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Ein Bootshaus im Hochgebirge
Camping Jungfrau

Name des Mitglieds: oldroamer
Produkt:
Camping Jungfrau
Datum: 20.09.10
Bewertung:
Vorteile: Traumhafte Gegend, hochwertige Infrastruktur und Sanitäranlagen
Nachteile: In der Hochsaison ist Bombenwetter unbedingt nötig, sonst droht "Land unter"
Unser Camperziel war unlängst wieder mal das Berner Oberland in der Schweiz. Die lohnenswerten Wanderziele sind dort einfach nicht Tot zu kriegen.
Das Herz des Berner Oberlandes wiederum ist die Jungfrauregion und im Lauterbrunnental legen die meisten aktiven Camper an.
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Hallo, wo kommt ihr denn her?
Das Publikum ist sehr bunt gemischt Wanderer, Kletterer, Sightseeing-Touristen, Klein- und Großfamilien, kleine und sehr große Single-Gruppen, Ehepaare, Lebensabschnittpartnerschaften usw. usf.. Man reist sehr viel mit Zelten an oder auch mit Wohnwagen. Die anderswo verbreiteten deutschen Senioren mit Wohnmobil sind hier recht selten anzutreffen.
Neu war für uns hier die sehr große Anzahl junger Familien mit älteren Wohnmobilen aus Spanien. Offensichtlich wird dort der europäische Gebrauchtwagenmarkt erfolgreich entsorgt. Mit den alten Kisten kann man wahrscheinlich schlecht in der Hitze Spaniens Urlaub machen und so suchen sie das angenehme Klima der Schweizer Berge auf.
Weitere stark vertretene Nationen sind natürlich die Holländer. Aber auch sehr viele Briten nehmen die weite Anreise auf sich. Belgier stellen noch eine erkleckliche Fraktion. Die Deutschen fallen nicht auf, weil sie bei jeder Gelegenheit englisch reden. Franzosen trauen sich bekanntlich nicht soweit aus ihrem Land. Übers Wochenende wird es durch die Schweizer selbst noch einmal enger als eh schon.
Natürlich darf man die Asiaten nicht vergessen (Japaner, Chinesen, Inder ...), welche vor allen die Hotels bevölkern. Aber auch asiatische Individualreisende besonders aus Japan kann man auf den Campingplätzen kennen lernen.
Immer mehr verbreiten sich in der Schweiz die sogenannten Backpacker. Die Schweizer ersparen sich damit teure Modernisierungen und funktionieren alte Hotels zu Herbergen um. Aber auch auf den Campingplätzen gibt es zahlreiche preiswerte Unterkünfte in Hütten, Großzelten, Schlafsälen usw.. Das hat für den "normalen" Camper drastische Folgen, denn falls Backpacker in Heerscharen einfallen, kann es plötzlich sehr eng in den Sanitäranlagen werden.
Auch auf unserem Platz waren regelmäßig zwei bis vier Busse voll mit dieser Spezies zu Gast. Auf Grund des perfekten Angebotes an öffentlichen Verkehrsmitteln reisen freilich auch viele Backpacker mit Flugzeug und Eisenbahn an. Wie ich noch berichten werde, hatte man DIESES Problem jedoch recht gut im Griff. Schließlich hatte unser Platz fünf Sterne aufzuweisen.
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Wohin denn nun?
Wir hatten uns für den "Camping Jungfrau" entschieden. Ich werde ihn jetzt CJ nennen, sonst wird mein Bericht noch ein Monsterbericht und Monsterberichte kann ich doch eigentlich gar nicht leiden!
Ich kann hier keinen Campingplatzvergleich anstellen sondern nur schreiben, warum wir dort gelandet sind.
Es gibt vier Campingplätze im Lauterbrunnental. Der CJ ist mit großem Abstand der Teuerste. Aber auf ein paar Hundert Franken sollte es uns nicht ankommen.
Der tatsächliche Haken an Lauterbrunnen ist nämlich die Versorgung mit Fressalien. Es gibt nur einen recht kleinen Coop in Lauterbrunnen mit einem Miniparkplatz für acht Autos, wenn mal ausnahmsweise kein dicker Dampfer Platz nimmt. Der Zentralparkplatz ist ein ganzes Stückchen vom Coop weg.
Eigentlich braucht man in Lauterbrunnen sowieso kein Auto, da die Postautos und die Zahnrad- und Bergbahnen viel erlebnisreichere Wanderungen erlauben.
