Lotus Notes
tut das Not(es)!? - Lotus Notes Bürosoftware

Erhältlich in: 1 Shop

Neuester Testbericht: ... ansetzt, ein Meeting geplant hat und die Leute dazu einläd, finde ich es mit Lotus Notes recht einfach zu verwalten. Die Leute könn... mehr

tut das Not(es)!?
Lotus Notes

Boa99

Name des Mitglieds: Boa99

Produkt:

Lotus Notes

Datum: 11.02.02, geändert am 11.02.02 (1407 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: großer Funktionsumfang

Nachteile: langsam, unübersichtlich, groß

Jahre Notes, 5 Jahre ärger, abstürze, Fehler, belegter Arbeitsspeicher und verschwendete Performance.

5 Jahre alles Kreuz und Quer in riesigen Dokumentendatenbanken, 5 Jahre genervt durch PopUp und Bing-Geräuch.

5 Jahre genervt durch verlorene Terminbucheinträge, Zeitumstellungsprobleme,
verlorene Userdaten, blockierte Accounts.

5 Jahre volle Notesserver, Verlorene Verbindungen zum Notesserver, langsamer Notesserver, defekter Notesserver, Spam.

5 Jahre unlesbare eMails durch fehlerhafte Konvertierung, 5 Jahre Systemabstürze wegen unlesbaren eMails.

5 Jahre keinen VBS-eMailVirus, da Notes die Dateien nicht versteht.

Fehler, Fehler, Fehler, Bugs, Bugs, Bugs, kompliziert, kompliziert, kompliziert, langsam, langsam, langsam.....

Jetzt habe ich es endlich endlich los!
Bei meiner Jobsuche habe ich explizit eine Firma gesucht bei der ich weder Notes noch Windows verwenden muß. GUt und gerne 8 von 40 Stunden habe ich mich die Woche mit Notes rumgeärgert. Angefangen bei Version 4 bis hoch zu 5.0.5.

Der verwaltungstechnische Aufwand könnte für ein Mailssystem nicht höher sein. Zum Scherz sagen wir, die Rohrpost war zuverlässiger, da ging nichts verloren, da wußte man wo´s hagt.

Notes ist mehr als ein eMailsystem, es ist ein wesendlicher Faktor der Mitarbeiter demotivation. Von unseren 800 Mitarbeitern kriegen wir in der Technik nonstop zu hören "Scheiß Notes" und wir müßen den Leuten recht geben.

Jetzt wärt auch in meiner Firma die Notes-Epoche nicht mehr lang. Schlimmt genug das es im Netzwerk immernoch novellt.

Der Umfang von Lotes NOtes ist gewaltig, deswegen benutzt der eMail-Client auch gleich 2/3 des zur Verfügung stehenden Hauptspeichers. Mit über 32 MB ist Notes da echt nicht zimperlich.

Sicher hat ein Gamer PC heute 256 - 512 MB
läuft der firmenrechner so schon unter Win 2000 mühsam genug mit seinen 128 MB und knapp partitionierter Platt
e ist das System unglaublich schnell dicht.

Daheim würde ich Notes niemals installieren, einmal drauf ist alles verkorkst. Die Registry wächst während der Notesinstalltion gut mit, was das System und den Start des Rechners nicht gerade beschleunigt.
Das System ist soweit ich weiß für den Heimnutzer sogar sehr billig zu bekommen. Lediglich Firmenkunden zahlen richtig.

Die neue Oberfläche vergißt an meinen Arbeitsplatz in einer Tour die Buttonleiste.
Die Programmierer im BackOffice fanden es sehr interessant einen Laufbalken mit Firmen-News (von vor etwa 4 Monaten) durchs Bild laufen zu lassen, das war besonders "förderlich" für das zügige Arbeiten.

Virenschutz ist im Gegensatz zu jedem halbwegs aktuellen Webmail nicht implementiert. Readme.exe und Co kommen ohne Probleme in die Mailbox.

Als Browser ist Notes noch speicherfressender langsamer, fehleranfälliger und altmodischer als ein Netscape der 3er Generation.

Das Interface kann zwar mit etwas Mühe schön Konfiguriert werden, doch neigt die Konfigurationsdatei zum verenden, so das Notes nicht mehr funktioniert und das schöne Outfit wieder weg ist.

Wird die Verbindung zum Notesserver verloren kann der Client nicht mehr regulär beendet werden. Man muß ihn via TaskManager unter XP, NT, 2000 killen, worauf hin die email einige Zeit, zumindest bis zum nächsten Neustart und bis der Server das lange Timeout auf das Benutzerkonto durchlaufen hat, nicht verfügbar ist.

Quincy und Dr. Watson, Systemschutztools unter Windows die teilweise fester bestandteil sind und die Speicherbereiche überwachen auf die Programme zugreifen, kommen häufig mal in Konflikt. Was besonders ärgerlich ist, da sich beides nicht leich deaktivieren läßt.

Wenn ein neues Mail kommt erscheint ein PopUp, darin steht neues Mail. dennnoch muß ich die aktualisierung selber durchführen damit mir das neue Mail angezeigt wird. was für ein Mist. Selbst wenn das PopUp nich
t kommt und das aktualisieren Zeichen nicht da ist muß man ab und an auf den Button drücken, sonst verpaßt man eMails und Termine.

Gut ist das man wenigstens bei erfolgter Zustellung bzw. Lesung eine bestätigung erhält. Schlecht ist das Notesemails auf nicht Notessystemen wirklich besischeiden aussehen. Ich würde so ein Mail an keinen Kunden schicken.

Alles ist nicht Windows-Komform ähnlich wie bei dem alten Borland-Zeug. Alles ist sehr gut versteckt und nichts da wo man es erwarten sollte. Menüs klappen Teilweise 3x hintereinander auf bis man endlich am tiefsten Punkt ist. Die unglaubliche Flut an Buttons und die miserable Hilfe überfordern den Anwender und fördern den Spieltrieb. Das führt natürlich wieder zu Support-Problemen.

Im Heimeinsatz mag Notes eventuell noch recht übersichtlich erscheinen. Hat man es in der Firma und etwa 20 wichtige Datenbanken sowie etwa 2500 unwichtige, alte, kaputte, nicht mehr verwendete ist es mit der Übersichtlichkeit vorbei.

Schaut man sich eMails im Quickview an, werden diese als ungelesen markiert und man bekommt bestenfalls eine Abmahnung weil man die emails nicht gelesen hat.

Klickt man ein eMail an dauert es im verhältniss zum Quickview 10x solange bis das eMail auf dem Bildschirm ist... warum? keine Ahnung, reine Schikane.

Adressbücher und Ablageordner kann man sich erzeugen um für einige Ordnung zu sorgen.
Die geht aber nur sehr schwerfällig, da gut die hälfte an wichtigen Funktionen, etwa das man Ordner verschieben kann einfach fehlt.

140 MB Festplattenplatz braucht dieser eMailclient. das ist in etwa das 100x von dem was ein kleiner, simpler, schneller und leistungsfähiger Client belegt.
Wenn es wieder von der Platte soll, hinterläßt die Deinstallation soviel Müll an verzeichnissen, Dateien im Windows und Registry-Einträgen das man das System eigentlich neu aufsetzen muß.

Regelmäßig kommt es bei uns zu Abstürzen, ganz Grundlos, auf einmal geh
ts halt net mehr. Da startet man 2x durch, dann gehts oftmals wieder.

Updates sind früher sehr regelmäßig rausgekommen. Momentan funktioniert das Webupdate bei uns nicht, da Notes sich nicht mit der Firewall versteht, dennoch wenns sein muß muß er eben von Hand eingespielt werden. Das Downloaden ist bei Lotus recht langsam, und bis man sich immer durch die 1000 Sites geklickt hat vergeht einige Zeit.

Mit sehr viel Pflege ist die Aufrechterhaltung der Ordnung verbunden, im Gegensatz zu anderen Clients lassen sich eMails mit bestimmten Inhalten, von bestimmten Usern nicht einfach durch Filter in bestimmte Ordner, sortieren oder ablegen sondern muß alles händisch sortieren. Etwas für das eventuell eine Sekritärin Zeit hat, aber mein knappes Zeitbudget maßgeblich überschreitet.

Bei Dreckstools.de Charts rangiert Notes gerade auf dem 4ten Platz (Netscape ist Spitzenreiter), den ersten hatte es aber auch schon inne.

Teilweise dauert es bei uns über eine halbe Stunden bis abgesendete eMail herausgehen.
Untragbarer zustand wenn es um Schnelligkeit geht. Bei eingehenden eMails die automatisch ins Problemmanagement gehen können schon mal 45 Minuten wegfallen.

Mails im HTML-Format kommen immer komplett durcheinander im Notes an. Das Notesformat wiederum kann nicht sauber auf Maschinen ohne Notes dargestellt werden.

Notes ... Nein danke, lieber ein kleiner schneller Client.

Fazit: