CardMaker
Zweckform CardMaker - Visitenkarten selbstgemacht - CardMaker Bürosoftware

Neuester Testbericht: ... mit diesem Programm schon einmal gearbeitet hat, sollte mit der Handhabung des CardMakers keine Probleme haben. Doch auch sonst ist das ... mehr

Zweckform CardMaker - Visitenkarten selbstgemacht
CardMaker

Neunmalklug

Name des Mitglieds: Neunmalklug

Produkt:

CardMaker

Datum: 24.07.00, geändert am 10.01.01 (2708 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: günstig Visitenkarten herstellen

Nachteile: ein wenig selbstgemacht sehen sie trotzdem aus

Visitenkarten professionell drucken zu lassen ist ein teurer Spaß, vor allem wenn man nur eine geringe Stückzahl braucht. Für die meisten Menschen ist dies sicherlich der Fall, denn wer wirklich viele Karten braucht, der bekommt sie ohnehin von seiner Firma gestellt.

Wer nun also eine kleinere Stückzahl benötigt, der ist beim Zweckform Cardmaker gut bedient. Diese Software, die unter Windows (problemlos) läuft, besteht im wesentlichen aus zwei Bestandteilen: zum einen aus der Software selbst (1 Diskette + einige Probebögen für 29,95 DM) sowie den Papierbögen (z.B. 25 Bögen zu 10 Karten für 19,95 DM). Erhältlich ist beides in den meisten Kaufhäusern mit etwas größerer Computerabteilung.

Die Bedienung ist denkbar einfach. Nach der windows-typischen Installation ist das Programm sofort einsatzbereit. Zunächst wird die Art der verwendeten Bögen gewählt, d.h. ob es sich beispielsweise um einfache oder aufklappbare Visitenkarten handelt, um Tischkarten, Labels oder ähnliches. Danach erscheint sofort ein Fenster mit den Umrissen der zu bearbeitenden Visitenkarte. Nun kann man selbst beginnen, seine Visitenkarte zu gestalten oder eine der wenigen Beispielkarten öffnen, um diese zu bearbeiten. Die Bearbeitung ist an die Zeichnenfunktion von Winword angelehnt. Wer mit diesem Programm schon einmal gearbeitet hat, sollte mit der Handhabung des CardMakers keine Probleme haben.

Doch auch sonst ist das Programm weitgehend selbsterklärend oder nach einem Blick in die knappe Programmanleitung verständlich.
Zur Gestaltung können nun Textfenster geöffnet werden, in die z.B. der Name und die Adresse eingetragen werden. Auf dem Kartenumriß können diese bequem an die gewünschte Stelle verschoben werden. Weiterhin besteht die Möglichkeit, die Schrift beliebig zu manipulieren (Größe, Font, Ausrichtung usw.).

Um die Karte ansprechend zu gestalten, können Linien, Rahmen und ähnliches menügesteuert hinzugefügt werden. Interessant wird es, wenn Grafik
en importiert werden. Meine bisherige Erfahrung damit ist positiv gewesen: kopieren - einfügen und das Bild oder Symbol ist an der richtigen Stelle. Die Skalierung klappt problemlos.

Spannend wird nun der Ausdruck auf dem speziell perforierten Papier. Hierzu werden verschiedene Informationen abgefragt; insbesondere die Frage, wieviele Visitenkarten von einem Typ auf den Zehnerbogen gedruckt werden sollen. Sollen alle 10 Karten gleich sein oder soll es verschiedene Karten geben? Natürlich ist der Druck von 10 gleichen Karten am einfachsten, doch auch verschiedene Karten lassen sich gut ausdrucken. Diese Karten müssen jedoch vorbereitet sein: dazu werden in der jeweiligen Datei über das Feld "Neu" weitere Karten kreiert - bis zu 10 Stück. Oder man wählt vielleicht fünf und fünf Karten. Hier gibt es keine Beschränkungen und der Druck ist weiterhin möglich. Wer will, kann sogar jeweils nur eine Visitenkarte drucken, diese vorsichtig aus dem Bögen reißen und dann den Bögen mit nur noch 9 Karten nochmals bedrucken. Dazu wird im Druckermenü einfach angeklickt, an welcher Stelle eine fehlende Karte vorliegt. Schließlich sei noch auf eine weitere sehr wichtige Funktion beim Drucken verwiesen: das Bedrucken der Bögen kann u.U. unbefriedigend sein, weil die Schrift zu hoch oder zu tief oder zur Seite verschoben erscheint. Dies sollte nicht durch Verschieben der Schrift verändert werden (ich habe es versucht, aber es hat keinen Effekt - die Schrift erschien weiterhin zu weit oben auf meinem Ausdruck), sondern durch die Funktion "Druckposition". Hiermit kann der Druck insgesamt weiter oben oder unten oder zur Seite angesetzt werden. Deshalb gilt: zunächst einen Probeausdruck beispielsweise auf einem der Probebögen (die sowieso extrem häßlich sind) machen und den Druck justieren, danach ist der Druck ohne Schwierigkeiten möglich.

Nun noch zu einigen kleinen Schwächen des Programms: zum einen sollte man darüber im Klaren sein, daß ein Ausdruck
eigentlich nur auf einem Laserdrucker gemacht werden sollte. Andere Drucker haben einfach nicht diese Qualität. Eine Visitenkarte sollte einigermaßen professionell aussehen, alles andere ist peinlich. Dann ist es schon besser, jemandem seine Adresse handschriftlich zu geben, als eine allzu schlecht gemachte Karte zu verteilen. Zum anderen muß einfach gesagt werden, daß die Visitenkarten trotz der "Mikroperforation" der Bögen immer noch ein wenig selbstgemacht aussehen. Für hochoffizielle Anlässe ist das nicht genug. Daher muß man sich genau überlegen, ob man mit diesen Karten auskommt oder ob man nicht doch in den sauren Apfel beißt und sich Visitenkarten drucken läßt. Es gibt aber wohl (das weiß ich allerdings nicht ganz genau) von Zweckform noch höherwertige Bögen als die von mir verwendeten. Vielleicht sind diese besser geeignet. Für meine Zwecke bin ich aber sehr zufrieden mit dem Programm.

Fazit: