Die beste Software zum MindMapping
Mindjet MindManager X5 Pro

Name des Mitglieds: fuzzybär
Produkt:
Mindjet MindManager X5 Pro
Datum: 03.03.08
Bewertung:
Vorteile: super Tool, viele Mlöglichkeiten, stabil und kompatibel
Nachteile: nicht gerade billig
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Einleitung
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Das Arbeiten mit MindMaps ist in vielen Bereichen stark im Kommen, so auch in der Pädagogik. Ich selbst bin nicht so sehr der visuelle Typ und konnte mit MindMaps lange nicht viel anfangen. Seit gut fünf Jahren arbeite ich als Fachleiter in der Lehrerausbildung und kam nicht mehr drumherum. Und siehe da, nach einigem Probieren, Austesten und mit viel Übung habe ich mich mit MindMapping angefreundet und kann mir meine MindMaps nicht mehr aus der beruflichen (und teilweise auch privaten) Praxis wegdenken - so ändern sich die Zeiten! Und was mein Beruf als BWLer und Informatiker so nach sich zieht - das Erstellen von MindMaps per Handzeichnung liegt mir nicht, aber das Arbeiten mit dem PC liegt mir sehr. Klar, dass ich mich schnell nach einer Software fürs MindMapping umsah. Über einige Um- und Irrwege landete ich vor gut einem Jahr beim MindManager X5, der seit Jahren Marktführer in seiner Nische ist, und das vollkommen zu Recht. Warum das so ist, das soll dieser Bericht klären.
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Wie kam ich zum MindManager?
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Seit einigen Jahren arbeitete ich mit einem einfachen MindMapping-Programm von Data Becker, doch mit diesem Programm war ich nie so recht zufrieden, denn es war in all seinen Fähigkeiten sehr begrenzt, viele Vorhaben konnte ich nicht verwirklichen, weil meine Wünsche und Vorstellungen nicht erfüllt wurden. Da traf es sich gut, dass ich im letzten Jahr bei einer Intel-Fortbildung für Lehrer teilnahm und dabei unter anderem für 50 Euro mehrere Programm erstehen konnte, darunter eben der MindManager X5. Das ist zwar nicht ganz die aktuelle Version, aber für den Einsatz in Unterricht und Lehrerausbildung mehr als ausreichend. Endlich konnte ich meine Ideen so verwirklichen wie ich es wollte, denn diese Software hat unzählige Möglichkeiten und arbeitet sehr ähnlich wie MS Office in der Version 2003, so dass eine schnelle Einarbeitung gewährleistet ist. Dass man sich für "Feinheiten" doch genauer einarbeiten muss, versteht sich von selbst, ist aber auch kein Problem. Doch dazu später.
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Was sind denn MindMaps überhaupt?
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Alle, die sich mit MindMaps auskennen, sollten dieses Kapitel schnell überlesen. Alle anderen könnten unter Umständen etwas Neues und sicher Interessantes kennenlernen. Also: Wikipedia stellt den britischen Psychologen Tony Buzan als "Erfinder" des MindMappings vor, dessen Grundzüge in die 70er Jahre zurückreichen, aber erst in den 80er- und 90er-Jahren zum heutigen Stand entwickelt wurden und sich weit verbreiteten. Ein MindMap (zu deutsch etwa: Gedanken-Landkarte) ist die grafische Darstellung eines bestimmten Themas, bei der ausgehend von einem zentralen Hauptthema untergeordnete Äste und einfache Informationen in einer Art Baumstruktur angeordnet werden.
Die Methode hat ihren ersten Ursprung in wissenschaftlichen Erkenntnissen im Bereich der Gehirnforschung in den 50er Jahren und stellt eine effiziente Technik zur Förderung der individuellen Kreativität und Gedächtnisleistung dar. Mit der Entwicklung der Standard-Software MindManager wurde die Methodik des Mind Mappings auf den PC transportiert und für den Einsatz in Business-Teams und für den einzelnen Anwender im Office-Umfeld entscheidend weiterentwickelt. Das Programm unterstützt die schnelle und flexible Informationserfassung und die individuelle Strukturierung. (Zitat aus der Webseite www.mindjet.de!)
