Quigg Brotbackautomat BA 495 (Aldi)
Einfacher geht es kaum - Quigg Brotbackautomat  BA 495 (Aldi) Brotbackautomat

Produkttyp: Quigg Brotbackautomaten

Einfacher geht es kaum
Quigg Brotbackautomat BA 495 (Aldi)

HeiderSV

Name des Mitglieds: HeiderSV

Produkt:

Quigg Brotbackautomat BA 495 (Aldi)

Datum: 14.12.11, geändert am 20.12.11 (142 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Einfachste Bedienung für leckere Brote, die wenig kosten

Nachteile: Der Knethaken sitzt im Brotteig fest.

10.000 BC
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Die "gute alte" DM regierte noch und beim ortanasässigen ALDI wurde ein Brotbackautomat für ca. 70 Mark angeboten. Meine Holde erwarb dieses Teil um es "in den nächsten Ferien" auszuprobieren. Nach etlichen Ferien wanderte es originalverpackt in den Keller, um mit anderen Einkäufen die Reservebank zu drücken, ein Los, das sonst nur Fußballspieler teilen müssen. Irgendwann vor ein paar Jahren kam dieses Teil dann zurück in die Küche, um dort in ihren jungfräulichen Plastikhülle vor sich hin zu stehen. "Die Beschreibung ist weg." Auch diese Hürde konnte zwar unlängst (2 Jahre?) genommen werden, Ferien und sonstige unbeschäftigte Zeiten kamen, doch das Gerät blieb ein Mauerblümchen, führte ein Schattendasein, in die Ecke geschoben, missachtet.

Sekundärnutzen von Krankheit
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So nannte es einmal mein Arzt, wenn auch in völlig anderem Zusammenhang. Auf der Suche nach etwas völlig anderem fand ich die Beschreibung für den Brotbackautomat, Zeit hatte ich (siehe Zwischenüberschrift), las und staunte: das klang nach wenig Aufwand und nur wenig Problemen. Es wurde die erste Brotbackmischung gekauft, das Rezept studiert (gaaaanz schwer: Nehmen sie 340 ml Wasser und schütten sie die halbe Menge der Backmischung hinterher) und ausgeführt.

Ein paar Fakten:
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Produkt: Brotbackautomat
Hersteller: Quigg (für Aldi)
Preis: weiß ich nicht mehr, vielleicht 69 DM?
Kaufdatum: lange her
Maximallast: 1 kg Brot
Zubehör: Messbecher und doppelter Portionierlöffel (groß / klein)
Beschreibung mit Rezepten
Reinigung: einfach, aber nicht für die Spülmaschine geeignet
Möglichkeiten: 8 Programme, 3 Bräunungsstufen über Knöpfe einstellbar.
Ein Display zeigt das gewählte Programm bzw. die verbleibende Zeit.
Timerfunktion

Was das Teil kann
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Na was wohl? Brot backen, was sonst? Was sonst? Noch ein paar Sachen mehr:
Man kann den Automaten auch nur das Mischen und Aufgehen lassen des Teiges erledigen lassen oder man kann das individuell selbst tun, was bei individuellen Brotrezepten eindeutig zu empfehlen ist. Dann lässt man den Automaten das Brot nur noch backen.
Man kann sich aber auch nur den Teig vorbereiten lassen, um dann zum Beispiel eine Pizza oder Brötchen herzustellen.
So gibt es insgesamt 8 Programme, wobei natürlich Programm 1 (Brot backen) klar an erster Stelle steht.
Durch die Timerfunktion kann man sein "ofenfrisches" Brot auch auf eine Stunde genau backen lassen.
Durch mehrfaches Betätigen eines kleinen Knopfes stellt man den gewünschten Bräunungsgrad ein, "hell", "mittel" und "dunkel" stehen zur Wahl.

Praxistest
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Das klingt alles so richtig einfach, geradezu idiotensicher. Ist es das auch? Die kurze Antwort darauf lautet Ja, aber mit langem "a", also "Ja, aber ..."
Zunächst einmal das JA: Man folgt brav der Bedienungsanleitung und nimmt den Backbehälter (quadratische Säule mit gerundeten Innenkanten) aus dem Automaten. das geschieht zum Schutz der offen liegenden Heizstäbe, damit diese nicht etwas von den Zutaten beim Einfüllen abbekommen. Der Behälter sitzt stramm, also braucht man hier ein wenig Kraft zum Entnehmen und zum Einstecken.
Die Backmischungen enthalten eine einfache Anleitung: erst das lauwarme Wasser einfüllen, dann die Mischung oben drauf schmeißen. Da ist dann die Hefe schon gut drinnen vermischt. Bei eigener Teigherstellung sollte man unbedingt Trockenhefe verwenden, damit sie gleichmäßig vermischt wird.
Der Behälter wird wieder eingesetzt, der Deckel geschlossen, Programm 1 ausgewählt, die Bräunung ("mittel" ist ideal) eingestellt und los geht's.
Kurze Rumpler gehen nach zwei Minuten in ein gleichmäßiges Rühren der Mischung über. Es ist nur eine kleine Drehscheibe im Boden, die den Teig zu einem Kloß formt. Dann ruht der Teig, dann wird er wieder gerührt, er ruht erneut, bekommt dann knapp eine Stunde zum Aufgehen. Es öffnen sich kurz Abluftlamellen, um entstandene Hefegase entweichen zu lassen und der Backvorgang beginnt. Das Gerät wird außen und oben sehr warm, aber nicht wirklich heiß.
Ein paar Piepser sagen nach 60 Minuten: "Fertig!".
Jetzt öffnet man den Deckel, und entnimmt den Brotbehälter, der allerdings wirklich heiß ist. Doppelte Lage Topflappen sind empfehlenswert oder gute Ofenhandschuhe. Der behälter wird leicht schräg gehalten und sanft geschüttelt. Schnell "antwortet" das Brot und löst sich von den Wänden und dem Bogen. Plumps, fällt es auf die bereitstehende Unterlage, kühlt ab und schmeckt köstlich. So frisches Brot bekommt man selten.
Und was gibt es jetzt zu meckern?
An allererster Stelle ist das der Knethaken, denn sitzt ja unten, IM Brot und glaubt ja nicht, dass er nur ein Loch im Boden hinterlässt, nein, er steckt im Brot. Den muss man also herausklauben, mit einer Messerrückseite geht das einigermaßen gut, eine scharfe Kante könnte die Beschichtung zerstören. Das Brot jedenfalls hat jetzt ein hässliches Loch (zum Glück unten, wo man es nicht sieht.)
Alternative: Nach dem letzten Rühren und kurz vor dem Abschluss des Aufgehens wird der Automat kurz ausgeschaltet, der Behälter entnommen, der klebrige Kloß herausgeschüttelt, der Knethaken aus der Masse herausgenommen und der Kloß wieder eingesetzt. Mit genügend gemehlten Händen ist das halbwegs "sauber" machbar, aber dennoch eine kleine Schweinerei. Den Backautomaten darf bis zu 30 Minuten ausschalten und er hat nicht vergessen, wo er weitermachen soll. das wiederum ist eine sehr löbliche Eigenschaft.
Weiterhin ist die Form leider "einfallslos", es wird ein Kastenbrot hergestellt, einen wohlgefromten "Brotlaib" bekommt man nur im Backofen.
Auch der Tragegriff für den Backbehälter ist recht dünn und verführt zum ungeschützten Zugreifen, dabei ist der genauso heiß, wie der Behälter.
Zum Reinigen nimmt man den Knethaken und spült ihn unter warmem Wasser ab, hartnäckige Reste (selten!) werden mit einer Bürste entfernt. Dasselbe gilt für den Innenraum des Backbehälters, eigentlich setzt da so gut wie nichts an ,nur unten, wo die Antriebswelle für den Knethaken herausragt, da muss man mit einem Lappen etwas intensiver reiben.
In die Geschirrspülmaschine kann man diese Teile nicht geben, davor wird ausdrücklich gewarnt.

Fassen wir zusammen:
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Die Bedienung ist tatsächlich sehr einfach, das Ergebnis wohlschmeckend, wenn auch optisch kein "Hingucker". Dass man nur heiß backen kann, weiß jeder, also ist das Verbrennungsrisiko kein echtes Manko. Man kann ja das Brot auch im Automaten auskühlen lassen, dauert nur länger. Der im Brot steckenden Knethaken ist lästig, ob die Hersteller nicht doch mal über eine Verriegelung nachdenken sollten oder einen Haken, der von oben eingeführt und auf demselben Weg rechtzeitig herausgezogen werden kann?
Der Automat kann noch ein wenig mehr, als nur Brot backen, aber das ist seine Hauptaufgabe und die erfüllt er fast perfekt.

Nachtrag
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Bei ALDI Nord gibt es derzeit das Nachfolgemodell für 47,99 Euro. Es hat 13 Programme und kann Brote bis zu 1250 Gramm backen.

Fazit: Mit kleinen Einschränkungen (siehe Nachteile) empfehlenswert

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Reinigung:    
Qualität: