Softmaker Office
Es muß nicht immer Microsoft sein - Softmaker Office Bürosoftware

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Es muß nicht immer Microsoft sein
Softmaker Office

Sulli2

Name des Mitglieds: Sulli2

Produkt:

Softmaker Office

Datum: 18.08.00, geändert am 25.10.04 (275 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: preiswert, einfach zu bedienen, umfangreich

Nachteile: Fußnoten nicht in der Standard-Version, Im- und Exportfunktionen machen probleme, spartanische Datenbank

Warum muß es denn immer Microsoft sein? Zugegeben, wer beruflich mit einem Office-Paket arbeiten muß, der wird um Microsoft kaum herum kommen. Und wer an seinem Arbeitsplatz mit Microsoft arbeitet oder es seit frühesten Computertagen gewohnt ist, der wird, sofern er es sich finanziell erlauben kann, auch privat nicht auf ein anderes Office-Paket umsteigen.

Wer aber frei von diesen Zwängen ist, für den gibt es keinen Grund, der gegen die Nutzung des SoftMaker Office spricht.

Da meine Meinung über diese Software bereits fast zwei Jahre alt ist und mittlerweile bereits die Nachfolgeversion auf dem Markt ist, wird es Zeit, den Bericht zu überarbeiten.

Aktuell von der Firma SoftMaker Software aus Nürnberg ist zur Zeit SoftMaker Office 2001 für alle gängigen Windows-Versionen zum Preis von 129,95 Euro für die Standard- sowie 199,95 Euro für die Professional-Version. Damit hat sich im Vergleich zu den DM-Preisen der Vorgänger-Version nicht viel geändert und im Vergleich zu "großen" (im Sinne von bekannteren) Office-Paketen sind das wahre Schnäppchen-Preise.

Wirklich neu gegenüber der Vorgängerversion ist jedoch nur der Programmteil Tabellenkalkulation, als Personal PlanMaker 2001 auch einzeln erhältlich für 79,95 Euro bzw. als Professional Version für 159,95 Euro.

Um ein Update zu installieren, sollte man die Beschreibung dazu genau lesen, denn "alte Seriennummer", "neuer Produktcode" und "Installation der Vollversion als Upgrade" können da schon recht schnell zu Verwirrungen führen.

Woraus besteht nun dieses SoftMaker Office 2001?

1.) Die Textverarbeitung Personal TextMaker 2000

TextMaker gibt es schon seit den 80er Jahren, damals noch als Textverarbeitung für DOS. Was soll ich jetzt über seine Funktionen schreiben? Sie hat alles, was man von einer guten Textverarbeitung verlangen kann und richtet sich in der Bedienung nach den bekannteren Programmen. Durch d
as individuelle Anpassen der Symbolleisten kann man sich nach und nach eine immer bequemere und für die eigenen Bedingungen optimierte Umgebung schaffen.

Glücklicherweise hat SoftMaker die Microsoft-Unsitte, wenig benutzte Menüpunkte auszublenden, (noch) nicht übernommen. Dies ist auch bei den übersichtlichen und überschaubaren Menüs nicht notwendig.

Ich bin übrigens damals (das müsste so 1987 gewesen sein) auf TextMaker gekommen, weil ich eine Textverarbeitung gesucht habe, die relativ unproblematisch auf dBase-Dateien zugreifen und Serienbriefe drucken konnte. Und darin war eben TextMaker sämtlichen anderen Textprogrammen, die für diese Aufgabe nur sehr umständlich zu gebrauchen waren, überlegen. Auch heute noch gefällt mir die einfach zu bedienende Serienbrieffunktion sehr gut und der Faxversand, der unproblematisch mit Fritz-Fax zusammenarbeitet.

TextMaker bietet Im- und Exportfunktionen für die wichtigsten Textverabeitungen. Ich kann sie jetzt leider nicht alle aufzählen, da ich nur einige wenige davon installiert habe.

Auch TextMaker ist natürlich sowohl in der Standard- als auch in der Professional-Version einzeln erhältlich. Die Preise dafür sind die gleichen wie für PlanMaker.


2.) Die Tabellenkalkulation PlanMaker 2001

PlanMaker ist ähnlich wie Excel zu bedienen und bietet alle Funktionen, die ein Durchschnittsanwender benötigt. Allerdings lässt bei großen Tabellen die Geschwindigkeit beim Einfügen von Zeilen oder Spalten und erst recht bei Neuberechnungen schon ein wenig zu wünschen übrig.

Neu in der 2001er-Version ist die Möglichkeit, Überschriften zu fixieren, die ich lange Zeit vermisst habe.

PlanMaker bietet in der aktuellen Version endlich auch eine Exportfunktion für Excel (und zwar für die Versionen 5.0, 95, 97 und 2000), die Vorgänger-Version hatte nur eine Importfunktion implementiert.

Probleme mit den Im- und Exportfunktionen aus früheren Versionen konnte ic
h in der aktuellen Version noch nicht feststellen.


3.) Die Datenbank DataMaker 99

Eine sehr einfach zu bedienende Datenbank, die auf dBase-Basis arbeitet. Die 97er-Version war nicht frei von Programmabstürzen, bei der 99er-Version habe ich solche bisher noch nicht festgestellt. Ich muß allerdings auch zugeben, daß ich DataMaker nicht nutze, denn das Programm ist wirklich sehr spartanisch und der Schwachpunkt des Office-Paketes. Nach der Versions-Nummer zu urteilen dürfte aber wohl das nächste Update in diesem Bereich fällig sein. DataMaker 99 ist einzeln zum Preis von 79,95 Euro erhältlich.


Als Zugaben enthält das Office-Paket noch weitere Software, teils von anderen Herstellern:

1.) Das Illustrationsprogramm Micrografx Designer 6

2.) Das Bildbearbeitungsprogramm Picture Publisher 6

3.) Die Clipart- und Bilderverwaltung ABC Media Manager

4.) Das Schrifteffektprogramm LogoMaker

5.) Das Vektor-Illustrationsprogramm DrawPad

6.) Die Bildbearbeitung PhotoPad

7.) Über 500 TrueType-Schriften mit Eurozeichen

..und wem die immer noch nicht reichen, der kann sich für 49,95 die MegaFont Euro Edition mit nochmal 5000 Schriften dazu kaufen.


Was unterscheidet nun die normale Version von der Professional-Version?

Leider fehlen von den Standardfunktionen einer guten Textverarbeitung in der Normalversion Fußnoten sowie Inhalts- und Stichwortverzeichnisse, die man, wenn man längere Texte verfassen muß, wohl mit Sicherheit benötigt. Nur wer darauf verzichten kann, sei es, weil er eine Textverarbeitung nur zum Briefeschreiben braucht, der ist mit der Normalversion gut bedient.

Auf jeden Fall zur Professional-Version greifen sollte derjenige, der auch Texte in fremden Sprachen bearbeiten möchte. Die 16-sprachige Rechtschreibprüfung sowie das 5-sprachige Übersetzungswörterbuch gibts nur dort.

Auch Mathematikern sei zur Professional-V
ersion geraten, denn diese bietet auch einen Formeleditor.

Und zu guter Letzt bietet die Professional-Version noch die zu Visual Basic kompatible Programmiersprache BasicMaker und das Businessgrafik-Programm SnapGraphics 2. Dagegen wurden das Vektor-Illustrationsprogramm DrawPad sowie die Bildbearbeitung PhotoPad, die in der Vorversion nur in der Professional-Variante erhältlich waren, nun auch in das Standardpaket integriert.


Lobend erwähnen möchte ich noch die ausführlichen gedruckten Handbücher für TextMaker, PlanMaker und DataMaker und die gute Hotline, die nicht durch lange Warteschleifen oder 0190-Nummern negativ auffällt. Wer die Software registriert, bekommt dauerhaft kostenlosen Support.

Auch die Homepage der Firma SoftMaker (www.softmaker.de) ist sehr übersichtlich aufgebaut und informiert über die neuesten erhältlichen und geplanten Versionen. Auch die aktuellsten Servicepacks sind hier verfügbar.

Und wer nicht gleich soviel Geld ausgeben möchte, sondern die Software erst mal testen möchte, für den gibt es TextMaker 97 zum Preis von nur 7,99 Euro. Da kann man absolut nichts falsch machen. Oder man lädt sich von der Homepage eine 30-Tage-Testversion der aktuellen Software herunter.

Fazit: