Lexware Buchhalter Upgrade
Einfach unschlagbar - Lexware Buchhalter Upgrade Bürosoftware

Produkttyp: Lexware Bürosoftware

Neuester Testbericht: ... verzeichnen sind, was wiederum für das Programm spricht. Die Kompatibilität zu anderen Programmen der Lexware-Linie ist zwar vorhanden, ... mehr

Einfach unschlagbar
Lexware Buchhalter Upgrade

VoMueRue

Name des Mitglieds: VoMueRue

Produkt:

Lexware Buchhalter Upgrade

Datum: 14.06.01, geändert am 14.06.01 (1740 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: einfach Erfassung, vielseitige Ausgabe, Kompatibilität zu anderen Programmen der Produktfamilie

Nachteile: z.T. die Optik der Ausdrucke

Sicher ist es nicht leicht, ein Produkt zu bewerten, wenn man keine Konkurrenzprodukte kennt. Trotzdem will ich es mal versuchen.

Ich nutze den Lexware Buchhalter nun schon seit geraumer Zeit, hab also auch schon einige Updates mitgemacht. Und das Programm hat sich tatsächlich mit jeder neuen Version verbessert. Ich will an dieser Stelle auch nur auf die letzte, die Version 6.01 eingehen.

Zunächst zur Installation:
Die ist recht einfach und läuft ohne Probleme. CD ins Laufwerk und Setup gestartet. Das ist schon alles.

Beim ersten Start werden dann schon alle für eine einzurichtende Buchhaltung unabdingbare Informatonen abgefragt. Wo möglich - leider nicht nur wo nötig - werden die eingaben durch Plausibilitätskontrollen überprüft. Die notwendiegen Eingaben werden aber hinreichend erklärt.

Für den Kenner mag in diesem Zusammenhang die Auswahl des Kontenrahmens und die Auswahl des Abschlusses (Bilanz oder Einnahmen-Überschuß) kein Problem darstellen, der Laie kann hier schon mal ins Grübeln kommen. Ebenso bei der Frage nach der Umsatzsteuerpflicht: hier ist nicht unbedingt ersichtlich, daß es sich nicht um eine freie Entscheidung des Unternehmers handelt, sondern daß bei der Beantwortung auch die gesetzlichen Grundlagen im UStG (Umsatzsteuergesetz) eine Rolle spielen.

Ist die Buchhaltung aber erst mal eingerichtet, geht es relativ problemlos weiter. Die pro Buchung notwendigen Informationen sind leicht zu erfassen, die RETURN-Taste läßt den Curser ins nächste Feld springen, nicht die Eingabe der Seite beenden. Ich will die Felder mal der in der Reihenfolge erklären, wie sie vom Curser angesprungen werden.

Das Datum, von jeher bei Lexware mit vierstelliger Jahreszahl, was nach meiner Ansicht von guter Weitsicht zeugt, kann durch den Curser oder durch direkte Zifferneingabe eingestellt werden. Mittels des Cursers kann man wahlweise Tag, Monat oder Jahr um eins nach oben, oder nach unten zählen. Bei der Eingabe üb
er die Tastatur ist der Buchhalter flexibel genug zwei oder vierstellige Jahrezahlen zu erkennen. Ungültige Daten werden erkannt, aber leider durch das aktuelle ersetzt. Die erweist sich nicht immer als Vorteil.

Je nach Größe seines Unternehmens kann der Anwender den nötigen Verwaltungsaufwand selbst bestimmen, Beispielsweise duch verschiedene Belegnummernkreise. MIttels diesen kann man schon mal eine Vereinfachung bei der Belegauffindung erreichen.

Die Belegnummern kann man manuell erfassen, mit hilfe der Cursertasten oder der Maus hochzählen, oder auf Wunsch auch automatisch weiterzählen lassen.

Der Buchungstext ist frei editierbar. Wer für oft oder regelmäßig wiederkehrende Buchungen feste Buchungssätze hinterlegt hat, kann sie an dieser Stelle aufrufen, die folgenden Felder füllen sich automatisch mit den entsprechenden Vorgaben.

Das Betragsfeld hat es aber in sich: einfache Betragserfassung - kein Problerm. Hat man sich vertippt und mit den Tasten 'Backspace' oder 'Entfernen' den Betrag gelöscht ist Vorsicht geboten. Bei der Eingabe der ersten Ziffer, springt das leere Feld auf dem Wert '0,00' und der Curser davor. Oft habe ich an dieser Stelle schon mal den tausendfachen Betrag erfaßt!
Durch die möglichkeit der kaufmännischen Betragserfassung spart man sich bei der Eingabe das Komma. Ebenfalls sehr Vorteilhaft: Der Anwender kann wählen, ob er den Brutto- oder den Nettobetrag erfassen will. Auch bei díesem Feld gilt: jeder wie er's gerne hätte, oder wie ers gewohnt ist.

Nach der Eingabe der Konten werden die Bezeichnungen angezeigt und der bisher aufgelaufene Saldo. Die angezeigt Wert enthält auch die noch nicht verbuchten Sätze, die noch im Buchungsstapel(s.u.) stehen. Nicht angelegte Konten können unmittelbar neu angelegt oder nicht bebucht werden. Dies ist an dieser Stelle auch sinnvoll. Wer den Kontenplan nicht im Kopf hat, kann ihn sich einblenden lassen und das Konto dort auswäh
len.

Der Steuersatz wird zwar normalerweise bei jedem Konto hinterlegt, dieser ist aber bei jeder Buchung abänderbar, und zwar ohne großen Aufwand.

Soweit zu den einzelnen Feldern. An dieser Stelle kann man sich dann noch entscheiden, ob man eine Buchung splitten, d.h. den Betrag auf verschieden Konten aufteilen, will, ob man Offene Posten ausgleicht, oder die Buchung abschließt.

Bei Splittbuchungen wird immer der Restbetrag anzeigt, sodaß man weiß wieviel noch zu verbuchen ist. Ergibt die Summe der einzelnen Buchungen nicht den Gesamtbetrag, weißt der Buchhalter darauf hin. Man kann entweder seine Buchungen korrigieren bzw. ergänzen oder die neue Summe als korrekten Buchungsbetrag übernehmen. Selbstverständlich kann man auch hier Brutto-oder Nettobetrag eingeben und sogar bei jeder Splittzeile gesondert bestimmen.

Weniger sinnvoll ist es bei der Buchung auf Debitoren und Kreditoren immer OP anzulegen. Der Nutzer hat hier leider nicht die Möglichkeit einzugreifen, wenn er dies nicht will.

Neben der doch sehr großen Benutzerfreundlichkeit, sollen auch die Möglichkeiten der Auswertungen nicht unerwähnt bleiben: Die Umsatzsteuervoranmeldung kann direkt aus dem Programm ausgedruck und beim Finanzamt abgegeben werden, das Formular ist von der OFD Stuttgart zugelassen. Leider lassen sich Vorder- und Rückseite nicht getrennt ausdrucken, sodaß man das Programm überlisten muß, um beide Seiten auf ein Blatt Papier zu bekommen.

Einnahmen-Überschuß-Rechnung oder Bilanz mit G+V sind vom Strickmuster her gleich. Während bei der der Überschußrechnung der nicht abzuschaltende Kontennachweis noch ganz praktisch ist, stört er den Leser bei der Bilanz doch erheblich. Auch optisch erweckt die Bilanz eher den Eindruck: 'gewollt, aber nicht gekonnt'. Allerding muß das Bild so nicht unbedingt übernommen werden. Wer sich die Mühe machen will, übergibt die Daten an Excel und kann sie dort aufpeppen; leider auch manipulieren.


Neben den sonst üblichen und notwendigen Druckmöglichkeiten wie OP-Liste, Summen- und Saldenliste, Journal, Kontoauszüge gibt es noch jede Menge Betriebs- und finanzwirtschaftliche Kennzahlen, z.B. die BWA oder den Cash-Flow.

Neben den Nutzerhandbuch, das das Programm erklärt, gibt es noch ein Anwenderhandbuch, das steuerliche und handelsrechliche Detail erklärt, die zu berücksichtigen sind.

Support und Hotline kann ich leider nicht beurteilen, da ich seit der Nutung - etwa vier Jahre - noch nicht in die Verlegenheit kam dort anrufen zu müssen. Sicherlich auch kein schlechtes Zeichen.

Die allgemeine Kulanz des Haufe-Verlagens, die Programme für einen vierwöchigen Test herauszugeben, ich nicht nur ein Zeichen, daß man ein gutes Produkt auf dem Markt hat und dies auch weiß, Es zeigt auch, daß zuviele Rückläufe wohl nicht zu verzeichnen sind, was wiederum für das Programm spricht.

Die Kompatibilität zu anderen Programmen der Lexware-Linie ist zwar vorhanden, nicht in allen Bereichen ist es jedoch schon möglich die Daten zu übergeben um sich unnötige Erfassungen zu sparen.

Alles in allem läßt sich sagen, die Einfachheit der Eingabe und die Vielzahl der Auswertungen läßt eigenlich keine Wünsche offen. Bei dem Preis von DM 200 für das Programm bzw. DM 120 für das Update erhält man sicher mehr als man erwarten kann.

Fazit: