dagegen, wie die Duschen und Klos gefliest waren, nämlich bunt durcheinander mit sämtlichen Restbeständen aus den Baumärkten der Umgebung.
Der Park selbst ist relativ familiär, das erklärt auch den Hund in der Dusche, die Tatsache, daß Männer aufs Frauenklo gehen, wenn die Männerklos besetzt sind, unabgeschlossene Duschkabinen am Morgen und auch sehr freundliche Tips der anderen Camper über die Tücken des Wasserdrucks...
Abwaschen kann man (leider nur mit kaltem Wasser) an mehreren Stellen am Rand der Wiese. In "the Campers Kitchen" dagegen stehen nur ein Tisch und eine Bank.
Wer nicht direkt in Cork campen will oder Richtung Fähre unterwegs ist, ist bei Jasmin gut aufgehoben, doch für einen längeren Aufenthalt ist der Platz nicht geeignet - kein Shop, recht laut und nicht sehr viel Sehenswürdiges in der Umgebung.
Fazit:
Camping in Irland bedeutet für mich - Einmal und nie wieder, zu kühl,
nass und windig und zu wenig Campingplätze. Die vorhandenen Plätze sind gut ausgestattet, wenn auch Jasmins Platz in meinen Augen nur ein Ort für eine Nacht ist, wenn man auf der Durchfahrt in Richtung Fähre ist. Irland selbst dagegen hat mir sehr gut gefallen, aber das gehört nicht unbedingt hierher... Naja, ich denke, ich werde auch noch einen Bericht über Urlaub in Irland allgemein verzapfen...
Fazit:
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