Wikipedia beschreibt dies so: "Mind Maps enthalten das zu bearbeitende, zentrale Thema in der Mitte des Blattes. Es wird möglichst genau formuliert und/oder als Bild dargestellt. Nach außen sind verschiedene Hauptäste (Hauptkapitel) mit weiteren Unterästen (Unterkapitel), die die dazugehörenden Informationen ranggerecht darstellen. Auf den Ästen steht immer nur ein Schlüsselwort. Bei der Erstellung können Farben und Bilder benutzt werden, um der kreativen Arbeitsweise des Gehirns gerecht zu werden und um die Mind Map schneller lesen und überblicken zu können."
Ein großer Vorteil einer MindMap ist es, dass die einzelnen Äste, Unteräste und Informationen von Anfang an in eine Vernetzungsstruktur eingebunden werden und nicht nur - wie etwa beim Brainstorming - ungeordnet unter- oder nebeneinander aufgelistet werden. Selbstverständlich ist das Erstellen einer MindMap ein dynamischer Prozess, währenddem Zuordnungen umgestellt, geändert, neu zusammengestellt werden können. Per Hand ist diese Vorgehensweise umständlich und langwierig, per Software kann mit drag and drop nach Herzenslust verschoben, eingerichtet und gestaltet werden. Kein Wunder, dass sich eine ganze Menge entsprechender Software auf dem Markt befindet, von der Freeware bis zum MindManager für mehrere 100 Euro.
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Was bietet der MindManager?
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Der MindManger X5 ist eine professionelle Software zum Erstellen von MindMaps und bietet sehr viele Funktionen darüber hinaus. Mittlerweile ist bereits die Version 7 aktuell; mehr noch als in der Version X5 wird die Fähigkeit zum Projektmanagement und zum optimalen Einsatz knapper Ressourcen hervorgehoben. Diese Punkte werde ich nicht ansprechen, denn bei mir und auch bei all meinen Kollegen bleibt das Erstellen von MindMaps im Mittelpunkt. Doch auch hier gibt es genügend zu berichten.
Der normale Arbeitsmodus ("Map-Ansicht") ist dergestalt, dass man eine leere MindMap auf dem Bildschirm hat, in der nur das Hauptthema aufgeführt wird. Hier kann man nun durch Drücken der Einfügetaste Äste ("Hauptzweige") einfügen und beschriften. Ist ein Hauptzweig markiert, kann wiederum durch Drücken der Einfügetaste ein Unterzweig eingefügt werden und so weiter. Zu jedem Eintrag kann bei Bedarf eine Notiz eingefügt werden, was vor allem bei der Arbeit im Team eine große Erleichterung darstellt. Mit der Zeit ergibt sich eine mehr oder weniger gegliederte Struktur, zu der man noch Verbindungslinien, Gruppierungen, Grafiken usw. hinzufügen kann. Auch werden 19 Designs (Stil-Vorlagen) mitgeliefert, mit deren Hilfe die MindMaps schnell und durchaus ansehnlich formatiert werden können. Das alles geht mit wenigen Mausklicks und ist weitestgehend selbsterklärend. Natürlich kann man die Stil-Vorlagen auch abändern oder komplett eigene erstellen, dies habe ich schon oft genutzt. Schön wäre es, im Internet weitere Vorlagen erhalten zu können, aber das ist mir bisher nicht gelungen.
Neben der normalen Arbeitsansicht gibt es auch noch die "Gliederungsansicht". Hier wird das Dokument in einer gegliederten Liste dargestellt, welche auch nach Word, Outlook oder Project exportiert werden kann. Selbstverständlich kann auch ein entsprechender Import erfolgen. Für das Erstellen einer Map kann auch der "Brainstorming-Modus" hilfreich sein; hier wird ein Gedanke nach dem anderen erfasst und erscheint dann in der Map-Ansicht. Nachdem alle Gedanken erfasst sind, können sie geordnet und strukturiert werden, so dass die typische MindMap-Darstellung entsteht. Meiner Arbeitsweise kommt der Brainstorming-Modus nicht entgegen, aber ich weiß, dass einige Kollegen nur so arbeiten und damit gut zurecht kommen.
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Meine Erfahrungen mit dem MindManager
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1. Das Programm lässt sich nach kurzer Einarbeitungszeit sehr gut bedienen, denn die Bedienungsweise ist an MS Office stark angeglichen, ohne auf eigene Akzente zu verzichten. Die Hilfefunktion erklärt die Programmfunktionen zuverlässig und gut verständlich. Darauf war ich öfters mal angewiesen, da zu meiner Lehrerlizenz kein Handbuch gehörte und Literatur auf dem freien Markt kaum erhältlich ist.
2. Hat man sich in die Oberfläche und die grundsätzliche Bedienung eingearbeitet, erwächst schnell der Wunsch nach mehr Möglichkeiten gestalterischer Art. Diese sind auch vorhanden, aber in der Menü- und Symbolstruktur teilweise sehr gut versteckt. Ich hätte ein gutes Handbuch brauchen können (hatte ich nicht, Grund siehe oben!), aber auch die Hilfefunktion leistete recht gute Dienste. Jedenfalls denke ich, nach einigen Wochen einen Stand erreicht zu haben, auf dem ich die wesentlichen Funktionen kennen- und nutzen gelernt habe. Zum MindManager-Profi reicht es aber noch nicht, denn dazu müsste ich schlichtweg mehr MindMaps erstellen als ich es momentan tue, denn auch hier gilt: Übung macht den Meister!
3. Bei einer Software ist nicht nur das Bedienkonzept wichtig, sondern ebenso die Kompatibilität und die Stabilität. Beiden Punkten kann ich durchaus hohe Bewertungen geben. Sowohl unter Windows XP als auch unter Windows Vista gab und gibt es nicht das geringste Problem. Abstürze kenne ich nicht, wohl aber kurze "Bedenkzeiten", in denen das Programm einzufrieren scheint, dann aber doch wieder mit voller Kraft und ohne Absturz weiterarbeitet. Keine Ahnung, woher das kommen mag, kein anderes Programm hat bisher so reagiert. Aber da es keinen "echten" Aufhänger gibt, bewerte ich die (wenigen) Hänger nicht negativ.
4. Sehr gut gelöst ist die Druckfunktion für die MindMaps. Das Programm bietet zunächst eine schier unendlich große Arbeitsfläche ohne Seitenbegrenzungen, die man nach Herzenslust mit Einträgen füllen kann. Soll dann gedruckt werden, wird die Map automatisch auf A4-Größe gezoomt, sprich im Normalfall ein wenig oder etwas stärker verkleinert. Das klappt super und einfach, das Ergebnis spricht für sich. Nun kann es aber vorkommen, dass besonders große Maps auf einer A4-Seite so klein würden, dass sie nicht mehr lesbar wären. Für diesen Fall gibt es die Funktion "Posterdruck", womit eine Map über mehrere Seiten gedruckt werden kann. Das funktioniert ganz gut, aber wirklich gebraucht habe ich diese Funktion bisher nicht, meine Maps passen gewöhnlich auf eine A4-Seite, auch wenn sie manchmal doch recht stark verkleinert werden. (Irgendwie finde ich auch eine MindMap in Übergröße unsinnig, da der Grundgedanke, ein Thema knapp und in Stichworten übersichtlich darzustellen, dadurch ins Gegenteil verkehrt wird.)
5. Eine weitere prima Möglichkeit ist es, einzelne Äste oder Teile davon auszublenden und nur die Hauptäste oder nur einen Hauptast mit Teilästen darzustellen. Dies erhöht die Übersichtlichkeit sehr, ohne Inhalte komplett weglassen zu müssen, und geht natürlich auch beim Drucken. Andere mir bekannte MindMap-Programme beherrschen das nicht so gut.
6. Sehr schön ist auch der Präsentationsmodus. Hier werden alle Menüs usw. ausgeblendet und die Map wird im Vollbildmodus dargestellt. Damit aber nicht genug: Man kann manuell oder per Weiter-Schaltfläche einzelne Äste ein- und ausblenden, zum Beispiel parallel zu einem Vortrag oder eine Präsentation. So werden die Zuhörer immer auf den gerade aktuellen Ast gelenkt und schweifen mit der Aufmerksamkeit nicht so leicht ab. Der Zoomfaktor wird groß genug eingestellt, damit eine Beamerpräsentation sehr deutlich lesbar wird. Diese Funktionalität nutze ich oft und gerne, sie ist einfach praktisch.
7. Der "Pack & Go-Assistent" ist eine gute Möglichkeit, eine Map und zugehörige Dateien (die zum Beispiel in der Map verlinkt sind) zu einer ZIP- oder EXE-Datei zu packen, um sie komplett auf einen anderen PC übertragen und dort ausführen zu können. Allerdings braucht man auf dem Ziel-PC ebenfalls eine Kopie des MindManagers, sonst kann die Map nicht angezeigt werden. Spätestens seit Version 6 gibt es einen Viewer für MindManager-Dateien. Der Download von Viewer 6 beträgt ca. 12 MB, bei Viewer 7 sind es schon 25,8 MB. Ich habe auf meinem Notebook den Viewer 7 installiert und benutze ihn hin und wieder, es ist schon praktisch, viele Funktionen des MindManagers ohne erneute Kosten nutzen zu können; aber natürlich können die Maps nicht bearbeitet werden. Trotzdem - für Präsentationen ist das Werkzeug ideal.
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Interessante Links zum Thema
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http://www.mindjet.com/de/ (Herstellerseite)
http://www.zmija.de/mindmap.htm
http://www-public.tu-bs.de:8080/~jtausch/ index.htm?/ ~jtausch/Dokumente/Mindmanager.htm
http://www.mind-mapping-schule.de/ Einfuehrung/index.html
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Hersteller und Kontakt
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Fazit
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Keine Frage, mit dem MindManager X5 bin ich vollkommen zufrieden. Zwar ist es nicht die neueste Version, aber für meine Zwecke mehr als ausreichend. Das Programm bietet eine Fülle von Möglichkeiten für Strukturierung und Gestaltung aussagekräftiger MindMaps und viele Funktionen für Firmen, die ich gar nicht benötige. Mit anderen Worten: Die ebenfalls verfügbare Lite-Version täte es in meinem Fall auch. Die Version MindManger 7 Lite ist als Schulversion bereits für 48 Euro zu haben, diese würde ich für "normale" Anwendungszwecke empfehlen und für ausreichend halten. (Als Vollversion kostet die Software mehrere 100 Euro!) Keine Frage, dass die Pro-Version mehr bietet, selbst in der Version X5, aber für Privatanwender ist das mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Insgesamt: Ein tolles Programm für jeden, der was mit MindMapping zu tun hat. Kaufempfehlung und volle Punktzahl!
© Andreas Wilhelm, 03.03.2008
PS: Dieser Bericht erscheint auch auf anderen Plattformen.
Fazit: Sehr zu empfehlen für den, der's braucht!
| Funktionsvielfalt: | ||
| Stabilität: | ||
| Benutzerfreundlichk.: | ||
| Installation: | ||
| Updatemöglichk.: |
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- Nur bedingt empfehlenswert
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- Vielleicht auf dem Papier doch besser
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