Ihr merkt, es gibt ein Problem!! Wir haben es auf unsere Art gelöst und zwar indem wir mit dem Campingplatz so nah wie möglich an den Coop herangerückt sind und auf diese Weise abends nach der Wanderung den Rucksack gleich vollpacken konnten.
Und der nächste war halt - na klar, der CJ!
Ansonsten sollte man fürs Einkaufen ein Radl mitnehmen, falls man nicht eh mit Mountainbikes im Huckepack anreist.
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Hallo, hier sind wir!
Lauterbrunnens Campingplätze agieren im Juli oder August allesamt an der äußersten Kapazitätsgrenze. Falls ich mal ein bisschen nörgeln sollte, tut das somit niemandem weh. Es wollen in der Saison sowieso viel zu viele Menschen dorthin und in der Nebensaison wären die Probleme wie weggeblasen.
Von der Logistik her flutscht es jedenfalls auf dem CJ. Es gibt einen diensthabenden Platzwart, der einen exakten Überblick über die freien und frei werdenden Stellplätze hat. Natürlich spricht er, wie fast alle Schweizer, Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch. Ich habe übrigens mehrfach beobachtet, wie die Spanier auf beleidigte Leberwurst machten, weil die Schweizer nicht Spanisch sprechen können obwohl die Spanier doch so zahlreich anreisen.
Nach einem kurzen Gespräch, ob man Stammkunde ist und mit welcher Ausrüstung man angereist ist, braust der Chef mit dem Radl davon und man selbst mit dem Auto hinterher.
Vor dem ergatterten Stellplatz kommt die Kolonne zum Stehen. Es gibt noch ein paar knappe Hinweise zur günstigsten Platzierung von Zelt und Auto, eine Info zum morgendlichen und abendlichen Sonnenstand, eine Unterschrift wird eingefordert, per Funk wird der Platz zur Rezeption als belegt gemeldet - schönen Urlaub noch und weg ist er!
Als langjähriger Camper erkennt man sofort, es gibt hier ein weiteres, viel ernsthafteres Problem. Der kluge Mann schweigt erst einmal - man will ja keine Panik in der Family verbreiten. Aber nach jahrzehntelanger Erfahrung weis man die Unterschiede zwischen nahezu unsichtbaren, gefährlichen Senken und geringstem, aber nützlichem Gefälle zu erkennen. Außerdem sind auch schwache Spuren von zu- oder abgeflossenem Wasser und von guter oder schlechter Qualität der Grasnarbe sehr wesentlich.
Hier hätte ich normalerweise nie ein Zelt aufgebaut!! Der Blick ringsherum zeigte jedoch, es war sowieso nichts anderes frei und die meisten Zelte standen noch sehr viel ungünstiger.
Es galt also nun nur noch die beste der schlechten Möglichkeiten zur Positionierung des Zeltes unauffällig durchzusetzen. Oberstes Prinzip: keinesfalls die Wahrheit sagen und Panik machen, lieber als Starrkopf gelten.
Beim Zeltaufbau wurde die unangenehme Vorahnung verstärkt. Die Heringe gingen butterweich in die Erde hinein. Das heißt: es gibt keinen, Wasser aufnehmender Schotter bzw. Fels unter der Grasnarbe sondern sehr viel Potential für Schlamm.
Ich will das Thema nicht endlos in die Länge ziehen, denn wir haben unseren Urlaub mit sehr viel Erfahrung, sehr gutem Equipment und mit Gnade von Petrus durchgezogen ohne abzugluckern. Es war trotzdem ziemlich knapp:
Wir hatten kein einziges Gewitter, aber nach einem halben Tag solidem Landregen gingen große Teile des Campingplatzes regelrecht unter. Selbst die eigentlichen Zeltwiesen mit Gefälle weichten gnadenlos durch.
Wir standen noch ungünstiger als auf den eigentlichen Zeltwiesen. Um uns zu retten, haben wir Steine gesammelt und gezielt in den Schlamm gepresst. So haben wir den Untergrund stabilisiert und einen Abfluss bzw. ein Wegsickern erzwungen.
An vielen Stellen sah es noch schlimmer aus als bei uns! Nicht weniges ist hausgemacht, weil Abflussrinnen beschädigt sind, Schleusen nicht genügend abgesenkt sind oder ein neu asphaltierter Weg als Staumauer wirkt.
Das Problem ist natürlich bekannt. Um ein normales Campingleben zu gewährleisten gibt es Lattenroste. Man geht dann quasi wie in Venedig bei Hochwasser zu seinem Zelt. Das Wasser ist nur in unserem Fall Schlamm!! Leider gibt es aber viel zu wenige solcher Bretter. Deshalb werden diese gelegentlich geklaut, wenn man tagsüber auf Tour ist. Das nervt vollends.
Solche Probleme mit dem Untergrund waren für uns alte Hasen eine völlig neue Erfahrung und das mitten in der Schweiz!?
Man muss natürlich noch sagen, vor extremsten Unwettern, wenn anderswo Leib und Leben in Gefahr geraden würden, war der Platz bestens geschützt. Es gab zum Beispiel Sperrwerke oberhalb des Platzes, eine Sperrmauer zum Bach zu und einen untertunnelten Abflusskanal mitten durch den Zeltplatz für mögliche Muren aus den Bergen. In Situationen wo diese Anlagen in Aktion treten könnten, würde ein nasser Schlafsack eh nicht mehr zählen, dann ginge es nur noch um die nackte Existenz.
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Hallo, wir bleiben hier!
Wenn das Zelt steht, muss man noch einmal zur Rezeption und offiziell einchecken. Man bekommt dort den Preis für seinen Stellplatz offeriert. Die Preise im Sommer waren nicht von Pappe und im Detail in Schweizer Franken (CHF):
Erwachsene: 9.20
Jugendliche: 5.10, 4.40 (6-15 J.)
Zelt: 10.00 - 19.00
Wohnwagen: 19.00 - 21.00
Motor-Caravan 19.00 - 21.00
Auto: 3.50
Motorrad 2.00
Hunde 3.00
Strom: 4.00
Kurtaxe: 2.40, Kinder 0.90
Feilschen lohnt nicht. Obwohl die große Preisspanne bei den Zelten eigentlich unfair ist. Die paar wenigen guten (trockenen) Stellplätze sind billig (10 CHF), weil diese sich auf etwas engen Hanglagen der zwei kleinen Zeltwiesen befanden und die großen, kaum nutzbaren, weil mit Schlamm überzogenen Parzellen waren doch sehr teuer (19 CHF).
Man bekommt noch ein paar Flyer zum Platz und den grandiosen Möglichkeiten der Umgebung und zu diversen Angeboten. Es besteht dank modernster Kommunikationstechnik die Gelegenheit alle denkbaren Tickets vor Ort zu buchen. Wenn man nicht den Betrieb an der Rezeption aufhalten will, zieht man von dannen. Die Nächsten warten schon eine ganze Weile. Die Rezeption ist von früh morgens bis weit in die Puppen geöffnet.
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Hallo, wo sind wir denn nun wirklich gelandet!
Obwohl die umgebenden Berge so gewaltig in die Höhe ragen befindet sich der CJ nur auf 820 Metern über Meeresniveau, d.h. es wird nachts nicht zu knackig.
Er liegt oberhalb (südlich) von Lauterbrunnen an einem Fahrweg abseits der Hauptstraße. Diese endet jedoch eh in sieben Kilometern Entfernung im Ortsteil Stengelberg.
Der Verkehr ist also gering, obwohl Radler sich auf recht regen Busverkehr einstellen sollten. Dies betrifft nicht nur die halbstündlich fahrenden Pulks von Postautos sondern auch zahlreiche Reisebusse. Schließlich liegen im oberen Teil des engen Lauterbrunnentales mehrere weltberühmte Attraktionen (Trümmelbachfälle, Schilthornbahn mit einem Drehrestaurant auf dem 2973 Meter hohen Gipfel (siehe James Bond anno 1969 " Im Geheimdienst seiner Majestät").
Der CJ reicht im Osten bis an den Hausbach von Lauterbrunen, die Weisse Lütschine heran. Im Westen tropft fast der Staubbachfall aus weit über 200 Metern Höhe, wie der Name schon sagt, aufs Zeltdach (prosaisch überhöht formuliert). Eine Brücke über den Bach führt auf kürzestem Weg zur Postautohaltestelle. Zum Bahnhof sind es weniger als zehn Minuten.
Der einzige Krachmacher der Gegend ist der Heliport in ca. 500 Meter Entfernung südöstlich gelegen. Bei normalem Wetter starten morgens 8:00 Uhr die ersten Hubschrauber und das geht je nach Wetter und Geschäftslage in lockerer Folge den ganzen Tag.
Bei schönem Flugwetter hat man jedoch als Entschädigung zum Abendbrot die Lustschreie der Japanerinnen im Ohr, welche sich in wildem Tandemflug per Gleitschirm den Helis nähern, um sofort wieder für den nächsten Start aufsteigen zu können.
Wenn die Schweizer Bergwacht ruft, wird allerdings auch mitten in der Nacht mit aller nur denkbaren Technik geflogen. Es ist unglaublich, was die Schweizer alles in Bewegung zu setzen vermögen um Menschenleben zu retten!! Der Lärm stört die Urlauber dann kaum, sondern er vermittelt eher ein gutes Gefühl der Geborgenheit.
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Hallo, wir machen einen abendlichen Bummel über den CJ!
Der CJ ist historisch gewachsen und somit nicht aus einem Guss. Man muss schon ein paar Mal darüber gepilgert sein, ehe man die diversen Ecken und Enden mit ihren speziellen Vor- und Nachteilen kennengelernt hat. Es gibt einen zentralen Platz. Hier befindet sich ein hochmodernes, riesiges Zeltdach unter welchem auch Veranstaltungen stattfinden können. Ansonsten wird die Bühne darunter zum Rumturteln, als Sammelplatz für Gruppen und von den Gleitschirmfliegern zum Zusammenlegen ihres Fluggerätes genutzt. Um diesen Platz herum sind vier unterschiedlich große Chalets angeordnet:
Erstes Chalet: Rezeption und Minimarkt
Zweites: Restaurant
Drittes: Sanitäranlagen, Backpackerquartiere, Gemeinschaftsküche, Aufenthaltsräume
Viertes: Internet-Point
Hier parken auch die Busse. Mehrere Telefonzellen helfen uns der hemmungslosen Roamingabzocke aus der deutschen Telekommunikationsbranche zu entgehen. Ein Geldautomat sorgt für den notwendigen Nachschub an "Kleingeld".
Es existieren noch zwei weitere, gleichmäßig über den Platz verteilte Sanitärgebäude. Das modernste verfügt über zahlreiche Familienbäder, Waschkabinen, einen, auch im Sommer beheizten, großen Trockenraum, Fernseh- und Spielzimmer, Waschmaschinen, Trockner, Geschirrspülbecken, Geschirrspüler, Bügeleisen usw. In dieser Hinsicht fehlt es an nichts.
Die Sanitärgebäude sind der Trumpf des Platzes. Selbst, wenn vier Busse Backpacker einfallen gibt es auf dem randvollen Platz keine nennenswerten Staus an den Sanitäranlagen. Bei den Damen ist zudem jeder Waschplatz als Kabine ausgelegt. Bei den Herren war man berechtigterweise etwas sparsamer.
Inwieweit alle Sanitärgebäude auch im Winter geöffnet sind vermag ich nicht zu sagen.
An günstiger Stelle sind auch eine Versorgungs- und Entsorgungsstelle für die Wohnmobile, sowie ein Autowaschplatz vorhanden. Außerdem gibt es an Rande einen kleinen Spielplatz.
Bolzen fällt flach. Federball kann sehr gut auf den zum großen Teil geschotterten Wegen zwischen den Zelten gespielt werden, da der CJ sehr windgeschützt liegt.
Die Stellplätze selbst sind wie schon mehrfach angedeutet unterschiedlichster Natur (Parzellen, Terrassen, Wiesen, Schotter, Beton). Offiziell existieren fast 250 Stellplätze.
Knapp sind vor allem Plätze für die Zelte und die Wohnmobile. Das hat negative Folgen:
Zelter werden zum Teil auf zuvor von Wohnmobilen zerfahrene Parzellen umgeleitet. So dreht sich die Negativspirale über die Saison immer weiter. Zumal bekanntermaßen unter den Freizeittruckern nicht wenige Dilettanten sind.
Die eigentlichen, total waagerechten und befestigten Mobilheimplätze befinden sich längs der Weissen Lütschine direkt hinter einer Schutzmauer. Das reicht nun aber durch die vielen Spanier nicht mehr.
Einige parzellierte Stellplätze sind auf Terrassen angeordnet. Aber auch hier staut sich durch hausgemachte Schäden teilweise das Wasser dramatisch.
Die Dauercamper (ca. 100 Stellplätze) haben sich häufig für den Winter solide Bleiben errichtet. Außerdem gibt es noch die diversen Möglichkeiten für Backpacker (kleine Holzhütten, Großzelte usw.).
Auf dem Platz spenden vereinzelte Bäume Schatten. Dies sind jedoch in der Regel arg "gerupfte" Birken. Damit diese die Schneelast im Winter tragen können, werden sie nämlich konsequent ausgeästet. Aber Schattenspender braucht man hier eigentlich nicht. Die Sonne verschwindet im engen Tal eh frühzeitig hinter den Bergen.
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Hallo, wir geben Geheimtipps!
Die Gegend ist zum Wandern in traumhafter Natur da. Für die Rundwanderungen stehen die Wengernalpbahn, die Jungfraubahnen (Zahnradbahnen), die Schilthornbahnen, die Männlichenbahn (Seilbahnen), die Berner Oberland-Bahnen (BOB) (Zug als kombinierte Adhäsions- und Zahnradbahn), die Postautos (Bus) usw. bereit.
Die Wanderung der Wanderungen geht von der Schynige Platte (1967 m) über das Faulhorn (2680 m) zur Bergstation First (2167 m). Dazu muss man fast 6 Stunden straff wandern und 800 Höhenmeter auf- und 600 Höhenmeter absteigen. Wer in entgegen gesetzter Richtung geht, der hat leider die Superkulisse im Nacken! Es gibt ein spezielles, ermäßigtes Rundticket: BOB Lauterbrunnen - Wilderswil, historische Zahnradbahn Wilderswil - Schynige Platte, ... nun sechs Stunden wandern .... Kabinenbahn First - Grindelwald, BOB Grindelwald - Zweilütschinen - Lauterbrunnen. Es klappt wie geschmiert. Besonders das Umsteigen, An- und Abkoppeln in Zweilütschinen ist an Perfektion kaum zu übertreffen. Lasst euch überraschen!
Die zweite Traumpanoramawanderung geht auf der UNESCO - Welterbetour von den Trümmelbachfällen (Postautohaltestelle) hinauf zum Eigergletscher und dann mit der Jungfraubahn und Wengernalpbahn über die kleine Scheidegg zurück nach Lauterbrunnen. Hier muss man in 5 Stunden allerdings auch ca. 1600 Höhenmeter steigen. Man kann sich freilich 400 Höhenmeter ersparen, wenn man mit der Wengernalpbahn bis Wengen hinauf krabbelt.
Für beide Touren muss man sich natürlich schon eingelaufen haben und man sollte tadellose Fernsicht haben.
Um die überlaufene Hochgebirgswanderautobahn Männlichen (2343 m) - Kleine Scheidegg (2061 m) wird man wohl auf Grund der einmaligen Kulisse nicht herumkommen. Wer trotzdem noch "etwas" Sport einbauen will, der sollte an Stelle der Luftseilbahn auf den Männlichen den Gemssteig wählen und noch auf das Lauberhorn (2472 m) durchstarten.
Zum Warmlaufen stehen mit dem Hausberg von Lauterbrunnen, dem Schilthorn, genügende Herausforderungen bereit. Uns helfen dabei die Schilthornbahnen, die Bahn Lauterbrunnen - Mürren via Grütschalp und Winteregg, die Almendhubelbahn, die Luftseilbahn Sulwald und natürlich die Postautos nach Stengelberg und Iselfluh.
Jetzt werdet ihr allmählich fragen: Na und, wo bleiben denn die Geheimtipps?! Nun ja, wenn ihr Euch richtig fit gelaufen habt, geht es ohne Hilfe von Bergbahnen ins obere Lauterbrunnental. Fernab der Touristenströme wartet hier ein wildromantisches Naturschutzgebiet. Jeder Höhenmeter hinauf und hinab muss selbst erarbeitet werden.
Wem jedoch über siebenstündige Wanderungen im Naturschutzgebiet als zu lang erscheinen, der findet in jeder Höhenlage ein Quartier zum Verschnaufen: Berghaus Trachsellauenen (1201 m), Bergasthaus Tschingelhorn (1678 m), Berghotel Obersteinberg (1778 m), Schmadrihütte (2262 m), Rottalhütte (2755 m), Silberhornhütte (2663 m).
Es geht natürlich noch viel höher hinaus! Aber auch in der Gletscherwelt gibt es weitere Bleiben (Mutthornhütte 2898 m usw.).
Man kann jedoch letztendlich auch wieder unserer UNESCO-Welterbetour folgen und ins Sefinental hinübersteigen (Rotstockhütte (2039 m), Gspaltenhornhütte (2458 m) usw.).
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Leider müssen wir ab und an mal einen Blick auf unser Zelt werfen, ob es schon im Schlamm versunken ist. Das ist halt so bei "Immobilienbesitzern"!
;-)
Fazit: In der Hochsaison grenzwertig
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